Detailverliebte Schönmalerei

Die bodentiefen Fenster sind weit geöffnet und die leichten weißen Vorhänge wehen mal sanfter mal wilder und kitzeln den Boden aus leicht-grauem Granit. Frische salzige Luft des Meeres weht in den Raum und erfrischt. Ich höre und genieße, wie die Brandung kraftvoll an die etwas weiter entfernten Felsen klatscht.

Vor meinem Haus ist nur weicher weisser Sand, auf dem ich gerne barfuss spazieren gehe, oder die Füße darin eingrabe, meine Haut sanft damit peele.

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Bodenlange Vorhänge im herrlich parfümierten Hotel-Flur „Delano“ Miami Beach. Ruhige Alleinsam- oder Zweisamkeit allerdings Fehlanzeige.

Ich liege auf einem großen Bett mit duftig seidenweicher Bettwäsche, in die ich mich noch einmal genußvoll hinein schmiege. Es ist noch früh am Morgen und die Luft im Raum deshalb kühl. Wohlig konzentriere ich mich auf die salzigen Akzente darin genauso, wie auf die pudrige Frische nach der mein Bettlaken unwiderstehlich riecht. Die Augen halte ich geschlossen, sehe jedoch bildhaft vor mir, den großen Strauß pinkfarbener Pfingstrosen der auf einem kleinen weißen Jugendstil-Tischchen nahe beim geöffneten Fenster steht und sich blumig-süß in die leicht salzig und cremigen Duftakzente legt.

Ich hatte einen süßen Traum und meine Lippen lächeln noch davon. Ich atme noch einmal tief ein, dann öffne ich ganz langsam meine neugierigen Augen und blicke auf’s Meer, das weiter draußen wie ein ruhiger Spiegel da liegt und gerade die satte Farbe des flamingopinken Himmels wiedergibt.

Es muss noch deutlich vor 6 Uhr Früh sein. Ich liebe Rosa und ein solcher Himmel ist ein frühmorgendlicher Traum, aus dem man kaum erwachen mag.

Beinahe minütlich ändert sich nun die Farbe: Gleitet über ein Pfirsichfarben in ein warmes Apricot, welches dann immer blaustichiger wird, weil die Sonne inzwischen aufgegangen ist. Sie liegt zwischen einem gewaltigen stahlblauen Meer und einem babyblauen Himmel, an dem sich heute keine einzige Wolke verirrt hat.

Ich streichle mir mit meinem Handrücken, der noch immer einen sanften Hauch der Limonen-Handcreme trägt, welche ich gestern Abend vor dem Schlafengehen aufgetragen habe, zweimal zärtlich über meine Wangen. Sie sind ganz warm. Meine Hände kühlen sie etwas ab. Ich bewege meine Füße, recke und strecke sie und die Beine gleich dazu.

Ausgeschlafen setze ich mich auf, bevor meine Fußsohlen den kühlen Steinboden berühren, dann betreten. Ich gehe zum Fenster und auf dem Weg dorthin halte ich meine Nase tief in eine der Blüten des Pfingstrosen-Straußes. Ich inhaliere deren frisch-süßen Duft: leicht limetten-ähnlich und voll rosig rund.

Am Fenster angekommen betrete ich den französischen Balkon und stütze mich mit beiden Händen auf das geschwungene Geländer. Unten am Strand geht mein Nachbar mit seiner Hündin spazieren – „Summer-Sunshine“ heißt sie – und wirft ihr Stöckchen ins Meer.

Ich zupfe an meinem weißen Negligé das durch die feine Brise die weht mehr enthüllt als verdeckt. Es ist aus Paris und ich schweife kurz ab. Dieser Tag wird wunderschön.

Minuten später tapse ich in mein Badezimmer, welches in Weiß und pinke und dunkle moosgrüne Farben getaucht ist. Davor habe ich mich meines Nachtkleidchens erledigt und den zarten Stoff im Vorbeigehen auf die Wäsche im Bett gelegt.

Nun gönne mir eine sinnliche Zeit unter der Regendusche mit Frucht- und Vanilleduft für den Körper und jungem Efeu für mein Haar. Das lauwarme Wasser, das meinen Körper gleichmäßig benäßt und fantastisch feine Düfte beleben meine Sinne und lassen mich ein paar Minuten weiter träumen, bevor ich die Dusche schließlich entspannt verlasse und mich in meinen fliederfarbenen Morgenmantel hülle. Ein mirabellenfarbenes Handtuch, gekonnt geschwungen und fixiert um meinen Kopf, saugt die Feuchte aus meinem langen Haar.

Ein Blick in den Spiegel. „Spiegeln, spiegeln an der Wand … Danke, dass ich mich so großartig fühlen darf.“

Ich bin wach.

Der Tag kann beginnen.

Weil es millionen Möglichkeiten gibt, sich eine graue Stunde schön zu träumen. Oft haben wir gerade dann, wenn wir denken, dass wir nichts haben, die besten Ideen und Anregungen. Diese lassen sich dann ein andermal leben und einbringen, wenn wir uns nicht wegräumen wollen, sondern der Weg durch uns geebnet wurde – zu leben was wir lieben.

Wer große Träume hat, braucht deutlich länger bis er ankommt.
Das ist aber völlig egal, weil der Weg das Ziel ist und sich hinter jeder Haus-Ecke, Thuja-Hecke, Zimt-Schnecke, Bettdecke ein unerwartetes Highlight auftun kann.

Augen auf im turbulenten Großstadt-Dschungel für die Auszeit an der See.

Herzlich, Petissa

❤ Ich coache, schreibe, texte und fotografiere täglich auf Facebook. Mein Facebook-Profil, unter dem Namen: „PetissaPan“ ❤

Rainy days

Außen Elfe – innen Troll.

Wie schön, der Spruch: Unterschätzt mich ruhig!

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Wie oft können wir vom Äußeren eines Menschen eben nicht auf sein Inneres schließen.

Wie oft begegnen wir Menschen, breit wie Bäume, machen einmal “Buh!” und sie zucken hilflos zusammen. Viel hilfloser oft noch, wenn wir uns ihre Hilfe wünschen würden und sie kein Rückgrat haben: sich stattdessen zurückziehen und du niemals mehr wieder von ihnen hörst.

Wie viel Power steckt aber schon in so manchem kleinen Kind.

“Zierlich zerbrechlich” sollte man meinen und doch ist es ganz anders: Ein ordentlich Dickkopf mit frechem Selbstbewusstsein und einem klaren Ziel. Kinder sind offen, unbeirrbar und unbelehrbar in ihren Visionen. Und mutig, so sie aus einem Elternhaus kommen, in dem sie Halt und Sicherheit erfahren, oder aber auch früh bereits gelernt haben, dass sie ihr „eigener Boss“ sein müssen, weil sonst niemand da ist. Sonst sanfter, verspielter, möglicherweise auch ernsthaft “verschreckt”, aber dennoch ein Kind. Und Erwachsene können von Kindern so viel lernen.

Was nämlich, wenn wir uns aus unserer Kinderzeit – unserem damaligen freien Charakter – das beste ins Erwachsenenalter mitnehmen könnten?

Wir können!

Über die Neugier und die Vielseitigkeit habe ich schon oft geschrieben: Sie bewahren uns Offenheit, frei von Vorurteilen zu sein und selbst aus dem Langweiligsten etwas Staunendes, Neues, Spannendes “basteln” zu können. Und Vielseitigkeit schenkt uns ein Leben, das niemals langweilig wird und für immer kunterbunt und damit meist sonnig bleibt.

Düstere Wolken und Wolkenbrüche gab’s natürlich auch im Paradies: Das, weil die Natur, als auch der Mensch, den Regen braucht. Und Regen gab es auch über der Villa Kunterbunt. Davon ging und geht die Welt nicht unter.

Wann hast du zum letzten Mal einen Spaziergang durch den prasselnden Regen in der Natur gemacht?

Es ist fabelhaft wie Bäume und Gras dann riechen. Wunderschön auch, dass wir dabei fast alleine sind und die Natur so mit ganz anderen Sinneseindrücken neu kennenlernen dürfen. – Erneut neu kennenlernen dürfen.

Wann bist du zuletzt in Pfützen gesprungen? Wann hast du zum letzten Mal Regenwürmer beobachtet? Das alles geht an uns vorüber, wenn wir bei Regen nur über das Wetter schimpfen, schnell hindurch hasten oder gleich ganz Zuhause bleiben. Und als Kind war das doch so selbstverständlich, dass wir auch dann unsere Fühler nach der Andersartigkeit des nassen Wetters ausstrecken.

Warum also versagen sich Erwachsene so viel Freude, die wie selbstverständlich aus uns gelockt werden könnte, wenn wir es nur zuließen: Mit den einfachsten Mitteln und kinderleicht?

Es gibt nicht nur Businessdenke, Erwachsenenhaltung, Fleiß, Ziele und Reife.

Es gibt auch den Moment. Und in dem dürfen und sollten wir uns einfach mal erlauben Kind sein zu können und uns mit den einfachsten, unbefangensten, natürlichen Freuden ein großes Strahlen ins Gesicht zaubern zu lassen.

Im Herzen können wir Kind bleiben und dabei einfach mal durch den Regen gehen und das außergewöhnlich Schöne im sonst Verborgenen erkennen.

 

❤ Ich coache, schreibe, texte und fotografiere täglich auf Facebook. Mein Facebook-Profil, unter dem Namen: „PetissaPan“ ❤

Rosarot und wunderbar

Eine rosarote Brille bitte – oder Oropax – wegen der gurrenden Taube um halb sechs Uhr Früh vor dem weit geöffneten Schlafzimmerfenster … Eine rosarote Brille für den täglich so fleissig übenden, schlagzeugspielenden Nachbarn … Dafür, dass das Lieblingsbrot beim Bäcker heute noch nicht oder nicht mehr da war … Für ein, in freudiger Erwartung herbeigesehntes 4-Minuten-Ei, das durch die “Zauberhand der Vergesslichkeit” zu einem 8-Minuten-Ei wird … Für einen übervollen Samstag-Pilates-Saal im Fitnessstudio … Für die verklumpte Mascara auf meinen, damit zu “Spinnenbeinen” verklebten Wimpern, die ich fasziniert in dem RiesenGymSpiegel betrachte, während ich furchtbar angestrengt versuche, mich sanft und anmutig zu verrenken … Für eine übervolle Stadtmitte an einem Samstagmorgen … Und um kurz in der Vergangenheit zu leben: Eine rosarote Brille bitte für meine gestrige einundzwanzigste Absage zu einem Praktikumsplatz.

Und mit rosaroter Brille?

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Lächeln, Alice!! ;-)

Merci für die Sprachnachricht und Zuspruch von meiner Freundin … Für zwei Stunden WA-Getippe mit einem Freund auf einem anderen Kontinent … Für Menschen die immer für mich da waren und sind … Für Einschlafen mit meiner Lieblingsmusik … Für den babygleich selig erholsamen Schlaf vergangene Nacht … Für frisch gewaschene Weichspüler-Blüten-all-over-Duft-Bettwäsche sowieso … Für sanfte Morgensonne … Für die wunderbaren 90 Minuten SoftSport, Entspannung, Durchatmen … Für die Türe zu meiner Wohnung, meinem Reich … Dem Blick in den Garten … Die Wahl, ob ich alleine und ganz in Ruhe sein mag, oder mich in der Stadt unter tausende Menschen mische … Für frisch gepressten Orangen-Grapefruit-Granatapfel-Saft … Salat und frisches Gemüse vom Markt … Dunkelblonden Kastanienhonig … Für die liebe ältere Dame in ihrem mandarin-apricot-farbigen Strickjäckchen … Grüne-Welle-Fußgängerampeln … Ein gut vernetztes TramNetz … Den freundlichen Paketboten der zu mir in den 5. Stock kommt und immer lächelt … Für Duschcreme die gedanklich nach St. Barth befördern kann, weil sie so riecht, wie wir uns das Paradies vorstellen … Für ein inspirierendes Buch … Für meine Lieblingspersönlichkeiten, die mich jeden Tag bereichern und lehren … Für frische knallpink-wunderschön-und-fast-zu-schade-zum-essen-Himbeeren mit soft-sahniger Creme Brulee unter karamelliger KnisterKnusperKruste … Für sommerliche Wollsocken mit Lurex auf frisch gewischtem Holzboden … Mein Kräutergarten auf dem Balkon … Kostenloses Leitungswasser … Für lieben und geliebt werden … Pläne, Träume, Einfälle und Inspirationen … Für Glück und Unglück … Erkenntnis … Für meine kindliche Vorfreude auf alles Schöne und kaum zu Erwartende … Momentan? Ireland!! … Für grüne Natur und kunterbunte Blütenblumen … das Meer, denn wenig liebe ich mehr … Für das Leben im Moment … Für zauberhafte Erinnerungen … Momente in bitter-süßer Melancholie … Schachteln mit meinen Lieblingsschokoladen und Pralinen … pure Freude und Erfahrungen … Für den unerschütterlichen Glauben daran, dass alles genau so kommt wie es soll und wie es am besten passt …

Eine rosarote Brille also für mehr Zufriedenheit, echte Freude, Energie, Durchhaltevermögen, Möglichkeiten, Klarheit und Dankbarkeit. Paint your world in your favourite colour.

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Lovely quotes

Ich liebe Zitate, was unschwer zu erkennen ist, wenn ihr hier öfter lest.

Zitate sind für mich die kleinen, sich einfach zu merkenden BabyPortionen Weisheit und Motivation. Eine klitzekleine Menge gelesene und aufzusaugende, verschnabolierende Energie. Wie ein Kinderriegel vielleicht, den wir hastig genießend essen, wenn wir denken, sonst möglicherweise unterzuckert zu werden und schnell Energie brauchen. Wegen mir auch ein “Mars”, das motivierend mobil machen soll… Oder ein “Schnickers”, wie Tausende Baden-Württemberger – auch ich dazu sagen.

Zitate sind literarisch leichter Genuss und so herrlich leichtgängig eingängig dabei. Anders als bei einem Fast-Food-Menü – wenn auch genau so schnell verinnerlicht – machen wir die Erfahrung, dass Zitate nachhaltig wirken könne und sich einem die wichtigen, in unsere Gedanken zurück spielen. Nicht mehr loslassend. Erinnernd. Wundersam belehrend.

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Zitate lösen bei mir so manchen Knoten. So vieles, worauf ich im Alltag Fragen suche. … Auch wenn ich so gerne mal auf meinem Bett liege, an die Decke schaue und einfach nur meine Gedanken kreisen lasse und vor mich hin träume: So einiges lässt sich für mich positiv umdenken, negative Verstimmungen vertreiben, mich lächeln, grinsen und Faxen machen oder aushecken.

Zitate sammle ich in meinem Kopf, im Notizbuch oder auf meinen “Äpfelchen”. Viele, bei denen ich einmal ein Aha-Erlebnis hatte, manche die mich zum Nachdenken bringen, andere die mir Rat sind, die meine Ziele – meinen Weg beschreiben … Oder welche die meine geheimen Wünsche und Hoffnungen transportieren … Worüber ich lachen kann oder woran ich zu arbeiten habe.

Mein MotivationsZitat von neulich war:

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Und ich denke eine solche Vision braucht jeder von uns.

Weil begeistern und bereichernd.

Mein großes Problem seit ich auf die Abendschule gehe und immer erst nach Mitternacht ins Bett komme, ist dass ich ein Mensch „Typ Lerche” bin. Bevorzugt schlafe ich um spätestens halb 11 abends bereits und springe in der Früh dafür superfrüh aus den Federn. Nicht mal als Schriftstellerin & Schreiberin bin ich gerne ein nachtaktiver Hamster, sondern gehe mit den Hühnern ins und aus dem Bett.

Bei der Polizei in den letzten fünf, sechs Jahren war das perfekt für mich: Ich habe zu 90% Frühschichten gemacht und bin dafür um 4:40 Uhr aus dem Bett gesprungen, um um 14 Uhr Feierabend zu haben.

Oder mit 25, 26 Jahren, als ich mein letztes Pferd hatte: “Primetime”. Und die hatte ihre prime time an heißen Sommertagen tatsächlich morgens um 4 Uhr. Für uns beide bin ich häufiger um 03:xx Uhr aus dem Bett gekrabbelt und habe sie noch vor Sonnenaufgang eine knappe Stunde geritten, damit sie mittags und abends, bei über 30 Grad, im kühlen Stall oder auf der schattigen Koppel stehen durfte.

Nun ist das anders und ich lebe noch für einige Monate gegen meine innere Uhr.

Eine Stadt die niemals schläft

Zuletzt Nächte durchgemacht habe ich in Moskau. Und das jede Nacht so lange, bis sich die Morgensonne wieder auf den goldfarbenen Zwiebeltürmen der Stadt gespiegelt hatte.

Das waren Partys, die wir vorwiegend mit den Jungs der Amerikanischen Botschaft, in den angesagtesten Clubs dieser Russen Metropole hatten: So aussergewöhnlich und fremd, dass selbst ich mir das ein Jahr lang anschauen und dabei sein musste. Und das Nightlife in Moskau kann ich tatsächlich jedem nur ans Herz legen. Die Nächte in Moskau sind wild, laut, hip, heiß: Eine gelungene Mischung mit den neuesten ElektoHits, den hübschesten Frauen – passend dazu zuckend – und deren ganze Performance zwischen sinnlichem Strip und unzensierten Zirkusnummern auf der Bühne.

Ja, Moskau musste noch sein, aber sonst bevorzuge ich abendliches Ausgehen wie folgt: Mit einem(!) HerzensMenschen (oder einem der das werden könnte) in einem edlen, gerne auch etwas dekadenten Umfeld in aller Ruhe richtig gut und entspannt zu Essen, zu genießen und sich in wunderbarer Ruhe zu unterhalten. Danach vielleicht noch in eine elegante Bar: Bildschönes Ambiente, bildhübsch von dezenter Clubmusik untermalt: einen BilderbuchDrink nehmend, in einem herrlich bequem Sessel sitzend und den Kopf in den Nacken gelegt, den Sternenhimmel bewundernd.

 Selig!

Am Schönsten wenn das alles noch von echtem Meeresrauschen untermalt wird. Oder zumindest die Luft salzig danach schmeckt. Und ganz ehrlich – das reicht mir zwei, dreimal im Jahr. Von etwas Besonderem kann ich nämlich “ewig” zehren. Auch schon Jahre.

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So, wie von Zitaten, die mich berühren, inspirieren, bewegen …

Das “Problem” mit der Abendschule konnte ich nun dahingehend lösen, indem ich mir einen kleinen süßen Mittagsschlaf erlaube. Dafür krabble ich morgens nach nur gut fünf Stunden aus meinem Bett. Ich habe für mich gelernt, dass eine gewisse Routine sehr wichtig ist, im Hinblick auf eine ausbalancierte Psyche und das Gleichgewicht von Geist und Körper. Sobald dann das Fitnessstudio aufmacht, pilgere ich dort hin. Seit neuestem rolle ich dort wieder 4x wöchentlich meine pinkfarbene Matte aus um Yoga oder Pilates zu performen, in diesen Sport einzutauchen, hineinzuwachsen und zu genießen.

Träume und Ziele, Visionen und konkrete Pläne sind so wichtig für uns, wie es das glücklich gesunde Gefühl ist, morgens aus dem Bett springen zu wollen und es zu tun.

So offen ich hier schreibe und damit gerne helfend, inspirierend und coachend für welche die gleiches erleben oder erlebt haben bin, so verschwiegen bin ich bei manch anderem … Meiner beruflichen Vision beispielsweise – bis die Konturen annimmt …

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Mach doch mal Mini

Minimalismus, was bedeutet das eigentlich? Gehört da auch zu, dass ich (im Sommer) in 90% der Fälle mit luftzutrocknenden Haaren, einem Hauch Rouge und etwas Lipgloss die eigenen 4 Wände verlasse?
Schön, dass ich es immerhin noch schaffe, mir was anzuziehen, wenn ich auch mal gut und gerne in ausgelatschten Birkenstocks und meinem hellrosafarbigen Kimono die Kö entlangwandele. Und nein, ich finde nicht, dass ich besser aussehe, wenn ich mir ein klitzekleines bisschen oder auch viel mehr Zeit mit dem Styling lasse. Nur anders.

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Einmal Miami-Style im Großstadtrevier hier bitte.

Einfach mal Mini also?

Seit jeher bewundere ich alle Frauen, die toll und dem Anlass entsprechend geschminkt sind ohne dabei angemalt zu wirken. Dabei deren natürliche Schönheit durch Lidstrich, SmokeyEyes, MakeUp und LippenkonturenStifte noch mehr unterstreichen. Ich finde das wunderschön und habe mich deshalb selbst darin schon hundertfach probiert und mich so schminken lassen. Aber nein – it’s not me. Das Ergebnis ist nämlich immer dasselbe: Ich sehe aus wie in den Farbtopf gefallen, mit Lidschatten und Kajal gar 10 Jahre älter und 10 Stunden müder gleich dazu. Von wegen sanfte Verführung. Also nicht bei mir. Unfortunately oder mein Glück?

Ach, jeder soll doch bitte so sein wie er gerne sein mag und es kann.

Oder wie ich richtiggehend fasziniert bin von Frauen, bei denen jedes Haar liegt wie es liegen soll und deren Haar man als eine Frisur bezeichnen kann. „Wow“, denke ich da oft. Für mich hingegen finde ich immer mehr Gefallen daran, puristisch und minimalistisch zu sein. In vielerlei Hinsicht zumindest.

Gezwungenermaßen oder aus einer gewollten überzeugten Freiwilligkeit heraus?

Völlig egal, nicht? Es ist wie es ist und C’est la vie.

Also, ja, ich liebe Düfte und 30 parfümierte Duschcremes, sahnige Shampoos, reichhaltige und leichte Bodylotionen und Nischen-Parfums. Blüten, Blumen, Blumenmeere und tropische Früchte von Ananas bis Kokosnuss in einem Hauch Myrre, Rum und Salzwasser. Verführerische Tuberose, Jasmin, Flieder und Fresien und Rosen sowieso. So wie andere Frauen eben genauso verrückt nach ihren speziellen Pflegeprodukten, Ritualen, gestärkten Businessblusen, Bleistiftröcken, weißen Sneakers, Haarspray, Taft oder roten Lippenstiften sein mögen.

Auch bin ich überhaupt kein Jeans- und Turnschuhtyp, was ja eine Minimalistin durchaus sein könnte. Und ich besitze ein größeres Sortiment an sündigen DesignerNagellacken, was eine Minimalistin vielleicht gar nicht haben darf(?) und trage jede Woche mindestens zwei verschiedene Farben davon. Aber sonst: Her mit dem Minimalismus. Mehr will ich aus mir nicht herausholen und seine kleinen Faibles für Herzenssachen mit denen sie Materialismus zelebriert, hat doch jede von uns. Behaupte ich jetzt einfach mal.

Was beispielsweise mit meinen Haaren gebastelt werden kann, das kann man auch nicht unbedingt als Frisur durchgehen lassen: Nichts mit Volumen, Schwung und Spannkraft. Ich habe einfach Haare wie eine kleine Elfe, die glatt herunterhängen, einzeln kaum zu sehen oder zu fühlen sind und sich wie Zuckerwatte und Seide anfühlen.

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Himmlische Haarpracht und Knaller-Farbe bei Christina Hendricks.

Nach jeweils einem spannenden und witzigen Versuch von falschen Fingernägeln und einmal Extensions bis fast zum Po, was ich für ein paar Monate, Mitte meiner wilden 20er getragen habe, bin ich seitdem davon überzeugt, dass ich meine Haare und Nägel am besten naturbelassen tragen sollte. Zumindest was zusätzliches Volumen und Länge angeht. Und daraus das Beste zaubere. Irgendwie.

Ich habe mich mit meinem kleinkindfeinen Haar ausgesöhnt, mit dem ich wohl am längsten gerungen habe und es häufig (ab)wertend als meine “Problemzone” bezeichnete. „Ein herzliches tut mir leid an die meinen hunderttausenden Feeen-Feinen“. Heute sind diese mein Markenzeichen: denn völlig egal welche Länge oder Farbe ich gerade trage, das Gesamtbild ist immer gleich zart und fein.

Ich bin wohl mehr der Haar-Typ Kate Bosworth. Eine bewundernswerte Haarglätte einer Gwyneth Paltrow bekomme ich aber auch nicht hin. Meine Haaren haben eben ihren eigenen Kopf: erheblich störrisch im nassen Zustand, geladen und munter fliegend bei trockenem Wetter, und garantiert plattgedrückt und besonders schlapp bei einem ersten Date oder Vorstellungsgespräch. Und mein Wunsch für ein nächstes Leben: Glück und Gesundheit bitte. Meine Haare dürfen bleiben wie sie sind – weil sie zu mir passen. Sie sind wie ich manchmal: smooth und sensibel.

Ein großer Meilenstein der Erkenntnis was meinen Minimalismus an Körperhaaren angeht.

Deshalb: Auch auf Cara Delevingne schiele ich hypnotisiert. Diese Brauen! Darf man das bei mir überhaupt so nennen, was den feinen Flaum meiner 10 blonden Haare über den Augen angeht?

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Puristische Naturschönheiten im Naturerleben.

Ich bin mir sicher, dass wir bei anderen Frauen oft überhaupt nicht wahrnehmen, wenn sie gut gemachte Extensions tragen. Und auch künstliche Fingernägel haben durchaus ihren Reiz. Botox und Injektionen sowieso. Und das finde ich richtig so: Jeder soll sich selbst so pimpen und aufhübschen wie es seinem Naturell entspricht. Ich pimpe mich ja auch gerne, mit Apfelbäckchen und Lippenstift in Hellpink, Mittelpink und Dunkelpink.

Und weitere kleine oder große Geheimnissen?

Naturschönheiten, wie in den 80ern eine Carré Otis und vor einigen Jahren noch Angelina Jolie, heute eine Taylor Hill: Haare, Lippen, Wangenknochen, Näschen: wunderhübsch, sinnlich-sensationell!

WILD ORCHID, Carre Otis, 1990, (c) Triumph Releasing
Carré Otis, 1989 (Quelle: Cineplex)

Gut, also bei meinen Haaren bin ich bereits naturgegeben sehr reduziert und gehandicapt. Das habe ich ausführlichst monologisiert. Und bei anderem sorge ich aktiv dafür: Ich mag es heute noch mehr als vor Jahren schon, minimalistisch zu leben.

Bei Dingen die ich länger nicht benutzt habe oder benutzen werde, gibt es für mich nur mehr drei Lösungen: hergeben, verkaufen oder verschenken.

Eine Freundin von mir hat vor zwei Jahren die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, als ich meine noch relativ neue Golfausrüstung verkauft habe. Meine Entscheidung allerdings stand fest. Genauso der Verkauf meines pinken Rennrades und meines Jahreswagens. Ich habe mein Leben überschlagen, die Entscheidung getroffen einen komplett neuen Weg einzuschlagen und habe realistisch erkannt, dass ich so manches für mindestens 3 1/2 Jahre nicht mehr gebrauchen würde.

Und auch wenn es mir bei dem ein oder anderen damals nicht leicht fiel die Dinge herzugeben: Bis zum heutigen Tag habe ich nichts vermisst. Und ja, mein Leben lebe ich aktuell wie erwartet ganz anders und wenn ich jemals wieder eine Golfausrüstung oder ein Rennrad brauchen möchte, dann hole ich es mir. Dann, wenn ich diese Großstadt hinter mir gelassen habe. Mein Gefühl dazu heute ist aber, dass es weder das Golfspielen noch das Rennradfahren erneut für mich sein werden. Wir verändern uns.

Klar geht ein solches Handeln bisweilen mit einem Wert- & Geldverlust einher. Aber wiegen die Gefühle von Freiheit, Raum, Space, unnötigen Ballast abwerfen, loszulassen und anderen eine Freude damit gemacht zu haben nicht schwerer?

Was ich nicht brauche, das brauche ich doch nicht. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Weniger Staubgewische, weniger Platzmangel und wir bekommen ein Bewusstsein für das was uns wirklich was bedeutet, wer wir eigentlich tatsächlich sind und lassen uns auf Nachhaltigkeit ein, anstatt auf Mengenräusche. Für jedes kaputte oder ausrangierte Kleidungsstück können wir uns ein langlebiges neues holen, oder auch mal gar keines. Wenn, dann vielleicht am liebsten im Edel-Second-Hand oder sonstwo wo wir Qualität finden können.

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Branson polarisiert? Klar! In einen Bücherschrank als Geschenk gelegt, darf sich aber jeder frei entscheiden, ob er zugreifen mag. Ich liebe ihn. Seine Geschichte, sein Leben, sein Engagement, sein spätes Reifen. Jeder andere: Feel free – get these book für free – or not. :-)

Bücher die ich gelesen habe stelle ich in einen, der in Düsseldorf aufgestellten Bücherschränke. Meiner ist nur wenige Schritte von meiner Wohnung weg: Am Friedensplätzchen. In diese mit Glasscheiben geschützten Regale, stellen wir gelesene Bücher und machen anderen eine Freude damit, die stöbern wollen, schauen, zugreifen, Bücher mitnehmen und andere, gelesene, wiederum hineinlegen.

Und neulich kam ich spätabends nach Hause und vor unserem Hauseingang stand eine gut gefüllte Tasche mit, auf den flüchtig geworfenen Blick, hochwertigen Küchenutensilien und Kinderspielzeug. Auf dem Zettel, der an der Tüte angebracht war stand: „Zu verschenken. Darf gerne mitgenommen werden“.

Freude für andere.

Nachhaltigkeit für unsere Welt.

Minimalismus für ein erwähltes, selbstbestimmtes, selbstbewusstes Leben und Erleben.

 

Die schönsten Geschenke? Unbezahlbar!

Ja, das Leben ist manchmal tough und ein Ponyhof gleich zweimal nicht. Sagt man doch so, nicht? Und ich muss grinsen: Denn wer mag schon auf dem klassischen Ponyhof wohnen, sobald er älter als 14 Jahre alt ist. 😉

Ich sage: Toughes, Herausforderungen und viel zu tun zu haben sind super! Bedächtige Aufmerksamkeit erfordern, weil kostbar und tatsächlich wichtig, Zeit und Wertschätzung.

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Fairytale gone bad? Oh bitte nicht!

Was Kinder heutzutage & hierzulande häufig bereits schon bei ihren einstelligen Geburtstagsfeiern erkennen ist, dass eine gewisse Rivalität der Eltern besteht: Darin, für ihren Goldschatz die jeweils beste Party zu bieten.
Wo gibt es das exquisitere Programm, ein ausgefallenes Kinderessen, die tolleren Giveaways mit nach Hause?

Kindergeburtstag oder Marketingevent? Leistungsdruck bis ins Kinderzimmer. Überstechen & übertrumpfen – statt überschlumpfen – mit den blauen Kreaturen im Fernsehprogramm.

War und ist es aber nicht so, dass Zeit das schönste Geschenk war und noch immer ist?

The best things in life are free

Und haben wir früher eigentlich nicht einfach „Topfschlagen“ und „Blinde Kuh“ gespielt, und unsere Kindheit war mindestens genau so glücklich, wie die der heutigen Kids?

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Giveaways. Handmade with love.

15% der Kinder leben in relativer Armut. Und 5% der Kinder in Familien, die nicht immer genug zu essen haben. Aktuell. In Deutschland. Bei allem wie es uns so fein geht, sollten wir vor diesen Fakten nicht die Augen verschließen.

In meinem Ehrenamt ging es zuletzt darum, Abschiedsgeschenke für die 30 Kids zu finden. Wie wunderbar, dass das meiste über großzügige Spendengelder abgedeckt werden konnte: Prall gefüllte Wundertüten sollten es sein. Was erstmal offen blieb, war die Frage, wo wir die Tüten besorgen sollten, um all die großartigen Schätze darin unterbringen zu können.

Ich schlug euphorisch vor zu basteln und wurde prompt von der Aussage einer anderen versucht ausgebremst: Wer heute bitte noch Zeit und Nerven habe selbst zu basteln? Man solle kaufen!

Meine Antwort darauf war: dass ich mir gern die Zeit nehmen würde und Nerven hätte sowieso. Was ich nämlich tue, das tue ich von Herzen. Sonst, tue ich es besser überhaupt nicht. Und wie schön, dass wir dann zu dritt waren, – die, die gebastelt haben.

The trouble is, you think you have time

sagt Buddha.

Na, dann nimm dir diese Zeit doch bitte!

Manche „haben“ diese Zeit und Nerven nämlich weil sie wissen, dass bereits die kleinen Kinder deutlich darin unterscheiden können, ob eine Sache von Herzen kommt oder einfach nur irgendwie beschafft wurde. Sie fühlen, ob ein Event mit Liebe organisiert wurde, oder ob es lediglich einen Konkurrenzkampf darstellt, hinter dem Hektik oder gar Eitelkeiten stehen. Und ich liebe sie und versuche meine Qualität-vor-Quantität-Gedanken an sie weiterzugeben.

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Kreativität satt und Nacktkatzen, die Kinderaugen zum Strahlen bringen werden.

Wofür ich genauso sehr brenne, ist richtig guter Service. Service mit Herz, Zeit und Wertschätzung. Was lieblosen Service angeht – sei es welcher, den ich empfange, oder welchen, den ich aufgrund Zeitmangels, Personalmangels oder auf Anweisung geben müsste: Da bin ich recht schnell raus, weg und nicht mehr wieder da. Liebloser Service wirkt bei mir nachhaltig und so nachhaltig auch generell bei Menschen, die auf Klasse und Qualität Wert legen. Ich kenne dies von Seiten, in denen ich selbst Gast war und von der Seite, selbst schon mehrfach so gearbeitet zu haben.

Eine Einstellung einer Vorgesetzten mit der ich im luxuriösen(!) Service gearbeitet hatte: dass die sehr gut bezahlenden Gäste, eben keinen Flaumkuchen haben könnten der zu jeder Hälfte mit unterschiedlichen Zutaten belegt sei.

Ehrlich, deren ernst?

Sie regelte das so und ich war alsbald nicht mehr ihre Mitarbeiterin. Da bin ich wie gesagt äußerst pingelig. Meiner Meinung nach können Gäste im gehobenen Service nämlich sogar erwarten, dass der Flammkuchen mit sonnenverwöhntesten Mangos, musikbetüddelten Gemüsen und Seltenheitswert-Käse glücklichster Milchziegen kredenzt wird. Das im Ganzen, gehälftet oder wie auch immer.

My call is to serve

Im beschrieben Fall ging es übrigens lediglich um eine Hälfte Käse & Walnüsse und die andere mit Käse & Speck. Ich konnte damals nur in Gedanken den Kopf schütteln, den Gästen eine stille Entschuldigung aussprechen, und ich wette, dass diese Gäste niemals mehr wiedergekommen sind.

 

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So schaut’s aus.

Wertschätzung und Zeit sind die größten Geschenke in unserer heutigen schnelllebigen Zeit. Das sehe ich auch so, weil das eben meine Werte sind. Und sowieso die Werte der gehobenen Gastronomie, der gehobenen Hotellerie und schlicht ein gebührendes und angemessenes Umschmusen von geschätzten Kunden und Gästen darstellt. Ja, ich habe viel Passion für Service und den gehobenen Verkauf. Defizite habe ich dafür woanders und daran arbeite ich motiviert.

Zeit also. So schlicht – so wunderbar – so altmodisch

Das früher anscheinend alles mal besser war, mag wohl jede Generation von Zeit zu Zeit behaupten. Aber Hand aufs Herz: wahrscheinlich verklären wir auch ein großes bißchen unsere Vergangenheit. Romantisch naiv sozusagen – und auch ich liebe es immer wieder mal so rosarot bewölkt – grün hinter den Ohren – zu sein und verträumt zu schwelgen.

Realistisch ist wohl, dass wir vor Jahren, in anderen Generationen, diese riesige Auswahl an Möglichkeiten noch nicht hatten, wie sie sich uns heute bietet.
Und das ist erstmal großartig.

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Quantität statt Qualität? Wer’s braucht…

Wir leben auch und gerade heute in einem der reichsten Länder der Welt und in einem der sichersten sowieso. Noch immer. Die Medien, tragischerweise durchaus gelangweilt von all den Grausamkeiten die in anderen Nationen an der Tagesordnung stehen, überschlagen sich hierzulande mit der Berichterstattung von – gemessen an der Welt – Einzelfällen.

Der Kühlschrank ist voll, die Supermärkte sind es auch. Wir dürften rundum glücklich sein, wie sehr gut es uns geht. Wir dürften Zeit für tatsächliche Wertschätzung haben, und keinen Grund für grübeln und jammern auf einem hohen Niveau. Ich denke – und das denke ich schon lange: wir haben allen Grund gut drauf zu sein und negatives Gedankengekreisel produktiv investieren zu wollen. Indem wir uns für einen Zweck – einen guten Zweck einsetzen, eine Sache ins Laufen bringen, Karriere machen, einfach mal leben, lieben und Zeit servieren.

We make a living by what we get. We make a live by what we give. (Winston S. Churchill)

 

Reich der wundersamen Phantasie

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“Back to heaven”, so hieß der Duft den er trug. Einen Hauch süß und wohlfühlend, fast vertraut. Sich anlehnend, dann wohlig wärmend, aber auch dunkel wie Zedernholz und schweigsam still irgendwie. Dabei scharf wie Wodka.

Er war tief, dominant-männlich und zum greifen hier und nah. Letzten Endes aber blieb er fern.
Er war wie in Flakons abgefüllte Melancholie.

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Du schließt die Augen und siehst dich in dieser Bar. Eine Bar in einem großen Saal, dessen Herzstück ein opulenter, mit farblosem Kristallglas behangener Kronleuchter darstellt, der ein nur schummriges Licht in den Raum wirft.

Du siehst die antiken Möbel im Jugendstil, die naturbelassenen Ledersessel in einem milden Braun wie Milchschokolade und die lange lederne Couch, welche sich an der Wand über die gesamte Länge des Raumes erstreckt.
Die Stühle im Raum, aus geschwungenem Holz, mit goldfarbenen schimmernden Bezügen.
Kleinere Tische im “Art Deco Stil” davor, die kontrastreich in der Farbgebung sind, dabei sehr edel und nicht weniger alt. Der strenge Jugendstil: minimalistisch, kantig, kalt, spitz.

Schwere Vorhänge umrahmen die raumhohen Fenster, welche in einem satten dunklen Grün aus Samt, und mit Seide gerahmt, schwer auf den Boden fallen und diesen bisweilen sanft streicheln.

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Eine angenehme Spur Tabak liegt in der Luft und du hörst Musik, die genau hier in diesen Raum gehört. Musik, die du nicht kennst und nie mehr hören wirst.

Und da steht er. Mittig im Saal. Man nimmt ihn einfach wahr, beachtet und beobachtet ihn.
Er trägt einen Anzug der wie angegossen an seinen schlanken Körper passt. Sehr edler Stoff und ein edles Label, – das sieht man sofort. Nachtblau, von der Farbe her, vielleicht aber auch schwarz. Pechschwarz. Wie ein Frack, der genau so gut passen würde. In diesen Raum. Für ihn.

Er mag um die 60 Jahre alt sein. Vielleicht aber auch deutlich jünger. Er trägt gänzlich ergrautes längeres Haar, dass er sich streng aus dem Gesicht gekämmt hat und welches ihm leicht gewellt bis an den Hemdkragen reicht.
Er steht erhaben, ist keine 1,80m groß und seine ganze Haltung und Gestik spiegelt Aristokratie.

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Sein Gesicht zeigt, dass er gelebt hat. Reif, intensiv und reich an Erfahrung.
Seine Augen signalisieren, dass sie die Welt gesehen haben.
Seine Hände haben viel berührt.

Er bläst den Rauch seiner Zigarre, die er in der linken Hand hält, genussvoll aus. Dabei hebt er charmant arrogant den Kopf und hält die Augen geschlossen.
In der anderen Hand hält er ein schweres Glas mit bernsteinfarbenem Rum, der sich darin weich und ölig, nur langsam und sämig bewegt.

Seine Aura erreicht, berührt und hält gefangen. Du verweilst ihn anzusehen, gefangen in verlockender Phantasie. Und du riechst, ganz leicht seinen Duft.

Sein Blick hat dich nicht erfasst. Sein Kopf – weit weg und in eigenen Gedanken ruhend. Er genießt es hier zu sein. Genau hier – inmitten der ganzen Gäste, dabei aber alleine für sich.

Du aber siehst.

Inspiration und Phantasie.
Märchenprinz? Papakomplex? Träumerin. Ewiges Kind.

PetissaPan.

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Paris

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Paris seems unique.

Despite all this city is going through the last years again Paris remains undefeated. And this city is so very romantic, a beautiful place, a „city beauty“  millions of people longing for.

Sweet French macarons symbolise a culinary life full of pleasure in these city which is the heart of France. A delicious sugared creme between two delicate pieces of softly baked whipped egg whites in pastel colours. Magnifique! Should be the French answer to the savoury American hamburger.

And Paris is gentle, mild, elegant and completely different compared to a city such as NY, Hamburg, Düsseldorf, any place we know.


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But every rose has its thorn and there are often two sides to every story. Same for Paris, a city so breathtakingly pretty which seems to have its sources in a picture book.

First, the sweet “macaron sin” as a symbol of top patisserie art is a small calorie monster covered in a so innocent looking dress.
Second, Paris itself, which is so much more modern and progressive and strong than some of us can imagine and which some of us try to refute this fact to enjoy undisturbed romantic feelings there.

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This gem of a city has developed, rebelled and won for so many times. And maybe perfection is one of the most overrated and most boring things in life.
Isn’t it so that we pass a rose without thorns unimpressed?

Paris isn’t only attractive allure. Upset and hurt for life, again & again and still standing proudly.

And if there are places and cities which strive for an apparently perfection in a new and flawless way with their buildings, people, modern art and attitude you may be remember that „perfect“ mostly means imperfection.

Marc Jacobs, as an American said „Perfect is what’s natural or real. That is beauty.“

And Marc Chagall? He once said that „for him there was no other word more beautiful than Paris.“

For you, too?

Fine Frenzy

I’m really anglophile and so much in love with: Britain, Britons, British Airways, Burberry, Bentley, Battersea Park, Big Ben, Branson, Brigitte Bardot – who is not British, indeed. But Buckingham and so on. And please, don’t let us talk about Brexit.

After an endless winter finally it’s spring outside and my ginger head gentleman is back. Every morning from March to October he stands in his amazing garden here in this town somewhere in Good-old-Germany. He walks a few steps around while smoking a cigarette, listening to the birds, watching all the flowers and the green that surrounds him, before he disappears back into his house. Maybe it’s his last half ’n hour before he goes to work. I assume he’s big in business – he must be – as gorgeous as he is. Or maybe he worked all night. As a writer? A painter? Something special! But that’s only speculation and my fantasy while watching him with bright eyes.

His name is Fine Frenzy. Not in reality of course, but that’s what I call him in silence. “Fine” because he’s so neat, gentlemanly and looks so smart and educated. “Frenzy” because he nearly drives me crazy – in a very charming way. My pleasure, Mr. Frenzy!

So he’s standing there in his English garden between the pink Dutch tulips at the lush German grass which must tickle his naked feet. A soft breeze is going through his shiny dark red hair kissed by the sun presented in the best way you can imagine.

The wonderful meadow in this garden and a full-of-wonder-view from my small little flat in the third floor where I stand to watch him. Watching him in silence while he walks around and feels every step on the smooth ground and I’m feeling it too. And when he’s looking at all the beauty around him it starts being more beautiful for me: Blossoms in soft colours, marzipan white und pastel rose and the scent of spring and a new fresh happiness

Randy Andy, my little greyhound girl yawns bored every time I stand beside her to watch Fine-Frenzy-Fantasy from our small window. Yearning for the warmth of the morning sun and for him.
R-Andy is lying on her cosy Biedermeier couch: A small piece of old felicitousness in a light brown wood with rose velvet. And like the piece of furniture she looks lovely and gorgeous at the same time when ever she lies there in her enormous enjoyable pleasure. I pet her silver fur. A beauty and aware of this. She’s the most beautiful dog I’ve ever seen, but it’s so easy to love something which belongs to someone you love.

Her gaze is following my stroking hand in a sweet arrogant manner, looking up to my face, back to my dress. I’m wearing PetissaPan and R-Andy is a peculiar animal and really interested in all kind of beautiful stuff. The tunic is a feminin dress, a wraparound in a flowerful frangipani print and a wink from a smiling face. The long soft belt with the print of red roses falls softly to the length of my knees and strikes my thighs on every step. The dress length is short and outside I prefer to wear it with jeans.

“Well R-Andy, know looking quite fabulous in this dress.“ What a pity, my handsome neighbour hasn’t seen me yet. I’m still a hidden observer. Only Randy Andy knows about my secret desire for him and sighs. He amazed me the day he moved in two years ago. Strolling in his light green bath robe through his garden with Burberry checked slippers on his feet. His ritual. Thank God it’s springtime! Gosh, asking me out for a drink or two would be fine, Frenzy.

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Wahre Schönheit kommt von innen

Manche Menschen sind von außen wie von innen betrachtet schlicht wunderschön.

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Diese sanften Rehaugen, dieses Wahnsinns-Schönheits-Gesicht ..

Dazu ihr Stil und ihre entwaffnende natürliche Fröhlichkeit.

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Mitreissende Beauty

In ihren späteren Jahren bestach die Hepburn durch ihr Engagement für so viele und diverse soziale Projekte. Bei denen sie – nein – nicht nur Geld spendete, sondern selbst kräftig mitanpackte, sich nicht zu fein dafür war, und damit wirklich Herz zeigte.