Mach doch mal Mini

Minimalismus, was bedeutet das eigentlich? Gehört da auch zu, dass ich (im Sommer) in 90% der Fälle mit luftzutrocknenden Haaren, einem Hauch Rouge und etwas Lipgloss die eigenen 4 Wände verlasse?
Schön, dass ich es immerhin noch schaffe, mir was anzuziehen, wenn ich auch mal gut und gerne in ausgelatschten Birkenstocks und meinem hellrosafarbigen Kimono die Kö entlangwandele. Und nein, ich finde nicht, dass ich besser aussehe, wenn ich mir ein klitzekleines bisschen oder auch viel mehr Zeit mit dem Styling lasse. Nur anders.

IMG_6056
Einmal Miami-Style im Großstadtrevier hier bitte.

Einfach mal Mini also?

Seit jeher bewundere ich alle Frauen, die toll und dem Anlass entsprechend geschminkt sind ohne dabei angemalt zu wirken. Dabei deren natürliche Schönheit durch Lidstrich, SmokeyEyes, MakeUp und LippenkonturenStifte noch mehr unterstreichen. Ich finde das wunderschön und habe mich deshalb selbst darin schon hundertfach probiert und mich so schminken lassen. Aber nein – it’s not me. Das Ergebnis ist nämlich immer dasselbe: Ich sehe aus wie in den Farbtopf gefallen, mit Lidschatten und Kajal gar 10 Jahre älter und 10 Stunden müder gleich dazu. Von wegen sanfte Verführung. Also nicht bei mir. Unfortunately oder mein Glück?

Ach, jeder soll doch bitte so sein wie er gerne sein mag und es kann.

Oder wie ich richtiggehend fasziniert bin von Frauen, bei denen jedes Haar liegt wie es liegen soll und deren Haar man als eine Frisur bezeichnen kann. „Wow“, denke ich da oft. Für mich hingegen finde ich immer mehr Gefallen daran, puristisch und minimalistisch zu sein. In vielerlei Hinsicht zumindest.

Gezwungenermaßen oder aus einer gewollten überzeugten Freiwilligkeit heraus?

Völlig egal, nicht? Es ist wie es ist und C’est la vie.

Also, ja, ich liebe Düfte und 30 parfümierte Duschcremes, sahnige Shampoos, reichhaltige und leichte Bodylotionen und Nischen-Parfums. Blüten, Blumen, Blumenmeere und tropische Früchte von Ananas bis Kokosnuss in einem Hauch Myrre, Rum und Salzwasser. Verführerische Tuberose, Jasmin, Flieder und Fresien und Rosen sowieso. So wie andere Frauen eben genauso verrückt nach ihren speziellen Pflegeprodukten, Ritualen, gestärkten Businessblusen, Bleistiftröcken, weißen Sneakers, Haarspray, Taft oder roten Lippenstiften sein mögen.

Auch bin ich überhaupt kein Jeans- und Turnschuhtyp, was ja eine Minimalistin durchaus sein könnte. Und ich besitze ein größeres Sortiment an sündigen DesignerNagellacken, was eine Minimalistin vielleicht gar nicht haben darf(?) und trage jede Woche mindestens zwei verschiedene Farben davon. Aber sonst: Her mit dem Minimalismus. Mehr will ich aus mir nicht herausholen und seine kleinen Faibles für Herzenssachen mit denen sie Materialismus zelebriert, hat doch jede von uns. Behaupte ich jetzt einfach mal.

Was beispielsweise mit meinen Haaren gebastelt werden kann, das kann man auch nicht unbedingt als Frisur durchgehen lassen: Nichts mit Volumen, Schwung und Spannkraft. Ich habe einfach Haare wie eine kleine Elfe, die glatt herunterhängen, einzeln kaum zu sehen oder zu fühlen sind und sich wie Zuckerwatte und Seide anfühlen.

IMG_6088
Himmlische Haarpracht und Knaller-Farbe bei Christina Hendricks.

Nach jeweils einem spannenden und witzigen Versuch von falschen Fingernägeln und einmal Extensions bis fast zum Po, was ich für ein paar Monate, Mitte meiner wilden 20er getragen habe, bin ich seitdem davon überzeugt, dass ich meine Haare und Nägel am besten naturbelassen tragen sollte. Zumindest was zusätzliches Volumen und Länge angeht. Und daraus das Beste zaubere. Irgendwie.

Ich habe mich mit meinem kleinkindfeinen Haar ausgesöhnt, mit dem ich wohl am längsten gerungen habe und es häufig (ab)wertend als meine “Problemzone” bezeichnete. „Ein herzliches tut mir leid an die meinen hunderttausenden Feeen-Feinen“. Heute sind diese mein Markenzeichen: denn völlig egal welche Länge oder Farbe ich gerade trage, das Gesamtbild ist immer gleich zart und fein.

Ich bin wohl mehr der Haar-Typ Kate Bosworth. Eine bewundernswerte Haarglätte einer Gwyneth Paltrow bekomme ich aber auch nicht hin. Meine Haaren haben eben ihren eigenen Kopf: erheblich störrisch im nassen Zustand, geladen und munter fliegend bei trockenem Wetter, und garantiert plattgedrückt und besonders schlapp bei einem ersten Date oder Vorstellungsgespräch. Und mein Wunsch für ein nächstes Leben: Glück und Gesundheit bitte. Meine Haare dürfen bleiben wie sie sind – weil sie zu mir passen. Sie sind wie ich manchmal: smooth und sensibel.

Ein großer Meilenstein der Erkenntnis was meinen Minimalismus an Körperhaaren angeht.

Deshalb: Auch auf Cara Delevingne schiele ich hypnotisiert. Diese Brauen! Darf man das bei mir überhaupt so nennen, was den feinen Flaum meiner 10 blonden Haare über den Augen angeht?

IMG_6177
Puristische Naturschönheiten im Naturerleben.

Ich bin mir sicher, dass wir bei anderen Frauen oft überhaupt nicht wahrnehmen, wenn sie gut gemachte Extensions tragen. Und auch künstliche Fingernägel haben durchaus ihren Reiz. Botox und Injektionen sowieso. Und das finde ich richtig so: Jeder soll sich selbst so pimpen und aufhübschen wie es seinem Naturell entspricht. Ich pimpe mich ja auch gerne, mit Apfelbäckchen und Lippenstift in Hellpink, Mittelpink und Dunkelpink.

Und weitere kleine oder große Geheimnissen?

Naturschönheiten, wie in den 80ern eine Carré Otis und vor einigen Jahren noch Angelina Jolie, heute eine Taylor Hill: Haare, Lippen, Wangenknochen, Näschen: wunderhübsch, sinnlich-sensationell!

WILD ORCHID, Carre Otis, 1990, (c) Triumph Releasing
Carré Otis, 1989 (Quelle: Cineplex)

Gut, also bei meinen Haaren bin ich bereits naturgegeben sehr reduziert und gehandicapt. Das habe ich ausführlichst monologisiert. Und bei anderem sorge ich aktiv dafür: Ich mag es heute noch mehr als vor Jahren schon, minimalistisch zu leben.

Bei Dingen die ich länger nicht benutzt habe oder benutzen werde, gibt es für mich nur mehr drei Lösungen: hergeben, verkaufen oder verschenken.

Eine Freundin von mir hat vor zwei Jahren die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, als ich meine noch relativ neue Golfausrüstung verkauft habe. Meine Entscheidung allerdings stand fest. Genauso der Verkauf meines pinken Rennrades und meines Jahreswagens. Ich habe mein Leben überschlagen, die Entscheidung getroffen einen komplett neuen Weg einzuschlagen und habe realistisch erkannt, dass ich so manches für mindestens 3 1/2 Jahre nicht mehr gebrauchen würde.

Und auch wenn es mir bei dem ein oder anderen damals nicht leicht fiel die Dinge herzugeben: Bis zum heutigen Tag habe ich nichts vermisst. Und ja, mein Leben lebe ich aktuell wie erwartet ganz anders und wenn ich jemals wieder eine Golfausrüstung oder ein Rennrad brauchen möchte, dann hole ich es mir. Dann, wenn ich diese Großstadt hinter mir gelassen habe. Mein Gefühl dazu heute ist aber, dass es weder das Golfspielen noch das Rennradfahren erneut für mich sein werden. Wir verändern uns.

Klar geht ein solches Handeln bisweilen mit einem Wert- & Geldverlust einher. Aber wiegen die Gefühle von Freiheit, Raum, Space, unnötigen Ballast abwerfen, loszulassen und anderen eine Freude damit gemacht zu haben nicht schwerer?

Was ich nicht brauche, das brauche ich doch nicht. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Weniger Staubgewische, weniger Platzmangel und wir bekommen ein Bewusstsein für das was uns wirklich was bedeutet, wer wir eigentlich tatsächlich sind und lassen uns auf Nachhaltigkeit ein, anstatt auf Mengenräusche. Für jedes kaputte oder ausrangierte Kleidungsstück können wir uns ein langlebiges neues holen, oder auch mal gar keines. Wenn, dann vielleicht am liebsten im Edel-Second-Hand oder sonstwo wo wir Qualität finden können.

image-5
Branson polarisiert? Klar! In einen Bücherschrank als Geschenk gelegt, darf sich aber jeder frei entscheiden, ob er zugreifen mag. Ich liebe ihn. Seine Geschichte, sein Leben, sein Engagement, sein spätes Reifen. Jeder andere: Feel free – get these book für free – or not. :-)

Bücher die ich gelesen habe stelle ich in einen, der in Düsseldorf aufgestellten Bücherschränke. Meiner ist nur wenige Schritte von meiner Wohnung weg: Am Friedensplätzchen. In diese mit Glasscheiben geschützten Regale, stellen wir gelesene Bücher und machen anderen eine Freude damit, die stöbern wollen, schauen, zugreifen, Bücher mitnehmen und andere, gelesene, wiederum hineinlegen.

Und neulich kam ich spätabends nach Hause und vor unserem Hauseingang stand eine gut gefüllte Tasche mit, auf den flüchtig geworfenen Blick, hochwertigen Küchenutensilien und Kinderspielzeug. Auf dem Zettel, der an der Tüte angebracht war stand: „Zu verschenken. Darf gerne mitgenommen werden“.

Freude für andere.

Nachhaltigkeit für unsere Welt.

Minimalismus für ein erwähltes, selbstbestimmtes, selbstbewusstes Leben und Erleben.

 

Sommer in der Stadt

.. warten auf die Nacht.

Oder schon tagsüber einen Traum von Location aufsuchen, dessen Ruhe, klimatisierten Raum und bezauberndes Ambiente genießen, – dazu eine kühle Gazpacho schlemmen. Eisgekühlten Viognier dazu.

Voilà – profiter de la vie.

image (9)
Delano Miami Beach. Mit vielleicht dem schönsten Hotelflur der gaaanzen Welt. Spanische Suppe. Französischer Wein. Und geeister Minzduft bei 18 Grad in jedem Raum.

Und wenn´s Draussen kühler wird? Raus in die Parks dieser Welt. Flanieren und sehen und gesehen werden. Oder einfach weiter entspannen.

IMG_5425
Abendstimmung mit den letzten Sonnenstrahlen des Tages: Aufgenommen während der Weissen Nächte in St. Petersburg.

Dolce Vita pur.

Merci!

 

Rosa ZuckerwattenTraum

.. Und weil gerade das Unwetter über Deutschland herein bricht, schnappen wir uns unseren Privat-Jet. Heute mal den fröhlich Pinken.

image-1 (18)

Ab geht´s gut gelaunt über die Wolken, über den großen Teich. Go west! Ins rosarote Nimmerland.

Zu wunderbar verträumten pinken Sonnenuntergängen beispielsweise.

image-2 (9)
Eye in the sky ..

Zur Babyblauen und Babyrosa Etikette: Grell-Himbeer Shorts.. Shirts von Erdbeer bis Vanillecreme.. Sorbetfarbige Kleidchen die kürzer kaum noch sein könnten.. Häuserfassaden in schmusigem Pastell.. Cocktails in Magenta, Veilchen, und bis Flieder und Pool-Blue.. Und gebräunten, geölten, gepuderten, teuer gekauften Luxus-Körpern.

Sehen und gesehen werden im visuell gepamperten und gut genährten Show-&-Style-getränkten Schlaraffenland. Im Wunderland Floridas.

image-8
Ältere (ergraute) Panther am pinken Pool.

Und gut gelaunt trotzen wir dem Unwetter in Good old Germany. Oder: Keep calm und go to Miami. Barbie, hi. Hello Ken. Alice hat ein anderes Wunderland.

 

 

Pool-Katze

image-1 (4)
Kosmetiktasche: Maje, Spitzen-Kleid: Steffen Schraut, Nagellack: YSL

Tolle Kosmetiktasche in erfrischendem meerblauen Leo-Print und mit Bonbon-Bommel, welcher farblich perfekt zum Nagellack No. 12 von Yves Saint Laurent passt.

Dieses stylische Täschchen weckt die Sehnsucht nach der Ferne.

  • Kataloge mit Traumzielen wälzen, indem Frau in heimischem Gefilde in einem hübschen Strassencafe sitzt, Pina Colada oder einfach nur Wasser trinkt, und dort die Vorfreude schürt.
  • Ticket gebucht.
  • Täschchen, gefüllt mit den Pröbchen diverser Schönheitsmittelchen in den Koffer.
  • Ab von FRA nach MIA oder gerne sonstwo hin.
  • Hotelzimmer, Pool, Beach! Und mit der kecken Bag auf dem kuschligen Strandtuch bei 36°C im Schatten. Kosmetiktasche gerne nämlich auch als Strandtasche. Macht sich prima!

image (10)

 

Baukunst

Es gibt Architektur, die so schön ist.. Zum Niederknien! Paris beispielsweise, hat als Stadt diesen Ruf, der wunderschönen Gebäude. Dies ist weltbekannt. Und wer kennt sie nicht, die Schönheit an der Seine?

Aber auch im Kleinen & etwas Unbekannteren: In Baden-Baden im Süd-Westen Deutschlands, habe ich für einige Jahre mit großer Freude gelebt.

IMG_7986

Ich kann diese Stadt, mit ihrem wunderhübschen Stadtbild, jedem nur ans Herz legen. – Denen, die bereits ein Auge für schöne alte Architektur haben, dieses schärfen, oder einfach nur genießen wollen. Baden-Baden ist eine Kleinstadt wie aus einem Bilderbuch: Nicht besonders groß – die Quantität der schönen (alten) Bauten auf engstem und hübschestem Raum. Unermesslich romantisch, verschnörkelt und verträumt.

Vollkommen anders hingegen, aber auch sehr speziell: Miami Beach. Herrlich viel bonbonfarbende Häuserpromenade, wenn man die dortige Strandpromenade entlang flaniert. Geradlinig strenger Baustil, reich an hervorstechenden Ecken & Kanten – in sanfteste Farbtöne gehaucht.

image-4image-5

Hand aufs Herz: Wie oft eilt ihr von A nach B und seht überhaupt nicht, was so alles um euch herum passiert und was dort schönes gebaut wurde?

Ob es mir genau so geht? Nein, ich bin sogar so, dass ich anhand des ganzes Sehenswerten um mich herum, für 2, 3 Minuten vergessen kann, wohin ich eigentlich wollte. Vertieft in Inspiration aller Art.

Anbei der Beweis eines wirklich schönen Hauses aus meiner unmittelbaren Nachbarschaft, bei dem ich gerne immer wieder kurz stehen bleibe, schaue, auf mich wirken lasse, denke, plane.

image-1 (24)
wunderbar – wundernah

MiamiShirts

Ich nenne diese herrlich bunten, quitschvergnügten Shirts, einfach MiamiShirts,

`cause I´ve never been to Hawaii.

image (6)

Aber, muss man überhaupt alles benennen?

Also: Namen hin oder her: Solche lebenslustig bedruckten Shirts bringen auf jeden Fall Sonne in den Tach“, und unterstreichen das sonnige Gemüt!

Olds“

4image-21
Art Deco finden wir ganz toll! Miami Beach, oder beispielsweise dieses bezaubernde Café in Brüssel. .. Und pinke Flamingos haben uns sowieso schon immer fasziniert – unser Herz berührt. Antiker Schmuck der 30er und 40er Jahre: Der strenge Jugendstil. Eine zeitlose Art & Weise, einem Outfit eine gewisse Tiefe und unverfälschte Klassik zu verleihen. Ganz wunderbar!
image (2)
Bernsteinfarbenes Bakelit
image-2 (2)
Pink Flamingos always fascinated me..
image-3
Bookchain
image-1 (2)
.. harmoniert ganz prima mit RougeNoir“
image-4
Rosen & Citrin

imapge-1