Abendstimmung in Schlumpfhausen

Von einer flachen Hierarchie, bist du so weit entfernt wie der OGLE-2005-BLG-390Lb von der Erde: 21000 endlose Lichtjahre. Und deswegen war es zuletzt so wenig schön mit dir, trotz so vieler positiver Aspekte und netter Menschen.

Bereits in den Anfangsjahren fing es mit einem unmöglichen Druck an, indem süße, knuffige, kindliche (auch) Minderjährige entweder gegangen wurden, weil sie sich nicht einließen. – Oder sie ließen sich ein?

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Saurer Regen auf das ewige Gebalze. Es (ihr) amüsiert nicht. Dienst ist Dienst & Schnaps ist Schnaps.

Mit 16 Jahren eine erste Unterschrift gekritzelt, sich deutschlandweit einsetzen zu lassen.

„Spannung, Aufregung, super! Wir sind jung, wild und wollen vieles sehen und erleben!“

Dass davon aber in der Art Gebrauch gemacht wurde, indem maritim inspirierte Kollegen vom frischen blauen Norden, in den lieblich sonnengelben Süden abgeordnet werden? Und, dass man vom bergig idyllischen Berchtesgadener Land, regelmäßig in die turbulente Hauptstadt verreisen musste, während zeitgleich die „Icke-Kollegen“ aus dem fernen Osten, in den weit entlegenen Süden oder Westen unterwegs waren? Fragen über Fragen. Warum?

– Weil, wer nicht fragt bleibt dumm.

Und ja, wir können oder „können nicht“, doch alle genau das gleiche! Wir sind (waren?) eine starke Gemeinschaft. Wie die Schlümpfe, jeder mit seinen Aufgaben von oben herab betreut, nur nicht schlumpfblau früher.

Das geringste Problem, bei dem ganzen „Rumgereise“ in der Republik, war dabei sicherlich der unterschiedliche Dialekt. Dieser konnte uns in all den aberwitzigen Situationen und Entscheidungen eher noch etwas belustigen. Süß und etwas gleichgültig, wie wir es damals waren.

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Jedem sein Stück vom Kuchen.

Vor ein paar Jahren hatte ich ein privates Essen mit dem ehemaligen Ober-Guru, unserem Helden und „Ex-Papa-Schlumpf“ schlechthin. Er war der Meinung und festen Überzeugung, dass „wir“ uns wieder (noch mehr?) einem Agieren, den Hierarchien, unserer Vergangenheit annähern müssten. Ich habe damals geschwiegen und nachdenklich auf meinem Steak gekaut und überlegt was dran sein kann.

Nun, bei allem Respekt: Wir sind gerade nicht in Ost Afrika sondern in Deutschland, der gute Herr ist heute 85+, die Zeit steht niemals still und so stehen wir im Heute, unserer Gegenwart, mit Blick in eine hoffentlich rosigere Zukunft. Die brauchen wir unbedingt!

Von der Vergangenheit lässt sich insofern vielleicht wenig abschauen, weil:

1.) Wir seit den 90er-Jahren Frauen bei uns haben. Wie schön!

2.) Aufgrund dem beträchtlich zunehmenden Krankheitsstand der vergangenen Jahre; Das interne extrem miese Klima durch die chronische Unzufriedenheit vieler; Burn-Out oder Bore-Out; Mobbing und sexuelle Belästigungen, die im Sande verlaufen weil sie heruntergespielt werden.

3.) Unser Gegenüber heute ein völlig anderes ist.

Dies alles spricht vermutlich Bände, dass anderes, mehr Modernisierung, her muss. Aber wer sich von unten nach oben beschwert, ist nicht selten weg: In Schmalzgrube oder im Hier & Jetzt einem „hungrigen Rudel“ ausgegrenzt. Da schweigt es sich leider ganz gut. Bloß, dass wir so ewig auf der Stelle treten werden.

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Schweigen und Aussitzen ist nicht idyllisch. Nur die Ruhe vor dem Sturm, ihr Lieben!

Ich appelliere heute an eine Arbeitsgemeinschaft, die wirklich große Klasse sein könnte, da sie sehr viel mehr tolle Mitarbeiter inne hat, als weniger tolle. Und die wenig Tollen können zu Tollen verändert, sanft manipuliert, glücklich gemacht werden.

Ich appelliere an eine Überdosis Menschlichkeit, die intern meist gänzlich fehlt. – An flachere, moderne Hierarchien und die Eigenschaft derer, die etwas weiter oben stehen dürfen, nach unten gelungen und gekonnt zu motivieren, anstatt ausschließlich hart zu delegieren und zu befehlen.

Ich appelliere an Förderung statt Unterdrückung. Punkt.

Ihr Lieben, ihr könnt nach außen hin immer bemüht um ein perfektes Bild sein. Dieses hinkt bekanntermaßen oft genug gewaltig. Glückwunsch dabei an Public Realitions und loyale Kollegen. Vielleicht wäre es langfristig trotzdem cleverer im Innen anzufangen? Da nachhaltig.

Ihr könnt mit einem guten Gehalt, mit einem überirdischen Auslandsgehalt, Sicherheit und einer guten Rente erstmal die Massen locken, ja. Aber niemand sollte nur für das leben.

Das Aussehen entscheidet vielleicht wer zusammen kommt… Doch der Charakter entscheidet wer zusammen bleibt.

Und die meisten realisieren genau das früher oder später. Also: Wollt ihr die Massen locken, und die Klasse resigniert irgendwann? Sie nehmen euch permanente gravierende Fehlentscheidungen krumm, großzügig Disziplinarverfahren zu verteilen, noch mehr Härte, die ewig Falschen zu befördern oder zu begünstigen und sie flüchten sich in Passivität, ins Dauerkrank (was man in diesem Status locker kann) oder kehren euch gänzlich den Rücken.

Es gibt das Zitat:

I have a limit and when you reach it I dismiss you from my life. It’s that simple.

Schwere Zeiten für euch gerade: Etliche „Häuschen“ und „Wägelchen“ sind heute wie leergefegt, Dauerkranke, Abgeordnete. Das ist keine Win-win-Situation. Weder für die eine Seite noch für die andere. Eine Lösung muss her!

Warum schauen wir uns nicht ein wenig mehr Moderne bei unseren größten „Konkurrenten vom Land“, oder auch in der Wirtschaft ab? Dort wird weniger von einer scharfen Hierarchie und Härte gehalten und das erfolgreich. Auch der freche Spruch, „dass Machtmenschen, die es in der freien Wirtschaft nicht schaffen, bei euch nach oben kommen,“ beruht auf trotzigem Frust über eine unbefriedigende Führungsweise. Noch einmal: Eine Lösung muss her!

Wo ist der Gedanke „Freund und Helfer“ hin? Wir haben Bürgernähe und könnten strahlen. Ich habe unglaublich viele, tausende, tolle Kollegen kennengelernt mit denen ich arbeiten durfte, die für die Tätigkeit an sich brennen, sich (noch) unermüdlich einbringen und denen wünsche ich von Herzen, dass sich etwas ändert. Damit es nicht eines Tages noch weniger hell als dieser Tage ist und dann zutrifft:

I reward loyalty with loyalty. I reward disloyalty with distance.

Umdenken Bitteschön!

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Auch ein sanftes Äusseres, kann eine starke Meinung leben und vertreten.

 

Veröffentlicht von

PetissaPan

PetissaPan studiert interessiert & neugierig das Leben, und schafft nebenher, leidenschaftlich und fleissig Kreativität, Text & Mode. Sie geht mit offenen Augen & Sinnen durch die Welt, und saugt Inspirierendes & Bereicherndes auf. PetissaPan ist und kreiert leicht, weich, romantisch, verspielt und wunderbar verträumt. Is your world little to mainstream? PetissaPan created an own.

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