Idealistisch gedacht

Ihr Lieben,

wir alle wissen, dass mehr für unsere wunderschöne Natur getan werden muss.

Gerne schieben das manche von uns immer wieder in ihr hübsches Hinterköpfchen. Zu gerne auch reden wir uns heraus, indem wir die Meinung vertreten, dass wir, als einzelne, nicht genug dazu leisten könnten. Aber doch, wir können! Jeder einzelne von uns kann, und macht sich damit nicht zu einem schwarzen Schaf der Umweltsorge.

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Wir brauchen Bienchen & Blümchen – nicht nur für den Biologieunterricht. :-)

Ich und damit bin ich nun wirklich nicht allein, wünsche mir, dass die Welt so bunt bleibt, beziehungsweise wird, wie sie es in meiner Erinnerung noch immer ist:

In einem kleinen ruhigen Dorf, mitten im idyllischen Schwarzwald aufgewachsen. Umgeben von mächtigen dunklen, nach Harz duftenden Tannen, Kuckucksrufen, unendlich viel Grün und Gras, einem Hektar Grundstück ums Elternhaus, dem riesigen Garten davor, schlicht viel purer Natur und heimischer Tierwelt.

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Einmal Gras und Blümchen streicheln.

Ich wusste genau wie welcher Vogel singt, wie welche Blume heißt und aus welcher Raupe welcher Schmetterling schlüpft… Wie gartenfrische Beeren und Sträucher schmecken und wann sie angepflanzt müssen und geerntet werden können… Welche Pilze wir im Wald pflücken und Zuhause essen können, ohne uns den Magen zu verderben. Überhaupt, dass wir im Wald mucksmäuschenstill sein müssen, um Rehe und dergleichen beobachten zu können und wie Moos riecht, Dickicht wirkt, Borkenkäferfallen aussehen.

Wir haben Froschlaich mit dem Eimer gesammelt und im Tümpel Zuhause ausgesetzt, die Nachmittage nach den Hausaufgaben damit verbracht, Beeren oder Äpfel zu pflücken, Honig geschleudert, im Garten gejätet und abends mit kleinen und großen Gießkannen munter gegossen und danach zum friedlichen Einschlafen des Nachbars Schäfchen gezählt.

Und so viel mehr. Und das war toll!

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Nur weil es noch idyllische Fleckchen Erde gibt, heißt das nicht, dass es vielerorts nicht leider ganz anders aussieht.

Gibt es heutzutage wirklich Kids, die denken Kühe seien lila oder, dass die Milch aus dem Kühlregal kommt? Und, dass Fleisch auf Bäumen wächst?

Und wie und wo können die lieben Kleinen heute noch von den Großen lernen, dass Insekten wichtig sind und respektiert werden sollten, es, sich gleichende, Mai-, Juni-, und Julikäfer gibt und besonders Birken nunmal Schmutz auf der Veranda verursachen.

Wer lockt die Kids nach draußen, wenn die Eltern es schon nicht mehr verstehen, Begeisterungsfähigkeit für die Einfachheit der Natur, den blauen Himmel, Regen, für Vogelkunde, das Blühen im Frühjahr und das Vermeiden von Plastikbergen für unsere Weltmeere zu entwickeln?

Wieso muss es morgens eigentlich immer und wieder diese palmölverpantschte Schoko-Möchtegern-Nusscreme sein und jeden Mittag Berge Fleisch und abends die Vielfalt an Wurst vom Discounter? Gerade bei manchen Menschen mit Kindern fragt man sich, warum nicht gerade die etwas mehr nachdenken.

Unsere Welt kann in 20, 30, 40 Jahren nicht mehr so sein, wie sie es heute noch ist. Denn unsere heutige Ignoranz wird gerade für die Kinder und Kindeskinder beträchtliche Ausmaße nach sich ziehen.

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Wer Kindern von klein auf die Schönheit der Natur zeigt und sie lehrt diese zu respektieren, tut schon viel.

So, im Sommerurlaub gibt’s dann endlich mal exotische Tiere zu sehen: In den Zoos und Aquarien dieser Welt. Delphine und Orcas die, anatomisch bedingt, wirklich immer lächeln, während sie Kunststückchen turnen müssen, die ihrer Natur gänzlich widersprechen.

Ein Tier ist in Gefangenschaft niemals so, wie es das in Freiheit wäre. Gerade Meerestiere, denen fast unser ganzer Planet an Platz zur Verfügung stünde.

Wildtiere sind nicht freiwillig bereit dazu, sich wie eine Ballettprinzessin dressieren zu lassen. Sie haben daran überhaupt keinen Spaß! Sie wollen sich nicht in einem chemisch sauberen Plantschbecken „den Wolf schwimmen“, „einen Drehwurm bekommen“ und stattdessen lieber frei im Ozean reisen. Der leider immer schmutziger wird. Dank dem Menschen.

Also mag es, in Anbetracht der Pantschbrühe, doch gar nicht so schlimm sein, dass die Weltmeere noch gänzlich leergefischt werden und es die Erinnerung an einzigartige Fische dann nur noch im Bilderbuch, im Märchen und in Fabeln gibt, oder? So wie das Einhorn im Kinderzimmer: mit giftgrüner Strähne in der kunterbunten Pferdemähne und gänzlich aus ungesunden superbilligen Plastik hergestellt. Made in Irgendwo.

Neben Kind und Einhorn spielt die Mami in Jeans und T-Shirt, die weniger kosten als zweimal Kidsmenü im wohlgekannten Fast-Food-Restaurant. Aus diesem Grund hält das Shirt auch nur einen Sommer, aber bei den Preisen kauft Frau vor dem nächsten Sommer einfach wieder 20 Stück davon…

Ja, mir ist bewusst: heute schreibe ich eine gute Prise zynisch. Was an der Hitze da draußen liegen könnte. Ups, der Klimawandel!

Und bei meiner Meinung über dieses wirklich ernste Thema bleibe ich sowieso.

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Flamingos. Lieblingstiere, die für die Zoos dieser Erde viel zu schade sind.

Lasst uns was tun. Wir können allesamt ein bißchen mehr nachdenken und Nachhaltigkeit zelebrieren, indem wir Qualität vor Quantität stellen und Herkunft beachten: Sei das bei Lebensmitteln, Kleidung und sämtlichen anderen Gütern.

Wir können die Natur mehr achten, indem wir so mit ihr umgehen, wie wir mit jemandem umgehen würden, den wir brauchen und mögen. Und wir brauchen sie, was wir vermutlich erst dann vollständig realisieren werden, wenn es zu spät sein wird.

Wir können Aquarien mit Tiershows und Zirkusse und Zoos meiden und stattdessen die heimische Tierwelt entdecken, kennenlernen, bewundern und auf eine Safari in Afrika oder den Besuch der Everglades in Florida sparen.

Es ist damit wie mit allem, wenn wir Qualität statt Quantität leben würden:

Der seltenere Genuss einer wirklich „großen Sache“ ist viel erfüllender und leckerer, als wenn wir uns zum Beispiel täglich von Billigfleisch ernähren.

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Gilt für Mensch & Tier.

Ich mag es nicht, wie Organisationen wie beispielsweise Greenpeace an diese Sache heran gehen, indem sie mit häßlichsten Fotos von „Tieren in Not“ berichten. Auch nicht das leider aggressive Vorgehen von Sea Shepherd, die ein wirklich tolles Ziel verfolgen.

Meiner Meinung nach provoziert das einerseits (Was beispielsweise im Film „Sharkwater“ deutlich zu sehen war.) und andere wenden sich als Verbraucher davon ab, schließen Augen & Ohren und gehen weiterhin ihren täglichen Gewohnheiten und ihrem Kaufverhalten nach.

Mit negativer Berichterstattung erreichen wir vermutlich viel weniger, als wir denken zu tun. Ich meine, dass auch inspirierend und in positiver Art und Weise darauf hingewiesen werden sollte, wie schön unser Planet, die Meere, Wälder, Wildtiere tatsächlich sind und, dass wir uns das erhalten wollen sollten. Auch:

wie kostbar tierische Lebensmittel sind – wie essentiell der nachhaltige Anbau pflanzlicher.

Naturschutz ist eine Herzenssache und süße Liebhaberei, die man als solche erkennen muss. Es geht um ein klitzekleines bißchen mehr jedes einzelnen: Etwas neue, aber gesündere Unbequemlichkeit, umdenken, anpacken und Komfort-Zonen-Verlassen. Wie singt schon Mick Jagger:

Old habits die hard

Aber wenn wir da erstmal durch sind, wird’s zum Selbstläufer.

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Veröffentlicht von

PetissaPan

PetissaPan studiert interessiert & neugierig das Leben, und schafft nebenher, leidenschaftlich und fleissig Kreativität, Text & Mode. Sie geht mit offenen Augen & Sinnen durch die Welt, und saugt Inspirierendes & Bereicherndes auf. PetissaPan ist und kreiert leicht, weich, romantisch, verspielt und wunderbar verträumt. Is your world little to mainstream? PetissaPan created an own.

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