Helfen ist helfen

Der Volksmund sagt ja gern: „Gegensätze ziehen sich an“.

Ob es hierbei heute tatsächlich um Gegensätze geht, das mag ich nicht mal behaupten. Vielleicht. Vielleicht auch „nur“ um Extreme, bei dem ein Extrem mit dem anderen Extrem zu kollidieren scheint, doch in Kooperation treten kann. :-)

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Alle Mädchen haben ganz ähnliche Träume. Völlig egal, aus welchem Zipfel der großen weiten Welt sie stammen.

Es geht in meinem heutigen Beitrag darum, dass sich so manche Vereine, Organisationen und Helfer die sich dem Helfertum widmen, dem Materiellen gänzlich versagen wollen & sollen.

Organisationen fordern gar schriftlich, propagierend auf deren Homepage, dass Mitglieder und Interessierte keine materiellen Werte haben dürfen.

Ah ja. Und warum ist das so?

Und gilt das für jeden, der in der Organisation für das Gute einsteht, oder nicht bis in die oberen Ebenen?

Erstmal: Gleiches Recht für alle bitte!

Und weiter: „Was soll das?

Darf nicht jeder helfen?“

Und sollte es unter’m Strich nicht ausschließlich & allein darum gehen?

Was geht es tatsächlich irgendwen an, ob ich in der Freizeit in der Luxusvilla hause, im Spa relaxe, auf die Seychellen jette, in Nizza oder L.A. jet-sette oder mit dem Ferrari Deutschlands Straßen unsicher mache? Oder schließen sich die Punkte „helfen“ und „genießen“ so sehr aus, wie Geistliche und fleischliche Liebe?

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Gern helfendes & gütiges engagiertes Herz oder luxusaffine „Prinzessin“ ? Beides!

Was gibt es von luxuriösen Momenten und liebgewonnenen materiellen Gütern Schlechtes zu berichten? Sind sie doch eine Form des Genusses, bedeuten Abschalten und Kraft tanken und damit wiederum Energie zu haben, die wir dann wieder & wieder & immer wieder für einen guten Zweck aufwenden könnten.

So schlecht?

Ich bin bekanntlich kein Freund davon mir „irgendetwas“ selbst zu versagen, noch weniger: mir Dinge von anderen versagen zu lassen. Und genau so halte ich es mit „Regeln“ anderen gegenüber. Freiwilliger Verzicht ist etwas anderes, aber sonst: Toleranz und offene Grenzen bitte. In jedem Bereich.

Und, oh ja, ich liebe Extreme und kenne so einige, denen es genau gleich damit geht. Und wenn ich mir großen oder mittleren Luxus leisten kann, oder auch nur mein Leben mit kleinen luxuriösen Dosen und Highlights aufpeppen, königsmäßig-prinzessinnenhaft aufwerten mag, warum soll ich dann in einer Hilfsorganisation nicht erwünscht sein?

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Blumen sind die Sterne des Tages. Geben und Gutes tun erhellt und „beblümelt“ ebenfalls.

Ihr Lieben, geht nicht tatsächlich beides? Und ist beides nicht besser, als ausschließlich ein pompöses, verwöhntes Leben zu verfolgen und weder Zeit noch Herz für andere um mich herum zu haben?

Das kann unmöglich der Sinn der Sache – einer guten Sache – sein.

Manche haben schlicht viel zu geben. Auch Herz und beide Hände.

Ist es nach Ansicht einiger Hilfsorganisationen besser, wenn Menschen, die „das eine Traumhaus“, oder „die einigen Traumhäuser“ haben, ausschliesslich unter ihresgleichen bleiben. – Den Job im obersten Management, vier Mal im Jahr einen luxuriösen Urlaub machen: einfach auf ihrem goldenen Tellerchen verharren? Untätig im sozialen Bereich?

Warum also grenzen wir da & diese aus?

Jeder Mensch hat den genau gleich hohen Wert. Und Organisationen, die Reiche und materialistisch denkende & liebende Menschen nicht bei sich haben wollen, versagen sich doch herzlich & schmerzlich viel: Wir verzichten mit dieser Einstellung auf ein Mehr und ein Meer an Hilfe, auf Bereicherung anhand Facetten-Reichtum, auf Menschen, die möglicherweise etwas oberflächlich auf euch wirken mögen, es aber überhaupt nicht tatsächlich sind.

Tiefgründig denkend, Luxus zelebrierend, Nachhaltigkeit lebend und vor allem gerne helfen wollend. Toll, nicht?!

Wir sollten ALLES haben können und manche wollen eben auch genau das.

Bereichernd kann es doch nur sein, in jeder Lebenslage die Mitte etwas zu verlassen. Neugierig – meinetwegen frech – nach links und rechts über den Tellerrand hinaus zu linsen und zu schauen, was das Leben da noch Schönes bereit hält. – Oder eben wenig Schönes, bei dem wir dann mit anpacken können.

Gewissen beruhigen – ob es da was mit zu tun hat:

Ja, muss ich mich denn für Luxus, Luxusgedanken, Luxussparen, Luxusträume, Luxusleben schämen? Weiß Gott (und davon gibt es bekanntlich viele) nicht! Nein.

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Auszeit im mondänen Trubel gefällig? Delano Miami Beach.

Ja, vielleicht macht es die richtige Mischung, vielleicht kommen wir genau damit in eine Waage, wie wir unser Leben so zwischen den Extremen leben: Zwischen Einfachheit, Bodenständigkeit, Abgehobenheit, materiellen Herzensgeschichten, Arbeit für die Allgemeinheit, soziales Tun und Herzenswärme, Gefühl und Empathie für jeden einzelnen Menschen:

Für ähnliche und verschiedenste Menschen – für Fremde und Freunde.

Es spricht doch Nullkommanix dagegen und entspricht oft genug der Realität: das Traumauto in der Garage zu parken und gut und gern auch häufig mit den Öffentlichen, zu Fuß oder zu Fahrrad unterwegs zu sein, was?

Und allgemein die Mitte zu leben, aus all unseren Aktivitäten, unserem GEBEN heraus, nämlich: Hilfe, einer Hand, einem Ohr, einer Umarmung, Wärme, perfektem charmanten liebevollen Service, ein Lächeln von Herzen, eine gute Tat, die sich regelmäßig wiederholt…

Und NEHMEN: Luxus lieben, erwählter Konsum, Augen zu und puren Genuss schmecken, riechen, fühlen.. Augen auf: sehen! Anpacken! Helfen! So schließt sich der Kreis,

für eine wunderbar ausbalancierte Zufriedenheit.

Sich zu kasteien, nur noch khakifarbige Kordhosen und tannengrüne Grobstrickpullover tragen zu wollen: gern, wer das mag und wirklich so sein will! Viele wollen das aber nicht. Und das ist damit möglicherweise nicht der Weg, einen Beitrag für die Allgemeinheit – so gut als möglich leisten zu können.

Und so wird es letztendlich vielleicht mehr zum Problem, das ihr ausgrenzt. Weil wir so niemals alle zusammen in einem Boot sitzen können. Das, um gemeinsam anpacken und für einen guten Zweck einstehen zu können.

Schade, denn das ist doch punktgenau exakt das, um das es gehen soll.

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Audrey Hepburn: „Wenn du älter wirst, wirst du entdecken, dass du zwei Hände hast: Eine um dir selbst zu helfen und eine um anderen Menschen zu helfen“.

Traurig also: Die, die ihre materiellen Werte, Dinge und Wünsche haben, müssen außen vor bleiben. Und wollen das sogar, da ein Teil ihrer Werte mit Füßen getreten wird.

Für mich auch undenkbar und nicht mein Weg. Ich will nämlich das eine: Helfen, pushen, eine Sache ins laufen bringen, Natur, Umwelt und Menschen fördern, motivieren und unterstützen. Aber, ich will auch das andere. Und mich gibt es ohne eines dieser meiner Extreme eben nicht und, was noch viel schwerer wiegt: Derartige Versagungen machen für mich, aus den oben aufgeführten Gründen auch überhaupt keinen Sinn. Genauso wie für viele andere eben auch nicht.

Und siehe da – es gibt auch Unternehmen, Organisationen und Agenturen, die das genau so sehen. Mit dem Weg, dem Versuch, dem Ansatz:

Wir können und sollten zusammenrücken, da wir so mehr bewegen können.

Und nicht nur das: Wir können uns auch sonst gegenseitig in unseren Arten zu denken und zu leben inspirieren, uns etwas von anderen abschauen, lernen, Menschen, & Dinge lieben lernen, unser eigenes Leben überdenken. Und das alles vor dem Hintergrund der gemeinsamen Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe. – Zwei der tollsten Dinge die es gibt. Für uns selbst (Geben) und für die, bei denen es ankommt (Nehmen).

 

Veröffentlicht von

PetissaPan

PetissaPan studiert interessiert & neugierig das Leben, und schafft nebenher, leidenschaftlich und fleissig Kreativität, Text & Mode. Sie geht mit offenen Augen & Sinnen durch die Welt, und saugt Inspirierendes & Bereicherndes auf. PetissaPan ist und kreiert leicht, weich, romantisch, verspielt und wunderbar verträumt. Is your world little to mainstream? PetissaPan created an own.

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