Love or leave

Vor gut eineinhalb Jahren habe ich meine eigene Homepage petissapan.com erstellt. (Ja, die habe ich alleine hinbekommen und bis zum heutigen Tag noch keine Hilfe von jemand anderem in Anspruch genommen, auch wenn das sicher nicht schaden würde, da vieles alles andere als gut, gar perfekt ist und nicht immer rund läuft.)

Damals wollte ich vorwiegend über Mode bloggen.

Mode war immer ein Lieblingsthema für mich und mein Berufstraum als Teenager war es sogar Modedesignerin zu werden.

Im Jahr 2016 habe ich dann auf petissapan.com, für ein halbes Jahr lang täglich über Mode und Beauty und Lifestyle gebloggt. Das hat Spaß gemacht. Es war lustig, kurzweilig und leicht.
Zu leicht vermutlich und nicht meine dauerhafte Passion, denn im Jahr 2017, nach einer mehrmonatigen Pause, habe ich schließlich für mich erkannt, dass “Mode” nicht das ist, über das ich dauerhaft schreiben möchte.

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Klar, Mode interessiert mich nach wie vor sehr. Ich mag Mode. Auch bei Männern mag ich gerne guten Stil: Beispielsweise gern im Anzug – und ich habe eine Schwäche für hellblaue hochgekrempelte Männerhemden – statt Männer in Hoodies und Turnschuhen. Zu dieser Oberflächlichkeit stehe ich, weil ich das in diesem Beispiel bin.

Selbst habe ich meinen eigenen (teils fragwürdig, da knallbunten) Geschmack, bin allerdings überhaupt kein Trendsetter. Und das macht mich als Modeblogger schon mal gänzlich uninteressant und untauglich. Für mich ist es tatsächlich Stil und nicht die Mode. Und auch darüber schreibe ich von Zeit zu Zeit.

Vor allem gilt mein Interesse aber der Motivation. Das ist die Triebfeder, mein Steckenpferd, meine Herzensangelegenheit, das, wofür ich brenne, stehen möchte und tatsächlich stehe: mit diesem Blog, im Heute.
(Meine) Motivation, die auf freudig überschwänglichem Optimismus, Neugier auf ein buntes keckes Leben, dem Blick auf Positives und dem bewussten Sehen von Schönem – auch hübschen, winzigsten Kleinigkeiten – beruht.
Aktion. Passion. Lebensfreude und freche Denke, trotz mancher kleiner Widrigkeiten die uns zwicken und auch richtig großer Probleme in unseren Leben.

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Motivation aber auch für Gutes einzustehen. Ich motiviere, treibe und rege gerne an. Andere, aber vordergründig mich selbst. Jeden einzelnen Tag. Und dabei kann ich natürlich nur “das Gute” nennen, das nach meinem Wertesystem “das Gute” ist. Es ist schließlich mein Blog. Und mit diesem stehe ich, wenn ich von “dem Guten” spreche, für Nachhaltigkeit, für meine Liebe zur Natur und Umwelt, Tierfreundlichkeit. Philanthropie und Fairness. Auch Recht – welches bei mir sicher polizeilich geprägt ist. Und für Wertschätzung. Wertschätzung, für Dinge die mir gehören, Dinge, die anderen gehören… Für Menschen, Gäste, Kunden, jeden.

Mein Leben war von sich aus nicht immer rosarot. Überhaupt nicht. Aber welches Leben ist das schon? Und rosarot ist bei mir die “10”, das super-klasse-prima Gefühl von wohliger Zufriedenheit, Geborgenheit, Sorglosigkeit, Honigpferchen-Strahlen und jeder Menge Spass, tollen Erlebnissen & Erfahrungen.
Bei anderen ist diese Farbe beliebig austauschbar mit blütenweiss, lindgrün, lilablassblau, whatsoever.

Bei mir gab es meine Kindheit, die ein sehr düsteres Kapitel meiner Geschichte ist und rein objektiv betrachtet häufig im Nuller- oder Einserbereich war.

Und es gab eine größere Anzahl verschiedenster Schicksalsschläge in den Jahren zwischen Anfang 2013 bis 2016:

Einmal ist es das, seit vier Jahren anhaltende Stalking durch einen Ex-Freund, über das ich zunehmend offener berichten werde, weil ich es muss, da mich seine, aktuell wieder stärker gewordenen Eingriffe in mein Leben, Geld für Sicherheitsmaßnahmen kosten. Dem möchte ich den Riegel vorschieben, indem ich meine Strategie – es einfach laufen zu lassen – nun ändere.

Zum anderen ist es mein beruflicher Neuanfang, den ich für notwendig empfunden habe und empfinde, nach allem was war. Ein großer Schritt, wenn man bedenkt, dass ich eigentlich ausgesorgt hätte… Mindestens indem ich bei “Altbewährtem” bliebe.

Auch, in dieser Zeit in eine narzisstische Beziehung geschlittert zu sein, und diese kaum überlebt zu haben, wird ein Thema sein.

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Also rund 20 Jahre, in denen ich das Leben – rein objektiv betrachtet – in einer wenig schönen Art – einer eher sehr abgründigen Weise – kennengelernt habe und täglich um mich hatte. Und es danach jeweils doch immer geschafft habe, mir diese Welt rosarot zu malen. Selbst zwischendurch noch fast immer.

Und wenn es “nur” warmer Sommerregen auf meiner Haut war, der Ausritt mit meinem Pony, Herumtoben mit meinen Brüdern, ein Regenbogen und meine Träume dazu, eine besonders schöne Blume am Wegesrand und die zu streicheln, ein gelungenes sportliches Workout, ein tolles Treffen mit einer lieben Freundin, ein besonders schöner Frühlingstag, ein Lächeln, eine Umarmung, das gelungene 4-Minute-Ei, ein Stück Lieblingskuchen, Wind der kräftig durch die Bauchkronen weht, atmen.

Kaum jemand sah und sieht mir an, durch was ich gegangen bin und durch was ich auch heute manchmal noch gehe. Weil ich das mit mir allein ausmachen möchte. Ich habe 20 Jahre lang den Mund gehalten und nur wenige hatten eine Ahnung, nur einzelne wußten überhaupt etwas, keiner wusste alles. Und über alles werde ich hier auch nicht schreiben. Es ist uninteressant. Es ist Vergangenheit.

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Ich bestreite, dass Ansätze wie: “Wenn ich doch endlich dies oder das hätte, dann wäre ich endlich glücklich” richtig sind. Weil der Weg das Ziel ist! Und wenn uns dafür mal die Energie fehlt, dann saugen wir die aus herrlichen Erinnerungen oder gesponnenen Zukunftsphantasien. So mache ich das auch. Wir können an jedem einzelnen Tag so vieles wertschätzen, strahlen, leicht sein, Freude haben.

Gut, in den vergangenen zwei Jahren war ich des öfteren auch schon mal sehr launisch, kühler und deutlich zurückgezogen habe ich mich sowieso. Aber dies vor allem um an mir zu arbeiten und weil ich auf der Suche nach mir selbst war.

Nun, da ich mich gefunden habe, und nachdem ich herausgefunden habe was ich will – über den Umweg, festzustellen was ich nicht will – weiss ich genau wofür ich petissapan.com heute nutzen werde.

Ich möchte Menschen inspirieren.
Ich bin selbst ein gutes Beispiel für ein Stehaufmännchen, eine Kriegerin und eine absolute Optimistin, die sich kindliche Begeisterung für so vieles bewahrt hat.

Und darüber, wie man das Schöne sieht und lebt, darüber schreibe ich hier.

  • Ich möchte damit Menschen inspirieren, die in ihrer Kindheit Schlimmes erlebt haben, misshandelt oder missbraucht worden sind.
  •  Ich möchte Frauen Mut machen, die einen Stalker haben, der auch nach Jahren nicht locker lässt und wie man leicht im Umgang damit wird. Anderen auch gern die Augen öffnen, was das eigentlich bedeutet, damit zu leben.
  • Ein beruflicher Umbruch – Mut – für einen Neuanfang.
  • Auch, in eine Beziehung mit einem schillernden Narzissten zu stolpern und sich in seinen Manipulationen komplett zu verlieren und selbst aufzugeben.

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Mich kann heute nichts mehr schocken oder aus der Bahn werfen. Keine Situationen und keine Menschen. Ich kann es heute handeln oder ihm aus dem Weg gehen, weiss wohin ich gehöre und wohin nicht. Und ich weiß zu wem ich gehöre und zu wem nicht. Das nach 38 1/2 Jahre Erkenntnis und höchsten Hochs und tiefsten Tiefs.

 

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Veröffentlicht von

PetissaPan

PetissaPan studiert interessiert & neugierig das Leben, und schafft nebenher, leidenschaftlich und fleissig Kreativität, Text & Mode. Sie geht mit offenen Augen & Sinnen durch die Welt, und saugt Inspirierendes & Bereicherndes auf. PetissaPan ist und kreiert leicht, weich, romantisch, verspielt und wunderbar verträumt. Is your world little to mainstream? PetissaPan created an own.

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