Du bist du. Ich bin ich.

Wie oft ich mir in meinem Leben schon anhören durfte, dass ich sprunghaft sei, habe ich irgendwann aufgehört zu zählen. Früher wusste ich oft nicht was ich darauf entgegnen sollte und fing in der Folge an mich und mein Verhalten diesbezüglich zu hinterfragen. Diese Zeiten sind längst vorbei, da ich vor langer Zeit schon realisiert habe, dass ich damit genau das Leben lebe, das ich leben möchte.
Ich lege Wert auf sehr viel Inspiration und Abwechslung, und damit bin ich nicht allein. – Und selbst wenn ich es wäre, wäre es es mir inzwischen völlig egal, da es “my way” ist und ein anderer Weg damit nicht passend.

Wer uns in nur einem Umfeld kennen lernt, der lernt nur eine Facette von uns kennen.

Aber in je mehr Umfeldern wir Zuhause sind – uns bewegen – oder bereits waren, desto facettenreicher auch unsere Persönlichkeit.
Wir können genauso in, vom Lebensalter her, älteren Gruppen sehr viel lernen und uns prägen lassen, als auch in einem deutlich jüngeren Umfeld.
Verschiedene Kulturen werden uns inspirieren und offen werden lassen, genauso wie in jedem Beruf eine ganz andere Rolle erforderlich ist, in jeder Stadt eine andere Mentalität herrscht und wir bei allen von uns ausgeübten Sportarten, Reisen, Kursen, auf Menschen mit unterschiedlichstem Background treffen, die uns in einem gewissen Maße prägen.

Ein Leben in einer Spur mag cosy sein, eine Komfort-Zone und heimelig-gemütlich, ist aber nichts für Menschen, die mehr wollen: Mehr Eindrücke, mehr Menschen, mehr erleben. Sehr viel Inspiration und Vielseitigkeit finden wir eben nicht: wenn wir an nur einem, zwei, drei Plätzen wohnen und reisen … wenn wir in nur einem, zwei beruflichen oder privaten Umfeldern agieren … wenn wir nur an einem und immer wieder demselben Menschen festhalten.

Als ich mit meiner Ausbildung bei der Polizei fertig war – und ich wurde in 18 Jahren niemals die typische Polizistin – lernte ich privat einen tollen Jungen kennen, der sich überhaupt nicht einkriegen konnte, bezüglich wie untypisch ich für einen derartigen Beruf wäre. Damals war ich gerade 20 und sagte ihm, dass dies eben eine meiner Facetten wäre und ich am liebsten sieben Leben hätte und in jedem was ganz anderes sein würde: In einem Leben hätte ich am liebsten vier Kinder, in einem anderen wäre ich Bereiterin, Lehrerin, Anwältin geworden, und in einem reize mich der Polizeiberuf mit seiner Vielseitigkeit, und deshalb sei es eben das für mich. Vielseitige Persönlichkeiten haben tausend Träume und leben einige davon.

In Schubladen gepaßt haben die und ich noch niemals und meine Vorstellung von meinem Leben lautete bereits mit 15 Jahren, dass wenn ich mich zwischen einem langen gemäßigten und einem kurzen exzessiven Leben entscheiden müsse, es immer das kurze exzessive wäre.

Es gibt so viele Wege und Arten die uns glücklich machen und uns berühren können.

Nur die eigene Passivität drängt uns in die Normalität der Gesellschaft und das was dort geboten oder gefordert wird. Aktivität schafft, dass wir uns leben, anstatt das Leben uns.

Es gibt da diese 80-jährige Omi, die noch um die Welt reist. Alle finden das bewundernswert – aber nur die wirklich Schrägen wollen und werden es dem gleichtun. Ob ich das machen werde, oder irgendwann einmal noch ruhiger werde und mit einem Schriftsteller oder Maler in Südengland auf dem Land wohne, das weiß ich noch nicht. Eventuell studiere ich selbst noch irgendwann Kunst oder Schreiben und lebe mit einem halben Duzend Pferden und Hunden alleine in der Einöde.

Wer weiß das schon? Ich werde zumindest niemals in einem Altenheim wohnen, auch wenn ich keine Familie habe. Und wenn ich irgendwann mal lebensmüde bin, werde ich mit dem Großen Weißen schwimmen – dann ohne Käfig. Meine beste Freundin sagt schon lange, dass das was ich in meinem Leben erlebt habe, schon heute für zehn Leben reichen würde.

Mein Leben ist oft anstrengend und extrem, aber niemals langweilig: Hunderte Male aus der Komfortzone gewagt und aktuell mit meinem eigenen Innenleben beschäftigt, und der Ausrichtung auf einen (beruflichen) Richtungswechsel in einem Jahr hinarbeitend. Ich bin unendlich verträumt und romantisch verklärt – liebe Rosengärten, Elfenhaftigkeit und Koboldsspäße. Genauso habe ich aber alle BKA-Blätter, Täterprofile von Serienmördern und Erfahrungen von (Polizei-)Psychologen verschlungen und während meiner Polizeilaufbahn im Detail erfasst … selbst in das Studium Psychologie hinein geschnuppert … im Iran gelebt und summa summarum damit in tiefste Abgründe geschaut: Wie auch während meiner gewaltgeprägten Kindheit, die ich genauso hinter mir gelassen habe, wie zwei Narzissten in meinen frühen 30er Jahren.

Ich war Bond-Girl in Moskau, mein Ex ist Millionär und mein Zukünftiger vielleicht Künstler.

Wer weiß das schon? Und wer da eine durchschnittliche Persönlichkeit erwartet, verlangt vielleicht zu viel.

Was ich genau weiß ist, dass alles mit dem ich abgeschlossen habe für mich keinerlei Reiz, Irritation oder Trauma mehr birgt. Das Leben ist zu bunt und bietet zu viel um in der Vergangenheit zu bleiben. Jeden Tag können wir unsere Geschichte ein Stück neu schreiben und damit überschreiben. Auch, dass ich (bereits mit 16 Jahren erstmals) aus dem Nichts gelernt habe aufzustehen wie Phoenix aus der Asche.

Das – und überhaupt alles – geht umso besser dann, je mehr wir uns kennen und voll und ganz hinter uns stehen. Andersartigkeit zu leben, erfordert in jungen Jahren noch viel Mut, da wir erheblich Gegenwehr und Kritik “der Normalen” aushalten müssen. Wenn wir diese Phase aber überkommen ist es pure Freude und eine große Lust, einfach die zu sein, die wir von Herzen her sein wollen. Dazu möchte ich gerne jeden anregen, der dieses Feuer ebenfalls in sich spürt.

Denn dieses Feuer wird niemals schlafen: Es möchte gelebt werden.

Und es ist völlig egal, wie oft du fällst, wie sehr du fällst, wie lange eine Krise dauert, wie sehr sie weh tut: Wenn du der Mensch bist, der du sein willst und dir deine Träume und Optimismus bewahrst, wirst du durch alles hindurchgehen.

Climb the ladder of your life and your vision!

Ich bewahre mir eine gewisse Bodenständigkeit und Sicherheit. Hinzu lebe ich meine Phantasie oder Kreativität wenn ich schreibe, und ich Coache: (Ex-)Partnerinnen von Narzissten und Frauen, die eine „toughe“ Kindheit hatten. – Für Selbstliebe, für Selbstbestimmtheit, für Unabhängigkeit, für die Entdeckung, dass das Leben ein wunderbares Abenteuer ist.

Und alles was ich mache für das ich brenne, darin gehe ich mehr als nur 100% auf.

Eine Scannerin und eine Hochsensible eben.

Herzlich, Petissa Pan

Veröffentlicht von

PetissaPan

PetissaPan studiert interessiert & neugierig das Leben, und schafft nebenher, leidenschaftlich und fleissig Kreativität, Text & Mode. Sie geht mit offenen Augen & Sinnen durch die Welt, und saugt Inspirierendes & Bereicherndes auf. PetissaPan ist und kreiert leicht, weich, romantisch, verspielt und wunderbar verträumt. Is your world little to mainstream? PetissaPan created an own.

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