Stille Zeit in Selbstgeknuddel

“Weihnachten Drei” – ganz allein. Und das ist sehr gut so wie es ist. Auch wenn es nicht immer so sein soll in Zukunft und ich ganz andere Pläne für Weihnachten 2018 habe.

St. Barth … Barbados … Düsseldorf ?

Wer weiß das schon.

18 ist meine Glückszahl. Also das ganze Jahr hindurch soll ich – wie ihr – vom Glück geküsst sein.

Ich bin tatsächlich sehr gern alleine. Oft hat das weniger mit den anderen zu tun, als einfach nur damit, dass ich mich nach Ruhe und Tiefgang sehne. Manchmal langweile ich mich in Gesellschaften, manchmal habe ich ganz außerordentlich viel Spaß mittendrin. Ansehen tut man mir das sofort – daran, ob ich nur noch am Lachen bin und total aufdrehe, mich entspannt zurücklehne und neugierig die anderen beobachte oder ob ich früh nach Hause will und gehe.

Das dann, weil ich mich nach Rückzug sehne, mich auch unverstanden fühle, nicht andocken kann und es dann natürlich viel mehr genieße, mich nur mit einer einzigen Person intensiv auszutauschen, anstatt in Gruppen aufzutreten. Aber alles hat seine Zeit.

So auch die Stille Zeit.

Weihnachten, wie alle anderen Festtage genießen bei mir (noch) keinen so hohen Stellenwert und ich weiß, dass das vielen so geht. Romantik geht das ganze wunderhübsche Jahr und braucht keinen glitzernden Tannenbaum und Engelschmuck. Oft sind es doch auch nur die Verantwortung und Pflicht sich feiernd und besuchend zu fügen. Was schön sein kann; Das bestreite ich nicht: Das Essen ist herrlich lecker und wir geben uns besonders große Mühe mit unserer Optik und Laune.

Selbst habe ich auch bis vor drei Jahren fast immer gefeiert und so stets ein Stück “heile Welt und nie gehabte Kindheit” nachgeholt. Und sicher feiere ich in der Zukunft auch wieder. Dann anders, da ich die vergangenen beiden Weihnachten und die beiden Jahre darum herum alleine brauchte, um mir über vieles klar zu werden … Und da aller guten Dinge drei sind, hänge ich die Weihnacht heuer eben noch dran.

Push & pull

Vor wenigen Wochen habe ich darüber gepostet, dass ich heute verstehe, dass das Leben vorwärts gelebt wird und rückwärts verstanden. Was ich heute dazu zu sagen habe ist das, was ich damit meine.

Wir verlieren uns vielleicht einmal selbst, wir machen Monate oder gar Jahre durch, die uns alles andere als leicht fallen. Es entreisst uns den Boden unter den Füßen – beruflich wie privat – wir verändern uns dann nicht selten täglich, verlieren uns und wer wir waren … versuchen uns neu zu (er)finden, scheitern, ecken an, nehmen an, lehnen ab, kommen und gehen … werden krank und gesund … sehen schwarz, weiß und flamingopink. Meine Lieblingsfarben. Alle drei.

Rückblickend habe ich 2017 gelernt über die Jahre 2013-2016 zu lächeln und zu lachen und auch dankbar zu sein, was ich in dieser Zeit alles gelernt und erfahren habe.

2018 wird wieder ein ganz anderes Jahr werden: So, wie es sich Ende 2017 bereits abzeichnet. Ich habe bereits wieder mit vielem begonnen, was mich früher ausgemacht hat und was drei lange Jahre verschüttet wurde. Auch habe ich in ganz andere Lebensbereiche hinein geschnuppert, mich dort interessiert – auch teils genervt – umgesehen, um so meine Entscheidungen für meine Zukunft zu treffen.

Einmal über den gewohnten Tellerrand hinaus bitte schön!

Im vergangenen Jahr habe ich etwas für mich Unmögliches geschafft, indem ich zuletzt tatsächlich völlig frei und unabhängig von der Meinung anderer Menschen werden konnte. Das war ein langgehegter Traum von mir, da die Etikette “Du bist so anders!” seit meiner Kindheit an mir klebte wie Hubba-Bubba-Kaugummi mit Alien-Geschmack.

Heute bin ich mit ganz viel Freude anders und habe mich, nach meinem tiefen Fall, der vor über vier Jahren begann, wieder gefangen. Dazwischen habe ich es gebraucht wenig charmant anzuecken, distanziert, kühl, auch wütend, gefrustet, pessimistisch zu sein und trotz aller rosaroten Wolken, die meine optimistische Grundhaltung beinahe täglich gesehen hatte, auch mal bissig, angreifend, polemisch zu schreiben, zu tun, zu sein.
Auch mal nebulös – trotz meiner heute neufrei gelebten Authentizität. Ich erlaube mir frei von der Leber zu schreiben. Und wo meine Grenzen – auch bei meiner Offenheit im Net liegen – weiß ich ganz genau.
So ist das wohl mit unserem Charakter: Einmal von der einen Seite der Mitte weit darüber hinaus über die andere Seite der Mitte, um sich irgendwann dann friedlich einzupendeln.

Wer eine solche Wandlung nicht nachvollziehen kann, dem darf ich den Tipp ans Herz legen, für sich einmal aufmerksam zu reflektieren, was mit ihm wohl passieren würde, wenn er zeitgleich und nacheinander alles verlieren würde, was ihm etwas bedeutet hatte: Seien es Freunde, Familie, das gesamte Umfeld, seine Karriere, die ganze Sicherheit … aufgrund eines Traumas und einer beruflichen Position, die einem absichtlich zerstört wurde … und dem anschließenden Schlittern in eineinhalb narzisstische Beziehungen.

Aus Erfahrungen lernen und trotzdem dankbar sein für alles was so schwer war und wog

Letztendlich können wir mehr gewinnen durch eine solche Erfahrung als verlieren, weil irgendwann immer wieder die Sonne heraus kommt und wir ganz klar sehen und erkennen können: Unsere eigenen Anteile am Scheitern und welche Menschen und Gegebenheiten von nun an nicht mehr in unserem Umfeld bleiben dürfen.

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Kecke Vorweihnacht. Und so sieht’s aus, wenn ich in Gruppen großen Spaß habe.

Ein großes Vorbild und Mutmacher für mich war und bleibt Oprah Winfrey, welche als Kind missbraucht wurde, mehrere Beziehungen mit Männern hatte, die ihr überhaupt nicht gut taten und das Schloß zur Selbstliebe erst mit Ende 30 geknackt hat.
So do I.

Heute kann ich wieder alles sein was ich früher war und habe meine Mitte und die Liebe zu mir selbst gefunden, die dabei völlig unabhängig von meiner Außenwelt ist und nun bleiben wird.

Ich bin inzwischen wieder täglich aktiv und wild sporteln, reiten, tanzen, arbeiten, jobben, „social lifen“ und lebe mein inneres Kind beobachtet: etwas gezügelter und unbeobachtet super-frei.

Ich rebelliere heute wieder aus Neugier und um zu wachsen – nicht aus einer negativen Grundstimmung heraus … Ich teste um zu wissen … Und ich trete in Interaktion um zu erfahren. Tatsächlich brauchen tue ich aber nur noch mich selbst. Pure Freude aber sind die für mich richtigen Menschen in meinem Leben und eine riesige wunderbare Bereicherung.

Und selbst Dinge zu tun, die mir vor Monaten noch unmöglich erschienen begrüße ich heute, bin dankbar dafür und nehme sie wieder an. Danke für diese Möglichkeit: Ich fühle mich cosy und angenehm sicher damit.

Das Leben ist spannend: Mit all seinen Hochs und Tiefs … und die Stille um Weihnachten für mich ein letztes Mal allein, um vom leckeren Baumkuchen der Konditorei Heinemann nichts abgeben zu müssen. 😉

Ihr Lieben, was ich euch sagen möchte: The comeback is always stronger than the setback.

Herzlich, Petissa Pan

Veröffentlicht von

PetissaPan

PetissaPan studiert interessiert & neugierig das Leben, und schafft nebenher, leidenschaftlich und fleissig Kreativität, Text & Mode. Sie geht mit offenen Augen & Sinnen durch die Welt, und saugt Inspirierendes & Bereicherndes auf. PetissaPan ist und kreiert leicht, weich, romantisch, verspielt und wunderbar verträumt. Is your world little to mainstream? PetissaPan created an own.

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