Think pink!

Was ist wenn wir so denken? Auf die Art, dass wir alles um uns herum schön machen wollen und es sogar können? Das, weil wir es damit besser machen können.

Daran bin ich zuletzt auch mehr gescheitert, als dass es mir geglückt wäre.

Wir können die Welt aber verändern indem wir bei uns selbst anfangen! Davon bin ich bereits mein ganzes Leben lang überzeugt.

Bis vor fünf Jahren war ich so, dass ich ausschließlich Gute Laune und sprühenden Optimismus, Weichheit und Toleranz verbreitete, und immer gönnte, gab, mich mit meiner Energie einbrachte wo ich nur konnte und wo immer ich auch mit wem gerade war. Das konnten Wildfremde genauso sein, wie langjährige Kollegen, oder eine pessimistischere Freundin oder ein misstrauischer Bekannter.

Ich habe Beförderungen anderen mehr gewünscht als mir selbst, weil sie für mich keine Rolle spielten: Weil ich glücklich war in meinem Beruf, genau so und auf der Position auf der ich war.

Ich ließ Menschen frei, weil ich selbst frei sein wollte und spürte, dass ich es nicht für sie sein konnte, weil sie jemand anderen brauchten.

Ich versprühte Schönheit, weil ich selbst ein Auge und eine Liebe für Schönheit habe und das Gute in jedem sah.

Solvente Freunde und Bekannte wollte ich ständig dahingehend missionieren, dass sie sich für soziale Zwecke einsetzten, ehrlicher und fairer mit den Menschen umgingen und gerecht und mit Liebe und Nachsicht urteilten.

Und den Kerl, der meine Auslandskarriere auf dem Gewissen hat, den schwärzte ich, aus Rücksicht gegenüber seiner Familie, nicht an.

Dies alles mag sich wie das Herz einer Heiligen lesen, und die bin ich dann tatsächlich so gar nicht. Inzwischen könnte ich außerdem auch wieder etwas mehr für andere tun, aber erstmal wechsle ich nun meinen Standort.

Und heute weiß ich, dass wir ernten was wir säen. Zumindest meistens. Und wenn wir Gutes tun und einem Menschen vollkommen vertrauen und unser Herz öffnen, können wir entweder eine (platonische) Liebe fürs Lebens finden, oder eine Lehre fürs Leben erfahren.

Ich hatte zuletzt die Lehre erfahren und mich verloren. Aus vielerlei Gründen vollkommen verloren. Und damit selbst den Blick für das Schöne nicht mehr gehabt. Und wenn wir den verlieren, wie sollen wir Schönes dann an andere weiter geben? Klar, noch immer brach mein Sinn für Gutes und Schönes und dass ich es noch in anderen sehen konnte durch, aber doch sehr viel seltener als „damals“, davor …
Und dorthin zurückzukommen, oder überhaupt erstmals dort anzukommen, lohnt. Denn auch ich habe in den vergangenen 5 Jahren dann nur noch das geerntet, was ich säte. Weniger Glück, weniger Freude, weniger Liebe.

Wenn wir durch negative Erfahrungen lernen, uns Menschen sehr enttäuschen und wir uns auch selbst nur sehr schwer verzeihen können und hart mir uns ins Gericht gehen, lernen wir wohl am schmerzvollsten und damit schaden wir auf lange Zeit nicht unserem Umfeld, sondern uns vor allem selbst erst einmal.

Ich boxe seit einiger Zeit. Zumindest ist das eine Art Schattenboxen was ich da drei Mal wöchentlich tue. Als ich noch Polizistin war, hat mich boxen und Selbstverteidigung und „allgemeine Kampfkunst“ ziemlich angeödet. Nur schießen und das trainieren für Amok-Lagen mochte ich immer gern.
Dass ich momentan boxe hat wohl einen tieferen Sinn, der sich irgendwann lösen wird und in einem halben Jahr tanze ich wahrscheinlich nur wieder im Ballettunterricht an der Stange und hüpfe federleicht durch den Tanzsaal.

Wenn wir über längere Zeit tiefen Schmerz in uns spazieren tragen, müssen wir uns dem, nach anfänglich erfolgreichem Schönreden, dann doch irgendwann stellen. Sonst löst sich der Knoten nicht.
Das kann Sport sein, Tanz, boxen, Schlagzeug spielen, in den Wald gehen und schreien, darüber schreiben. Whatsoever! Jeder von uns wird seinen ganz eigenen Weg dafür finden.

Und wenn wir den gefunden haben, sollten wir die Welt wieder zu einem besseren Platz machen wollen.

Das achtsamer, weil wir dann mit mehr Erfahrung und indem wir nicht mehr ganz so blauäugig naiv durch unser Leben gehen, in Menschen nicht nur ausschließlich das Gute sehen und ins offene Messer rennen.
Das, weil wir selbst kennengelernt haben, wie sich Schmerz, Enttäuschung über andere und Wut anfühlen.
Das, weil wir klarer sehen können und dennoch an das Gute glauben, uns aktiv dafür einsetzen und Schönes erkennen, weil wir auch extrem Häßliches erleben mussten.
Gegensätze bereichern uns am Ende eben doch. Daran hatte ich noch niemals Zweifel.

Ich bin dankbar für jede Erfahrung die ich in den vergangen fünf Jahren gemacht habe, da sie mich irre durchgerüttelt hat, ich mich zwischenzeitlich selbst nicht mehr kannte: distanziert, kühl, kalt, hart, unmöglich, aggressiv und verheult war und inzwischen wieder weich und herzlich sein kann und mich auf meine Werte besinne – meinen Weg kenne. Arrogant kann ich auch. Meine Möchtegern-Prinzessinnen-Allüre, die ich nicht gewillt bin aufzugeben, weil ich Arroganz bei anderen selbst nicht verwerflich finde, wenn ich ein gutes Herz dahinter ausmachen kann.

Zeit, mal danke zu schlechten Zeiten zu sagen:

Ich bin dankbar dafür, viele Monate lang sehr gekonnt belogen und betrogen worden zu sein, um heute sehr gekonnt erkennen zu können, was Wahrheit und Lüge ist.

Ich bin dankbar dafür, meine Karriere verloren zu haben, weil ich mich so auf den Hintern setzen und für Neues einbringen wollte.

Außerdem mich gezwungenermaßen daran machte, meine irre Seite und meinen durchgeknallten Wahnsinn zu entdecken, freizulegen und zu leben. Unabhängig von der Meinung anderer zu sein. Es immer bunter zu treiben, mich noch tiefer in meine verspielte Seele und Verrücktheit hineinzugraben, während mir in meinem zielstrebigen Verstandsdenken und Biss immer klarer geworden ist, wer ich sein will, welche Ziele ich verfolge, welche nicht und wie ich erreichen kann, was ich mir für mein weiteres Leben ausmale. Ich möchte aber unbedingt auch „einen an der Klatsche haben und spinnen“.

Offen für Neues sollten wir dennoch immer immer immer bleiben! Und warum nicht wieder vom Weg abkommen?
Das Leben ist bunt und wie oft passieren Wunder, kommen unerwartete Gelegenheiten und Angebote, Wendungen, passieren Dinge, die uns neu über Pläne denken lassen.

Wenn ich mir noch einmal einen eigenen Markennamen ausdenken würde, könnte dieser statt von Peter Pan genauso gut von Alice im Wunderland inspiriert sein, da mich Optimismus, Gerechtigkeitssinn, das Gute und ein Hauch Naivität gleichermaßen antreiben, wie ein Kind im Herzen sein zu wollen und Freiheit.
Und wenn Richard Branson bezüglich einem Job-Angebot für Umweltschutz oder Menschlichkeit in seinem Virgin-Imperium an mich herantritt sage ich ganz klar „ja“. Erst mache ich allerdings die Schule fertig, – auch wenn Branson nicht mal einen Abschluss benötigt hat, um der zu werden, der er heute ist.

Na klar, fehlt es mir noch an Größe! Das, auch wenn ich sehr gewachsen bin in den vergangenen Jahren. Ich schrumpfe zwischendurch auch immer noch und immer mal wieder. Ich sage mich los – von Menschen, Plätzen, Städten … Ich kreiere mich noch immer und jeden Tag. Vielleicht falle ich auch morgen oder übermorgen noch ein weiteres Mal ganz böse und schmerzhaft auf die Nase.

Aber ist fallen schlimm, wenn wir aufstehen und trotzdem durchziehen – unsere Pläne, oder neue Pläne erreichen?
Geht Erfolg nicht genau so? Und geht es nicht allein darum glücklich zu sein und dieses Glück unter die Leute zu wirbeln?

Ich mag unbedingt noch mehr Größe entwickeln und wieder pure Schönheit sehen und versprühen. Ruhiger werden – vielleicht auch noch irgendwann. Auf dem Weg dorthin bin ich Bloggerin, Autorin, Möchtegern-Schriftstellerin, und Möchtegern-Motivatorin, und Möchtegern-Alice-im-Wunderland. So lange, bis ich’s tatsächlich bin.

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Macht es wie ich
Geht Ballett tanzen
Boxen oder nicht
Und macht andere Fehler
Oder dieselben
Die euch inspirieren über euch nachzudenken
Damit ihr erfahrt was ihr braucht
Um Schönes zu schenken

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Toleranz und Schönheit
– im Innen vor allem, und im erkennen von anderen – für uns alle!
Im Geben & Nehmen.

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(Text und Foto: Petissa Pan, April 2018)

Veröffentlicht von

PetissaPan

PetissaPan studiert interessiert & neugierig das Leben, und schafft nebenher, leidenschaftlich und fleissig Kreativität, Text & Mode. Sie geht mit offenen Augen & Sinnen durch die Welt, und saugt Inspirierendes & Bereicherndes auf. PetissaPan ist und kreiert leicht, weich, romantisch, verspielt und wunderbar verträumt. Is your world little to mainstream? PetissaPan created an own.

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