Ever tried – ever failed?

Bei aller Ehrlichkeit: Dieses Foto ist mit Photoshop geschönt. Und manchmal braucht es einen Türöffner

Einmal mehr aufstehen als hinfallen. Das ist etwas das ich oft geübt habe, und in dem ich jedes Mal besser wurde. 

Einer meiner früheren Reitlehrer hatte einmal zu mir gesagt: „Dich kann man auf jedes Pferd setzen.“ Ja, nach größeren ängstlichen Anlaufschwierigkeiten im Reitsport war es tatsächlich so gekommen, dass der Mut und die Bereitschaft, die schwierigsten Pferde zu reiten, stets da war. Und nach 5 bis 10 Minuten lag ich schon das erste Mal im Dreck, oder wurde vom Pferderücken aus unsanft auf die oberste Stange des Hindernis geschmissen, über welches wir galant hätten fliegen sollen.

Über mich wurde viel gelacht! Ich konnte spektakulär gut fallen und immer wieder aufsitzen. Blaue Flecke gab es fast täglich. Und richtig gut geritten bin ich nie: Dazu hatte mir in den ersten Jahren der Mut gefehlt, und als ich diesen gewonnen hatte, ein Pferd auf dem ich mich verbessern hätte können, dadurch, dass ich oben hätte sitzen bleiben können. Ein echten Partner, keinen „Verbrecher“, wie sie eines der Pferde nannten, das ich regelmäßig und auch zugegebenermaßen gerne ritt. Er war eben eine echte Herausforderung, unberechenbar und deutlich zu wenig domestiziert. Er kam von der Rennbahn und dort gelten ganz andere Regeln als im Dressurviereck oder Parcours, wenn er auch dafür sehr talentiert gewesen war.

Heute meine ich zu wissen, dass zum Erfolg und zum erfolgreichen Lernen beides gehört: Zum einen Situationen und Herausforderungen die schwierig und knifflig sind und an denen wir wachsen können, weil wir es müssen. Zweitens benötigt es zum Wachsen aber auch einen verlässlichen Partner, Ruhe, Vertrauen, ein gutes Pferd das mitmacht, einen Gönner der mitläuft, und der einen zum Erfolg antreibt, wenn man selbst mal durchhängt. Ein echtes Team eben.

Spannend! 

Ich bin bevorzugt von Menschen und Lehrern umgeben die ihr Wissen großzügig weitergeben und Fragen beantworten, auf die sie Antworten geben könn(t)en. Was mir nicht mit Herzblut gegeben wird, mache ich meist lieber – und irgendwann auch besser – selbst. Es ist toll wenn Menschen und Lehrer streng pushen, viel fordern; aber wenn das positiv geschieht, komme ich in der aktuellen Phase am weitesten und am höchsten. Ich bin in der Motivationsphase angekommen und verbleibe erstmal hier. Ausgebremst hat mich in den letzten paar Jahren genug. Zeit für „Phase zwei“ des Lernens, Wachsens, etc.

Ich liebe und lebe Tempo! Nicht nur im Sattel.


Veröffentlicht von

PetissaPan

PetissaPan studiert interessiert & neugierig das Leben, und schafft nebenher, leidenschaftlich und fleissig Kreativität, Text & Mode. Sie geht mit offenen Augen & Sinnen durch die Welt, und saugt Inspirierendes & Bereicherndes auf. PetissaPan ist und kreiert leicht, weich, romantisch, verspielt und wunderbar verträumt. Is your world little to mainstream? PetissaPan created an own.

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