Humor könnte der Schlüssel sein

Mehr Transparenz? Hose: Boss. Gürtel: Céline Paris (Second Hand). Body: Falke. Kurz-Top: Ted Baker. Nagellack: Yves Saint Laurent. 2018 in Düsseldorf.

Ich habe ein sehr waches Auge auf die Politik und auf die Gesellschaft.

Als ich vor ein paar Jahren mein Abitur in Düsseldorf und Freiburg nachholte, war ich Mitte bis Ende 30 und sah mich als langjährige und ehemals glückliche Bundespolizistin, häufig dem Hass und respektlosem Gebärden meiner Mitschüler gegenüber der deutschen Polizei konfrontiert.

Vor mir selbst hatte man Achtung und ging stets respektvoll mit mir um, aber es wurde häufig die Diskussion in den Pausen mit mir gesucht, wo es von 10, 12 Jahren jüngeren Mitschülern, die sich vorwiegend als dunkelrot, aber auch grün einstuften, hieß, was die böse Polizei in Deutschland alles falsch machen würde. Und solche Aussagen wurden nicht in Watte gepackt, oder in zuckrige Zungen gehüllt: Sie trieften vor Abscheu und Hass.

Im Unterricht selbst, wurde die ganze Gruppe von gängigen Pauschalaussagen eines einzigen Lehrers eingelullt, der ebenfalls kein einziges gutes Haar an der Polizei ließ. So konnte man genauso die Massen aufstacheln, wie in der vom BVG ab 2020 linksextrem eingestuften Stadt Freiburg, in der es lautstark bei Hausräumungen in den 80ern & 90ern hieß: „Werft die Stullen auf die Bullen!“, was bedeutete, dass man Backsteine auf die Polizisten werfen sollte.

An mir ging diese Zeit des aggressiven Backsteinswerfens in Freiburg glücklicherweise vollkommen vorbei: ich bin – ein paar Jahre später auch erst – polizeilich auf der Autobahn und entlang der Grenze zu Frankreich einer zufriedenen und schönen Arbeit nachgegangen: In Uniform und in Zivil, und denke gerne an die Zeit zurück, als ich mit den französischen Kollegen in Müllheim/Neuenburg eine gute Zeit hatte.

Was mir als Neu-Studentin 2019 hingegen nicht entgangen ist, sind die Demonstrationen in der Stadt Freiburg, die bevorzugt jeden Freitag am Platz der Synagoge lautstark starteten; während andere Studenten noch in der Uni sitzen und pauken. Dort wurde über Megaphon stark und motivierend gegen Rechts, gegen die politische Mitte und für die Umwelt demonstriert. Und der selbe Platz sah am Samstagmorgen aus wie eine Müllhalde. Prima Doppelmoral! Klasse! „Toll“ auch die ganzen Schmierereien an den schönen alten Gebäuden.

Mich hat meine Schulzeit gestreßt. Nicht nur deswegen, da mir die Schule nicht liegt, ich so richtig was tun musste, für meinen Einserabschluß, und weil ich kein großer Freund des Schulsystems bin; sondern weil ich rund zwei Jahrzehnte lang tolle, fröhliche und gute Gespräche mit meinen Polizeikollegen gewohnt gewesen war, und dann in eine so düster negative Umgebung hinein kam, wo alles schlecht geredet wurde, was andere nie erlebt hatten und nicht objektiv beurteilen wollten.

Was mich beruhigte war, dass viele die so dachten, schlechte Noten hatten, regelmäßig dem Unterricht fernblieben, wiederholen mussten oder wollten, und sich dabei ein Leben wünschten, in dem sie 20 Stunden die Woche arbeiten wollen, zeitgleich von einem satten Mindestlohn träumen. 

Und zeitgleich beunruhigt mich diese Mentalität auch wieder sehr!

Nun gibt es schon Aufruhr in der Gesellschaft, wenn jemand sich zu Karneval als Inderin verkleidet. Was ist Bitteschön aus uns geworden? Ich bestehe darauf, stolz darauf sein zu dürfen, dass ich Deutsche – mit kleinem moldawischen und schwedischen Einfluss – bin, und darauf, was Deutschland an fantastischer Kultur, Kunst, Literatur ( – Einst Land der Dichter & Denker! ), reicher bildschöner Architektur und erfolgreicher Wirtschaft ausmacht und bietet. Ich bestehe darauf, anderen Völkern herzlich offen begegnen zu wollen und Kleider von überall her aus der Welt zu tragen: Besonders gerne meine Tuniken aus meiner geliebten Zeit im Iran.

Auch wenn nicht Fasching ist. Gehen wir seit Neustem zum lachen in den Keller?

Wie wäre es damit, mehr Biss für sein eigenes Lebensglück aufzuwenden?


Die ganze Gesellschaft schwappt großspurig nach links: In den Medien wird alles und jeder zerrissen, was und der nicht links der Mitte ist. Und die Mitte, die einst die CDU ausmachte, wird nun von der FDP besetzt. 

Ich wünsche mir Menschen, die selbstständig denken, und sich nicht von Medien und irgendwelchen Dampfplauderern pushen lassen. Ich wünsche mir differenzierte Meinungen und eine große Portion Humor. Ich wünsche mir, dass jeder bei sich selbst bleibt, dort anfängt ein guter Mensch zu sein, und dann ergibt sich nicht dieser ständige Fingerzeig nach Außen.

Ich wünsche mir mehr Menschen die mehr lesen, statt nur fernzusehen. Ich wünsche mir ein freieres Bildungssystem. Ich wünsche mir Menschen, die Interesse an Bildung haben. Ich wünsche mir Stärke, Rückgrat, eine gesunde Demokratie. Ich setze mich ein, für ein offenes Denken – konträr zum Mainstream bleibend, und werde sicher noch über die Bundespolizei ein Buch schreiben, die ich genauso gerne verteidige, und für die ich genauso gerne einstehe, wie für Reiche und Reichtum. Zur Zeit, vielleicht für immer – denn ich bin und war immer gern da und mache mich gern für das stark, was die Mehrheit kritisiert.

Ich wünsche mir ..

Genug geträumt! Haben wir alle zu viel Zeit? Ich ganz bestimmt! Ich mache und möchte nämlich nur eins: Seit fünf Jahren den Weg bereiten, zurück in ein Business, in eine Karriere, die mich so erfreuen und begeistern wird, wie mein früheres Leben bei der Bundespolizei. Und inzwischen hab‘ ich dann doch genug am Schreibtisch gesessen … Wenn‘s halt noch mal fünf Jahre dauert, ist es so.

Wir ernten was wir säen.

Probier‘ es vielleicht mal mit starker Liebe und liebender Stärke.

Groß träumen und dafür mehr tun als reden und träumen!

Und weniger Negativität allgemein bitte. Mehr Mitte vielleicht.

Veröffentlicht von

PetissaPan

PetissaPan studiert interessiert & neugierig das Leben, und schafft nebenher, leidenschaftlich und fleissig Kreativität, Text & Mode. Sie geht mit offenen Augen & Sinnen durch die Welt, und saugt Inspirierendes & Bereicherndes auf. PetissaPan ist und kreiert leicht, weich, romantisch, verspielt und wunderbar verträumt. Is your world little to mainstream? PetissaPan created an own.

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