Frühlingsfrischer Februar

Heute habe ich die ersten Vorboten für den Frühling, in der großen Stadt erspäht: Schneeglöckchen und Osterglocken, auf einer Verkehrsinsel in Bilk.

Und ich habe mich so sehr darüber gefreut: Tolles Wetter, rein-weiße und satt-gelbe Blüten.

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Frühlingsblumen, Wintersonne und fehlender Schnee

Frühling! Lente! Spring! (deutsch! dutch! engels!)

Zuhause hat bei mir der Frühling bereits vor mehreren Tagen schon Einzug gehalten. In Form einer frühlingsfrischen, osterlich inspirierten Serviette.

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Da schaust, gell! Das Märzenhäschen grüßt bei Tisch.

.. Hilft aber alles erstmal nicht, denn noch ist Winter. Und zu AllerErst müssen wir durch den Karneval. Auch bunt und frisch.

Dä Zoch kütt!

: D ist in närrischer Hand – der Himmel einfallslos grau.

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Trüber Einheitsbrei über der schönen Stadt am Rhein.

Der Karneval hat überdeutlich Einzug hier gehalten: Überschäumende rheinische Frohnatur an allen StraßenEcken und Enden. Je später die Stunde, desto wilder und lauter das Treiben. Geschäfte und Restaurants, die mit ihren konfusen Öffnungszeiten überraschen. Und die Schaufenster der EdelShops auf der Kö, werden dieser Tage gut & gern mit HolzBrettern zusätzlich geschützt.

Selbst in einer (Vermutlich DER) Hochburg der Allemannischen Fasnet in Baden-Württemberg geboren, konnte ich dem Fasching, der Fasnet, dem Karneval, überraschenderweise noch niemals etwas abgewinnen. Vielleicht weil PetissaPan das ganze Jahr über etwas jeck & mad ist, und es dieser Tage dann einfach nicht bedarf.

Vielleicht aber hätte ich auch in Schwaben & Baden mal genauer hinsehen sollen: Hier nämlich, fällt mir erstmals auf, wie viel Ideenreichtum & Charme mit den ganzen Jecken in die Stadt kommt. Lachen, Schunkeln, Bützen, und fünfe mal gerade sein lassen. Gehört hier her! Und die Passion dafür und Lebensfreude ist fantastisch.

Wenn ich heute einen Wunsch frei hätte, würde ich mir für diese paar Tage schönes Wetter für die Feiernden wünschen. Vielleicht macht das kunterbunte Treiben aber auch ganz einfach den grauen Himmel wieder wett & gänzlich vergessen. Helau!!

Wollmaus

„Ich muss nach Hause, der Fussel ist da.“ Der Fussel. Der Fussel ist gerade auf Besuch. Er liegt gerne im Schlafzimmer, im Wohnzimmer unter der Couch.. auf der Couch. Wie er aussieht? Er ist grau-braun und dick. Ein Knäuel, das manchmal ziemlich verfilzt ist. Dann muss man den Fussel auch mal kämmen.. Was ihm nicht gefällt.

Der Fussel ist eine Katze. Nicht meine. Und ist der Name Fussel, nicht herzallerliebst dafür?

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Das ist nicht Fussel. Zumindest nicht DER Fussel. Aber auch ein weisser Fussel. Die Cat von Karl: Choupette Lagerfeld. (Foto: Cosmopolitan UK)

Panda oder pur

AugenMakeUp wird möglicherweise überbewertet, und manchmal sicher übertrieben. Ich habe meine geteilte Meinung dazu, bereits zu Schulzeiten entwickelt, als so manche Mitschülerin, mit einem dicken kohlrabenschwarzen Balken um die – und Fliegenbeinen über den – Augen erschien: Gesicht dominierend & diktierend. Ob die Jungs damals fasziniert hin oder irritiert weg sahen, weiß ich leider nicht mehr.

An Gerüchte jedoch kann ich mich gut erinnern. Über betreffende Mädchen wurde gesagt, dass sich ihre Balken“ nicht mal mehr mit Seife vollständig abwaschen lassen würden. Blödsinn, heute weiß ich das. Aber das war schon mal nichts für mich.

Natürlich habe ich aber Wimperntusche an mir ausprobiert. ( Wer nicht??? ) In schwarz und in jedem erdenklichen Braunton: „Da braun softer wäre, und ich so ein zarter natürlicher Typ“. Auch in lila: „Passt super zu deinen grünen Augen!“

  • Nur die äußeren Augenwinkel mit üppig Tusche benetzt..
  • All over..
  • Eine Schicht oder zwei.
  • Fliegenbeine oder keine.
  • Tusche, die lange Wimpern zaubern sollte, oder doppelt so dichte.
  • Und Tusche mit rosa Glitzer (Ich war 15!)

Lidschatten war auch ein nettes aus- und rumprobieren meinerseits mit zwei Freundinnen. Es gibt wohl keinen Ton, den wir an unseren Augen (braun, blau und grün) nicht versucht hätten, und spazieren getragen haben. Jahre später meinte mein erster Boyfriend, dass diese Farbe auf den Lidern, seine alten Tanten tragen würden, und es an mir „irgendwie komisch“ aussähe. Ein höflicher Junge mit Diplomatie. Irgendwann habe ich das auch so gesehen, und meine Augen bleiben seit Jahren schon pur.

Heute nun, kann ich mir den Regen ins Gesicht regnen lassen.. Den Schnee wehen. Ich kann weinen und die Augen dabei reiben.. Ins Wasser springen, mich an einem Brunnen im Sommer spontan erfrischen: Nichts passiert! Nichts verschmiert!

Ich werde morgens im Laken wieder erkannt. Und keine schwarze Schminke auf Kopfkissen. Und es gibt tatsächlich Mädels, die das so halten wie ich. Wer mir da sofort in den Sinn kommt, ist Claire. Die eine des Clarins-Schwestern-Cousinen-Quartetts.

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Hübsches pures Kind“! (Quelle: Town & Country, USA)

Die Hässlichen?

Diese Stiefel im Winter sind was vom Größten, vom Besten, und überhaupt!

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links: die 1 1/2 Jährigen – rechts: 4 jährig.

Morgens der warmen Dusche entsprungen, abgetrocknet, und dann mit nackten Füßen, eintauchen in den weißen kuschligen Pelz. Toll!

Ich habe das so bereits bei bis zu minus 40 Grad getestet und für erfolgreich befunden. Von November bis Februar gibt es für mich keinen besseren Schuh.

Wie schön es wäre, die überall tragen zu können. Aber im Bezug auf gesellschaftliche Akzeptanz, werden ihnen dann doch deutlich Grenzen aufgezeigt. Wie leider aber auch! Denn mit warmen Füßen in gemütlichem Schuhwerk wäre Frau sicher allzeit leistungsfähiger, begeistert und wenig quengelig.

Und die voluminösen Boots machen auch noch dahingehend eine gute Figur, dass sie den Rest vom Körper klein und zierlich aussehen lassen können: Ein schlankes Bein in einem Berg voll lederummantelter NaturWolle. Ein wenig kurz allerdings das Bein. Zugegeben.

Heute scheitert es übrigens nicht an der Etikette, dass es mit diesem Paar Schuhe nichts wird. Es regnet. Und da versagt dieser Schuh doch glatt.

Setzen 6 und Zuhause bleiben!

Und langweilig ist die Mitte..

Ich habe im Iran schon eine Handvoll Nächte, auf dem nackten Fussboden in einer Lehmhütte geschlafen, und in der Wüste, auf dem Steindach einer alten Caravanserai.

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In Turnhallen mit hundert anderen Menschen.. Und in Luxushotels – all around the world. Ich habe schon viele Monate lang einen Beruf + einen Job + eine Ausbildung parallel jongliert, und das Arbeiten auch mal ein knappes Jahr ganz sein lassen.

Warum das alles?

Weil ich überzeugt davon und bestätigt darin bin, dass die wirklichen Bereicherungen im Leben nicht in der Mitte liegen. Dass das Leben so herrlich vielseitig ist, jemand gar nicht sieht, der immer nur im eigenen Bettchen schläft, sicher durch die Mitte spaziert und nicht links & rechts schaut. Zuviel Struktur und Ritual kann einschläfernd sein. Und Seitenblicke und –tritte erfrischen eingeschlafene Füße und Gemüter zugleich.

Leben heißt nicht nur: atmen, Traditionen und Konventionen. Leben heißt auch mal: Emotionen, Herzschlag, Leidenschaft, Entbehrung, Geduld, Mut, ausbrechen, zurückfinden, sich neu erfinden, zelebrieren, auspowern, entspannen, umdenken.. DramaQueen und SonnenSchein sein.. Als Energiewunder überraschen.
Ja, überraschen! Vor allem sich selbst!

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Schönes Beispiel für einen bunten Weg

Angeblich sind wir getrieben, von Ego, Gier, Bequemlichkeit oder Angst. Mal mehr so – mal mehr so.
Warum sich nicht mal von der Neugier antreiben lassen, die auf neue Reize anspringt, testen, ausprobieren und wissen will?

Immer wieder: Erkenntnisse

Ihr Lieben, sorry, dass ich gestern nicht hier war. PetissaPan war draußen im Leben, um zwei neue Erkenntnisse zu gewinnen.

1.) 2016 werde ich auf Karl stehen! Das habe ich mittlerweile erkannt. Und das nicht nur, weil das Baby meiner Freundin – im Falle eines Jungen – diesen Namen bekommen könnte.. Karl: Augenblicklich verliebt habe ich mich in sein TravelDress, in der für mich kaum zu toppenden FarbKombi: blau-weiß-rot.

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Vogue/Paris/Collections/Printemps/Eté2016

Der AllOverPrint mit den Fliegern macht es nur noch besser. Die Mischung aus kindlichem SchlafanzugMuster und das super-cozy Kuschelmaterial lassen mich sehnen und schwärmen, obwohl ich dem Bett gerade erst entstiegen bin.
Wer trägt sowas, – außer, dass ich es sofort tragen würde?

Auch der neon-pinke Lippenstift, mit dem er in diversen Kampagnen freudiges Aufsehen erregt, oder seine“ 2beinigen Katzen über den Walk schickt: Lolli, Bubblegum, schöne Kinderzeit! Wecke das Kind oder die Lolita in dir, oder wie genau sollen wir das alles verstehen?
Ich kann mich für beides begeistern. Noch dazu für seine katzeninspirierte (4-beinig!) Taschen- und TShirt Kollektion im KarlShop“ an der Kö.

Und was das Verstehen angeht, komme ich gleich zu meiner zweiten Erkenntnis gestern:

2.) Es kann große Freude machen, nicht alles zu verstehen.

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Was habe ich überhaupt gegessen? Was macht wie viel? Unterm Strich war es sooo lecker. Meine reizende Begleitung war auch restlos begeistert. Danke, für dieses kulinarische Highlight in der Immermannstraße. Und merci für zwei neue Lebensweisheiten. 😉

Kommt Zeit ..

Wie ihr wisst, nähe ich. Manchmal drei Kleider in sieben Tagen – manchmal nicht ein einziges in drei Wochen. Manche Kleider biete ich ja auch zum Verkauf an. Mehr spaßeshalber, und weil ich sehr neugierig bin, und weil:

Alles kann, nichts muss.

Auch so ein PetissaPanSlogan.

So brauche ich mich auch überhaupt nicht zu fragen, ob die Preise deshalb so high und mein Marketing darum so low sind, weil ich die Kleider vielleicht gerne selbst behalten möchte. Klar! Ich mag diesen Stil, denn ja, ich nähe nur was mir gefällt und ich auch selbst tragen mag.

Besser immer, wir tun Dinge mit Leidenschaft, Feuer, mit 110% Energie und stehen voll dahinter.

Ich habe ja das große Glück, dass das Nähen ein schönes zeitintensives Hobby von mir sein kann, und ich mein Geld weiterhin in einem anderen Beruf verdiene. Künstlerischer Luxus sozusagen..

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Manchmal wünschte ich aber dennoch, ich hätte mehr Zeit um zu entwerfen, zu nähen, und zum dazu lernen. Dabei, sich inspirieren lassen, von Kleidung, die bis ins letzte Detail sooo selbstverliebt daherkommt, wie es heute nicht mehr anzutreffen ist, und wie es mein Kopf permanent zusammen  spinnt.

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Eine große Portion abgewandelt versteht sich. Es geht mir um die Details.

Bei einem meiner Kurse stiess ich – immer auf der Suche nach restlos Überholtem – auf ein Buch über sehr alte Mode. Und mir gehen die Augen über, bei so viel lieblichem SchnickSchnack & ChiChi.

Da möchte ich ja zu gerne tätig werden, diesen Dingen neues Leben einzuhauchen.

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Sie in einer Zweitausendsechzehner, -siebzehner, -achtzehnerVersion auf die Strasse bringen.

Das wäre schön.

Abwarten.

All clear

Etwas sehr schönes an der kalten Jahreszeit ist, dass es so früh dunkel wird. Man braucht somit für einen nächtlichen Spaziergang nicht so lange zu warten, und wach zu bleiben.
Wenn der Himmel klar ist, kann man so in winterlichen Boots und dick in Jacke, Mütze und Schal eingemummelt, die Sterne & Sternbilder am Himmel bewundern.

Gestern war es diesbezüglich leider nicht „all clear“, und die Sicht nach oben, durch viele Wolken bedeckt.
Für diesen Fall hat mir meine reizende Patentocher, ein sehr hübsches Bild mit Sternen gebastelt.

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Manchmal ist das Leben & eine Lösung so wunderschön, unkompliziert & leicht.
Allen einen schönen Tag, – und später eine vielleicht.. hoffentlich.. wie-auch-immer.. :-) sternenklare Nacht.

Ambivalenzen“

.. Denn Gegensätze ziehen sich an.

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, und ein modisch gewagter Auftritt ist nicht jedermanns Stil. Kleidung heisst Selbstdarstellung und transportiert nach Außen, wie man sich präsentieren möchte oder auch muss. (#geliebte Uniformen: Da kenne ich mich gut aus. ;-))

Vielleicht geht es euch ja genauso? Meine Sinne jedenfalls sprechen – hellerwacht“ – sofort an wenn ich außergewöhnliche Kombinationen, frech zusammenGewürfeltes, gewollte Asymmetrie, mutige Stilbrüche, FarbSchocker, – einfach Ungewohntes in der Masse erspähe. Wie schön!

Auch, auf den ersten Blick, gegensätzliche Paare:
Ungleiche Paare, lassen mich immer über deren Persönlichkeiten grübeln, deren gemeinsame Basis oder Art der Anziehung. Ich mag das! Darüber nachzudenken, zu sinnieren.. Es belebt meinen Tag & (hoffentlich auch) Geist. Spielerische Menschenkenntnis im Amüsanten vielleicht.

Oft ist es vielleicht doch nur der Unterschied an sich.. So wie bei der Mode, die durch frische Gegensätzlichkeiten zum feschen Hingucker wird.

Schon fast ein Klassiker heute: Schlichte Textilie in gedeckter Farbe, und dazu einen Anlass & einen Schuh, bei dem es einen „aus den Schuhen haut“.image-2 (4)Zunehmend geht in der Mode seit einigen Jahren alles. Nie war Aus-der-Reihe-Tanzen einfacher & geläufiger als jetzt. Selbstbewusst, mit einem souveränen Augenzwinkern getragen: ganz wunderbar!  Und wer sein Auge und seine Sinne erstmal dafür geschärft hat, entdeckt zunehmend feinere Nuancen.

Das müssen also nicht die kanariengelben PlateauSchuhe, zu dem braven Schwarzen mit BubiKragen sein.

Manchmal kommen einem auch ganz simple Ideen, an die Frau gar nicht dachte. Und Not macht erfinderisch!

Bei meiner sehr gemochten SamtTasche einer britischen GünstigKette, hat sich nach 3, 4 Jahren der Tragegurt immer mehr aufgezwirbelt. Als sich die eine Seite des Gurtes vollständig von der Tasche löste, war ich unglücklicherweise gerade auf Reisen. Kurzerhand zog ich meinen Gürtel aus der Jeans, um diesen als Tragegurt zu missbrauchen“.

Und dabei ist es geblieben: Die hübsche Tasche baumelt heute, in ungewöhnlicher Kombination, an einem schmalen edlen Gürtel von Céline.image (6)Ambivalenzen“ finden Gefallen, auch im kleinen Detail. :-)