Ringelpiez mit Anfassen

Schon einmal die falschen Pferde zusammen auf eine Koppel gestellt?

Da klatschen die Hufeisen der muskelbepackten Hinterbeine mit viel Schmackes gegen die Körper der Schwächeren und zurück. Nicht schön – ein pures Glück und ein Stoßgebet zum Himmel, dass kein Eisen die Gelenke eines anderen eleganten Vierbeiners trifft.
Wie gut, dass wir Menschen ja so viel zivilisierter sind.

Zumindest wissen wir uns so zu benehmen, uns nicht öffentlich abzuklatschen und offensiv stutig zu beißen.
Und trotzdem: Wo viele Menschen sind, prallen die unterschiedlichsten Charaktere zusammen und es menschelt. Ganz normal – wir sind nunmal keine Roboter und Kleingrüppchen-Bildung gibt es selbst in Schafherden.

Vielleicht mag glückseliges Gruppen-Allerlei ja noch auf einer Waldorfschule zutreffend sein, und im Kindergarten sowieso. Meine Mutter ist Erzieherin und deswegen kenne ich das sehr gut:
Freitag ist Wald-Tag und alle Kinder nehmen sich an den Händchen und gehen gemeinsam in den dunklen Schwarzwald. “Auf dass keines der lieben Kleinen verloren geht, und auf dass alle aufgrund diesem Zusammengehörigkeitsgefühl Stärke entwickeln mögen.”

Dabei gibt es auch im Schwarzwald keine Wölfe und Bären mehr.

Aus meiner langjährigen Zeit als Leistungssportlerin im Mannschaftsport und aus meiner gut fünfjährigen Gruppenerfahrung bei einem Einsatzzug der Polizei, könnte ich diesen Artikel zusätzlich mit zahlreichen Erfahrungen ausschmücken. Ich belasse es bei wenigen:

Wochenlang auf engstem Einsatz- und Lebensraum zusammengepfercht zu sein, mit Charakteren die du toll findest, die dir aber trotzdem nach zwei bis sieben Wochen Einsatz – 24 Stunden auf engstem Raum – irgendwann einmal anfangen auf den Keks zu gehen – wie du ihnen ja auch – mag in jungen Jahren doch noch irgendwie amüsant sein …

Aber im Leben nicht, möchte ich heute noch einmal zurück in diese Zeit und für viele Jahre in einem 4er-Bett-Zimmer in einer Kaserne schlafen und gemeinsame Waschräume mit den Jungs benutzen, immer dann wenn man nicht auf Einsatz war.
Und wenn man auf Einsatz war: in einem 10er-Frauen-Zimmer untergebracht zu sein – oder zu Hundert geschlechts-gemischt in Turnhallen übernachten zu müssen.

Gruppengefühl „par excellence“.

Ich war damals um die 20 Jahre alt und eine abenteuerlustig anspruchslose Vollblut-Polizistin: sportlich und polizeilich hochmotiviert und zickig, auch anlehnungsbedürftig, gruppenbrauchend, noch nicht bei mir selbst angekommen. Und so waren wir alle! Zum Glück, denn sonst hätte das wohl kaum funktioniert. Ab einer gewissen Reife braucht und will es das aber unter Umständen nicht mehr.

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Polizeizeit und mein damaliger Gruppen-Lieblingsmensch. (1998)

Sobald allerdings irgendwo eine Gruppe gegründet werden muss, weil rein zufällig dasselbe Ziel verfolgt wird, gibt es gerne die “Gruppenschäfer”.
Diese sind herden-optimistische Menschen, die der Meinung sind, alle zusammen könnten Friede, Freunde, Eierkuchen sein und zu Best Friends oder mindestens innigen Freizeitpartnern mutieren.

Gleiche Ansichten? Gleiche Bedürfnisse? Gleiche Vorlieben? Gleiche Werte?

Wir Menschen sind generell ganz verschieden. Wir sind ganz wundervolle, liebenswerte, sowie eigenständige Individuen, die sich an den unterschiedlichsten Punkten ihres Lebens befinden.
Menschen mit den unterschiedlichsten Gesprächsthemen, der unterschiedlichen Motivation.
Laut schnatternd händchen-haltend oder sich tiefsinnig und leistungsorientiert austauschend: Für alles gibt es eine wunderbare Zeit im Leben und wir lernen sowieso nie aus.
Da passt selten jeder zu jedem.

Nur weil wir in dieselbe Ballett-Stunde gehen, heißt das ja nicht, dass alle Sushi oder Kegelabende lieben.
Und nur weil wir denselben VHS-Kurs belegen, heißt das nicht, dass wir auch sonst dieselben Themen haben.

Nicht mal im Tierreich kannst du jedes Pferd mit jedem beliebigen auf die Koppel stellen.

Und ich mache mir heute schon Gedanken darum, ob sich mein Whippet und mein Dackel mal so gut leiden können, dass ein harmonisches Zusammenleben möglich sein wird, oder ob sie getrennte Schlafzimmer brauchen werden.

Seelen können sich wie Magnete anziehen, oder sich abstoßen. Und nur weil wir Königsberger Klopse und Kaiserschmarren total lecker finden, heißt das nicht, dass wir die beiden zusammen in einen Topf schmeissen.

Toll doch, wenn sich innerhalb von 20 und 30 Leuten ein paar liebliche Kleingruppen finden und man bezüglich dem Gruppenprojekt trotzdem am selben Strang zieht.

Und klar wird es immer Menschen geben, die nicht gern alleine sind und Menschentrubel brauchen:

Können die dann ja so leben.

Aber ist es denn der geheime Lebenstraum eines introvertierten, tiefsinnigen, ausgereiften, anderweitig interessierten Menschen, mit einem Schlag 30 neue Freunde sein Eigen nennen zu können? Woher diese Zeit und Lust nehmen, wenn es nicht der obersten Priorität entspricht und die kostbare Freizeit gerne unter tatsächlichen Herzmenschen und Herzvorlieben aufgeteilt wird?

Die Hälfte aller Menschen ist immerhin introvertiert und jeder fünfte ist hochsensibel und so besonders wählerisch in seinen Kontakten und Aktivitäten. Und da gerade diese Menschen – in ihrer Feinfühligkeit und Stille – sehr gerne überhört, übergangen und überrannt werden, sollten wir uns gerade auch für deren Bedürfnisse stark machen.

Und wenn es Gruppenschäfer gibt, ist es gut, dass es auch die toleranten Gruppenführer gibt.

Tolerante Gruppenführer sind die die tatsächlich jedes einzelne Menschlein für sich selbst erkennen, nicht nur das große Ganze sehen und trotzdem das gemeinsame Ziel nicht nur nicht aus den Augen verlieren, sondern dieses über alles setzen. Denn warum kämen wir hier sonst in dieser Konstellation zusammen?

Kein Ringelpiez mit Anfassen.

Kein Gruppenzwang.

So viele Menschen lieben und leben Paarbildungen und Kleingruppen, nicht Großaufläufe. Und da eine jede Gruppe ja schon während ihrer Gruppenzeit zusammen gluckt, darf sie in der Freizeit gerne auseinander klaffen.
So hat jedes Tierchen sein Pläsierchen, und der Mensch sowieso.

Leben und Leben lassen.

Toleranz ist toll und essentiell!

Ich coache für Selbstliebe. Und Selbstliebe bedeutet, dass wir in erster Linie unsere eigenen Bedürfnisse erfüllen und nicht die moralischen Erwartungen der Gesellschaft, die meist sowieso nur immer 50% der tatsächlichen Meinung aller ausmachen.

Herzlich, Petissa

❤ Ich coache, schreibe, texte und fotografiere täglich auf Facebook. Mein Facebook-Profil, unter dem Namen: „PetissaPan“ ❤

(Alb)Traum meiner schlaflosen Nächte

Woher kommt Stärke?

Wenn sich vermeintlich oder tatsächlich nichts bewegt oder sich ausschließlich das vermeintlich oder tatsächlich Falsche: Durch solche Zeiten gehen zu können – mit offenem Herzen, neugierigem Blick, einer Stimme und erhobenem Kopf, – vielleicht allein, arbeitend, strebend: so etwas macht unsagbar stark!

Alpha’s don’t run in packs!

Gerade erlebe ich das selbst und bin dafür in meiner Lebens- und Karrierebiografie mindestens 10 Schritte – oft gefühlte 100 Schritte – rückwärts gegangen.
Die oben geschilderte Situation ist mir ein täglicher großartiger Lehrer, eine nachhaltig lohnende Erfahrung, aber bisweilen auch schlicht ungeheuerlich unerträglich, gerade wenn man wie ich noch mittendrin steckt und so geile Erinnerungen an eine ganz andere Zeit und große Visionen für die Zukunft hat.

Stillstehen im Moment – welches allerdings Bewegung in der Zukunft bedeuten wird – ist echt fies.

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Nicht immer schaffe ich es mit gänzlich neugierigem, stattdessen oftmals genervten Blick und strapazierter Laune, jedoch immer mit meiner kraftvollen Stimme und Meinung, die von Tag zu Tag gar noch stärker und zielgerichteter wird und stets optimistisch bleibt.

Und ich versöhne mich selbst mit Stolz: Stolz darauf, dass ich das mache. Stolz darauf, wie ich es angehe. Stolz darauf, es ganz alleine zu machen, weil es in einem gegeben-geschenkten Umfeld stattfindet, dass mir noch weniger leicht fällt, als die ganze Situation stunden- oder tageweise an sich.

Stolz und Verurteilungen

Stolz können wir alle auf das sein, was wir leisten ohne es tun zu müssen – Was wir schaffen ohne dazu aufgefordert gewesen zu sein – Wie wir uns für andere einsetzen, auch wenn andere uns das als Eigennutz auslegen mögen: Aufwachen bitte ihr lieben Schlafenden.

Ein Härtetest für mich als Härtefall, denn ich bin stark und geübt im Widersprechen und im Kämpfen für meine Überzeugungen, seit ich ein dreijähriges Kleinkind war und werde immer weiser dazu. Bewegung, nicht Stillstand und das Erkennen von purer heuchlerischer Schönrednerei bitte.

Wer lässt sich gerne blenden?

Den Mund halten werden einige von uns niemals, denn dafür wurden wir nicht geboren.

Sie leben dafür, auf Zehenspitzen zu stehen – klein wie sie auch sein mögen – und am Glanz der Möchtegern-Autoritäten zu kratzen, weil sie deren Vorgehensweise häufig genug ernsthaft zu bemängeln finden und ernsthaft für die Schwächsten auf ihrer Ebene, allgemeines Recht, Gerechtigkeit, Werte oder anderes einstehen.

Hierarchie interessiert so manchen nur dann, wenn er einen Vorgesetzten mit einem Herzen aus Gold hat, den er dann ehrlich bewundern und als Mentor nehmen und verehren kann.

Ich ließ und lasse mich schlicht nicht blind führen von Menschen mit Herzen aus Stein oder Kaugummi … Oder von solchen, die sich zu viel einbilden auf ihre Positionen, Konventionen und im Hintergrund irgendwelche wirren Fäden ziehen – mögen deren Reden und Knowledge auch noch so nett anzusehen und zum zuhören sein. Chapeau für das! Aber alles was Recht ist.

Ich habe keinen Respekt vor Titeln und Falschheit. Ich habe Respekt vor und für Menschen.

Ein anstrengendes Kind, ein noch anstrengenderer Teenager, eine charmant rebellierende, austestende Polizistin und für manche ein äußerst anstrengender, tougher Mensch, da Prinzipien und Werte habend, von denen nicht einen Zentimeter abgewichen würde, selbst wenn es einem das Genick bräche.

Umwerfend charmant, gewinnend, federleicht, anlehnend, verspielt und butterweich ist die andere Seite: Das bei Menschen, die größte Freude und Erholung sind und die aus vollem Herzen gemocht, bewundert, geliebt, um Rat gefragt, gehört und angenommen werden: neben dem täglich lustvoll geführten aufmüpfigen Kampf.

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Gab es in den vergangenen 10 Jahren einen besseren Film über Macht und die falschen Machenschaften als “Miss Sloane”?

Eine erfolgreiche Lobbyistin, der Gerechtigkeitsliebe über alles geht und die dafür sogar ihre erfolgreiche Karriere opfert, weil im genannten System viel zu häufig die „Ratten“ nach oben kommen und sie keine davon sein will. Diese „Ratten“ bremst sie aus, läßt sie auffliegen und landet selbst im Gefängnis. Manch jemand wünschte sich trotzdem so sehr, sein zu können wie Miss Sloane, weil:

Career suicide’s not so bad when you consider the alternative is suicide by career.

Und weil Gerechtigkeit, Menschlichkeit und Weisheit nach oben gehören und nicht Menschen mit „Zucker im Mund und Gift im Herzen“.

Still und neutral ist der überwiegende Teil der Bevölkerung. Die, die damit vielleicht leichter aber längst nicht so besonders und (herzens-)elitär, – stattdessen selbstverbiegend, geblendet und langweilig durch ihr Leben kommen.

You have to be odd to be Nr. 1!

Stolz bin ich darauf, diese aktuelle Erfahrung bewusst gewählt zu haben und nicht aufzugeben. Denn tatsächlich könnte ich fast nichtstuend im Gras liegen und Däumchen drehen, die Sonnenstrahlen zählen und mir süße Zerstreuung anlachen, wann immer mir danach wäre. Stattdessen arbeite ich intensiv sieben Tage in der Woche und bin viermal wöchentlich bis fast Mitternacht wegen schulischer Bildung unterwegs.

Das, wo doch Hirnforscher belegen, dass Sport und Kunst die wichtigsten Fächer für das wirkliche Leben sind und sowieso: der erste und einer der erfolgreichsten Entrepreneurs aller Zeiten – Richard Branson – nicht mal einen Schulabschluss hat.

Ich liebe ihn – und love yourself!

Sich durchbeissen … Mögen die Leute, die mich heute und hier umgeben von mir halten was sie gerne wollen. Mögen mir die Leute heute und hier, neue Blickwinkel ermöglichen wo ich in meinem Leben doch sowieso schon Millionen Blicke auf die Welt und auf Menschen gesammelt habe. Danach werden es Millionen plus Hundert neue Blicke sein.

Ihr macht mich reich. Reich an Erfahrung. Dafür bin ich dankbar, auch wenn ich mich oft fühle, als wenn mir der Kopf gewaschen wird, meine Laune in der ein oder anderen Stunde übel drückt und ich mich immer mal wieder tief einatmend in die Vergangenheit und Zukunft beame.

In der Vergangenheit von einem gänzlich anderen Umfeld umgeben: In einem solchen will und werde ich auch wieder eintreten. Stärke zeigt sich in langatmigen Durststrecken: Diese anzunehmen und mögen zu lernen … Dies, im klassischen Sinne der Bildung als auch bei Erfahrungen, die wir lieber nicht machen wollten.

Ende gut – Neubeginn unbeschreiblich sehr gut.

We’ll see! Merci!

Herzlich, Petissa Pan

Du bist du. Ich bin ich.

Wie oft ich mir in meinem Leben schon anhören durfte, dass ich sprunghaft sei, habe ich irgendwann aufgehört zu zählen. Früher wusste ich oft nicht was ich darauf entgegnen sollte und fing in der Folge an mich und mein Verhalten diesbezüglich zu hinterfragen. Diese Zeiten sind längst vorbei, da ich vor langer Zeit schon realisiert habe, dass ich damit genau das Leben lebe, das ich leben möchte.
Ich lege Wert auf sehr viel Inspiration und Abwechslung, und damit bin ich nicht allein. – Und selbst wenn ich es wäre, wäre es es mir inzwischen völlig egal, da es “my way” ist und ein anderer Weg damit nicht passend.

Wer uns in nur einem Umfeld kennen lernt, der lernt nur eine Facette von uns kennen.

Aber in je mehr Umfeldern wir Zuhause sind – uns bewegen – oder bereits waren, desto facettenreicher auch unsere Persönlichkeit.
Wir können genauso in, vom Lebensalter her, älteren Gruppen sehr viel lernen und uns prägen lassen, als auch in einem deutlich jüngeren Umfeld.
Verschiedene Kulturen werden uns inspirieren und offen werden lassen, genauso wie in jedem Beruf eine ganz andere Rolle erforderlich ist, in jeder Stadt eine andere Mentalität herrscht und wir bei allen von uns ausgeübten Sportarten, Reisen, Kursen, auf Menschen mit unterschiedlichstem Background treffen, die uns in einem gewissen Maße prägen.

Ein Leben in einer Spur mag cosy sein, eine Komfort-Zone und heimelig-gemütlich, ist aber nichts für Menschen, die mehr wollen: Mehr Eindrücke, mehr Menschen, mehr erleben. Sehr viel Inspiration und Vielseitigkeit finden wir eben nicht: wenn wir an nur einem, zwei, drei Plätzen wohnen und reisen … wenn wir in nur einem, zwei beruflichen oder privaten Umfeldern agieren … wenn wir nur an einem und immer wieder demselben Menschen festhalten.

Als ich mit meiner Ausbildung bei der Polizei fertig war – und ich wurde in 18 Jahren niemals die typische Polizistin – lernte ich privat einen tollen Jungen kennen, der sich überhaupt nicht einkriegen konnte, bezüglich wie untypisch ich für einen derartigen Beruf wäre. Damals war ich gerade 20 und sagte ihm, dass dies eben eine meiner Facetten wäre und ich am liebsten sieben Leben hätte und in jedem was ganz anderes sein würde: In einem Leben hätte ich am liebsten vier Kinder, in einem anderen wäre ich Bereiterin, Lehrerin, Anwältin geworden, und in einem reize mich der Polizeiberuf mit seiner Vielseitigkeit, und deshalb sei es eben das für mich. Vielseitige Persönlichkeiten haben tausend Träume und leben einige davon.

In Schubladen gepaßt haben die und ich noch niemals und meine Vorstellung von meinem Leben lautete bereits mit 15 Jahren, dass wenn ich mich zwischen einem langen gemäßigten und einem kurzen exzessiven Leben entscheiden müsse, es immer das kurze exzessive wäre.

Es gibt so viele Wege und Arten die uns glücklich machen und uns berühren können.

Nur die eigene Passivität drängt uns in die Normalität der Gesellschaft und das was dort geboten oder gefordert wird. Aktivität schafft, dass wir uns leben, anstatt das Leben uns.

Es gibt da diese 80-jährige Omi, die noch um die Welt reist. Alle finden das bewundernswert – aber nur die wirklich Schrägen wollen und werden es dem gleichtun. Ob ich das machen werde, oder irgendwann einmal noch ruhiger werde und mit einem Schriftsteller oder Maler in Südengland auf dem Land wohne, das weiß ich noch nicht. Eventuell studiere ich selbst noch irgendwann Kunst oder Schreiben und lebe mit einem halben Duzend Pferden und Hunden alleine in der Einöde.

Wer weiß das schon? Ich werde zumindest niemals in einem Altenheim wohnen, auch wenn ich keine Familie habe. Und wenn ich irgendwann mal lebensmüde bin, werde ich mit dem Großen Weißen schwimmen – dann ohne Käfig. Meine beste Freundin sagt schon lange, dass das was ich in meinem Leben erlebt habe, schon heute für zehn Leben reichen würde.

Mein Leben ist oft anstrengend und extrem, aber niemals langweilig: Hunderte Male aus der Komfortzone gewagt und aktuell mit meinem eigenen Innenleben beschäftigt, und der Ausrichtung auf einen (beruflichen) Richtungswechsel in einem Jahr hinarbeitend. Ich bin unendlich verträumt und romantisch verklärt – liebe Rosengärten, Elfenhaftigkeit und Koboldsspäße. Genauso habe ich aber alle BKA-Blätter, Täterprofile von Serienmördern und Erfahrungen von (Polizei-)Psychologen verschlungen und während meiner Polizeilaufbahn im Detail erfasst … selbst in das Studium Psychologie hinein geschnuppert … im Iran gelebt und summa summarum damit in tiefste Abgründe geschaut: Wie auch während meiner gewaltgeprägten Kindheit, die ich genauso hinter mir gelassen habe, wie zwei Narzissten in meinen frühen 30er Jahren.

Ich war Bond-Girl in Moskau, mein Ex ist Millionär und mein Zukünftiger vielleicht Künstler.

Wer weiß das schon? Und wer da eine durchschnittliche Persönlichkeit erwartet, verlangt vielleicht zu viel.

Was ich genau weiß ist, dass alles mit dem ich abgeschlossen habe für mich keinerlei Reiz, Irritation oder Trauma mehr birgt. Das Leben ist zu bunt und bietet zu viel um in der Vergangenheit zu bleiben. Jeden Tag können wir unsere Geschichte ein Stück neu schreiben und damit überschreiben. Auch, dass ich (bereits mit 16 Jahren erstmals) aus dem Nichts gelernt habe aufzustehen wie Phoenix aus der Asche.

Das – und überhaupt alles – geht umso besser dann, je mehr wir uns kennen und voll und ganz hinter uns stehen. Andersartigkeit zu leben, erfordert in jungen Jahren noch viel Mut, da wir erheblich Gegenwehr und Kritik “der Normalen” aushalten müssen. Wenn wir diese Phase aber überkommen ist es pure Freude und eine große Lust, einfach die zu sein, die wir von Herzen her sein wollen. Dazu möchte ich gerne jeden anregen, der dieses Feuer ebenfalls in sich spürt.

Denn dieses Feuer wird niemals schlafen: Es möchte gelebt werden.

Und es ist völlig egal, wie oft du fällst, wie sehr du fällst, wie lange eine Krise dauert, wie sehr sie weh tut: Wenn du der Mensch bist, der du sein willst und dir deine Träume und Optimismus bewahrst, wirst du durch alles hindurchgehen.

Climb the ladder of your life and your vision!

Ich bewahre mir eine gewisse Bodenständigkeit und Sicherheit. Hinzu lebe ich meine Phantasie oder Kreativität wenn ich schreibe, und ich Coache: (Ex-)Partnerinnen von Narzissten und Frauen, die eine „toughe“ Kindheit hatten. – Für Selbstliebe, für Selbstbestimmtheit, für Unabhängigkeit, für die Entdeckung, dass das Leben ein wunderbares Abenteuer ist.

Und alles was ich mache für das ich brenne, darin gehe ich mehr als nur 100% auf.

Eine Scannerin und eine Hochsensible eben.

Herzlich, Petissa Pan

Neugier und Neugier

“Menschen die ihre Nase lieber in das Leben anderer halten, statt ihr eigenes Leben bunt zu malen, verpassen ihr eigenes Leben, Issa”, sagte meine Omi damals. Und als aufgeweckte Sechsjährige hörte ich interessiert zu und fing an mir mein Leben kunterbunt zu malen. Wessen liebe Omi, das zu vererben, auch immer vergessen haben sollte: Es ist nie zu spät, über dies nachzudenken.

Warmherzig gute-Ratschläge-gebende-Omis, oder auch andere Mentoren, Motivatoren, meinen damit übrigens nicht die Menschen, die sich von Herzen für die Geschichten, das Leben und die aktuelle Situation anderer interessieren, ohne dabei Grenzen zu überschreiten.

Großzügig annehmen und aufsaugen was gegeben wird und zurückstehen wo Auskunft versagt wird.

Das Herz als Treibstoff also … Und derart Anteil am Leben anderer zu nehmen, wird knallbunt inspirieren, erfrischend lehren und uns good-hearted mitfühlen lassen. Eine ganz wundervolle Bereicherung für unser eigenes Leben, es etwas anders, verquerer, knallbunter, schriller und frecher zu machen, zu malen und frei zu leben. Süsse Neugier heißt offen zu sein, kindisch keck, zackig aufgeweckt, herzlich interessiert, freudig hüpfend bewegt, mit strahlenden Augen und einem offenen kindlichen und einem wie natürlich helfenden, harmoniebedürftigen Herzen.

Die andere Seite der “güldenen Medaille der Neugier” ist anders, weil nicht das Herz antreibt, sondern die Sucht nach Anerkennung und Klatsch und Tratsch der Motor sind. Weil man, Frau, Mädchen, News kennt, die seicht-flaches Geplänkel, oberflächliches schrillgelbes Gekicher und nichtssagende Halbwahrheiten leben und lieben. Wer sensationsgeil nach den neuesten News hascht, hat der selbst nicht viel Interessantes aus dem eigenen Leben zu berichten und ergötzt sich deshalb am rosaroten Ruhm und purpurroten Reichtum Dritter, oder an dessen dunkelschwarzesten Stunden? Schadenfreude, News-Kick, Igittigitt: Neugier im nicht produktiven Sinne, ist Sensationslust und Wissensaneignung zum kleinen Nachteil anderer und zum großen Nachteil für sich selbst.

Und was versprechen die sich vor allem davon? Ohren wie Rhabarberblätter und große Klatschmäuler gelten doch als herzlich wenig attraktiv, so sie nicht dem gängigen Schönheitsideal entsprechen. Oder habe ich was verpasst? Und in der Zeit, in der sie Klatsch besorgen und in Umlauf bringen, könnten sie sinnvolles mit der Zeit anfangen: Kleine süße Mäuseröhrchen und eine hübsche vornehme Schnute, gern mit vollen Lippen, durch die Gesellschaft tragen.

Illoyale Klatschbasen passen zu loyalen, tiefsinnigen Menschen so gut, wie schlechte Werte in herzensschöne Gesellschaft.

“Lass die Leute reden – und ich ruhe gerade in der Erinnerung an mein wunderbares Wochenende. Lass die Leute reden – und ich platze fast vor Vorfreude auf heute Abend. Lass die Leute reden – und ich zelebriere den Moment, buche den nächsten Flug, nehme den nächsten Auftrag an, lebe. Während du noch quasselst, schaffe ich Substanz und wunderbare Erlebnisse und Erfahrungen, die zu ganz zauberhaften Erinnerungen für mich werden. Und das kannst du auch. Wenn du aufhörst zu klatschen, tratschen, Infos rausfinden, aufwühlen, dich dadurch definierst und anhimmeln läßt “was du nicht alles von anderen weißt”.

Wissen ist nur dann Macht, wenn es dabei um dich selbst geht. Wenn du das Beste aus dir herausholst, um für dich weiterzukommen. Wenn es sein muss und du das brauchst, auch gerne ganz nach oben.

Jedem sei Erfolg gegönnt!

Und dich um dich zu kümmern, das ist der Schlüssel zu deinem Glück: Sobald du erkennst, dass echte Freundschaft Loyalität verlangt und sobald du erkennst, dass du nur mit dir selbst konkurrierst, und du nur dir selbst im Weg stehen kannst, geht dein Leben los. Alles andere ist Bockmist: ohne langanhaltende Substanz, etwas stinkig und vollkommen unnötig.

Sein süßes Gleichgewicht auf vier Füßchen zu verteilen, anstatt nur auf zwei mit großer Schnauze zu stehen und sich nicht mit anderen messen, sondern andere unterstützen. – Größe und Reife und das was du tief in dir vermisst, bis du es lernst.

Sei kein Menschen, dessen Augen niemals mitlachen, wenn der Mund es tut.

Interessiere dich sehr für das Leben anderer, frage Löcher in den Bauch, nimm Anteil, mit freundlichen Kinderaugen und offenem Herz und Verstand. Lerne, und lebe dann auf deiner Spur. Krabbel auf die höchsten Bergspitzen, geh durch die tiefsten Täler, aber tue das auch mal schweigend. Dann hören wir nämlich auch, was andere uns zu sagen haben. Manche Hinweise und manche Menschen sowieso, sind nämlich ganz leise. Und oft besonders weise. Meine Beobachtung ist die: Menschen, die Klatsch leben, hören dir nicht zu, wenn du tatsächlich mit ihnen sprichst. Sie sind abgelenkt, auf Abwehr, ihr Bild von dir könnte nämlich bröckeln, weil sie sich ein ganz eigenes Bild aus Unwahrheiten von dir aufgebaut haben. So switchen sie zwischen Sticheleien, falschen Komplimenten und völliger Ignoranz.

Wer Gefühl hat, erkennt das. Wer Charakter hat, lässt sich damit nicht ein.

Es geht doch so anders: Leinen los für das eigene Leben! Der Kurztrip nach Irgendwo, Stille genießen im Nirgendwo. Action und Nightlife in Städten die niemals schlafen und gelegentlich zum Affen machen mit albernen Sachen. Das Sonntagsdress am Montag und mit löchrigen Jeans und Barfuss beim wochenendlichen Flanieren auf der Rue Royal, oder wo auch immer. Kontaktbörsen, alleine losziehen, mit Freundinnen beim Champagner-Frühstück, mit der Gesichtsmaske zum Bäcker um die Ecke und im Bikini am Strand von St. Barth. Sich mit dem alten Mann im Flugzeug zu unterhalten, mit der alten Frau im Buchladen, und mit Menschen, die ganz anders sind als du, bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Und sich damit, mit ehrlichem Wissen und Weisheit auf die Strasse bringen. Linke Spur, mitte, rechts, ganz wie du magst.

Und die Moral von der Geschicht’?

Wer selbst ein spannendes, erfülltes und selbstbestimmtes Leben führt, hat es nicht nötig seine Nase in die Angelegenheiten anderer zu stecken.

Genuss für Stilmenschen – Stil für Genussmenschen

Perfektion ist langweilig. Guter Stil aber ein Must, oder nicht?

Ich streite mit Männern nicht beim ersten Date, wer am Ende die Rechnung bezahlt. Ich sehe und entscheide. Bezahlt er wie selbstverständlich und von Herzen gern, und waren seine Manieren die ganze Zeit über schon zum Dahinschmelzen, hat er eine wunderbar große Chance mich wiederzusehen. So er das auch gerne möchte natürlich. Es gehören bekanntlich immer zwei dazu:

Zwei mit denselben Ansichten. Zwei mit denselben Werten. Zwei mit derselben Art zu locken und zu werben.

Neben Intelligenz gibt es sicher nicht viel was einen Mann derart sexy macht, wie sehr gute Umgangsformen und Großzügigkeit: Old-School, Gentleman, Autotüren aufhalten und „Charmanz“. – Was meine eigene Wortkreation aus charmant und Eleganz darstellen soll.

Ich schmelze dahin! Und dabei sind genannte vier Eigenschaften sogar völlig kostenbefreit, gratis und nur einer guten Kinderstube geschuldet. Für mich ist es definitiv genau das und da bleiben meine Anforderungen hoch – welchen ich übrigens auch selbst gerecht zu werden versuche, auch wenn ich Pommes durchaus auch mit den Fingern anfasse und zum Mund führen kann.

Be the type of person you want to meet.

Nennt mich arrogant, nennt mich “zu hohe Ansprüche habend”, es interessiert mich wirklich nicht. Es sind meine Ansprüche, nicht die meiner Kritiker oder allgemeiner Pessimisten. Zu den „Zwei die zusammen gehören“, gehören unter Umständen eben auch dieselben Genusslüste und Enthaltsamkeiten.

Im Umkehrschluss ist es Geiz, Knauserei und schlechtes, zu lässiges Benehmen, was wir absolut unsexy finden und am liebsten ganz schnell wieder vergessen. Hochsensibel sogar, bin ich bei schlechten Manieren. Zumindest was eine Liebe angeht. “Und Freunde werden?” “Auch nur bedingt. Eher unwahrscheinlich, denn wir sind einfach viel zu verschieden.”

Schöne neue Welt?

Mich macht es furchtbar nervös, wenn ich mit Männern zu tun habe, die hektisch mit den Händen, – zwei Finger spitz abgespreizt – vor ihrem Gesicht umher fuchteln während sie sprechen. Wild gestikulierend: Kantig, eckig, nicht weich und fließend. Abrupt, plötzlich unerwartet. “Huch! Erneut erschreckt!”
Scheint das neue Cool zu sein. Ich sehe immer mehr von Ihnen. Auch welche, die ein Online-Business betreiben und ihre Zungen auf den Fotos keck mit aufs Foto recken.

Gefällt? Mir nicht!

Alles gut und jeder wie er mag: Meine Toleranz ist groß und Andersartigkeit garantiert, dass jeder das bekommt, was er sich von Herzen wünscht.

Wünsche und Tun und nun spreche ich doch einmal davon, was wir Frauen alles für die Auserkorenen der Männerwelt tun:

Seit ich mich mit dem starken Geschlecht verabrede, und das dürften nun gut 20 Jahre sein, ist es noch niemals vorgekommen, dass ich mir nicht(!) stundenlang zuckersüße Gedanken darüber gemacht hätte, was ich besonders Schönes tragen werde für ihn. Wie oft auch habe ich mir etwas Neues für ein erstes Date mit dem Erwählten gekauft: Sei es ein neues Kleid, neue Schuhe oder auch “nur” ein neuer toller Lippenstift von meinem Lieblingslabel, das wir nicht bei DM finden. Die Antwort? Jedes einzelne Mal. Mit großem Genuss und Vorfreude.

Um meinen Look für diesen Nachmittag, diesen Abend, mit diesem einen Mann, den ich charmant und feminin nämlich beeindrucken möchte, toll und angemessen zu machen, ist er mir Aufwand sowie finanziell gut etwas wert.
Ich mache mir Gedanken und möchte unsere Begegnung respektvoll und wertschätzend zelebrieren.

Was Besonderes einfach!

So oft verabrede ich mich nämlich nicht, weil auch hier bei mir gilt: Qualität vor Quantität.

Und ich zelebriere für mein Leben gern und bin für mein Leben gern Frau und von Männern umgeben, die es verstehen mir auf elegantem Wege dieses Gefühl vermitteln zu können. Großzügig bin ich zu mir selbst schließlich auch und anderen gegenüber ebenfalls sehr gern und gut. Ich liebe es einen gewissen Luxus und Klasse zu leben und zu zelebrieren, da passt einer, der geizig mit Geld und Emotionen ist gleich zweimal nicht zu mir.

Vor drei, vier Jahren sass ich mit einem besten Freund von mir, in einem schönen Hotel in Baden-Baden auf der sommerlichen Terrasse. Wir trafen uns zu Kaffee und Kuchen und überhaupt endlich mal wieder, da ich gerade monatelang im Iran gewesen war und wieder dorthin zurückzufliegen hatte. Besagter Freund ist Geschäftsführer und Inhaber eines mittelständischen Unternehmens bei Baden-Baden. Millionär, mit goldenem Löffel im Mund geboren und geerbt. Davon gibt es in Baden-Baden so einige.

Nun sagt der Volksmund ja immer wieder, “dass man von den Reichen das sparen lerne”. Karl Lagerfeld hingegen meint, “dass man das Geld zum Fenster hinaus schmeißen müsse, damit es zur Türe wieder hinein komme”.

Ehrlich? Ich mag und favorisiere Lagerfeld.

Nicht das krampfhafte Sparen bringt das Geld, sondern gute Glaubenssätze die Geld und Reichtum betreffen, genießen zu können und zu gönnen, sowie eine gute, fleißige Einstellung zur Arbeit – ein Business, das man liebt.

Die Bedienung brachte den Kaffee und stellte diesen sorgfältig auf den Tisch. Mein alter Freund setzte sich um, da ihn die Sonne blendete. Er zog die Tasse nach und verschüttete dabei eine gute Menge aus der Tasse in den Untersetzer. Nun, wie lösen wir dieses Problem? Stil hätte es wenn man Servietten dazu benutzt hätte, den Kaffee vom Unterteller aufsaugen zu lassen. Mein guter Freund aber hob die Tasse an und schüttete die flache Brühe aus dem Untersetzer zurück in seine Tasse und mir bleibt der Mund offen stehen.

Nicht schön. Selten vielleicht. Stilvoll? No!

Aber: “Man könne doch den Kaffee nicht verkommen lassen.”
Etwas nicht verkommen lassen wollen in allen Ehren, aber sorry nicht sorry, so etwas schickt sich überhaupt nicht. Nicht im Garten eines gehobenen Hotels in der Sommerhauptstadt Europas und auch nicht sonst wo. Und die TischNachbarn hatten es auch gesehen und irritiert getuschelt, was ihn dann doch zum Nachdenken bewegte. „Der Martin, ne?“ Sonst ein ganz feiner Kerl, wenn wir fein nicht im Sinne von Feingefühl meinen.  Denn Geld zu haben schließt nicht aus, es nicht genießen und stilvoll leben zu können.

Und dann war ich vor einigen Jahren mit einer Kollegin in einer sehr eleganten Bar: Sie bestellte einen Cocktail und motzte folglich den ganzen lieben langen Abend über die unverschämt hohen Preise und verdarb mir den Spaß.

Sie hatte überhaupt keine Augen – vielmehr Geschmacksnerven dafür, dass der Cocktail genial lecker war, und dass wir in einem ganz großartigen Ambiente damit sitzen konnten. Die laue Sommernacht war geradezu perfekt dafür, sie auf genau dieser Terrasse sitzen zu können. – Inmitten anderer genußfreudiger Menschen. Die stilvolle LoungeMusik. Die sanfte Beleuchtung. Und der perfekte Service. Leider konnte ich diesen Abend dann auch nicht so genießen, wie ich es mit einem anderen Menschen an meiner Seite getan hätte, der sich genauso sehr über dieses wunderbare Plätzchen auf Erden und den kulinarisch alkoholischen Hochgenuss gefreut hätte.

Altstadt-Bierchen-Getrinke, Pubs, Sportbars und die Dorfkneipe:

Kenne ich alles und will ich nicht mehr. Und, da bin ich dann die absolute Spaßbremse, die Langweilerin, die Zicke, die Unlustige … weil’s mich nervt und ich nach Hause in die Ruhe möchte.

Genauso habe ich für mich festgestellt, dass Leute, die nicht stilvoll genießen wollen und mir damit in der Vergangenheit so manchen Besuch einer Luxus-Lokalität verdorben haben, eben nicht so wirklich zu mir passen. Gar nicht mehr.

Eine umso größere Freude ist es hingegen sich mit Freunden, die eine genauso große Affinität für Stil und sanfte & ruhige Eleganz haben, öfter mal Zuhause zu treffen und sich leckeren Tee zu kochen oder kostenfrei spazieren zu gehen, in der freien Natur.

Verzicht ist der größte Genuss?

Ich finde es bereichernd, andere Geschichten und Erfahrungen von Dritten zu lauschen, zu erfahren was sie so umtreibt und antreibt. Und da sind so viele lustige und unterhaltsame Storys dabei und ich freue mich darüber, dass jeder auf seine ganz eigene Art seine Art von Genuss und Freude lebt.

Ich habe auch Bekannte, die kein Problem damit haben, wenn das Date-Pendant von Elite-Partner, zum ersten Date ins Restaurant mit Flip Flops kommt, überhaupt kein Gentleman ist und man sich am Ende die Rechnung teilt. Jeder gerne wie er mag! Es ist alles eine Frage der Priorität, des eigenen Stils und selten nur eine Geldfrage. Denn Qualität vor Quantität leben, kann jeder und will jeder, der seine Priorität so setzt.

Was bist du bereit dafür zu opfern, das zu bekommen was du wirklich willst?

Regelmäßiges Um-die-Häuser-ziehen? Regelmäßige Urlaube? Wer Qualität und Klasse liebt, der muss möglicherweise deutlich öfter zurückstecken, wenn er das leben will, was er sich vorstellt. Er bleibt dann nicht die sieben Nächte im 3-Sterne-Hotel, sondern nur die eine Nacht im 5-Sterne-Hotel in Bestlage. Er wird auch nicht jedes Wochenende durch laute Bars ziehen und sich ein Bier nach dem anderen bestellen. Er wird seltener ausgehen. Wählerisch. Wählt Locations, die Stil, hohe Preise und Klasse beinhalten. Den Rest macht er es sich alleine oder mit Freunden, dafür nicht weniger stilvoll hübsch und schön.
Und eventuell wird er auch sehr viel arbeiten, um sich immer mehr solcher besonderer Einzelstücke leisten zu können.

 

Karriere für Unersättliche

Vor längerem bereits, habe ich einen hochinteressanten Artikel über ein Interview bezüglich dem Thema “Biografien jenseits der Norm gelesen”.
Von Unabhängigen und Unangepassten, dem Freidenken und einer großen Abenteuerlust dem Leben gegenüber, war darin die Schreibe. Auch einem großen Hang zum Querdenken und dem riesengroßen Bedürfnis – der überwältigend großen Neugier – hinter die Fassaden der Normalität blicken zu wollen.

Nun ist eine “ungewöhnliche Biografie” heute ja ohnehin eine, die an weit mehr Mut und Sensibilität geknüpft ist als vor ein, zwei Jahrzehnten noch. Deshalb, da sich auch unsere geregeltere Berufswelt bereits gedreht hat und immer schneller dreht: Dank Digitalisierung und Globalisierung. Flexibilität und räumliche Mobilität, stehen heute außerdem genauso auf der Wunschliste der Arbeitgeber. Wie der Wille und die Tat des Arbeitnehmers, sich regelmäßig – besser übermäßig – fortbilden zu wollen und zu werden.

Toll, die eierlegende Wollmilch-Sau!

Spannende Vielseitigkeit! Aber das bitte nicht für nur einen einzigen Arbeitgeber. Wir wollen uns doch selbst auch bereichern. Und Toleranz ist nicht verhandelbar – was für beide Seiten stehen sollte – und was ich in jedem Bereich ganz großartig finde.

Und einen zweiten Job zu machen: heute längst nicht mehr so aussergewöhnlich, wie “früher”. Ich weiß noch, wie ich vor gut 10 Jahren mit einem ersten Freund, auf einer Rundreise mit dem Camper, in Neuseeland war. Dort war uns im Gespräch mit den Einheimischen aufgefallen, dass sie fast alle einen zweiten Job inne hatten, um sich ihr Leben & ihren Luxus zu finanzieren. Mein Freund fand das seltsam und nicht wünschenswert für sich, für uns, für Deutschland. Ich hingegen fand das spannend!

Wie toll, noch mehr Rollen spielen zu können, wenn man sich am besten zwei völlig unterschiedliche, gegensätzliche Jobs dafür sucht: Eventuell hat jemand eine Ausbildung zum bodenständigen Beamten gemacht und dazu einen Nebenjob in der außergewöhnlichen “Draußen-Zuhause-Aktivsport-Branche“ … Oder den Dr. in spiritueller Psychologie – gehüllt in knallbunte Gewänder, inmitten duftender Räucherstäbchen, im Hippie- und Coach-Modus  …

Oder wir tauschen die Rollen: Fahren unseren Hauptberuf vom Vollzeitberuf auf 33% hinunter und verdienen immer mehr Geld mit einer Sache, für die wir über die Jahre zu brennen angefangen haben. Je mehr desto lieber!

Beinahe süße Hobbies zum Geldverdienen.

Die Bereitschaft dazu, in seinem Leben völlig unterschiedliche Rollen aktiv spielen zu wollen, wird als wunderbar positiv dargestellt. Was sie fraglos ist! Vor Jahren aber undenkbar war.
Sich abzuheben, (s)ein Anderssein zu leben, gar: gewisse Respektlosigkeiten gegenüber Autorität und Ansicht wird ebenfalls geradezu gepriesen: Zu viel Enge und Mottenkugel-Spießertum, eingestaubte alte Denke – ist von gestern.

Aus der Mode kommt hingegen niemals: Respekt gegenüber der Natur und den Menschen im Allgemeinen zu zollen.

Sprach der im Interview dazu Befragte über mich? Mein Aufbäumen und sanfte Scherze treiben, mit sinnlosen Konventionen und ihren folgsamen Vertretern ist wohl bekannt: Bei der Polizei habe ich gerne sanft rebelliert, wenn es beispielsweise um völlig sinnbefreite Kleidungsvorschriften ging. Warum sollte ich den Dienstpulli nicht tragen dürfen, nur weil man im Rahmen der “Einheitlichkeit” jederzeit gleich aussehen sollte, so man als ein Streifenpaar unterwegs war? Mir war kalt.
Und warum sollte mein männlicher Kollege den Pulli anziehen müssen, wenn ihm warm war und er das kurzärmlige Diensthemd bevorzugte? Es wurde schließlich und immer wieder, von unserer oberen Autorität festgelegt, was am jeweiligen Tag zu tragen war: Und mich hat das herzlich gar nicht interessiert. Ich war und bin ein Querdenker und Quertuer. Und ich weiß: Jeder Mensch ist dann am besten, wenn er sich wohlfühlen kann und nicht mit dümmlichen Kleinigkeiten aufgehalten, sondern mit einer sinnvollen Aufgabe betraut, anstatt unterdrückt wird.

Schule ist auch nicht für jeden.

Es gibt so viele Kinder, die so viel mehr im Leben lernen würden, wenn sie mit ihren Eltern die Möglichkeiten hätten, ein paar Jahre um die ganze Welt zu reisen. Reisen, fremde Kulturen erleben, Sprachen erlernen tut so wunderbar viel für unser Weltbild und für unsere späteren Karrierepfade. Wir Menschen sind nunmal nicht gleich. Für manche ist die Schule genau die richtige Art zu lernen, für andere ist sie das nicht. Dafür gibt es tausende Gründe.

Neulich wurde ich gefragt, ob ich mehr “der Macher” denn “der Denker” sei. Ich bin wohl beides. Allerdings ein sehr kreativer Denker, der nicht in Schubladen denkt und nicht in Schubladen gesteckt werden will und dies zulässt.

Die meisten der querdenkenden und super-toleranten Ungewöhnlichen, mit einem erfrischenden und außergewöhnlich erfolgreichen Lebenslauf, spielen ein breit gefächertes Selbst an Persönlichkeiten. Dabei ist jede Persönlichkeit absolut authentisch.

Zielstrebigkeit, Business-Denke, Zuverlässigkeit, Biss und Erfolg schließen nicht aus, auch ein kreativer Träumer, sanfter und sensibler Mensch zu sein. Nein, es gehört sogar dazu!

Schauen wir uns eine Coco Chanel und viele Schriftsteller, andere Künstler an: Sie arbeiteten tatsächlich bis zu ihrem letzten Tag.

Wie sehr hat es mich gelangweilt, als Kollegen meiner alten Dienststelle davon schwärmten so bald als möglich oder “wann endlich” in Rente gehen zu können. “Und dann?” fragte ich mich.
Süßes Nichtstun finden Menschen mit aussergewöhnlichen Biografien bestimmt für ein paar Stunden – auch mal Tage – interessant. Im Endeffekt ist es aber so, dass sie ihre Tätigkeiten, ihre Aktivität, ihre Produktivität, lieben.

Dinge pushen zu wollen, etwas zu bewegen, täglich zu arbeiten, das wollen sie deswegen, weil sie sich diese Arbeit bewusst und nicht aus einem plumpen Sicherheitsdenken heraus auswählen. Zumindest nicht als Vollzeit-Beruf dann. Und wenn doch? Dann hat der gute Mensch Energie für zwei und dreht privat noch ein zweites Mal voll auf erneute 100%. Ungewöhnliche Biografien, ungewöhnliche Menschen, sind nicht selten sehr viel näher am Boreout, denn am Burnout.

Ich bin mir heute sehr sicher, dass ich in der Zukunft mindestens drei Berufe/unterschiedlichste Jobs parallel jonglieren werde. Irgendwie habe ich genau damit schon lange angefangen. Und irgendwie war ich so auch schon mein ganzes Leben lang. Nur bewusst gesehen habe ich es nicht. Ich liebe und lebe für gute Arbeit. Und wenn ich Lust auf ein Studium habe, dann mische ich das noch zusätzlich darunter, dazwischen, dahinter. So wie andere, die mit einer ungewöhnlichen Biografie aus der Masse heraus stechen.

Sabbat-Jahre … Lücken im Lebenslauf, weil man ein Jahr mit Ärzten ohne Grenzen unterwegs war und darüber gebloggt hat … In allen Branchen Zuhause und das gern und anhaltend … Berufliche Umbrüche … Ein Studium mit 50 … Früher nicht denkbar – dann immer mehr toleriert – heute gewollt und favorisiert!

Tatsächlich ist es uns aber sehr gleichgültig, was andere über uns denken.

Gott sei Dank! Wie sehr habe ich mir gewünscht diesen Satz einmal aus vollem Herzen schreiben zu können. Daran habe ich mir lange die Zähne ausgebissen und dann ist es endlich tatsächlich genau so gekommen. Der letzte Meilenstein zu meiner Unabhängigkeit. Die ungewöhnliche Biografie war schneller – doch nicht ganz vollständig.

Toll, dass auch die Big Bosses in den führenden und nach vorne schreitenden Konzernen länger bereits umdenken und keine Mitarbeiter mehr favorisieren, die schnürchengerade, mausgrau und piekfein nach dem Mund reden, leben und tun. Langweilig. Unecht. Weil endlich erkannt wird, dass der Mensch dafür gemacht ist, das am besten tun zu können, was ihn antreibt. Und manche sind besonders getrieben, leben eine besondere Vision, vielseitig aufgestellt, auch ihr kindliches-Ich einbringend, das in der Berufswelt wunderbar unterzubringen ist, wenn es nicht Überhand nimmt.

Wenn dich da der spießige Manager oder Personaler im alteingesessenen Betrieb nicht will: So what! Da gehörst du sowieso nicht hin.
Will alles! Und nicht den einen 9 to 5 Job und das gewöhnliche Leben Zuhause nach Feierabend.

Bau dir deine Karriere wie ein Puzzle.

Sei fokussiert, mutig, wollend und voll Energie dafür, nicht all deine Energie in nur eine einzige Sache zu stecken. Wobei, eigentlich schon, in das nämlich wofür du brennst. Und das ist bekanntlich eine ganze Menge!

A little respect

Vor ein paar Tagen habe ich einen wirklich schönen Artikel gelesen: “Wie du respektvoll mit Menschen umgehen kannst, die du nicht magst” von Till Eckart, veröffentlicht bei der ze.tt.

Vorab: Es ist völlig normal, dass wir nicht jeden Menschen gleich gern haben und es auch welche gibt, die wir so gar nicht leiden können.

Allein damit gekonnt umzugehen ist die Kunst, und das ist mitunter gar nicht so leicht.

In diesem Artikel, ging es darum, wenn wir “negative Schwingungen” erkennen, bei Menschen, die wir erst gerade kennenlernen.
Das mag bei manchen so sein. Also, dass es Antipathie auf den ersten Blick ist. Bei anderen hingegen dauert es etwas länger, bis sich das herauskristallisiert.

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Bei mir kommt es auch erst deutlich später, denn ich fühle weder Antipathie noch Liebe auf den ersten Blick. Zumindest nicht bei Menschen. Bei Tieren und tollen Plätzen habe ich das hingegen schon erlebt. Aber sonst? Ich mag erstmal jeden. So war ich schon immer und so bleibe ich vermutlich immer. Ich bin offen und sehr interessiert und neugierig an jedem neuen Gegenüber.

“Wie ist der/die wohl so drauf, was macht sie/ihn aus, wofür steht sie/er, ist sie/er echt – sprich authentisch, könnte das was werden mit einem näheren Kontakt, und ganz wichtig dafür: haben wir ähnliche/dieselben Werte?”

Und langsam, nach & nach beginnt, deutlich später also als direkt beim ersten Kennenlernen, dass ich Sympathie und Begeisterung für einen Menschen, bis hin zu Antipathie & Nicht-Mögen entwickle.

“Tja, woher kommt das? Und danke, ich bin trotzdem normal!”

Denn so weit kommt es bei jedem früher oder später. Das ist der Moment, in dem wir realisieren, dass wir da einen Menschen in unserem Umfeld, in unserer Familie, in unserer Clique, in unserem Betrieb haben, mit dem wir so wenige anfangen können, dass wir ihn nicht leiden mögen. Schlicht und einfach: genau so! Da gibt es keinen Hass, keine Gemeinheiten, sondern einfach nur unsere Nichtpassung.

Wir Menschen sind eben so verschieden und haben so unterschiedliche Sichtweisen, Werte, Geschichten und andere Hintergründe, dass dies völlig normal ist. Wir können gar nicht jeden mögen, lieben, ihm um den Hals fallen oder von ihm schwärmen, schon alleine deshalb nicht, um uns selbst treu zu bleiben, sich nicht zu verbiegen – uns nicht selbst zu verraten.

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Vor vielen Jahren hat einmal ein Kollege, den ich sehr gerne mochte, zu mir gesagt, dass ich noch so nett reden könne, man würde es mir sofort ansehen, ob ich jemanden mag oder nicht. Er sprach über einen anderen Kollegen, den ich tatsächlich nicht mochte, kannte mich und lag richtig damit.

In der Folge dachte ich darüber nach, wie ich es anstellen könnte, einem Menschen ein gutes und faires Gefühl zu geben, wenn ich ihn nicht mag. Was ja nicht selten auf Gegenseitigkeit beruht und selbst wenn nicht: absolut legitim ist. Ich realisierte, dass es falsch ist, einem Menschen nicht den gebührenden Respekt entgegen zu bringen. Es lag daran, dass ich damals zu einem Werten, im Sinne von Verurteilen, neigte. Und das wollte ich in Zukunft besser machen. Meine Werte sind schließlich nicht der Nabel der Welt, sondern nur meine “Sonne” um die ich mich als Wesen drehe und nach denen ich strebe.

Mein Weg wurde der, dass ich versuche – und es gelingt mittlerweile fast immer – Respekt für für mich schwierige Menschen und deren Weltanschauungen, deren Tun zu zollen, indem ich auch hier neugierig und weiterhin offen bleibe und deshalb freundlich bin. Dabei aber stets reservierter und distanzierter bleibe, einfach, weil es nicht passt.

Und weil die Welt zu schön ist und voller Menschen, als dass ich/wir Zeit mit welchen verbringen möchten, die in mir/uns irgendetwas triggern.

Denn so ist es doch: Die Aktion eines anderen löst in jedem von uns eine Gegenreaktion aus. Seine Energie setzt in uns irgendetwas frei. Sei es etwas so Wunderbares, dass wir ihr/ihm am liebsten um den Hals fallen möchten, oder ein so negatives Gefühl, dass wir ihr/ihm stattdessen gerne an die Gurgel springen würden.

Menschen, bei denen wir spüren, dass sie uns keinen Respekt entgegen bringen und uns gar zu provozieren versuchen, wann immer dies möglich ist, gibt es selbstverständlich auch. Dann noch Werte habend, die die meinen mit Füßen treten: Furchtbar! – Im ersten Moment. Denn dann sehe ich es als Herausforderung an, noch mehr an mir zu arbeiten, dem anderen gegenüber zu experimentieren und im Jetzt für die Zukunft zu lernen.

Und das ist toll, weil uns jede Challenge im Leben weiter bringt und uns besser macht.

Es gibt dazu eine ganz simple Aussage:
Dass wir uns anderen gegenüber immer genau so verhalten sollten, wie wir es uns wünschen, dass wir selbst gerne behandelt werden. Und wenn wir das nicht tun, dass unser negatives Verhalten Energien freisetzt, die irgendwann im genau gleichen Maße zu uns zurück kommen. Bis wir es gelernt haben: Ein respektvolles Miteinander ohne Respektlosigkeiten, Provokationen, falsche Gerüchte in die Welt zu setzen. Liebe!

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Was ich im Leben gelernt habe ist, dass jeder Mensch Respekt und Wertschätzung verdient. Alleine schon deshalb, weil wir seine Geschichte und seine Intension nicht kennen. Jeder mag & darf seine ganz eigenen Werte haben, die ihn zum Freund und Partner, in dem für ihn richtigen Umfeld, machen.

Was ich auch gelernt habe, und da bin ich heute längst nicht mehr so geduldig wie noch vor fünf Jahren: Dass ich nicht jeden Menschen in meinem näheren Umfeld tolerieren muss. Und das ist gesund und Selbstliebe.

Für mich ist das ein bisschen so wie mit Babys oder Kindern: Ich mag Babies und Kinder. Sie sind so wunderbar erfrischend und wir lernen viel, durch und mit ihnen. Ich möchte allerdings keine eigenen und bin sehr glücklich darüber, dass ich nach ein paar Stunden “Bye bye sagen“ und „Bussi geben“ darf, ohne das Kleine nach Hause, zum Sport, zur Arbeit, in ein tolles Restaurant zum Essen mitzunehmen.

Und so können wir das auch mit Menschen ab und an handhaben, die wir nicht mögen: Wir können die Zeit, die wir zwangsläufig mit ihm umgeben sind interessiert beobachten, uns selbst reflektieren, warum und wieso uns der andere wo zwickt, respektvoll und freundlich sein und unsere besonderen Highlights, unsere gewünschte Freiheit, dann ohne diesen Menschen verbringen.
Das tut ihm und uns gleichermaßen gut.

(Zugegeben, die Sache mit den Babies ist ziemlich schlechter Vergleich. :-))

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Und was ich noch gelernt habe: Es wird immer Menschen geben, die dich nicht mögen – sogar welche, die dich respektlos zu behandeln versuchen oder es sogar tatsächlich tun.
So lange solche Menschen nicht meine Grenzen überschreiten deale ich wie folgt damit: Oft aus dem Weg gehen, manchmal bewusst lernen wollen und dabei immer freundlich sein: Mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass genau die Menschen, die sich mies und unfair verhalten die sind, die Freundlichkeit und Herz am nötigsten brauchen.

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„Verhalte dich anderen gegenüber einfach genau so, wie du selbst auch behandelt werden möchtest.“

 

Love or leave

Vor gut eineinhalb Jahren habe ich meine eigene Homepage petissapan.com erstellt. (Ja, die habe ich alleine hinbekommen und bis zum heutigen Tag noch keine Hilfe von jemand anderem in Anspruch genommen, auch wenn das sicher nicht schaden würde, da vieles alles andere als gut, gar perfekt ist und nicht immer rund läuft.)

Damals wollte ich vorwiegend über Mode bloggen.

Mode war immer ein Lieblingsthema für mich und mein Berufstraum als Teenager war es sogar Modedesignerin zu werden.

Im Jahr 2016 habe ich dann auf petissapan.com, für ein halbes Jahr lang täglich über Mode und Beauty und Lifestyle gebloggt. Das hat Spaß gemacht. Es war lustig, kurzweilig und leicht.
Zu leicht vermutlich und nicht meine dauerhafte Passion, denn im Jahr 2017, nach einer mehrmonatigen Pause, habe ich schließlich für mich erkannt, dass “Mode” nicht das ist, über das ich dauerhaft schreiben möchte.

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Klar, Mode interessiert mich nach wie vor sehr. Ich mag Mode. Auch bei Männern mag ich gerne guten Stil: Beispielsweise gern im Anzug – und ich habe eine Schwäche für hellblaue hochgekrempelte Männerhemden – statt Männer in Hoodies und Turnschuhen. Zu dieser Oberflächlichkeit stehe ich, weil ich das in diesem Beispiel bin.

Selbst habe ich meinen eigenen (teils fragwürdig, da knallbunten) Geschmack, bin allerdings überhaupt kein Trendsetter. Und das macht mich als Modeblogger schon mal gänzlich uninteressant und untauglich. Für mich ist es tatsächlich Stil und nicht die Mode. Und auch darüber schreibe ich von Zeit zu Zeit.

Vor allem gilt mein Interesse aber der Motivation. Das ist die Triebfeder, mein Steckenpferd, meine Herzensangelegenheit, das, wofür ich brenne, stehen möchte und tatsächlich stehe: mit diesem Blog, im Heute.
(Meine) Motivation, die auf freudig überschwänglichem Optimismus, Neugier auf ein buntes keckes Leben, dem Blick auf Positives und dem bewussten Sehen von Schönem – auch hübschen, winzigsten Kleinigkeiten – beruht.
Aktion. Passion. Lebensfreude und freche Denke, trotz mancher kleiner Widrigkeiten die uns zwicken und auch richtig großer Probleme in unseren Leben.

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Motivation aber auch für Gutes einzustehen. Ich motiviere, treibe und rege gerne an. Andere, aber vordergründig mich selbst. Jeden einzelnen Tag. Und dabei kann ich natürlich nur “das Gute” nennen, das nach meinem Wertesystem “das Gute” ist. Es ist schließlich mein Blog. Und mit diesem stehe ich, wenn ich von “dem Guten” spreche, für Nachhaltigkeit, für meine Liebe zur Natur und Umwelt, Tierfreundlichkeit. Philanthropie und Fairness. Auch Recht – welches bei mir sicher polizeilich geprägt ist. Und für Wertschätzung. Wertschätzung, für Dinge die mir gehören, Dinge, die anderen gehören… Für Menschen, Gäste, Kunden, jeden.

Mein Leben war von sich aus nicht immer rosarot. Überhaupt nicht. Aber welches Leben ist das schon? Und rosarot ist bei mir die “10”, das super-klasse-prima Gefühl von wohliger Zufriedenheit, Geborgenheit, Sorglosigkeit, Honigpferchen-Strahlen und jeder Menge Spass, tollen Erlebnissen & Erfahrungen.
Bei anderen ist diese Farbe beliebig austauschbar mit blütenweiss, lindgrün, lilablassblau, whatsoever.

Bei mir gab es meine Kindheit, die ein sehr düsteres Kapitel meiner Geschichte ist und rein objektiv betrachtet häufig im Nuller- oder Einserbereich war.

Und es gab eine größere Anzahl verschiedenster Schicksalsschläge in den Jahren zwischen Anfang 2013 bis 2016:

Einmal ist es das, seit vier Jahren anhaltende Stalking durch einen Ex-Freund, über das ich zunehmend offener berichten werde, weil ich es muss, da mich seine, aktuell wieder stärker gewordenen Eingriffe in mein Leben, Geld für Sicherheitsmaßnahmen kosten. Dem möchte ich den Riegel vorschieben, indem ich meine Strategie – es einfach laufen zu lassen – nun ändere.

Zum anderen ist es mein beruflicher Neuanfang, den ich für notwendig empfunden habe und empfinde, nach allem was war. Ein großer Schritt, wenn man bedenkt, dass ich eigentlich ausgesorgt hätte… Mindestens indem ich bei “Altbewährtem” bliebe.

Auch, in dieser Zeit in eine narzisstische Beziehung geschlittert zu sein, und diese kaum überlebt zu haben, wird ein Thema sein.

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Also rund 20 Jahre, in denen ich das Leben – rein objektiv betrachtet – in einer wenig schönen Art – einer eher sehr abgründigen Weise – kennengelernt habe und täglich um mich hatte. Und es danach jeweils doch immer geschafft habe, mir diese Welt rosarot zu malen. Selbst zwischendurch noch fast immer.

Und wenn es “nur” warmer Sommerregen auf meiner Haut war, der Ausritt mit meinem Pony, Herumtoben mit meinen Brüdern, ein Regenbogen und meine Träume dazu, eine besonders schöne Blume am Wegesrand und die zu streicheln, ein gelungenes sportliches Workout, ein tolles Treffen mit einer lieben Freundin, ein besonders schöner Frühlingstag, ein Lächeln, eine Umarmung, das gelungene 4-Minute-Ei, ein Stück Lieblingskuchen, Wind der kräftig durch die Bauchkronen weht, atmen.

Kaum jemand sah und sieht mir an, durch was ich gegangen bin und durch was ich auch heute manchmal noch gehe. Weil ich das mit mir allein ausmachen möchte. Ich habe 20 Jahre lang den Mund gehalten und nur wenige hatten eine Ahnung, nur einzelne wußten überhaupt etwas, keiner wusste alles. Und über alles werde ich hier auch nicht schreiben. Es ist uninteressant. Es ist Vergangenheit.

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Ich bestreite, dass Ansätze wie: “Wenn ich doch endlich dies oder das hätte, dann wäre ich endlich glücklich” richtig sind. Weil der Weg das Ziel ist! Und wenn uns dafür mal die Energie fehlt, dann saugen wir die aus herrlichen Erinnerungen oder gesponnenen Zukunftsphantasien. So mache ich das auch. Wir können an jedem einzelnen Tag so vieles wertschätzen, strahlen, leicht sein, Freude haben.

Gut, in den vergangenen zwei Jahren war ich des öfteren auch schon mal sehr launisch, kühler und deutlich zurückgezogen habe ich mich sowieso. Aber dies vor allem um an mir zu arbeiten und weil ich auf der Suche nach mir selbst war.

Nun, da ich mich gefunden habe, und nachdem ich herausgefunden habe was ich will – über den Umweg, festzustellen was ich nicht will – weiss ich genau wofür ich petissapan.com heute nutzen werde.

Ich möchte Menschen inspirieren.
Ich bin selbst ein gutes Beispiel für ein Stehaufmännchen, eine Kriegerin und eine absolute Optimistin, die sich kindliche Begeisterung für so vieles bewahrt hat.

Und darüber, wie man das Schöne sieht und lebt, darüber schreibe ich hier.

  • Ich möchte damit Menschen inspirieren, die in ihrer Kindheit Schlimmes erlebt haben, misshandelt oder missbraucht worden sind.
  •  Ich möchte Frauen Mut machen, die einen Stalker haben, der auch nach Jahren nicht locker lässt und wie man leicht im Umgang damit wird. Anderen auch gern die Augen öffnen, was das eigentlich bedeutet, damit zu leben.
  • Ein beruflicher Umbruch – Mut – für einen Neuanfang.
  • Auch, in eine Beziehung mit einem schillernden Narzissten zu stolpern und sich in seinen Manipulationen komplett zu verlieren und selbst aufzugeben.

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Mich kann heute nichts mehr schocken oder aus der Bahn werfen. Keine Situationen und keine Menschen. Ich kann es heute handeln oder ihm aus dem Weg gehen, weiss wohin ich gehöre und wohin nicht. Und ich weiß zu wem ich gehöre und zu wem nicht. Das nach 38 1/2 Jahre Erkenntnis und höchsten Hochs und tiefsten Tiefs.

 

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Rosarot und wunderbar

Eine rosarote Brille bitte – oder Oropax – wegen der gurrenden Taube um halb sechs Uhr Früh vor dem weit geöffneten Schlafzimmerfenster … Eine rosarote Brille für den täglich so fleissig übenden, schlagzeugspielenden Nachbarn … Dafür, dass das Lieblingsbrot beim Bäcker heute noch nicht oder nicht mehr da war … Für ein, in freudiger Erwartung herbeigesehntes 4-Minuten-Ei, das durch die “Zauberhand der Vergesslichkeit” zu einem 8-Minuten-Ei wird … Für einen übervollen Samstag-Pilates-Saal im Fitnessstudio … Für die verklumpte Mascara auf meinen, damit zu “Spinnenbeinen” verklebten Wimpern, die ich fasziniert in dem RiesenGymSpiegel betrachte, während ich furchtbar angestrengt versuche, mich sanft und anmutig zu verrenken … Für eine übervolle Stadtmitte an einem Samstagmorgen … Und um kurz in der Vergangenheit zu leben: Eine rosarote Brille bitte für meine gestrige einundzwanzigste Absage zu einem Praktikumsplatz.

Und mit rosaroter Brille?

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Lächeln, Alice!! ;-)

Merci für die Sprachnachricht und Zuspruch von meiner Freundin … Für zwei Stunden WA-Getippe mit einem Freund auf einem anderen Kontinent … Für Menschen die immer für mich da waren und sind … Für Einschlafen mit meiner Lieblingsmusik … Für den babygleich selig erholsamen Schlaf vergangene Nacht … Für frisch gewaschene Weichspüler-Blüten-all-over-Duft-Bettwäsche sowieso … Für sanfte Morgensonne … Für die wunderbaren 90 Minuten SoftSport, Entspannung, Durchatmen … Für die Türe zu meiner Wohnung, meinem Reich … Dem Blick in den Garten … Die Wahl, ob ich alleine und ganz in Ruhe sein mag, oder mich in der Stadt unter tausende Menschen mische … Für frisch gepressten Orangen-Grapefruit-Granatapfel-Saft … Salat und frisches Gemüse vom Markt … Dunkelblonden Kastanienhonig … Für die liebe ältere Dame in ihrem mandarin-apricot-farbigen Strickjäckchen … Grüne-Welle-Fußgängerampeln … Ein gut vernetztes TramNetz … Den freundlichen Paketboten der zu mir in den 5. Stock kommt und immer lächelt … Für Duschcreme die gedanklich nach St. Barth befördern kann, weil sie so riecht, wie wir uns das Paradies vorstellen … Für ein inspirierendes Buch … Für meine Lieblingspersönlichkeiten, die mich jeden Tag bereichern und lehren … Für frische knallpink-wunderschön-und-fast-zu-schade-zum-essen-Himbeeren mit soft-sahniger Creme Brulee unter karamelliger KnisterKnusperKruste … Für sommerliche Wollsocken mit Lurex auf frisch gewischtem Holzboden … Mein Kräutergarten auf dem Balkon … Kostenloses Leitungswasser … Für lieben und geliebt werden … Pläne, Träume, Einfälle und Inspirationen … Für Glück und Unglück … Erkenntnis … Für meine kindliche Vorfreude auf alles Schöne und kaum zu Erwartende … Momentan? Ireland!! … Für grüne Natur und kunterbunte Blütenblumen … das Meer, denn wenig liebe ich mehr … Für das Leben im Moment … Für zauberhafte Erinnerungen … Momente in bitter-süßer Melancholie … Schachteln mit meinen Lieblingsschokoladen und Pralinen … pure Freude und Erfahrungen … Für den unerschütterlichen Glauben daran, dass alles genau so kommt wie es soll und wie es am besten passt …

Eine rosarote Brille also für mehr Zufriedenheit, echte Freude, Energie, Durchhaltevermögen, Möglichkeiten, Klarheit und Dankbarkeit. Paint your world in your favourite colour.

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Die neue Softness

„Wie schön es doch ist, Menschen auch sanft und humorvoll bewegen zu können“, habe ich mir vor ein paar Tagen gedacht. Das, als ich einen “etwas anderen” Artikel zum Thema Nachhaltigkeit lesen durfte.

“Sind deine Augen größer als der Bauch”,

lautete der Name des Artikels, der unser Konsumverhalten in Frage stellen sollte. Ein Satz, den viele von uns vielleicht noch aus der eigenen Kindheit kennen: Weil wir damals anhand unseres kindlichen Wesens und dem Mangel an Erfahrung, überhaupt noch nicht einschätzen konnten, was zu viel für uns war, wenn es um Lieblingsspeisen ging und wir den Teller zu voll geladen hatten. Für uns kam die Wurst schließlich erstmal aus dem Kühlschrank.

Wenn unsere Augen als Erwachsene nun größer als unser tatsächliche Hunger sind, wir vielleicht regelmäßig größere Mengen an verdorbenen Lebensmitteln aus dem Kühlschrank wegwerfen, da wir nicht damit haushalten können, oder weil es uns, aufgrund der Supermarktpreise für Billigfleisch und andere Produkte, einfach egal ist, weil wir es uns leisten können: Auch darauf können wir den Satz anwenden:

“Die Augen größer als der Bauch”.

Auch wenn wir Essen gehen und ständig oder immer wieder die Hälfte auf dem Teller zurücklassen, die dann im Mülleimer landet.

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Ich habe öfter die Erfahrung gemacht, dass es ganze Menschengruppen gibt, unter denen es als “schick” und “hip” gilt, im Restaurant den ganzen Tisch voll mit Speisen zu bestellen, zu überladen, von einigem überhaupt nicht mal zu probieren und vieles nur angekostet zurückgehen zu lassen.

Ist das die neue Dekadenz?

Nun, in Düsseldorf verbietet man in einem Restaurant eiweissreiche Insekten, die dort zum kulinarischen Genuss gereicht werden, wohingegen man in China und Japan die Haifischflossensuppe als besondere Delikatesse zelebriert. (Um nur ein Beispiel von unendlich vielen zu nennen.)

Eine etwas verkehrte Welt, dabei leben wir alle unter derselben Sonne.

Und ist es nicht bereits dekadent, jeden einzelnen Tag Fleisch- und Wurstwaren auf dem Teller liegen zu haben und das so zu erwarten?

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Ich finde meinen jüngeren Bruder recht cool: Er studiert Ernährungswissenschaften, ist seit mehreren Jahren bereits Veganer, aber einmal in jedem Herbst, lässt er sich den Genuss einer Schlachtplatte, bei uns im Schwarzwald, von einem Hof den er kennt, nicht entgehen. Inkonsequent vielleicht, aber genussbewusst.

Und “bewusst” ist ein schönes Stichwort, denn unsere gelebte Dekadenz (und was sind tierische Lebensmittel anderes, auch wenn die Supermarktpreise (leider) anderes suggerieren?) müssen wir nicht auf dem Rücken von Mutter Natur austragen.

Eine ganz eigene Portion an LuxusVorstellung können wir auf viele andere Arten und viel befriedigendere Weisen erleben, indem wir das tun ohne anderen zu schaden: Ausser vielleicht den „Naysayers“. Aber die sind ja ohnehin nie zufrieden. Vor allem nicht mit sich selbst.

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Wer kennt nun nicht die unschönen Film-Aufnahmen aus allerlei Tierfarmen etc.?

Ich beispielsweise mag solche Filme nicht. Mich erreicht man aber auch anders. Da ich eine Form des Fotographischen Gedächtnisses (unerfreulicherweise nicht in naturwissenschaftlichen Schulfächern) habe, hat mich bereits als Kind, der Anblick eines überfahrenden Eichhörnchens oder Igels am Fahrbahnrand, tagelang davon abgehalten Fleischgerichte essen zu können. Dies, weil sich das Bild des toten Waldtierchen, welches ich nur wenige Sekunden gesehen hatte, derart in mein Gedächtnis eingebrannt hatte und mir so gänzlich den Appetit verdarb.

Und trotzdem denke ich, dass derartiges Videomaterial einen Fleischliebhaber und -verschwender nicht in jedem Fall aufrütteln wird. Deshalb, weil wir alle verschieden sind.

Sehr sicher werden solche Schreckensbilder jene bewegen, die sich bereits schon zuvor Gedanken über Tierschutz, Fleisch- und Tierproduktkonsum und das Thema Nachhaltigkeit an sich gemacht haben.

Aber was ist mit den anderen? Wie erreichen wir die?

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Nun bin ich immer auf Lösungssuche und kam bei folgendem Motto an:

Um etwas zu erreichen was wir noch nie hatten – und von genug Nachhaltigkeit in den unterschiedlichsten Bereichen sind wir bekanntlich noch Welten entfernt – müssen wir (viele) Dinge tun, die wir bislang noch nicht getan haben.

Eine Sache davon kann doch sein, an diese ganzen Konsumverhaltens- und Umweltschutzthemen auch verspielter ranzugehen, ohne dabei den Ernst der Lage zu verkennen. So wie es in dem Artikel, den ich oben erwähnte, auch versucht wurde.

Sanfte positive, gar humorvolle, Motivation – statt Manipulation oder Härte

Die die sich über das 1 Euro 20 Schnitzel im Supermarkt freuen, die welche die eigenen Kinder bereits so aufwachsen lassen – so selbst aufgewachsen sind – und meist überhaupt nicht aus absichtlich verschwenderischen Vorsätzen, sondern weil sie es vielleicht nicht anders kennengelernt haben, derart handeln… Da kann man vielleicht anders einhaken.

Wie?

Wie steht es mit sanften Hinweisen auf eine Wahrheit, einen smarten Ratschlag, eine leckere Alternative bietend und weder belehrendes Verhalten noch Härte aufzudrücken zu versuchen?
Härte und Strenge kenne ich von meiner Kindheit und ein bißchen auch aus der Ausbildung und dem versage ich mich heute gänzlich und wähle stattdessen meine Freiheit, meine eigene Denke. Und so haben eben auch andere ihren Dickkopf: In Bezug auf ihren Fleischkonsum, ihr ganzes Ernährungsverhalten vielleicht.

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Wie steht es in Anbetracht dessen nun damit, Nachhaltigkeit, Tier- und Umweltschutz als „das neue Cool”, „das neue Rich”, „den neuen Wohlstand”, „das neue Must-Have” zu vermitteln?

Der Empfänger bestimmt die jeweilige Art & Weise. Kreativ, empathisch.

Werbung kann da sicher vieles tun. Bildschöne Bilder präsentierend, die exakt diese Zielgruppe anspricht, beispielsweise.

Jeder einzelne von uns aber auch: Inspirierend scheinend, strahlend und nicht (ausschließlich) belehrend.

Sensible Themen, und das sind Nutztiere in Massentierhaltung… Das Abholzen der Regenwälder für Plantagen und Nutella und Weiden… Das Leerfischen der Weltmeere, Billiglebensmittel, übermäßiger Wurst- und Fleischkonsum, Billigmode… Auch Orcas und Delphine und allerlei Zootiere in Gefangenschaft: verlangen möglicherweise auch etwas mehr Fingerspitzengefühl im Sinne von gekonntem Humor und gewieftem Charme, um an ein Ziel zu kommen, das wir bislang noch immer nicht erreicht haben.

Unsere Natur ist ein großes wunderschönes “Wow”! Und wer sich das vor Augen hält und erkennt, der lernt eine andere Facette von sich kennen.

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