Elle

Immer ein wenig filigraner, mit charmant sämig zuckrig – dabei eben gekonnt luftig – verführender Leichte.

Fein und fallend hingebungsvoll, wie der Genuss ein, zweier übersüßer Aprikosen, an einem schwül warmen Sommerabend:
Das Leben lebend, zupackend, saugend, wenig zimperlich, und unsere Gedanken darüber auf der Zunge sowieso.

Und den Kopf im Nacken, während man allein, zu zweit, auf warmem Holz im Grünen sitzt, auf Wiesen, Bäume sieht, und sehnsuchtsvoll das hübsche Abendrot.

Dann den kühlen Sternenhimmel betrachtet – als Pausen dazwischen, während wir lesen,

leben,

lieben.

Live life to its fullest.


Richard Branson

Text & Foto: PetissaPan

Satisfaction

Natürlich gibt es auch Sehnsuchtsorte, an die wir immer wieder zurückkehren wollen und werden, und uns angekommen, geborgen, aufgenommen fühlen, und fasziniert – alles und jeden – neugierig aufsaugen; was nur möglich ist, weil sie uns in der Ferne, zurück in der Heimat, dann fehlen werden: diese vertrauten Fremden.

Fremd ist Heimat jedoch nie & niemals.
Ein Gefühl wie die eigene Westentasche vielmehr.
Sie ist Schutz und Liebe.
Und pure subjektive Schönheit. Und das Gefühl „Hier-bin-ich-weil-ich-genau-hier-der-oder-die-sein-kann-die-ich-sonst-nirgendwo-bin“:

Verwurzelt – verliebt!
Heimatgebettet – geliebt!

Das innere Kind weiß den Weg.

Peter Horton
Lichtentaler Allee (Baden-Baden)

Text & Foto: PetissaPan

Stürmisch

Wie ein Macher, Dinge dynamisch ins Laufen bringend, in faszinierend windigem Supersonic.

Spielerisch fast, vor allem aber charmant und zuckersüß leicht. Dabei stetig auch sanfter bis stürmisch wehend allerdings, auf festgefahren staubtrockener Autorität.

Anpackend, bewegend, aufwühlend so, und alle und jeden mitreissend, wie der Wind. Über Grenzen.

Die Mitläufer.

Die Bewunderer.

Die Zweifler.

Und die, die ihn sehr gerne einmal können.

Und es gibt kein Entziehen: Nicht für die Kleinen, die davon profitieren werden. Und nicht für die blühendere Landschaft, die bleiben wird, selbst wenn er geht.

Erkennend und sehend, und doch sich einen Dreck darum scherend, was andere davon halten.

Und genau so und nachhaltig, (s)ein – natürlich völlig subjektiv – kluges, faireres Umdenken bewegen, und etwas in (s)eine Richtung bringen, bis er selbst wieder – sweet lächelnd – abspringt und woanders bewegt.

Der Kobold.

Der Querdenker.

Der Einzelgänger.

Sahnig, stachelig, erfrischend. Warum nicht drei Wünsche auf einmal, wenn man kann?

Denken können alle, nachdenken viele, vordenken wenige, querdenken nur Mutige.

Carl Fröhlich (Wo der Name Programm ist.)
FREIburg

Text & Foto: PetissaPan

Amalfi

Du schließt die Augen und siehst dich in dieser Bar von damals. Einer Bar in einem großen Saal, mit einem opulenten, mit farblosem Kristallglas behangenen Kronleuchter, der ein schummriges Licht nur über alles und jeden wirft.

Crème de la Crème.

Du siehst die antiken Möbel im Jugendstil. Die naturbelassenen Ledersessel, weich, fast flauschig, in einem warmen Braunton, und die lange Couch, welche sich an der Wand gegenüber der Fenster, über die gesamte Länge des mondänen Raumes erstreckt.

Wenige luxuriöse Stühle aus geschwungenem Holz mit goldfarbigen Bezügen. Kleinere hochelegante Tische im strengeren Art déco davor, die kontrastreich in Form und Farbgebung sind und zwei Jahrzehnte weniger alt.

Beeindruckende Vorhänge rahmen die raumhohen bodentiefen Fenster. Sie fallen schwer in einem satten dunklen Grün aus Samt und seidigem Brokat auf den KirschbaumBoden, den sie bisweilen sanft streicheln. 

Eine Spur Tabak liegt in der Luft, und Musik, die genau hier in diesen Raum gehört, die du nicht kennst und nie mehr wieder hören wirst.

Every saint has a past, and every sinner has a future.

Oscar Wilde
Freiburg. Die vielleicht schmalsten Gassen des Landes, Bächle, und – 2019 frisch gewählt – die freundlichsten Menschen. Hier. Heaven.

Text & Foto: PetissaPan

Schabernack

Luxuriös, mondän und gebremst zurückgehalten, grummelt mein bestes Stück, tief und majestätisch, durch die schlafenden Straßen der Stadt. Langsam. Achtsam. Ich kann ihn kaum halten. Wir wollen raus. Uns austoben. Und die rund 400 PS zucken an jeder roten Ampel nervös unter unseren Hintern. Pure Vorfreude. Und Randy Andy juchzt und jault vor Freude spontan auf, als wir die letzten Häuser der Stadt hinter uns lassen. Autobahn, linke Spur: hier sind wir!

Erwachsene sind Jugendliche ohne Visionen.

BAD – girl

Text & Foto: PetissaPan

Siebtens

Marzipanweiße Wolken über – im ersten, zweiten, dritten Himmel – paralleldatender Gesellschaftsleere; fluffig unverbindlicher Peter-Pan-Männer hinter schönen Mauern aus nonchalant zwinkernden Smilies; und Cinderellas, die hunderte Wege gehen könnten und den regenbogenfarbenen singend entlang trödeln.

Wegwerf. Wegwisch. Zeit vergeht, sekündlich. Und nur die Kruste einer fabelhaften Crème brûlée. Darunter verkannt.

Nur Tiefseeküsse bekennen Farbe. Denn Blau ist die Hoffnung.

The only people I would care to be with now are artists & people who have suffered: those who know what beauty is, and those who know what sorrow is: nobody else interests me.

Oscar Wilde

Text & Foto: PetissaPan; Und immer wieder Oscar.

Good times

Für die traurigen Pessimisten, die, so provokant, stetig strahlenden Optimisten. Glückskinder!

Naturfreunde. Kaninchenzüchter. Hunde- und Katzentypen.

Die verrückten Köpfe, gewollt Gesellschafts-Normale, sparsame Häuslebesitzer und Luftschlossbauer.

Für stolze Helikoptermütter und Spießer. 

Für die Moralapostel, Einzelgänger und Rächer. Priester.

Für Verräter, Sadisten und Masochisten. 

Für jeden glücklichen Egoisten.

Und für die sich selbst aufopfernden Gutmenschen unter uns. 

Tausendsassa, viel- und hochbegabt. Kinder im Herzen. Alte Seelen.

Für die Erfolgreichen und die Gescheiterten, die Bauch- und Kopfmenschen, Naturwissenschaftler und Geisteskrieger, Revolutionäre, Mimosen, Feiglinge und Matratzensportler. 

Spirituelle und Schubladendenker.

Alphas, Betas, Zebras.

Everybody’s Darling.

Provokatrice.

Nichts ist so aufreizend wie Gelassenheit.


Oscar Wilde
Echt unecht

Text & Foto: PetissaPan

Uitnodiging

Weil Glück gibt. Ganz von selbst. Ganz von allein. So einfach, beiläufig beinah‘, reicht es Hände, schenkt ein Lächeln, händigt Zuspruch, spricht Mut. 

Nackte feine Unterarme, seidenweich, und von streichelnder Sommersonne, bei schönen 22 Grad heute geküsst. Du bist so schön. Besonders. Und als du an den Blüten stoppst, die von einem der Gärten, heraus zu dir auf deinen Weg reichen, um daran zu riechen, geradezu hinreißend.

Lächeln schubst. Gönnen zu können, weil du selbst viel hast. Völlig egal von was.

Im Reinen bist.

Glücklich wie es sein kann, wenn es ist.

All you need is faith, trust and a little pixie dust.


J. M. Barrie / PeterPan
Disneyland

Text & Foto: PetissaPan