Mischievous

Kultur ist der Sieg der Überzeugung über die Gewalt.

Platon

Ich schließe die Augen: Safran. Eine winzige Prise nur, und Reisgerichte, Kuchen, Eis – alles wurde wie in sämige Sonne getaucht. Eine winzige Brise von diesem Land auf meine Haut, und ich dufte viele lange Stunden nach einer angenehmen süßen Schwere, die durch eine grüne Note im Hintergrund überraschend leicht doch bleibt; während ich durch geliebte Rosengärten schlendere. Mich treiben lassend, in überirdischer Schönheit.

So dann, so der Sommer schwül-warme Nächte hat, gehe ich mit dir flanieren. Sehnsuchtsvoller Lustkauf. Safran & süß.

Luxuriöse Unschuld. Meins!

Text & Foto: PetissaPan (Foto: Iran 2013)

Schnittchen

Ich sehe die Natur als etwas Leidenschaftliches, Stürmisches, Unheimliches und Dramatisches an – wie mein eigenes Ich.

Pablo Picasso

Nur der regelmäßige Rückzug von der Welt erlaubt es vielleicht, objektiver nachzudenken, wohlig nachzufühlen, glucksend nachzugeniessen und sich im erlebten Glück freudig zu suhlen, um sich – danach erst & wieder – erneut voll und ganz in sie stürzen zu wollen.

So ist es wohl mit Genuss, den Menschen, der Liebe, ganz allgemein. Andernfalls bekommt man Bauchschmerzen. Wie vom 5er-Pack Milchschnitte. Entzaubert. Atmen. Frei. Neu.

Text & Foto: PetissaPan

Falscher Knick

Rüttel rüttel, schüttel schüttel, und für Ansehen, Einfachheit oder Geld, mach‘ ich mir die Welt wie sie mir gefällt.

Wegwerf. Wegwisch. Zeit vergeht, sekündlich. Und nur die Kruste einer fabelhaften Crème Brûlée. Darunter verkannt.

Nur Tiefseeküsse bekennen Farbe.

Denn Blau ist die Hoffnung.

Is er leven op Pluto, kun je dansen op de maan;

is er een plaats tussen de sterren, waar ik heen kan gaan?

Het Goede Doel

Text & Foto: PetissaPan

Chiaroscuro

Das Leben ist erfrischender Gegensatz. Sichtbar machen, was fade sonst verblasst. Wie Farbe im Kontrast: springt und saftig pulsiert.

Ich möcht‘ so gern in einem leeren Zimmer wohnen und sein, und jeden Cent von Geld, für Reisen, gehen, und die Welt.

Nie aufhören zu lernen, nichts jedoch je wissen. Mit wachem Geist auf jungen Beinen, kindlich staunen und Talent und Kompetenz können vereinen.

Umgeben sein: von Ruhe der Natur, von nichts und allem, vom Puls der Stadt. Und weinend aufstehen und lachend fallen.

Unsere Sprache ist auch unsere Geschichte.

Jacob Grimm

Text & Foto: PetissaPan

Sfumato

Erde an Himmel und zurück. Tausendmal probiert. Gefühl, welches sich nicht täuschen und dich fast verblühen lässt. Schroff ausgegrenzt, schillernd geblendet nur, in wilder Wiese frech spazierend. Allein am Rand. Die Tritte aus Gewohnheit, Feigheit. Und du gehörst nie irgendwo dazu.

Fern von Echtheit, trotz Leidenschaft und Potential. Schweigend, unverstanden, selbst wenn du sprichst. Taub geworden in ständiger Kritik, und das Besondere in eigener Welt sehend dafür. Millionenfach. Tausendschön. Die rosarote Brille, jede Stunde, jeden Tag.

Erstrebenswerte Unbefangenheit. Besänftigt und wie schwer gegossen, soft bunt malend.

Fruchtige Süße.

Geliebte.

Dein Zauberstab für Glitzer überall.

We had nothing to lose, nothing to gain, nothing we desired anymore – except to make our lives into a work of art.

Lana del Rey
With a fire for every experience !!

Text & Foto: PetissaPan

Leidenschaft

Sommersprossen sind Sterne wie am Himmelszelt. Schlupflider geheimnisvoll, verwegen, frech. Rote Zahlen auf den Konten sind erfrischend. Grübchen und Brüche: schlicht hinreißend. Und Schreibfehler und kleine Patzer werden interessant vor allem sein.

Nur Perfektion ist nur eines: langweilig.

Selbstverpetze oder strahlende Neugier und Mut? Mit nur 20% Einsatz erreichst du 80%. Für die verbleibenden 20% brauchst du hochkonzentrierte 80% deiner Energie.

Never stop playing

Iris Apfel
Ein Lieblingsplatz

Text & Foto: PetissaPan

Deli

I’m an incurable optimist, and I like it that way. It’s enabled me to remain hopeful and future-focused. Attitude is everything in life and in business.

Richard Branson

Das Beste sehen, fördernd, antreiben. Erkennen, gehen, laufen, rennen und lass‘ gelebte Träume überwiegen. Und Grellrotes wird zu süßen Erdbeeren, die püriert mit locker aufgeschlagener Sahne vermischt, ein sanft-weiches Pastell ergeben und dir schmecken werden, weil wieder paradiesisch dann im Geschmack.

Zeitverzögert.

Ruhend.

Geh und träum‘ weiter.

Völlig in eigener Welt. Leicht und gesegnet, mit dem überhaupt größten Geschenk, einem Leben, Glückskind! Einem frischen Denken, einem aktiven Tun, deinen Zielen. Verschlafenes Märchen, sorgloses Mädchen: faszinierend fremd aus Tausendundeinernacht. Denn du trägst Magie.

Make a wish!

Text & Foto: PetissaPan


Enfant terrible

Choose only one master – Nature

Rembrandt van Rijn

Wie ein Macher, Dinge dynamisch ins Laufen bringend, in faszinierend windigem Supersonic. 

Spielerisch fast, vor allem aber charmant und zuckersüß leicht. Dabei stetig auch sanfter bis stürmisch wehend allerdings, auf festgefahren staubtrockener Autorität. 

Anpackend, bewegend, aufwühlend so, und alle und jeden mitreissend, wie der Wind. Über Grenzen.

Die Mitläufer. Die Bewunderer. Die Zweifler. Und die, die ihn sehr gerne einmal können.

Und es gibt kein Entziehen: Nicht für die, die großzügig Köpfe statt Hände schütteln. Und nicht für die blühendere Landschaft die vielleicht bleiben kann, selbst wenn er geht. Fliegender Holländer du und so viele andere!

Spasibo!

Text & Foto: PetissaPan

Fantastig toch

Gerade, geradeaus;

gerade auch, wenn der eigene Maßstab, der auch für die anderen sei.

Eine glatte und sorgfältige Ausarbeitung interessierte ihn dann nicht mehr, denn sie trug nichts mehr zur Verwirklichung seiner künstlerischen Absicht bei. Im Gegenteil – sie konnte sogar den Betrachter von dem dramatischen Geschehen ablenken.

Und so blieb er dabei und ließ die Leute reden.

Gombrich über Tintoretto; 16. Jhd.

Und Venedig ist uns wohl nicht halb so gut, wie der Wunsch, das anvisierte Ziel, die Person zu sein – sein zu wollen – die man selbst anzutreffen wünscht.

Moskau?

Vielleicht vielleicht!

Stalinistischer Zuckerbäckerstil

Text & Foto: PetissaPan – war in Moskau; Zitat: „Die Geschichte der Kunst“ E.H. Gombrich

(Lebens)künstlerleben

Ihr müsst die Reichen und die Noblen bedienen, weil ihr nur so leben könnt.

Apelles

Mit wechselnden SugarDaddys, schwer behangen und gebückt aus pompöser KitschKutsche steigend. Oder mit den knackig gutsituierten Jünglingen aus juwelengebettetem Elternhaus, klirrend goldene Eier legend.

Nimmerland ruft zum Glück. Dich Träumerin, dich Kind, dich unbescheidene Schlampe, die du nun mit den Superreichen und Spinnern verkehrst. Weil du willst. Genau so. Mit purer Freude.

Spielzeit.

Liebe.

Augenscheinlich. Zur und wegen Kunst.

Tiepolo, der gewitzt so malen wollte, dass vieles nicht war, wie es augenscheinlich erstmal schien.

Text: PetissaPan; inspiriert von Alexandre Dumas.