C`est beau la vie

Eine noch größere Liebhaberin, der erfrischenden Malerei von Claude Monet, berührt aber auch Chagall, mit seiner farbenfrohen Kunst mein Herz, und hat einst sehr viel Schönes gesagt.

Paris! Für mich gab es kein schöneres Wort. (Marc Chagall)

.. Für mich gibt es seit einigen Jahren keinen schöneren Ort.

Bauwerke, Geschichte, Romantik & Kultur. Die genießerische Art der Franzosen dort. Busy, aber bewusst. Zeit zählt – bei jeder Gelegenheit aber zelebriert. Croissants, Petit Fours, süße Herrlichkeit. Und die sonstige Küche? Unerschöpflich reich, lecker, kulinarisches Schlaraffenland.

Mag sein, dass ich schon etwas besessen bin, von der französischen Metropole.. Denn immer wenn ich zwischen zwei Produkten schwanke, und auf dem einen die Buchstaben P A R I & S, in genau dieser Reihenfolge stehen, wird es „Paris“.

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Chagall & benötigtes Chichi.

Zudem mag ich das Zitat „C´est la vie“, und das Symbol des Eifelturms. Beides so sehr, dass würde ich mich jemals tätowieren lassen, es diese beiden Dinge werden würden. Noch lieber aber, trage ich Paris ganz einfach in meinem Herzen.

 

Pavlova & Pawlowa

Um Pavlova zu kennen, muss man nicht zwangsläufig BallettVerehrer sein. Und die wenigsten Primaballerinen, werden jemals diesem Genuß gefröhnt haben, oder es künftig beabsichtigen. Kalorienreiche Lust!

Eine reinweiße Baisermasse in volumiger Kuchenform, die an das Tutu, der Anna erinnern soll, beziehungsweise welches die Bäcker inspirierte. Außen herrlich knusprige Meringe und innen weicher, voller, pudergezuckerter EiSchnee. Gebacken, wird sie danach mit Sahne und Früchten aufgefüllt, serviert, verspeist.

Honigsüss und gehaltvoll, wie der Tanz dieser Russin auf den Bühnen rund um den Globus von 1899 – 1931.

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„Der sterbende Schwan“, wurde eigens für sie inszeniert. Und die Neuseeländer und Australier streiten sich noch heute darum, wer die Torte und die Törtchen ihr zu Ehren erfunden hat.

Sicher ist: die Schweizer waren es in diesem Fall einmal nicht. Aber selbst ein deutscher Bäcker mischte mit. Die Beweislast der beiden anderen Länder aber tragender, und der Deutsche Jahre zu spät. Nevertheless haben wir auch tolle Torten hervor gebracht..

Die Pavlova schmeckt lecker, ist aber hierzulande tatsächlich selten anzutreffen. Oder bin ich nicht oft genug in Cafés, oder habe zu wenig darauf geachtet?

Ein golden knuspriges Brötchen, mit echter Butter und feinem Imkerhonig oder hausgemachter Marmelade ist aber auch eine sonntagmorgentliche“ süße Feinschmeckerei.. Und Frau kann sich dabei ja in die Ferne träumen.. Neuseeland. Australien. St. Petersburg.

Brüsseldorf“

Ich bin ein echtes SchwarzwaldMädle.
Dort geboren und aufgewachsen. Mittlerweile wohne ich aber lange schon nicht mehr auf 800 Höhenmetern, und habe weit über 10x meinen Wohnsitz gewechselt.

Aktuell wohne ich in Brüsseldorf“.

Meine zerrissene Mischung zwischen Brüssel & Düsseldorf: Herz wünschte ersteres – Kopf sagte letzteres.

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Mein Herz also, wollte zu gerne in die belgische Hauptstadt, in der ich vor wenigen Jahren schon einmal für ein Jahr wohnte und arbeitete.

Beruflich bedingt aber, wurde es dieses Mal die schicke Metropole am Rhein.

D´dorf, oder auch kurz:

: D

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Zugegeben: der Anfang war schwer! Zumal ich vor knapp 3 Monaten, im November hier ankam. Und gibt es einen tristeren und graueren Monat oder Moment, zu dem man eine neue Stadt ins Herz schließen könnte, als diesen Monat im Spätherbst?

Die Stadt war nackt und grau und ohne grün. Was sie momentan ja noch immer größtenteils ist. Viele Regentage, eisiger Wind, graue Mäntel, schwarze Schirme, Pfützen und etwas energieBefreiter HerbstBlues der hiesigen Bewohner.

Da blieb es anfangs verheißungsvoll sich verträumt nach Brüssel zu sehnen: Die schönen Parks rund um die Innenstadt, Montgomery, Merode – Park Cinquantenaire, und bei Uccle.

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Die gemütlichen kleinen StraßenCafes, gerne um den Sablon herum. Die schicke Galerie am Grote Markt. Aufheiternde Comics an den Fassaden diverser Häuser.

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Das neckische Maneken Pis: jeden Tag neu & witzig eingekleidet.

Pommes, an jeder Stassenecke. – Meine Liebsten, am Place Jourdan unweit der EU. Überhaupt: Pommes, gebadet in Rindernierenfett, was in Deutschland angeblich nicht mal erlaubt ist. Aber die waren doch so herrlich lecker!!

Ich fing dann an meine TagTräumereien zu necken.. daran zu kratzen. Und was kam hervor? Dass der November in Brüssel zumeist auch trüb und grau und nackt war. Und dass ich dort diese Jahreszeit auch in Galerien, Ausstellungen, Zuhause und somit allgemein Indoor verbracht hatte.

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Düsseldorf mag ich inzwischen längst.

Diese Stadt hat – so verständlich(!) – (m)eine Chance bekommen. Und ich freue mich schon wie ein kleines Kind aufs Frühjahr und die erstes grünen Knospen und Blätter der Bäume.. Auf Stassencafes.. Draussensitzen.. Buntere Kleidung, die nicht bis zur Nasenspitze den lächelnden Mund verhüllt. Und die zugängliche freundliche Art der Rheinländer. Und dann werde ich auch über diese Stadt so schwärmerisch berichten können, wie ich es über Brüssel kann.

Bis dahin verbleibe ich städtetechisch mit: Et kütt wie et kütt, (Auf flämisch übrigens: Het komt zoals het komt.) und:

Ich wohne in Düsseldorf!