„Alice bleibt 17 im Wunderland“

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Puh. „Good girl gone bad“. Dieser Duft startet mit einer klebrigen, aber doch sympathischen Süße. Süffiger Aprikosennektar! Irgendwie schwingt da auch gleich etwas mit, was ihn interessant macht. Oder ist es nur der provokante Titel? Typisch Kilian eben.

Die pappige Süße von „Good girl gone bad“ kann spontan an eine etwas trotzige und überreife junge Dame erinnern. Beengt in ihrer bisherigen Welt offensichtlich, verärgert, raus wollend. Marzipan und Lollipop sind Nuancen die wir herauszuriechen zu meinen, die dann bald aber immer mehr von einer sehr frechen, annähernd düsteren animalischen Schwere richtiggehend überrollt werden. Schade um das Marzipan, wäre das so brav geblieben wäre es ein schöner Herbst- und Winterduft geworden. Das Liebe aber weicht und verfliegt früh, so, wie sich „das nette Mädchen von nebenan“ von ihrem Zuckerpuppen-Image verabschiedet. Für immer. Für eine einfache „Sexy Hexi“ ist das aber alles auch nicht mehr leicht genug und viel zu kompliziert.

Dieser Kilian riecht bisweilen wie pures Moschus. Holla die Waldfee! Und dabei befindet sich dieses animalische Gut nicht mal in der Duftpyramide. Jasmin und Amber zicken sich gegenseitig etwas an, und die Narzissen spenden immer wieder Dosen einer spitzen, etwas stechenden Blütenfrische. Die zu riechende Rose duftet benebelt, altmodisch und verstaubt. (Schön für mich, denn ich bin absolut „out of fashion“, und liebe alles was vom Mainstream längst schon wieder abgeschrieben ist.) Die Nische mögen, das muss Frau bei diesem Parfum, denn Mainstream ist dieser Duft nicht. Anstrengend bisweilen, da er sich, einmal aufgesprüht immer wieder neu entwickelt. Jede Nuance darf vorübergehend dominieren, muss gehen, um dann erneut zu erscheinen und alle anderen in den Hindergrund drängen. Rebellin! Rebellisch! Alles hier im Flakon.

Zugegeben langweilig wird es mit diesem Duft nicht, aber er ist leider sehr dumpf – etwas plump? Und gewollt böse heißt nicht, dass das auch gekonnt ist.
An hellen Frühlings- und Sommertagen getragen wird damit auf jeden Fall das ganze Umfeld verwirrt. Das habe ich selbst so erlebt. Nicht unbedingt positiv allerdings. Es passt einfach nicht.

Wenn ich diesen Duft einer Frau zuordne, denke ich spontan an Kate Moss in ihren 20ern: Keine Party ausgelassen, verrauchte dunkle Clubs, Alkohol, Sex, Drugs und Rock `n Roll.
Für weiche feminine Frauen finde ich „Good girl gone bad“ zu überladen. Wir können auch charmanter unsere Grenzen setzen und uns cleverer geheimnisvoll inszenieren.
Aber alleine um „Alice“ mal zu schauspielern? Viel Spaß beim Verwirren!

 

Salz auf unserer Haut

Für Meerjungfrauen oder welche, die einfach gerne eine frische Brise riechen mögen, ist diese Handcreme von Crabtree & Evelyn ein Segen.

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50 Gramm Meer in der Tube.

„La Source“ trägt überraschend intensiv den Geruch von salziger Luft und Meeresalgen. Wunderbar erfrischend für einen Nachmittag in der Stadt, für einen Spaziergang an Rhein, Donau oder Inn, um sich einfach etwas Blaue Frische in eine Stadt zu holen, in der die See keinen Einfluß nimmt.

Diese Handcreme ist eher sportlicher Natur und passt besser zu Jeans als Blumenkleid – weniger zu Gretchenzöpfen denn zum Pferdeschwanz, für anpackende oder sportliche Stunden, denn zu den romantischen.

Hallo Arielle!

Die rosarote Brille

Himbeerbaiser. Zuckerwattenwolke. Über den Wolken. Noch meht Lust auf Stewardessen-Style? Gestern in Blau-Weiß mit Paspeln – von Gucci. Heute vielleicht Chanel? In verspieltem Rosé, neckischem Schnitt und erwachsenem Auftritt?

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Gegensätze ziehen sich bekanntlich sowas von an. Und was gibt es verwirrenderes, was ergibt ein reizvolleres Spiel, als eine toughe Frau in einem unschuldig angehauchten Dress? Chanel hat es mal wieder geschafft: Frau ist bis in die Haarwurzeln begeistert anlässlich diesem kaum zu toppenden femininen Look mit der zartesten Note ever.

Kindliches Stauen.

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Hach, und tatsächlich sind wir doch so anders. Und nicht nur im Flieger: Uns nimmt Keine(r) die Butter vom Brot. Allein schon weil wir mit Mitte 30 wie Mitte 20 aussehen können, und uns manchmal noch stets wie 15 fühlen – eine 50-jährige Weisheit aber besitzen. Chapeau! Dieses Dress aber braucht nun wirklich keinen Hut.

Großstadtdschungel

An manchen Tagen dürfen, wollen oder müssen wir Raubtier sein. Mehr gefürchtet als geliebt dann, aber effektiv. Immerhin verstehen wir Frauen uns darauf unser gelegentliches Raubtier-Sein hübsch zu verpacken. Vielleicht mit sexy Ballerinas und Strümpfen im Leopardenlook? Everything´s possible. Ob Leo, Gebhard oder Löwe. – Heute ein König.

Insgeheim wissen wir aber sehr wohl:

Ein Floh kann einem Löwen mehr zu schaffen machen, als ein Löwe dem Floh (Aus Afrika)

Manchmal schaut´s aber schlicht nice aus – oder es hilft ein kurzes Aufbrüllen. Viel Freude mit Look & Noise.

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Doppelt gemoppelt hält besser: Ballerinas von Kiomi. Kniestrümpfe: Falke.

Morgen sind wir dann wieder Floh.

Vielleicht.

Neuzeit-Fusion

Ging früher überhaupt nicht und heute gibt ist es keinen müden Blick mehr zu: Zur Farbkombi Pink-Orange.

– Allein wegen der Farben zumindest. Pink-Orange muss nun in Schnitten und Styling und interessanten Zusammenhängen glänzen und brillieren. Die Farben allein – zusammen, sind nämlich bereits auf dem guten Weg zu einem neuzeitlichen Klassiker. Alltäglich gewordene Shocking-Colors die sich verdammt gut machen. Pink mit Orange hat doch mehr Energiewert als eine Tasse doppelten Espresso. Orange mit Pink ist „Flying – Pink Bull“. Oranje-Pink für Uni & Büro: Wachrüttler, Farbsegen, geniale Kombi – schlicht zum lieb haben. Wir lieben es!

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Nagellack: YSL No 2 (Orange Fusion), Kugelschreiber: Caran d´Ache in Neonpink. Prima Couple!

Frankophil

Gestern in der Stadt aufgeschnappt und so gar kein „Schnee von gestern“. Der charmante Franzose im Restaurant neckte seine attraktive Kollegin mit dem frechen Spruch:

Meckern kannst du – aber küssen willst du nicht!?!

Sie musste darüber genauso herzlich lachen, wie ein paar der Gäste die zugehört hatten. Wie schön immer wieder – der herrliche Charme der Franzosen und deren erfrischende Lebensart, deren Leidenschaft für Genuß, das Leben und die Liebe.

Es wird Zeit für Paris!

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Monet – What else!?!

PS, an die Vorsichtigen unter uns (und aus gegebenem Anlass): Andere Länder & Städte leben seit Jahren mit dem Terror. Eine wahre Liebe kann und wird nichts trennen.

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Paris. With love!

Camouflage

Es gibt Tage, an denen Frau einfach nur gern unsichtbar wäre. Dazu können die Augen hinter einer großen Sonnenbrille verdeckt werden, der Body unter Quadratmetern wallernder Stoffe oder der Bad-Hair-Day unter Mütze und Hut. Womit Frau trotz Camouflage-Print nicht unsichtbar ist, ist diese Jeans hier.

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„Bad Religion“, – erspäht im Schaufenster beim flotten-daran-vorbeigehen-wollen.

Diese Jeans setzt lange schlanke Fohlenbeine der weiblichen Homo sapiens perfekt und gekonnt in Szene. Kein Weggucker im ursprünglichen Sinne von Camouflage – ein flashy Hingucker! Liegt im Trend des hiesig (D´dorf) stark sportlich eingefärbten Mode- und Straßenbildes. Dieses freche Beinkleid wird aber auch anderswo einen guten Zweck erfüllen und nachhaltig Eindruck hinterlassen. Militärischer Print, widersprüchlich untermalt mit freundlichen Blütenblättern, die sich auf einem derb aussehenden Jeansstoff, sanft und weich, eng um Beine und Hintern schmiegen. Hat was!

Hund im Haar

Eher der Hunde- als der Katzentyp, habe ich mich seit jeher für Hunde begeistern können und auch schon zwei Mal einen eigenen besessen. – Wobei ich „besessen“, jetzt, da ich es geschrieben habe, ein ziemlich unschönes Wort für ein Lebewesen finde. Tolle edle Hunde – auch Jagdhunde – sind beispielsweise, der bildschöne Weimaraner und der hübsche Magyar Vizla. Groß beziehungsweise mittelgroß, ein athletischer schlanker Körper, ganz kurzes glänzendes Fell, lange Schlappohren, die edle spitze Schnauze und ein sehr lebhaftes, schnell gelangweiltes und intelligentes Wesen. Diese Hunderassen wollen gefördert werden, sie sind wunderschön, – am wunderschönsten in Bewegung, bei der Arbeit, anspruchsvoll und lernbegierig.

Dackel sind da etwas anders. Ich selbst muss aber jedes Mal hinschauen und lächeln wenn ich einen sehe. Und ein Dackel hat einfach Charakter, einen sehr eigenen Kopf, ist einen Ticken arrogant vielleicht, sporadisch furchtbar divenhaft, unnahbar eigensinnig, und lebt etwas in seiner eigenen Parallelgesellschaft – zum menschlichen Haushalt.

Treffe ich ein derart faszinierendes Geschöpf in City oder Park an, – bevorzugt in rötlicher Fellfarbe und bitte immer (!) kurzhaarig, so komme ich oft nicht umhin, dessen Besitzer zu fragen, ob ich diesen mal eben kurz streicheln darf. Den Hund – nicht den Menschen. Obwohl auch der Hund, das nicht immer sichtlich genießt. Und dann lass ich es eben, hoffe auf den nächsten, und denke daran, dass ich irgendwann vielleicht mal selbst einen besitzen (besitzen, Besitzer, besessen, schon wieder) werde.

Und wer sich gerne bis dahin nur mit seinem Motiv schückt: bitte & wau:

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Hund im Haar. Neckische Dackel als Haarspangen.

Flamingos im Schnee

.. gibt´s als Buchtitel bereits. Fiel mir aber spontan ein, als ich heute Früh einen Blick auf den (noch wenigen) Schnee im Garten geworfen habe, und dabei meine Sachen für den Tag zusammen packte.

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Flamingos gehen einfach immer-immer. Weil sie immer-immer, und auf allem-allem gute Laune versprühen.

Leicht pfirsichfarben angetönte pinke VogelFederkörper, auf ellenlangen staksigen Stelzenbeinen. Zusammenhortung in ruhelosem, zickzack-laufenden Paarungstanzgelaufe, oder sanftes Entspannen. Sich bewundern, und die Sonne auf den „Pelz“ scheinen lassen. Urlaubsflair. Sonne. Sommer. Palmen. Schick gebogene, exzentrische Schnäbel und Hälse. Und wer etwas „washed-out“ aussieht, zieht gerade seine Brut auf, und gibt dabei, in der Mutter- oder Vatermilch, den Farbstoff seines Federkleides zu einem Teil an das Kleine ab. Wunderbar! Ab in den Tag!

Weiss wie Schnee

Es gibt da diesen Titel & des Liad“ dazu von Wolfgang Ambros:

“ .. Die Pyramiden von Gizeh – Die Woaheit is so weiss wie Schnee. .. Da Woid is weit, zu weit zum gehn´n – De Woaheit is so weiss wie Schnee. .. Hoffnung aus der Zukunft blickt. Da beste Freund schaut weg und nickt. .. Im Wein liegt nix mehr, ois Passee – De Woaheit is so weiss wie Schnee ..“

Auch wenn ich diese Art von Musik sehr gerne mag: Mir etwas zu „schwere Kost“ für den heutigen Beitrag. Hübscher nämlich ist es gerade Draußen. Schnee!!

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Endlich – das allererste Mal in diesem Winter, dass er hier auch liegen bleibt. Da es bereits zu tauen anfängt, vermutlich nur noch ein paar Stunden, aber immerhin: meine Freude ist groß. Im Hochschwarzwald geboren und aufgewachsen, und eine offene Leidenschaft für die eiskalten, langen, harten russischen Winter, habe ich mir Schneeflocken, Schneetreiben und Winterweiss schon die vergangenen Monate heiß gewünscht und herbei gesehnt. Nun ist es doch noch wahr geworden: Nach vielen Wochen Schmuddelpfützenwetter. Zauberhaft zuckerüberzogene Großstadt!

Ist weiss eigentlich überhaupt eine Farbe? Ich weiß es nicht. Was ich weiß und euch hiermit verate: Weiss ist mein Liebling. Das mit den weißen Blumen (Schneeglöckchen bis Rosen) kennt ihr ja bereits.. Aber auch so: ich mag die reine, duftige, pure Frische von Reinweissem.

Wenn es um meine Garderobe und den Kleiderschrank geht, geht es dort ziemlich kunterbunt zu. Auch im Alltäglichen mag ich Mustermix und Farbenvielfalt sehr, und zelebriere dies. Zu besondereren Anlässen aber: – Ein tolles Event, ein toller Moment, ein schöner Sonntag mit der Freundin, Schaufensterbummel unter blühenden Bäumen, ein erstes Date, ein toller Mann, – wähle ich, so es wettertechnisch funktioniert und es der etwaigen Etikette entspricht: Weiss. Weiss ist traumhaft. Brav und entzückend. Wie Frauen an manchen Tagen eben auch. 😉

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Ohhh – Mein Frühling- & Sommertraum von einem Kleid. Mit hautfarbenen LackPumps und weissem Strickjäckchen kombiniert. .. Mein Trost – wenn das Weiss Draussen bald verschwindet. ;-)