Schall & Rauch

Turgenev erneut, weil es so schön war:

Als ich in den Jahren 2010 und 2011 für eines in Moskau wohnte, fiel mir auf, wie jeder Russe mit dem ich dort ins Gespräch kam, meinen Wohnort Baden-Baden kannte.

Nun ist Baden-Baden, gerade in meinen Augen, zwar besonders schön, aber doch an Größe, Einfluss und Bedeutung nicht mit vielen größeren Städten Deutschlands zu vergleichen. Verschwindend klein ist es, mit Luxus, der immer noch bescheiden punktet und den Stadtpuls mit viel Herz schlägt – ihn durchaus auch über die Landesgrenzen hinaus trägt.

Die Popularität dieser badischen Kleinstadt ist allerdings unter anderem – neben Thermen und Casino nämlich – vor allem Schriftstellern wie Turgenev und auch Dostojevski zu verdanken.
Turgenev lebte dort für einige Jahre.
Sein Roman „Rauch“ ist Schullektüre, so wie die deutschen Teenager Goethe und Kafka vertieft lesen, locker überfliegen, genervt wiederkäuen, innig lieben oder sich mit einem geistigen Kraftakt hindurch quälen müssen.

In „Rauch“ geht es mal wieder um die unerfüllte Liebe, der sich die alten russischen Schreiber so gerne wie gekonnt hingeben und sie liebe- wie schmerzvoll verkünstelt, wie auf rosarote Wolken schreibend, auf ganz gewöhnliches Papier bringen. Damit Stunden versüßend, – wie mit Kirschmarmelade gesüßter schwarzer russischer Tee.

„Laß doch dieses abscheuliche Baden-Baden und reise mit uns ab, befrei dich von dieser Verzauberung, vor allem aber: Hab Mitleid, hab Erbarmen.“
(Ivan Turgenev; „Rauch“ (1867))

Plätze, die, wenn wir sie kennen, hier lesend mit Leichtigkeit erkennen.
Personenbeschreibungen, die immer detailverliebt und oft humorvoll gewitzt daherkommen, bei ihm: Turgenev.
Die große Liebe über Stände: rasch, atemlos, wollend, – die die kleinere, vermeintlich gewöhnliche zerstört .. Welche jedoch still und stolz überdauert, hält, am Ende dann doch Bestand hat und sich erfüllend findet, fügt.

Ein Buch voll Sympathie und Antipathie für Menschen, und einer Liebe für einen besonderen Ort.
Wie Canetti meint, dass wir bei Menschen immer nur über ein paar wenige reden, sprechen, sinnieren vielleicht, so geht es mir selbst mit Städten:

An 20 oder 21 verschiedenen Plätzen, im In- und Ausland gewohnt, und spreche doch fast immer nur von einem: Baden-Baden.

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Text: PetissaPan
Foto: PetissaPan (Meer aus Fahrrädern vor der Universitätsbibliothek Freiburg)

Feine Liebe

Wir alle haben sie: Unsere erste wundervolle Liebe. Ob mit emotionalem Happy End, rationalem Vernunfts-Ende, Herzschmerz mit schachtelweisem Pralinen-Konsum, nachdem schließlich alles in einer Tragödie endete: Egal, sie war und musste gelebt werden! Ein scheues und gewitzt neugieriges Tasten in eine unbekannte Welt der Seele und Körper.

Ivan Turgenev hat darüber ein ganz hübsches Buch geschrieben. Mehr als 150 Jahre alt inzwischen und herrlich sehnend, wehmütig, mit Herzensschwere und natürlich ohne Happy End, wie es die Russen – mindestens die alten bekannten Schriftsteller – in ihrer gelebten Melancholie eben liebten, taten, gern umschrieben.
Schwelgen im Schmerz. Und mein Vanille-Eis schmilzt in der Sonne, tropft auf’s 60er-Jahre Dress.

Meine erste Liebe ist schon so einige Jahre her, und dennoch: manchmal denke ich noch an sie. Und immer gern, wie wirklich jeder den ich kenne. So unschuldig, vorsichtig, neu und entfesselt frei nämlich, wie „manch jeder“ sich wünschte heute noch einmal an eine Sache herangehen zu können.
Ich kann sagen, dass ich mir das Unbeschwerte erhalte, solange alles entweder schwarz oder weiß ist und ich nur bei schwammigen Grauzonen anfange zu schwimmen, mich schnell und deutlich beginne unwohl zu fühlen und mich eher früher – selten später ziere, winde, zurückziehe, da die Leichtigkeit geht und fehlt. Die, mit der alles steht und fällt eben.

So wie uns manch einer versucht diese Leichtigkeit mit Absicht zu nehmen.
So das Zitat Turgenevs und von Leichtigkeit schreibt er in „Erste Liebe“ auch besonders fein:

„Ich war ein Verliebter. Ich sagte, dass seit jenem Tage meine Leidenschaft angehoben habe; ich könnte indes hinzufügen, dass mit dem gleichen Tage auch mein Leiden begonnen hatte.“
(„Erste Liebe“ von Ivan Turgenev (1860))

Vladimir, süße 16, verliebt sich in die fünf Jahre ältere Nachbarin Prinzessin Zasjekina, die er, von unbekannten Gefühlen übermannt, naiv, unerfahren und sanft zu umwerben versucht.
Für Zasjekina aber ist und bleibt er damit und wer er ist ein Kind.
Sie läßt sich etwas schmeicheln, spielt mit ihm, formt ihn sich und hält ihn zum Narren wie sie ihn braucht, bis sie seiner schnell überdrüssig wird und ihr Interesse Vladimirs Vater und später einem reichen Monsieur gilt, mit dem das ganze Drama auf die Spitze getrieben ein unschönes Ende findet.

Die erste Liebe mag viele Jahre her sein, doch sicher sind wir alle sehr viel selbstbewusster, bewusster und sicherer im Umgang mit ihr im Allgemeinen geworden. Auch darin, auf die Meinung eines anderen nicht mehr Wert zu legen, wenn es sich dabei lediglich um einen Narren handelt, der unserem Glück, unserem Leben, unseren Plänen und unserer Liebe schlicht im Weg steht.

Das wünsch ich uns allen: Liebe zu leben, wie beim allerersten Mal!
Und Dummköpfe auszubremsen oder einfach unbeachtet im Dunkeln lachen zu lassen und für uns dort zu belassen.
Und Turgenev tat das sicherlich genauso.

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Text: PetissaPan
Foto: PetissaPan (Turgenevs Kurzprosa lesend – im Gras vor dem Theater in Freiburg im Breisgau)

Heaven

Max Frisch, Schweizer und ist einer meiner Schriftsteller-Lieblinge, hatte einmal in einem Interview, welche er übrigens nicht mochte und welche für ihn immer als eine Art Spielerei aufgezogen werden sollten, gesagt, dass das Leben schwer auszuhalten sei ohne sich auszudrücken.

Dies mag der Grund vieler Schreiber sein.

Wer sich schreibend besser ausdrückt, kann vielleicht heimlich schwer atmen wenn er im Leben unsanft bedrängt und von seinen Gefühlen überlagert wird, und nicht weiß, wie sich dann bestens verständlich zu machen.
Schreiben als Weg der Kommunikation und zu verstehen vielleicht. Wir schreiben Liebesbriefe, Gedichte, Blogs, Kolumnen, manche Bücher. Und so wie Hemingway sagte: “Write until you surprise yourself.”
Fakt: Der Himmel reißt nicht selten auf, wenn andere sich die Mühe machen, zwischen den Zeilen lesen zu wollen.

Was mich und viele andere auch und schon immer antreibt ist Schönheit.
Ich mag Menschen die innen, tief drinnen, unfassbar schön, weil gut zu und für mich sind, und denen ich mich genau aus diesem Grund öffnen möchte.
Für jeden – auch mich – sind doch genau diese die Menschen, bei denen wir uns wohlfühlen, denen gegenüber wir zugewandt sind, offen bleiben, unsere Hand reichend vertrauen, an deren Seite wir leicht gehen, hüpfen, springen, lachen, uns entfesseln, Mauern einreißen lassen, genießen.

Imagine there’s no heaven: Solche Menschen aber sind der Himmel voll Sterne für uns und nicht selten ein Leben lang unser Universum, um die sich bitte alles drehen darf und soll.

Vielleicht mögen wir nicht einmal nur Menschen, sondern auch Dinge die wirklich schön sind. Ästhetik, ein Auge für Schönheiten, und ein Gefühl, eine Schwäche für Besonderes.
Vielleicht haben wir als Kind in irgendwelchen Katalogen geblättert und, ohne auf den Preis zu schauen, auf jeder Katalogseite ein Kleidungsstück oder ein technisches Gerät herausgesucht. Das, welches uns jeweils am besten gefiel. Als Spiel und als Zeitvertreib. Und vielleicht war es immer das teuerste Stück.
Wir entwickeln unsere Vorliebe für Stil und Schönes immer weiter. So, wie auch ein jeder von uns seine ganz private Vorstellung von „Himmelhochjauzend“ und seinen himmlischen Träumen und Visionen hat.

Imagine there’s no heaven ..
Woran sollten wir glauben, wenn wir unseren Blick für das Gute verloren haben? Unseren Blick für das, was uns bedeutet, wofür wir stehen? Woran sollten wir glauben, wenn wir wahre Schönheit, Liebe, Qualität, Werte und Genuss nicht mehr erkennen?

“Der Himmel” – unser ganz privater – unsere ganz intime Vorstellung davon – kann so vieles für uns sein. Und der siebte Himmel ist immer wieder einer der liebsten, weil schönsten: Er ist rosarot, hängt voller Geigen und fühlt sich, mit marzipanfarbenen zuckerwattesüßen Wolken, so weich und wohlig an, dass wir uns besinnungslos und hingebungsvoll in diese fluffige Weiche fallen lassen wollen und können.
Vorübergehend “nur”?
Für immer?
Stürmisch, Strohfeuer, sanft, bedächtig, Seele, Körper, stille Abschiede, entgleiten, spätere Freundschaft, Points-of-no-return.

Wir können jedem der Menschen, vor allem aber jeder unserer Lieben, die wir auf unserem bisherigen Lebensweg erfahren durften danken.
Welche, die uns den Himmel auf Erden beschert haben ..
Welche, die uns unsanft von Wolke 7 oder “nur Wolke 4” unsanft abstürzen ließen. Imagine there’s no heaven .. Und keine samtig-sahnigen cremeweiße Wolken, sondern nur böses Erwachen, indem wir unsanft auf dem harten Boden aufschlagen.

Glauben an Liebe und Schönheit und das Gute sollte uns niemand nehmen.
Und so soll es für jeden sein und weitergehen.

Imagine there’s no heaven ..
Um festzstellen, dass es sehr wohl einen gibt!
In den unterschiedlichsten Ausführungen, die jeder ganz allein für sich definieren mag und soll.
Das kann Schönheit, Liebe, Freiheit sein.
Heaven!

Text: PetissaPan
Foto: PetissaPan

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Text: PetissaPan

Foto: PetissaPan

Märchenstunde

“Voglio vivere una favola”, ist die anonyme Inschrift einer Basilika in Florenz.
“Ich will ein Märchen erleben”: Auf italienisch nicht nur ein schöner Gedanke, sondern auch so sehr viel mehr klangvoller, als es die deutsche Sprache je her gäbe.

Ein Märchen erleben – wollen wir das nicht irgendwie alle? Wenn auch ein jeder seine ganz eigene Art hat dies zu kommunizieren, sich zu denken und heimlich oder offen darin zu schwelgen.

Eines meiner Lieblingsbücher ist “Sich verlieren” von Annie Ernaux, und genau dieses Buch beginnt mit diesem verträumten Zitat.
Ich weiß noch, dass ich es anhand dem interessanten Titel, vor 16 Jahren, in einem Buchladen gegriffen hatte und nur die vier Wörter las, die mich sofort begeistert und berührt haben. Manchmal geht es so schnell und wir sind entflammt. Deshalb, weil es, zumindest anfangs, perfekt passt. Das mag im realen Leben und in der Liebe genauso sein, wie bei Geschichten anderer, die wir verschlingen, weil sie uns und etwas in uns bewegen.

Entflammt, dafür brennen, gebrannt, und so bleibt es für mich mit diesem Buch. Ein Dutzend mal gelesen. Verträumt, sehnend und romantisch läuft bei mir eben immer. So war ich mit 20, so bin ich heute, und so werde ich mit 60 und mit 80 sein. So es so sein soll, dass ich dann noch bin.
Wer Romantik mag, wird sie nie aufgeben und geht auf, bei einer solch schmerzvoll verzehrenden, wie lustvollen Schreibe, deren Autorin sich in der Sehnsucht und Begierde einer wahren Begebenheit suhlt.

Annie Ernaux schreibt autobiografisch, so auch hier, und umso interessanter empfinde ich “Sich verlieren”. Sie beschreibt ihre einseitig mental gefühlte Liebe zu einem verheirateten russischen Diplomaten in Paris, der sich beide physisch hungrig hingaben.
Tagebuch-Stil, nah, und sehr bald durchblicken lassend, dass dies kein Märchen mit Happy End wird.

Dramatische Lieben schreiben mit die besten Geschichten.
Ein Weg ist es, so spannend zu leben, dass man Bücher darüber schreiben kann, – was zweifellos ein anstrengendes und kunterbuntes Leben ist und mit jedem Lebensjahr noch ein klein wenig anstrengender wird. Manchmal habe ich darauf keine Lust mehr und gehe trotzdem immer weiter, weil ich es eben doch so will.
Der andere Weg ist solche Bücher zu lesen und selbst in gesunder Mitte und auf ruhiger See zu schippern. Letzteres wollte ich nie, bis zuletzt vielleicht. Und doch kommt es so oft anders als man denkt, und hofft, und es sich ausgemalt hat.

Turgenev sagte einst einmal, dass es für einen Künstler nicht ratsam sei zu heiraten: Eine schlechte Ehe könne zwar etwas zur Entwicklung dessen Talents beitragen, eine gute Ehe sei jedoch fehl am Platz.
Ich denke, dass man das nicht pauschalisieren kann, merke jedoch an mir sehr wohl und deutlich, dass ich völlig verschieden schreibe, je nachdem wie es mir geht und welche Gefühle mich gerade umtreiben. Ich schreibe tiefer und mutiger, wenn ich Schmerz fühle. Und aus diesem Grund immer an mindestens zwei völlig verschiedenen Themen, Werken.
So wie jemand an manchen Tagen lieber tanzt, malt, lacht oder schweigt.
Wir sind so oft viel produktiver, wenn wir unten sind: Das ist wohl der Lebenshunger.
Wir werden gemütlich und bequem, wenn wir oben sind: Das ist vielleicht dekadente Übersättigung, nur die Erschöpfung, vielleicht aber auch die Dankbarkeit es geschafft zu haben.
Die Frage ist: was wollen wir und in welchem Maß und wann?

Vielleicht begegnen wir manchen Menschen schlicht zum falschen Zeitpunkt. Vielleicht hat manches einfach nur eine kurzfristige Bereicherung sollen sein. Vielleicht braucht manches Zeit.
You can’t always get what you want, und ist es manchmal besser nichts zu haben, als das nicht märchenhaft Passende?
Sind vielleicht ohnehin all unsere Träume und Luftschlösser nur Erinnerungen? Und vielleicht muss man an Märchen glauben, um überhaupt eines leben zu können.
Märchen leben? Ja, ich will! Aber, Hand auf’s Herz: wer will das nicht?

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Text: PetissaPan
Foto: PetissaPan

Run free

.. You can do whatever you really love to do,
no matter what it is.“

Ich habe mir gerade ein Fahrrad gekauft. Annonciert hatte ich in einem kostenlosen Stadtblatt, dass ich ein „altmodisches Citybike“ suchen würde. Und nun habe ich es.
Es ist alt für ein Fahrrad: 59 Jahre – aus dem Jahr 1959. Es ist ein Ein-Gang-Rad, gut erhalten zwar, aber es knarzt und ächzt, wenn ich auf leichten Anstiegen, in einer hügeligen Stadt, sanft, doch mit Nachdruck und Kraft, in die Pedale trete. Die Bremse greift schlecht, es hat ein paar Rostsprenkel hier und da, und es ist schlicht das wundervollste Bike, welches ich je gefahren habe. Besonders und lieb, treu.

Ich mag alt. Heute. Denn alte Dinge erzählen Geschichten. Neu ist mir inzwischen meist zu viel Wegwerf-Mentalität .. Doch das möge bitte ein jeder halten wie er es gerne mag. Ich habe auch Jahre gebraucht, bevor ich seit ein paar Jahren so denke.

Vor einigen Jahren fuhr ich aktiv Rennrad und hatte eine eigens für mich royalblaue Rennmaschine – später eine in Pink .. Jeweils mit tiefem Rennlenker und den schmalsten unbequemsten Sättel, welche bestimmt 30cm höher eingestellt waren, kamen sie schnittig, modern und super-sportiv daher. Rennradfahren war „ganz toll“ für meinen Rücken, geschmissen hat es mich natürlich auch und Oberschenkel hatte ich wie eine niederländische Eisschnellläuferin .. Na gut, so bildete ich mir das zumindest damals ein.

Und nun bin ich schlicht so glücklich, mit schlicht so einem einfachen alten Liebhaberstück, welches, als geschätzter und liebevoll restaurierter Oldtimer, gerade einmal einen dreistelligen Betrag gekostet hat. Es lässt mich aufrecht sitzen, die frische Schwarzwaldluft einatmen und mich wie in einer anderen Zeit angekommen fühlen. Surreal ein wenig .. Frisch & frech. Und ganz klar: irgendwann soll es ein alter knarzender Bentley, geliebt, gehegt, gepflegt, und mit Charakter für mich sein.

Wieso sollten wir nicht mit Gewohnheiten brechen, uns neu aufstellen und in Bereiche reinschnuppern, die wir noch nie kennengelernten?
Wieso nicht tun, was uns am Herzen liegt?
Es gibt keine Gründe dafür!

Und ansonsten liebe ich den turbulenten Service: Mit 16 Jahren gleich in ein Berufsleben gestartet, nie hübsch studiert und nebenbei gejobbt. So schön, mit Herzblut zu wirbeln, dauerzulächelnd und sich mit den Gästen zu freuen.
„My call is to serve“, Gelegenheitsjobs, Klamotten vom Second-Hand, einen zweirädrigen Oldtimer ..
Mein aktueller Freund könnte Chirurg sein und mein Ex vielleicht Manager. Sie könnten das dreifache bis zehnfache verdienen wie ich, und doch würde, täte, möchte und werde ich an meinem alten Drahtesel und Gelegenheitsjobs festhalten. Einfach, weil es mein Leben ist und es meine Entscheidungen sind. Und wer damit ein Problem hat, wer wir sind und für was wir stehen, der passt wohl leider nicht zu uns.

Wir sind eben nur authentisch, wenn wir tun was wir wollen und uns nicht 1.) für irgendwen verbiegen und 2.) für irgendetwas oder für den der wir sind schämen.
Und – viel wichtiger noch: wir sind nur dann glücklich und werden nur dann bleiben.

Ich wünsche euch viel Energie für eure Ziele einzustehen und nicht verteidigen zu müssen, wer ihr seid, was ihr liebt und für euren Weg.
Einfach machen. Gerne verrückt. Gerne kritisiert. Gerne belächelt.

Umarme dein Chaos
Verfolge das Ziel exquisite Erinnerung zu machen
Sei anders
Besonders
Sei du
Sei ein Rebell
Run free
Bevor die Zeit dazu vergangen ist.

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Text: PetissaPan
Foto: PetissaPan