Mission possible

Latein ist keine tote Sprache, sondern unsterblich und gerade ansteigender Trend. Ich mag sie! Auch wenn ich zwischendurch immer mal wieder kurz dachte, dass es eine Mission Impossible sei. Das Tempo an der Uni war mit zwei Semestern dafür ziemlich hoch.

Finally: bestanden und Haken dran!

Und was mach‘ ich nun? Spanisch, Portugiesisch, doch gleich meine Sehnsuchtssprache Russisch, oder nach dem Bachelor in Kunstgeschichte in einem Jahr – ein Fernstudium in BWL? Oder Italienisch, als die Sprache der Kunstgeschichte, und weil ich schon ein, zwei Jahre lang die feine Vision in mir trage, mich in vielen Jahren einmal in einen Mann aus dem schönen Tessin zu verlieben?

Die Zeit verweilt lange genug für denjenigen, der sie nutzen will.

Leonardo da Vinci

Und während wir alle so unsere Pläne machen – schlägt das Leben ganz andere bunte Kapriolen …

Ich zumindest beginne ab nun bei Null mit Spanisch und freue mich sehr über diese Wahl. Nebenher lese ich schnell Zitelmanns neuestes Buch, und über Francois Boucher, Charles Le Brun & E.T.A. Hoffmann sowieso, koche später Mashed Potatoes, trinke dazu Chocolat Chaud, gehe gleich laufen und mag Corona auch weiterhin sinnvoll, bunt & lustreich nutzen. Für Spanisch auf jeden Fall war Latein ein prima Türöffner. Ach, und mit Zitelmann würde ich auch mal einen Kaffee trinken; lieber noch einen ungesüßten Kakao. Nach Corona dann … Einer meiner zahlreichen wie vielseitigen Mentoren, die ich (dazu) nicht persönlich kenne(n muss).

I’ve never had more energy, and this isn’t about retiring.

Jeff Bezos

Action! Und die Hausarbeiten stehen konkret jetzt an. Dieses Semester ist nächste Woche vorbei.

TIPPS:

Französisch begann ich erst 36-jährig zu lernen, und hatte es damals im nachgeholten Abitur als Leistungskurs gewählt, um mich selbst stark zu fordern und motivieren zu müssen. Viel dabei geholfen haben mir neben den schulischen Unterlagen: Das Online-Programm „Babbel“ und das Hörbuch von Hueber, welches ich – heute noch – als Audible nutze. Mit Spanisch möchte ich es nun ganz genauso machen.

Es ist nie zu spät für irgendetwas. – Zu lernen, sich etwas selbst beizubringen, sich inspirieren zu lassen, umzuschwenken, durchzustarten. Ich will und werde.

bei Antib♥s 2018

Und für Französisch hatte ich noch einen 3-wöchigen Sprachkurs in einer Sprachschule in Antibes an der Cotê d’Azur absolviert. Antibes und das Institut kann ich ebenfalls sehr empfehlen. Bei Rückfragen dazu bitte per Email oder über Instagram. Hier lese ich die Nachrichten nicht.

in Antib♥s 2018

PS: Ich bin nun auch auf Twitter, aber twittere bisher noch nicht. Beobachte nur, und dort sind es für mich Weltgeschehen und die Politik. Auf Instagram bleiben es für mich schöne Fotos – mit mal mehr & mal weniger (tiefgründigem) Text.

(Werbung aus Überzeugung. Unbezahlt.)

Crème de la Crème

„Straight to heaven“, so hieß der Duft den er trug. Einen Hauch süß und wohlfühlend, fast vertraut, sich anlehnend, dann wohlig wärmend. Aber auch dunkel wie Zedernholz, unberechenbar, merkwürdig schweigsam irgendwie. Und dabei scharf wie Wodka. 

Er war tief, männlich, dominant, und zum Greifen hier und nah. Letzten Endes aber blieb er fern. Er war wie in Flakons abgefüllte Melancholie.

Du schließt die Augen und siehst dich in dieser Bar von damals. Einer Bar in einem großen Saal, mit einem opulenten, mit farblosem Kristallglas behangenen Kronleuchter, der ein schummriges Licht nur über alles und jeden wirft.

Crème de la Crème.

Du siehst die antiken Möbel im Jugendstil. Die naturbelassenen Ledersessel, weich, fast flauschig, in einem warmen Braunton, und die lange Couch, welche sich an der Wand gegenüber der Fenster, über die gesamte Länge des mondänen Raumes erstreckt. Wenige luxuriöse Stühle aus geschwungenem Holz mit goldfarbigen Bezügen. Kleinere hochelegante Tische im strengeren Art déco davor, die kontrastreich in Form und Farbgebung sind und zwei Jahrzehnte weniger alt. Beeindruckende Vorhänge rahmen die raumhohen bodentiefen Fenster. Sie fallen schwer in einem satten dunklen Grün aus Samt und seidigem Brokat auf den warmen Kirschbaumboden, den sie bisweilen sanft streicheln. 

Eine Spur Tabak liegt in der Luft, und Musik, die genau hier in diesen Raum gehört, die du nicht kennst und nie mehr wieder hören wirst. Und da steht er. Mittig im Saal. Man nimmt ihn einfach wahr, beachtet ihn gewollt wie bewusst. Er trägt einen klassischen Anzug, der wie angegossen an seinen schlanken jung trainierten Körper passt. Besonders edler Stoff, das erkennt man sehr gut. Vermutlich nachtblau von der Farbe her; vielleicht aber auch schwarz. Ein Frack würde genauso gut passen: In diesen Saal – für ihn. Er mag an die 55 Jahre alt sein. Trägt beinahe gänzlich ergrautes längeres dichtes Haar, welches er akkurat aus dem Gesicht gekämmt hat und das ihm, attraktiv gewellt, im Nacken bis fast an den Hemdkragen reicht. Er steht erhaben, ist knapp 1,80 Meter groß, und seine ganze Haltung und Gestik: aristokratisch, selbstsicher, Mann von Welt.

Sein Gesicht zeigt, dass er gelebt hat. Reif, intensiv, so reich an Erfahrung.

Seine Augen signalisieren, dass sie beinahe alles gesehen haben. Der Blick, was erlebt.

Seine Hände erzählen die Geschichte, viel berührt zu haben.

Er bläst den Rauch seiner Zigarre, die er in der linken Hand hält, aus. Dabei hebt er den Kopf und seine Augen sind genießerisch geschlossen. In der anderen Hand hält er ein schweres Glas mit honigfarbenem Rum, der sich darin, weich und ölig, nur langsam bewegt. Seine Aura fasziniert, erreicht, berührt auf seltsam nahe Art und läßt dich nicht los. Du verweilst ihn anzusehen. Man spürt seine Leidenschaft und Erotik, und du meinst du riechst dabei, ganz leicht bereits seinen Duft. Sein Blick hat dich noch nicht erfasst. Sein Kopf, weit weg, in eigenen Gedanken ruhend. Er kostet es aus hier zu sein. Inmitten der anderen Gäste, dabei aber allein für sich. Und er weiß sehr wohl darum, interessiert beobachtet zu werden.

Du siehst. Mit Freude. Neugier. Verlangend. Du riechst.

Das ist der Mann, das ist der Duft.

Wie oft hatte sie ihre Nase später an seinen Hals gedrückt, tief einatmend, seinen Geruch aussaugend, ihn aufnehmend. So verweilte sie dann Sekunden nur, oder auch minutenlang. Sie war tatsächlich vollkommen die Seine gewesen.

(Dieser Text ist die Eröffnung in meine 2015 veröffentlichte Novelle, die ich in Zukunft noch einmal überarbeiten möchte, bevor ich sie erneut publishe.)

Beltracchi Beltrugi

Die Welt will betrogen sein, und wenige können ihr dabei offensichtlich besser helfen als Beltracchi, der 1951 als Wolfgang Fischer geboren wurde und heute siebzig wird.

Frankfurter Allgemeine am 04.02.2021
Foto: FAZ

Wie Beltracchi das geschafft hat, was er geschafft hat, hat mich nicht nur im Rahmen meiner Wissenschaft sehr fasziniert. Die Lösung erscheint mir dennoch ganz einfach: Die Nachfrage bestimmt das Geschäft. Und Kunst ist ein so riesiges Geschäft mit so verlockend, verführerischen hohen Geldbeträgen.

Im Übrigen glaube ich daran, dass nicht immer der alte weiße Mann für sich allein gewinnen muss. Ich glaube auch nicht an Ignoranz, nicht an kaltschnäuzige Arroganz, und auch nicht an zu viel Tradition, Steifheit und Spießigkeit. Ich glaube stattdessen an neuzeitigen Teamgeist und offene erfolgreiche Menschen und Männer. Gerne auch alt und weiß.

Und zu Beltracchi habe ich mir in den vergangenen Wochen einiges angesehen. Wie gesagt : Schon im besonderen Maße faszinierend und spannend die ganze Geschichte & Kunst um ihn.

Beltracchi Beltrugi – vertrackt schöner Betrug.

Getting rich?

Ich liebe das Mindset der Superreichen!

Ich liebe Selfmademen, Selfmadewomen und Workaholics und Getriebene. Scheitern und daraus lernen. Wege finden. Ellbogen. Gewinnen. Alles auf null. Durststrecken. Durchhalten. Aus nichts (wieder) alles machen.

Energie.

24/7. Weil es sich ja auch nie so anfühlt.

Ich liebe pushen und gepusht werden. Inspirieren und inspiriert werden. Antrieb, Rücken- und Gegenwind. Ich liebe Emotionen, riesige Begeisterung, Wut. Ich liebe es, erneut zu scheitern. Unangepasstheit, anecken und Progress. Das Spiel darum und Spaß. Risiko. Abenteuer. Platzende Knoten. Händeschütteln. Teamgeist mit Menschen mit denselben Werten. Groß denken. Korken knallen. Win!

Lasst uns alle resourceful und inspirierend – füreinander, untereinander, für irgendjemanden – sein! ❤

Ein Leben für/in Kunst

Repost vom 07.06.2017

2017 – Kunst! Kunst bitte, in jeder Facette!

Die 3 G’s treffen bei mir wenn es um meinen Singlestatus geht, voll ins Schwarze: Glücklich. Gewollt. Gewünscht. Nicht jeder ist offen für die Liebe und eine Beziehung und hat trotzdem, oder gerade deswegen ein ganz tolles Leben. Vor allem mag ich mich im täglichen Leben nicht immer wieder rechtfertigen müssen, warum das so ist.

Hat Peter Pan eigentlich eine Freundin? Nein, hat er nicht. Gut, er hat Wendy, aber Wendy ist seine mütterliche Ratgeberin. Und ja, väterliche Ratgeber finde ich auch ganz toll. Ich höre und verlasse mich – nach intensiver Prüfung und Abwägung äußerst gern auf Erfahrungswerte und die Lebenserfahrung deutlich Älterer. Ich mag und bewundere ruhige Gelassenheit, Abgeklärtheit, Weisheit, Reife und Klugheit. Und auch im Alltag freue ich mich über männliche Mentoren, männliche Kollegen, platonischen Freunde. Aber darüber hinaus? Kann ich (gerade) gut darauf verzichten.

Der ewige Monolog

Meiner besten Freundin bin ich dankbar dafür, dass wir seit märchenhaften dreizehn Jahren (fast) immer andere Gesprächsthemen finden, als die Suche nach dem perfekten Mann, Heiraten oder Hausfrauendasein.

Mit anderen Mädels war das schon oft anders: „Wäre der nichts für dich?”, „Du brauchst doch mal wieder einen Freund!”, „Willst du keinen Mann?”, „Jetzt bist du schon wieder X Jahre Single.”, „Der YZ meiner XY könnte dir gefallen.”, „Du hast viel zu hohe Ansprüche.”, „Willst du dich nicht verlieben?”, „Datest du etwa gerade nicht mal?” … „Nein und danke. Können wir bitte über etwas anderes reden: Job, Perspektiven, Politik, Kultur, Mode, Kunst, Sport und Freizeitplanung – alles ohne Mann?“

„Willst du dich nicht verlieben?” – Als wäre die Liebe ein Wunschkonzert, ein Schokoladen-Tante-Emma-Laden, eine Eisdiele in der wir uns die leckerste Sorte aussuchen und vernaschen, ein Milch-und-Honig-Schlaraffenland. Manche Frauen sind einfach zu gerne Single und frei.

Ich hab nichts gegen die Liebe

Ja, natürlich war ich durchaus schon verliebt und werde es bestimmt auch immer mal wieder sein. Vielleicht auch nur noch ein einziges wunderbares Mal? Aber ich warte nicht darauf und zerrede es nicht. Und ja, natürlich stehe ich dazu, dass ich bestimmte Ansprüche habe. Aber die hat doch jeder, oder?

Ich bin eigentlich in allen Lebensbereichen gleich: Klamotten, Ausgehen, Urlaube und Liebe. Schon immer leiste ich mir quantitativ wenig. Dafür aber stets Dinge, bei denen mein Herz dann jeweils begeistert Purzelbäume schlägt.

Mit viel Liebe, sowie großer Sorgfalt und Wertschätzung, behandle ich jedes einzelne Stück das ich besitze – was nicht viel ist. Selten finden sich in meinem Schrank mehr als drei Jeans und zehn Paar Schuhe (Für jedes Paar das ich weggebe, darf ein neues Paar bei mir einziehen.).  Und ich habe schon öfter bis zu vier Jahre gänzlich ohne Urlaub verbracht – und natürlich ohne Mann. Das bin ich und so zu leben macht mich sehr glücklich. Ich habe lieber wenig, aber dafür qualitativ hochwertige Dinge, die meinen Ansprüchen gerecht werden. Und darauf will ich eben auch in einer Beziehung nicht verzichten.

Die Sache mit den Ansprüchen

Sich Ansprüche „leisten können” klingt immer ein wenig arrogant, aber es bringt meine Perspektive in dieser Sache eben genau auf den Punkt. Und, ich glaube, die vieler anderer Frauen auch: Mit Mitte 20 habe ich realisiert, dass Karriere, berufliche Vielseitigkeit und Selbstverwirklichung mir wichtiger sind und das wohl auch immer bleiben werden. Ich verspüre keinen Kinderwunsch, kann gut und gerne allein sein und finde das Leben ist aufregend, bunt und spannend genug – so what?!

Ich liebe und zelebriere mein Leben als Single fast immer. Jahrelang habe ich dafür keine einzige berufliche Herausforderung, inklusive Ortswechseln in In- und Ausland, ausgelassen. Denn was mich antreibt ist leben, lernen, die Welt als Abenteuer und das Leben an sich, in seiner ganzen bunten Vielfalt zu entdecken: Gerne auch mit Mann, aber mindestens genau so gern, und meistens sehr viel lieber ohne. Was mich nicht antreibt und niemals antreiben wird, sind die Biologische Uhr, „flache Geschichten” oder Mainstream-Paar-Gedanken.

In Job und beim Sport laufe ich liebend gerne zu kameradschaftlicher Höchstform auf, aber für mein Privatleben sind meine Vorstellungen andere. Und damit bin ich nicht allein. So viele Frauen sind gerne, überzeugte, eingefleischte, situationsbedingte, liebeskummergeplagte, karriereorientierte oder freiheitsliebende Singles. Eine Beziehung mit einem Mann oder einer Frau wird auf später verschoben oder überhaupt nicht anvisiert

Im Zwischenmenschlichen bin eine sanftmütige, zarte Feministin, aber auch aufgeweckte Realistin. Das bringt mich zu folgender Erkenntnis: Solange nicht die totale Gleichberechtigung stattfinden kann, sind es eben tatsächlich die Frauen, die auf der Strecke bleiben, wenn sie sich für Familie und Kinder entscheiden und in Hausarbeit und Kindererziehung nicht vollkommen erfüllt aufgehen. Auch wenn der Partner sich ebenfalls zeitintensiv einbringt.

Kinder sind toll und ich verstehe jede Frau, die sich dafür entscheidet aus vollem Herzen und hinterfrage ihre Entscheidung niemals. Aber was meine Lebensvorstellung angeht, bremst eine Beziehung, ein Mann an meiner Seite mich einfach aus, zumindest war es bislang so. „Ich möchte eigentlich nicht, dass du noch mal ins Ausland gehst!”, „Ich finde deinen Beruf / deinen Sport zu gefährlich für eine Frau”, „Willst du mich heiraten?”. Die Konsequenz: Tschüss Beziehung, hallo Ausland! Und, was ich von Freundinnen und Freunden erwarte ist, dass sie mein Lebensmodell auch nicht immer wieder aufs Neue hinterfragen. Meine Beständigkeit in manchen Bereichen ist faszinierend.

Wenn´s passt, passt´s

Ich mag Männer sehr gerne, arbeite mit großer Freude in einer völligen Männerdomäne. Wie andere Singlefrauen auch, schätze ich Männer als Menschen, als verlässliche und humorvolle Kollegen, als richtig gute Gesprächspartner. Und manchmal liebe ich einen Mann auch mal als Mann.

Meine beste Freundin zum Beispiel hat jemanden gefunden, mit dem sie mittlerweile ein ganz großartiges kleines Kind hat. Allerdings war ihr Lebensplan auch ein anderer. Und trotzdem toleriert und versteht sie meinen uneingeschränkt. Allein, dass ich das hier erwähnen muss, zeigt, dass das eben leider nicht die Regel ist.

Wer nicht liebt und nicht vergeben ist, könnte sich jeden Tag verlieben. Und das ist schön! Verliebt sein ist ein so buntes Gefühl, der Bauch voller Brausestäbchen, der Kopf steht Kopf und das Herz läuft über. Alles ist toll und flamingopink. Alles neu, unbekannt, reizvoll und seine Küsse schmecken nach Vanilleeis. Wunderbar! Genau meine Welt! Und sind wir verliebt nicht alle so? Dann nämlich steht die Welt Kopf, wir platzen fast vor Glück und mit wem könnten wir besser darüber quatschen als mit der besten Freundin? Dann sind Männer Gesprächsthema Nummer Eins. Und daraus kann sich auch durchaus etwas entwickeln. So es passiert, passt, und so lange es passt.

Aber ich möchte und brauche niemanden (mehr), der mich nach einem anstrengenden Arbeitstag mit Überstunden, in der gemeinsamen Wohnung mit den Worten empfängt: „Wir müssen über unsere Beziehung reden”. Und das am Besten kurz vor Mitternacht. Die einzig vernünftige Antwort darauf konnte meiner Meinung nach lauten: „Mein lieber Schatz, ich habe einen zwölf Stunden Tag hinter mir, bin furchtbar müde und schlafe jetzt friedlich und ganz wundervoll im Hotel. Gute Nacht!” Genug genervt. Und da sag noch mal einer, dass es nur Männern so geht, mit dem Beklammert werden.

Oder, wenn du dir schöne Abende im Kreis deiner Freundinnen oder Freunde machst und dein „Liebling”, immer wieder „zufälligerweise” in genau derselben Bar auftaucht. Darüber könnte ich Geschichten erzählen, von den Erfahrungen meiner Freundinnen und Kolleginnen – die das allerdings in Kauf nehmen. Ich nehme das nicht in Kauf. Ich möchte auch niemals einen Mann brauchen müssen, sondern einfach nur völlig verrückt und in tiefer Liebe und Vertrauen verbunden mit ihm sein. Tja, da spricht dann doch die große Romantikerin aus mir.

Bei dem Gedanken an einen gemeinsamen Hauskauf mit einem Partner schnürt es mir aber den Magen zu, und der Gedanke beruflich Kompromisse eingehen zu müssen, damit das Privatleben Priorität Nummer Eins sein kann, macht mich traurig, wütend, unglücklich. Ich will einfach nur mein Leben leben, meine Träume verfolgen, arbeiten, Karriere machen, Jobs annehmen, Jobs kündigen, Städte wechseln, Inland und Ausland, Fortbildungen besuchen, Sprachen lernen und Kühlschrank, Bad, Bett für mich alleine haben.

Und Kinder? Die haben Frauen wie ich als Patenkinder, als Kids von lieben Freundinnen, wir kümmern uns ehrenamtlich (während andere vielleicht immer nur davon reden es zu tun) und vielleicht haben wir irgendwann einmal ein Pflegekind oder doch einen Partner mit Kindern aus seiner vorherigen Beziehung. Das Leben ist kein Ponyhof, aber die Möglichkeiten auf unterschiedlichste Art und Weise Glück zu finden und einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten, sind da.

Mein Leben, meine Entscheidungen, mein Weg

So motiviert, zielstrebig und beständig ich also im Beruf und Alltag bin: in Beziehungen brauche ich die ganz lange Leine. Mein Ausflug nach Neverland kann lange dauern. Da bin ich nunmal gern. Allein! Für mich gibt es – und das ist mein voller Ernst – nichts Schöneres, als nach meinem Tag nach Hause zu kommen, die Wohnungstüre hinter mir zu schließen und keiner ist da, der auf mich wartet, oder auch nur hofft. Introvertiert eben. Ruhe und Alleinsein sind gleichzeitig Auftanken und pures Wohlfühlen.

Ich wollte nie der Typ Frau sein, der einem Mann den Rücken freihält. Und ich wollte auch nie der Typ Frau sein, dem der Mann den Rücken freihält.


Ich will nicht ausgebremst werden. Ich will keine Diskussionen führen müssen, keine Kompromisse schließen, kein anderes Leben leben. Ich bin gerne frei.

Diesen Artikel habe ich in 1. Linie für alle Frauen geschrieben, die so ähnlich fühlen, denken und leben und die sich hier in so vielem wiederfinden können. In 2. Linie ist dieser Artikel für alle die Freundinnen und Kolleginnen haben, die sie vielleicht immer wieder versuchen zu bekehren und den eigenen Stempel aufdrücken wollen, weil sie sich in deren Andersartigkeit nicht hinein denken möchten. Nicht nur beim Single-Thema: Ich finde Toleranz eine ganz besonders bedeutende und wichtige Eigenschaft: Jeden Menschen einfach so zu nehmen, wie er ist und zu akzeptieren, wie er lebt, denkt und träumt und lieben will. Das kann wunderbar inspirierend für beide Seiten sein – und damit die Basis für eine lange tiefe Freundschaft oder sogar eine Beziehung.

((M)Ein Gastbeitrag 2017 auf EditionF. Dort unter dem Titel „Solange Gleichberechtigung nicht wirklich existiert, bleibe ich Single“; – nicht selbstgewählt.)

Mein lieber Schwan

Der Zeus war ja ein ganz umtriebiger Geselle: Rund 50 Kinder von 40 Frauen. Kein Wunder, dass er Tricks brauchte – auch um den Augen seiner argwöhnischen Gattin Hera, die übrigens seine Schwester war, zu entgehen. So zog er es vor, sich beim Annähern an seine zahlreichen Liebsten, einfallsreich zu verwandeln. Gottgegebenes Götter-Talent!

Für das Mädchen „Europa“ wurde er zum wunderschönen Stier, erschlich sich so ihr Vertrauen, ließ sich von ihr bewundern, füttern, streicheln, und schwamm mit ihr davon, nachdem die junge Frau am Ufer schließlich verspielt unwissend auf seinen Rücken geklettert war.

Die verheiratete schöne Leda suchte er in Form eines harmlosen Schwanes auf und hatte mit ihr in der selben Nacht Kinder gezeugt, wie sie es noch mit ihrem eigenen Mann gleichtat. Sie schenkte daraufhin zweimal Zwillingen das Leben. Zwei davon von Zeus.

Michelangelos Interpretation von Leda und der Schwan

Kunstgeschichte – ein Kind des 19. Jahrhunderts, mit Octopus-Armen in so unermesslich viele Epochen und Bereiche. Spannend! Erfrischend! Womöglich die wunderschönste Bildung, die es auf dieser Erde gibt und geben kann.

Leda und der Schwan von Francois Boucher

Mythologie der Metamorphosen: Dazu kann ich Ovids Metamorphosen zu lesen empfehlen. Nicht ganz leichtgängig, doch bereichernd und eine süße Flucht in eine ganz andere Welt.

I’m very down to earth, just not this earth.

Karl Lagerfeld

Und nein, das ist keine Pornographie. Das ist Kunstgeschichte mit Leda und der Schwan und ich bereite aktuell meine Hausarbeit darüber vor.

Leda und der Schwan – Hier nur angeblich ein Boucher

Francois Boucher wird unter manchen Kunstkennern gelegentlich „Wollüstiger Pinsel“ genannt. Interessant, dass gerade er Leda und der Schwan so unschuldig spielerisch inszenierte. Das andere Bild kann ihm wohl nicht gesichert zugeschrieben werden. Und ich gehe dem nun mal wissenschaftlich auf den Grund.

Mein lieber Schwan … Und da sag‘ noch mal einer Kunstgeschichte sei staubig und langweilig.

Repost vom 29.06.2019

Rotzlöffel

ES WAR EINMAL EIN MÄDCHEN ..

Nach 2015 meine 2. Novelle: 2019 selbstgepublished. Inzwischen beide zurückgezogen, weil ich sie nochmal irgendwann verändern will und dann erneut publiziere. Aktuell aber habe ich anderes im Kopf. (Gemälde hinter dem Buch: „Flamingos“ in Acryl – auch von mir: 2018)

Gesprungen, gegrätscht und gelacht. Gedreht und geschüttelt und kopfüber in alten Bäumen hängend. Albern kreischend. Wild. Und catch me if you can.

Oben und unten gewesen. Nur bitte niemals mittendrin, weil’s langweilt und du unwillig gähnst. Störrisch am Frühstückstisch mit Hexen im Haar. Anders zum Dinner abends: Gebotoxt gebloggt und adrett gelockt.

Kind und Königin. Schenk ihr Blumen oder Diamanten. Er dir. Du dir. Und lass’ uns schwelgen in unverschämten Unmass, jeden Millimeter davon leckend, lutschend, liebend. Oder genießen, pures Glück im völligen Verzicht und absoluten Nichts.

Einzelgängerin, die du an die Freundlichkeit von Fremden glaubst, bis zum Punkt, wenn sie es dir anders beweisen. Auf dem Absatz kehrt. Angetreten. Abgesprungen. Flieg! Inmitten dem Schwarm pinker – nicht linker – Flamingos. Denn manches Mal, ja, da ist die Mitte toll!

Türöffner? Statement! Und am Firmament ziehen pfirsichfarbige Schäfchenwolken auf. Beiss doch rein! Denn Geduld ist vielleicht etwas für Menschen, die denken, dass man ewig lebt. Und Bescheidenheit ist keine weibliche Tugend. Mehr.

Mehr!

Mach‘ dir die Welt wie sie dir gefällt.

Astrid Lindgren
Mal sehen, was aus meinem architektonischen Bildband über Baden-Baden werden kann …

Ich glaube daran: in Bewegung zu bleiben, permanent dazuzulernen, Dinge zu optimieren. Ich glaube an Neugier, sich auszuprobieren, an stetigen Progress und an fallen & aufstehen. Auch jetzt, wo die Welt stillstehen muss. Wer will findet Wege; jeder seinen individuell richtigen.

Repost vom 13.10.2017

gastfreundlichst“

HEISSE REISE

Der Iran ist als Reiseland noch immer nicht so bekannt, wie ich finde, dass es ihm angemessen und würdig wäre. In diesem großen Land verbergen sich so viele wunderbare Schätze und Menschen, was wir, medienbedingt leider oft ganz anders wahrnehmen. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass das Reisen – auch alleine und als Frau – durch den Iran schön und leicht sein kann. 

Den Iran habe ich kennen und lieben gelernt, als ich für ein knappes Jahr für die Deutsche Botschaft im Zentrum Teherans gearbeitet und im Norden der Stadt gewohnt habe. Ich erinnere mich immer wieder gerne zurück an Rosenwasser, Rosengärten, den Geschmack von Safran, frisch gepressten reinen Granatapfelsaft, Falafel und an viele warmherzige Menschen.

Ein Land voller Herzlichkeit

Wenn ich über die iranische Landeshauptstadt sagen würde, dass ich sie besonders mochte, wäre das zwar eine Lüge, aber ich habe mich in die Iraner*Innen als Menschen „verliebt”. Teheran selbst ist eine etwas anstrengende Stadt. Persien an sich dafür wunderschön, magisch und geradezu orientalisch märchenhaft.

Ich – in ein Bettlaken gehüllt, in Mashhad – um die Moschee zu besichtigen.

Die Iraner*Innen durfte ich durchweg als offen, herzlich gastfreundlich sehr gepflegt und interessiert kennenlernen. Frauen in farbenfrohen Hijabs, Tuniken und langen Gewändern, – von tiefschwarz über grün und rot, und Männer in silberglänzenden Anzügen. Dazu eine ganze Nation, die nach lecker blumigem Rosenwasser riecht.

Wie oft wurde ich auf den bunten Obst-, Gemüse- oder Kleidermärkten, die ich alleine besuchte, auf Englisch angesprochen, interessiert befragt und freundlich angeschaut. Beim Handeln und Feilschen haben mich spontan sehr oft gänzlich Fremde unterstützt. Das, obwohl jeder Händler von sich aus schon sehr entgegenkommend war. Fremde Frauen von jung bis alt, luden mich zu einem gemeinsamen Glas Tee ein oder wollten gerne mit mir zu Mittag essen. Ich fühlte mich selten in einem Land derart willkommen, wie ich es im Iran tat. Und das jeden einzelnen Tag. Und was die Märkte angeht: Dort schmecken Mangos, Paprika, Gurken und anderes so wie sie wohl tatsächlich schmecken sollten.

Persisches Brot: Eine leckere Versuchung 

Sehr gut erinnere ich mich auch heute noch an das frisch gebackene, fladenbrotähnliche, große, rechteckige Brot, das man dort in den von mir so geliebten, cremigen iranischen Joghurt mit Schalotten und Salz tunkte. Monatelang konnte ich nicht genug davon bekommen und habe mich daran so sehr gewöhnt, dass ich es immer noch vermisse. „Barbari” heißt es. Und bevor ich morgens zur Botschaft gefahren bin, fuhr ich immer bei einem dieser speziellen Barbari-Bäckereien vorbei.

Barbari-Backstuben sind daran zu erkennen, dass sich dort frühmorgens bereits lange Schlangen von Menschen gebildet haben. Bei den Bäckern, die Barbari aus einer größeren Luke heraus an die Menschen auf der Strasse reichen und verkaufen, gibt es nur diese eine Art von Brot: frisch und noch heiß, in offenen Öfen gebacken; die goldgelbe Kruste sanft knusprig und innen warm und weich. Wenig schmeckt derart ursprünglich, pur und dabei sagenhaft gut. Umgerechnet für einen Euro gab es diese leckeren Brote, nach denen ich heute noch verrückt sein will.

Neugierig und respektvoll entdeckte ich Teheran

Beim Anstehen für das „Goldene Brot” wurde ich stets neugierig betrachtet. Meine sehr helle Haut, hellgrünen Augen und meine europäischen Gesichtszüge fielen, in dieser Menge von iranischen Menschen, deutlich auf. Nie wurde ich aber schamlos angestarrt, in irgendeiner Art und Weise distanzlos angemacht oder abschätzig angesehen. Ich versuchte mich immer so unauffällig wie möglich zu verhalten und hielt Kopf und Blick stets etwas gesenkt. Wenn ich doch einmal aufsah und sich meine Augen mit denen eines iranischen Mannes trafen, senkten wir beide sofort Kopf und Blick. Oft waren die Männer dabei allerdings verlegener als ich selbst.

Allgemein verhielt ich mich in der Hauptstadt im täglichen Leben sehr devot. Das kann ich jeder Frau die Persien bereisen möchte auch so empfehlen. Für mich war das einerseits aus Respekt selbstverständlich, andererseits empfand ich es auch als eine interessante Erfahrung, als eine Bereicherung – ein charmantes Schauspiel – sich so ganz anders als bei uns zu geben. Aber sicherlich ist das eine gesellschaftliche Ordnung, die man durchaus sehr kritisch hinterfragen muss. 

Meine Körperformen waren mehr als nur den Vorschriften entsprechend verhüllt und außer auf Hände und Gesicht konnte Man(n) keinen Blick auf meine Haut erhaschen. Es war nur gelegentlich so, dass sich aufgrund des im Iran locker um den Kopf geschwungenen Kopftuchs, eine blonde Strähne löste und mir ins Gesicht fiel. Gerade die jungen iranischen Frauen waren diesbezüglich aber sehr viel freizügiger und gaben bereitwillig und gerne einen Blick auf die, oft hell gefärbten Haare frei.

Etikette und Bekleidungsstil

Weniger streng als in Teheran selbst, erschien mir die Kleidungsetikette für Frauen auf dem Land und in den anderen Städten des Landes. Wobei es auch da Ausnahmen gibt: Mashhad und Qom als religiöse Hochburgen, sind ebenfalls für ihre besondere Strenge hinsichtlich der Einhaltung der Kleiderregeln bekannt. Die außergewöhnliche Kultur und die geschichtlichen Überbleibsel und Traditionsquellen entschädigen aber tatsächlich dafür, dass man im Sommer auch bei 40 Grad gänzlich verhüllt sein muss. Und daran gewöhnt man sich auch wirklich schnell.

Was ich mir nicht nehmen ließ war, dass ich gerne Gewänder und weite Tuniken in fröhlichen, freundlichen Farben trug. Oft war ich in meine Lieblingsfarben: Pinktöne von Himbeerrot bis Rosé getaucht und das war – zumindest in Teheran selbst – etwas ungewöhnlich und auffällig. Zu Ramadan hielt ich mich aber daran, in dunklen gedeckten Farben auf die Straße zu gehen.

In Teheran fahren das ganze Jahr über täglich Busse durch die Stadt, in der eine Art „Sittenpolizei” die Mädchen und Frauen einsammelt, die nicht ordnungsgemäß gekleidet sind. Herausgelöst werden die eingesammelten Damen dann dadurch, dass deren Väter oder Ehemänner einen Geldbetrag als Strafe bezahlen müssen. Das sind die Schattenseiten dieses Landes.

Allein unterwegs als Frau

In dem Jahr dort bin ich ein paar Mal, immer wenn ich einmal mit der Bahn alleine auf dem Weg zur Arbeit oder nach Hause war, von einem Iraner angesprochen worden. Die Art des Ansprechens war immer dieselbe: Ein einzelner, oft gutaussehender und gutgekleideter Mann ging ein Stück neben mit her und versuchte mir einen Zettel mit seiner Telefonnummer zu reichen. Dabei redete er abwechselnd auf Farsi und Englisch höflich auf mich ein. Ein oder zwei sehr freundliche aber bestimmte „Merci!” („danke“ auf Farsi, der Sprache im Iran) reichten jeweils aus, damit er zurückblieb und ich alleine und ohne seine Telefonnummer weiter gehen konnte.

Alleine gereist bin ich auch. Sogar mit dem Flugzeug, obwohl die Deutsche Botschaft von Inlandsflügen aus Sicherheitsgründen vehement abgeraten hatte (Ich war 2013 im Iran). Inzwischen dürfte sich das etwas verändert haben, da Sanktionen heute nicht mehr in dem Maße verhindern, dass Flugzeuge erforderliche Bauersatzteile erhalten können und das Fliegen im Iran sicher(er) ist.

Eine Zug- oder Autofahrt in diesem weitläufigen Land dauert einfach sehr lange und wer ohne Inlandsflüge reist, sieht kaum so viel wie er gerne sehen möchte. Ich habe umgerechnet 20 Euro pro Hin- und Rückflug bezahlt und mir damit jeweils zehn bis 20 Stunden auf dem Highway gespart.

Herzliche Gastfreundschaft, wohin man auch reist

Auf einer meiner Reisen – in Shiraz – haben mich zwei junge Mädchen, die ich zufällig in einem Park getroffen habe, spontan zu sich nach Hause eingeladen. Sie wollten mich gern ihren Eltern und mir ihr Zuhause zeigen. Ich bin gerne mit, habe tolles iranisches Essen serviert bekommen, konnte neugierige Fragen über Deutschland beantworten und habe auch selbst sehr viel über die iranische Kultur erfahren. Wie viele der jungen Iranerinnen studierten sie nicht im Iran, sondern in Indien.

Woran ich mich stets gehalten habe war die Regel, dass ich mich niemals bei Eintritt der Dämmerung noch alleine draußen aufgehalten habe. So habe ich es in Teheran gehalten und auf jeder meiner Reisen. Wenn ich auf Reisen war, bin ich vor Anbruch der Dämmerung zurück in mein Hotel gegangen und in Teheran war ich immer mit anderen zusammen unterwegs. Eine Frau gilt leider als „leichtes Mädchen” wenn sie alleine unterwegs ist, sobald die Sonne untergegangen ist. 

Exotisch-Kurioses, Sport und Spiel

Rückblickend war das Ungewöhnlichste, das ich im Iran getan habe wohl das Skifahren, weil den Iran für gewöhnlich erstmal keiner mit Skifahren in Verbindung bringt. Ich wohnte dafür im Norden Teherans geradezu ideal, weil Teheran am Fuße des Elburs-Gebirges liegt und es so bis zum ersten Skilift nur wenige Kilometer sind. Auf der Piste war das Leben sehr viel freier als im Rest des Landes. Die Mädchen trugen figurbetonende Skioveralls in knalligen Neonfarben und freche Helme statt züchtiger Kopftücher. Auf den nach draußen gerichteten Lautsprechern der Skihütten ertönte laute Techno- und Elektromusik, die auf allen Pisten zu hören war.

Im Sommer habe ich Golf geübt, nicht gespielt. Frauen durften nicht auf den 12-Loch-Platz im Herzen Teherans. So habe ich eine Golflehrerin bekommen und mit ihr auf der Driving Range Bälle abgeschlagen. Leider war ihr Englisch nicht besonders gut, – was außergewöhnlich für den Iran und die Perser ist. Außer „Nice shot” konnte sie mir wenig sagen und keine präzisen Angaben zu Technik und Fehlern manchen. Aber alleine das Gefühl im Iran Golf „zu spielen” war so besonders, dass ich immer mal wieder Stunden bei ihr gebucht habe. In Tunika und mit Kopftuch versteht sich von selbst.

Andere Sportarten, die ich in Deutschland ausübte waren im Iran unmöglich. Nur was das Joggen anging hatte Mitarbeiter der Botschaft Glück: Der Deutsche Botschafter hat eine Residenz mit riesigem Garten, um den eine circa vier Meter hohe Mauer gezogen ist. Dort konnten wir in T-Shirt, Shorts – und ich ohne Kopftuch – unsere Runden drehen.

Süße Erinnerungen, an die ich gerne zurückdenke 

Meine liebste Süßspeise im Iran war frisch gepresster Karottensaft mit zwei Kugeln cremigem Safraneis darin, was es im Frühjahr und Sommer an fast jeder Straßenecke zu kaufen gibt und wovon ich innerhalb eines Jahres bestimmt an die 50 Portionen genossen habe. Gerade dieser Tage erinnere ich mich daran zurück, da nun hierzulande die Eissaison in vollem Gange ist.

Der Karottensaft als gesundes Getränk, und darin die Safran-Sahne-Sensation. Zugegebenermaßen befanden die Europäer, die ich dort kennengelernt und dazu befragt hatte, diese Süßspeise als eher weniger schmackhaft. Meiner Meinung nach sollte es jeder zumindest probieren und danach sein Urteil fällen. 

Ein durchweg positives Fazit

Insgesamt hatte ich ein ganz wunderbares Jahr im Iran mit fast ausschließlich positiven Eindrücken. Ich kann Frauen nicht davon abraten, den Iran auch alleine und auf eigene Faust zu bereisen. Einige meiner deutschen Bekannten meinen zwar, dass mein problemloses Reisen auch damit zu tun gehabt haben könnte, dass ich einen Diplomaten-Status bzw. Diplomaten-Pass besaß, aber ich meine, dass man mir das im täglichen Leben ja nicht ansehen konnte und ich auch dort stets respektvoll, niemals grenzüberschreitend und immer besonders freundlich behandelt wurde.

Text & Foto: Petissa Pan (Dieser Text erschien 2017 auf EditionF)

Repost vom 08. September 2020

Some things never change. Ich gönne diese Traumvilla auch jedem anderen. Ich möchte sie aber liebend gerne für mich selbst.

Zum Arbeiten. Ich liebe das! Ich liebe die!


CLARISSA CARLOTTA

Wäre es nicht ein Traum, aus der „Villa Carlotta“ mein eigenes kleines Event-Luxus-Hotel zu zaubern?!

Historische 6,9 Mio Euro Belle Époque

Es ist keineswegs Zufall, dass das Wiederaufblühen Baden-Badens mit dem Beginn der deutschen Romantik zusammenfällt.

Heinrich Berl

Hallo am Friesenberg!

Die 1886 erbaute – zur Zeit der Belle Époque (hier 1907-1909) umgebaute – „Villa Carlotta“ steht zum Verkauf. Dieses schlossähnliche Gebäude im Stil des Neobarock und im sanften Pink, besticht durch seinen attraktiven Rundturm mit „Welscher Haube“. Die Villa wurde nach dem 2. Weltkrieg von den Besatzern beschlagnahmt. Zwischen 1955-1970 wurde sie bereits als Hotel genutzt. Und womöglich ist nun der Zeitpunkt da, um ihr auf diese Art erneut elegant Leben einzuhauchen.

.. Eine meiner Optionen, die ich doch zur Priorität machen könnte ..

Sponsoren willkommen!! Ich habe Energie für drei, Herzblut, mehrjährige Gastro- und Luxushotellerie-Erfahrung, führe gern & ganz gut & verantworte lieber, – bin sowieso nur bedingt teamfähig und lebe die ganz große Liebe zu den Villen des 19. Jahrhunderts in Baden-Baden. Für diese Villa – ein tolles kleines Team!

Als angehende Kunsthistorikerin – mit Nebenfach Germanistik – stünde ich für folgende Events: alle Themen rund um Kunst, Architektur, Malerei, Literatur. Und Progress und Wirtschaft sowieso!

Nemmoklliw Nerosnops!!

Träume und daran zu glauben sind pure Motivation. Ob sie eines Tages tatsächlich in Erfüllung gehen oder nicht, ist dabei völlig unerheblich.

All-in

Schönheit! Luxus! Kunst! Alte Villen! Just sharing my playful thoughts, enthusiastic passions or scientific knowledge about.

Like it or not.

Foto? Deux mille seize. Gedanken? Aujourd’hui.

Work hard and play hard

Hand aufs Herz: Schönheit, Luxus, Kunst, alte Villen – Progress, Geld, Erfolg! Was bitte soll daran falsch sein? Es ist inspirierend! Trust!