Simsalabim

Juni-Sonne strahlt nur für dich.

Vergissmeinnicht Blau, ummantelt dich von oben, unten. Badenixe, Meerjungfrau, tief plantschend in Glückstaumel versunken.

Tragisch.

Spaßig.

Gut.

Schönheit vergeht, Hektar besteht. Von Innen deshalb, nicht von Außen, haben beautiful people, beautiful problems.

Der Körper verlockend. So schmal und lang, geschwungen, zum Kuss.

Leichtigkeit.

Nonchalance.

Genuss.

Wenn Bescheidenheit eine weibliche Tugend bleiben soll, werden immer mehr Frauen eben ganze Kerle sein.

(PP)
Blau!

Text & Foto: PetissaPan

Frei oder fuchsteufelswild

Das kunterbunte Leben ist ein unstet‘ sprunghaftes Wesen. In manchen Zügen so wie du.

Und manchmal interessiert dich dein Geschwätz von gestern (Frei nach Konrad Adenauer.) nicht mehr, das Band einer Verbundenheit, von heut‘ auf morgen gelöst. Und manchmal sogar, findest du dich – out of the blue – unerwartet spannend, neugierig und getrieben, in einem ganz neuen Leben wieder. Einem, von dem du gestern noch keine Ahnung hattest, dass es in dir schlummern könnte.

Du lebst die Gegenwart, rockst, was immer im Heute sein mag, frohlockst, machst dein Ding, das Bestes daraus, ohne dich zu zügeln, einem starren Plan. Die Leute werden sich schon an dich gewöhnen, und wenn nicht, so what?!

Du bleibst offen, während das Leben die Karten neu für dich mischt, weil es deine strukturierten Pläne gerade Kopf stellt. (Frei nach John Lennon.) Und von was immer dich einengt, sagst du dich los. Gesprochenen Regeln hältst du mit querdenkerischer Freude gegen. Rebellierst mit Kraft und einer frechen Portion Schalk im Nacken.

Nur das was dich lässt, wirst du von Herzen lieben. Wer nichts erwartet, bekommt unendlich viel geschenkt. Und wo immer du nicht geschätzt wirst, wirst du nicht bleiben. Verbrennst gern auch mal Brücken. Es gibt schließlich Flugzeuge: Noch weiter weg, oder zurück.

Auf Neues das auf dich wartet! Denn,

you’re not risking you’re not living.

Und Geld bedeutet für dich schlicht die ganz große Freiheit. Sicherheit hingegen ist nur eine fade Illusion, im Hinblick auf deine dich befriedigenden Tagträume.

Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will.

Jean-Jacques Rousseau

Text & Foto: PetissaPan

Out of the blue

Warum vergesse ich nur immer wieder, dass ich dich habe? Und entdecke dich dann – eins ums andere Mal – wieder gänzlich neu und bin begeistert.

Du bist so schön! Du bist vielleicht das Schönste, Weiblichste. Herrlich altmodisch, samtig, pudrig, als wenn in reifen süffig vollmundigen Nektar von Irisblüten getränkt. Ich mag dich gerade weil du eben nicht modern bist. Schwer führend. Und gerne mag ich mit dir in einem Café an der Amalfi-Küste sitzen.

Jetzt.

Mir an einem heißen Sommertag mit einem Fächer kühle Luft zufächernd … Lady, mit zart kariertem Kleid in Hellgrün, Creme und Zitronengelb. Enge Taille, der ausgestellte Rock bis über die spitzen Knie. Blume, in Liz Taylor’s Blau, im – in Wellen gelegten – dunklen Haar. Da sitze ich. Genieße den sonnigen Tag im sanften Schatten von Olivenbäumen, Zypressen. Genieße diesen Sommer.

Dich.

Gedankenumschlungen rühre ich den Espresso auf dem kleinen Puppentisch vor mir und blicke in die weite Ferne: über das Meer bis zum Horizont. Und die Ragazzi am Nebentisch sind zunehmend völlig entrückt, aufgrund der Überdosis dir, die du mich anmutig umwehst. Mein kostbarer Schatz von gestern.

Die Einbildungskraft ist der Kobold der Logik.


(Nicolas de Malebranche)

Text und alles: PetissaPan

Baby

Wenn du sehr gern in deiner eigenen Welt lebst und dich dorthin einmummelnd zurückziehst, darfst du immer wieder auf’s Neue davon angetan sein, wie wunderschön auch das Leben da draußen ist.

(PP)

Schriftsteller sei der einsamste Beruf.

Traumberuf!

Um die Einsamkeit ist’s eine schöne Sache, wenn man mit sich selbst in Frieden lebt und was Bestimmtes zu tun hat.


(Johann Wolfgang von Goethe)
Zweites Neunmonatswunder

Text & Foto: PetissaPan

Detailverliebt

Und so fährst du dem mandarinensüßen Sonnenuntergang in deinem babyrosa Bentley entgegen. Neben dir auf dem Beifahrersitz grinsen deine beiden haifischgrauen Windhunde, in den imaginär gefühlten Fahrtwind. Cabrios sind nichts für Capricorns.

Städteliebe.

Vergangen war ich dein.

Paris ist vorbei. Alles andere wirkt nach.

Zum heulen schön, und Tränen in entfesselten Augen. Écoute cherie, nach Paris bedeutet immer auch vor Paris.


(PP)
Don’t miss „Art Basel“ Basel vom 12. – 16. jetzt.

Text & Foto: PetissaPan

Romantik bitte schön

Ein blumiges Gedeck, eine sommerliche Frühlingswiese eben, auf der Blumen in allen Farben, Formen, Größen, Höhen blühen. Wunderhübsches Bild, durch das ich laufe, barfuss, im weißen Leinenkleidchen, offenes Haar. Blütenköpfe streichelnd. Der Blick gen Himmel. Golden. Klar.

Text & Foto: PetissaPan

Nachts sind alle Katzen blau

Triviale Dame. Sie, das bin ich selbst! Die Upper Class kocht, is(s)t, nicht anders als die Middle Class. Wie schön, dass Middleton dir das einst zeigte. Kuss und Dank dafür, in freundlicher Distanz von hier, aus Basel.

Aus schüchternem Schritte wurde hier mehr. Fremde Welten dann heimisch gemacht. Cosy, sanft und selten. Oft gelacht.

Himmlisch ruhige Schönheiten: der Luxus – wie die Natur.

Wer es mag.

Versüßt sich einen besonderen Tag.

„Ihr Roman bestätigt, was ich gesehen habe: Sie sind ein Kind und eine Kinderfresserin. Von nun an gehören Sie zu meinen Verrückten“

(Amélie Nothomb in „Die Kunst Champagner zu trinken“)
LES TROIS ROIS, Basel/Schweiz

Text & Foto: PetissaPan; Eher der Hunde-Typ.

La dolce vita

Das Leben ist Gegensatz. Sichtbar machen, was fade sonst verblasst. Wie Farbe im Kontrast, springt und saftig pulsiert.

Ich möcht‘ so gern in einem leeren Zimmer wohnen und sein, und jeden Cent von Geld, für reisen gehen und die Welt.

Nie aufhören zu lernen, nichts jedoch je wissen. Mit wachem Geist auf jungen Beinen, kindlich staunen und Talent und Kompetenz können vereinen.

Umgeben sein, von Ruhe der Natur, von nichts und allen, vom Puls der Stadt – weinend aufstehen wie lachend fallen.


Text & Foto: PetissaPan

Pétronille

Der unwiderstehliche Charme, die weltmännische Eloquenz, Gentlemen, und der Geruch von Macht, getrüffelten French Fries und bestem süditalienischen Parmesan, liegen zart doch wiegen schwer, in der schwülstig warmen Luft des späten Abends, der gekonnt die Farbe reifer Mirabellen zwischen Himmel und Erde zeichnet.

(PP)

Text & Foto: PetissaPan