Wollmaus

„Ich muss nach Hause, der Fussel ist da.“ Der Fussel. Der Fussel ist gerade auf Besuch. Er liegt gerne im Schlafzimmer, im Wohnzimmer unter der Couch.. auf der Couch. Wie er aussieht? Er ist grau-braun und dick. Ein Knäuel, das manchmal ziemlich verfilzt ist. Dann muss man den Fussel auch mal kämmen.. Was ihm nicht gefällt.

Der Fussel ist eine Katze. Nicht meine. Und ist der Name Fussel, nicht herzallerliebst dafür?

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Das ist nicht Fussel. Zumindest nicht DER Fussel. Aber auch ein weisser Fussel. Die Cat von Karl: Choupette Lagerfeld. (Foto: Cosmopolitan UK)

Panda oder pur

AugenMakeUp wird möglicherweise überbewertet, und manchmal sicher übertrieben. Ich habe meine geteilte Meinung dazu, bereits zu Schulzeiten entwickelt, als so manche Mitschülerin, mit einem dicken kohlrabenschwarzen Balken um die – und Fliegenbeinen über den – Augen erschien: Gesicht dominierend & diktierend. Ob die Jungs damals fasziniert hin oder irritiert weg sahen, weiß ich leider nicht mehr.

An Gerüchte jedoch kann ich mich gut erinnern. Über betreffende Mädchen wurde gesagt, dass sich ihre Balken“ nicht mal mehr mit Seife vollständig abwaschen lassen würden. Blödsinn, heute weiß ich das. Aber das war schon mal nichts für mich.

Natürlich habe ich aber Wimperntusche an mir ausprobiert. ( Wer nicht??? ) In schwarz und in jedem erdenklichen Braunton: „Da braun softer wäre, und ich so ein zarter natürlicher Typ“. Auch in lila: „Passt super zu deinen grünen Augen!“

  • Nur die äußeren Augenwinkel mit üppig Tusche benetzt..
  • All over..
  • Eine Schicht oder zwei.
  • Fliegenbeine oder keine.
  • Tusche, die lange Wimpern zaubern sollte, oder doppelt so dichte.
  • Und Tusche mit rosa Glitzer (Ich war 15!)

Lidschatten war auch ein nettes aus- und rumprobieren meinerseits mit zwei Freundinnen. Es gibt wohl keinen Ton, den wir an unseren Augen (braun, blau und grün) nicht versucht hätten, und spazieren getragen haben. Jahre später meinte mein erster Boyfriend, dass diese Farbe auf den Lidern, seine alten Tanten tragen würden, und es an mir „irgendwie komisch“ aussähe. Ein höflicher Junge mit Diplomatie. Irgendwann habe ich das auch so gesehen, und meine Augen bleiben seit Jahren schon pur.

Heute nun, kann ich mir den Regen ins Gesicht regnen lassen.. Den Schnee wehen. Ich kann weinen und die Augen dabei reiben.. Ins Wasser springen, mich an einem Brunnen im Sommer spontan erfrischen: Nichts passiert! Nichts verschmiert!

Ich werde morgens im Laken wieder erkannt. Und keine schwarze Schminke auf Kopfkissen. Und es gibt tatsächlich Mädels, die das so halten wie ich. Wer mir da sofort in den Sinn kommt, ist Claire. Die eine des Clarins-Schwestern-Cousinen-Quartetts.

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Hübsches pures Kind“! (Quelle: Town & Country, USA)

Und langweilig ist die Mitte..

Ich habe im Iran schon eine Handvoll Nächte, auf dem nackten Fussboden in einer Lehmhütte geschlafen, und in der Wüste, auf dem Steindach einer alten Caravanserai.

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In Turnhallen mit hundert anderen Menschen.. Und in Luxushotels – all around the world. Ich habe schon viele Monate lang einen Beruf + einen Job + eine Ausbildung parallel jongliert, und das Arbeiten auch mal ein knappes Jahr ganz sein lassen.

Warum das alles?

Weil ich überzeugt davon und bestätigt darin bin, dass die wirklichen Bereicherungen im Leben nicht in der Mitte liegen. Dass das Leben so herrlich vielseitig ist, jemand gar nicht sieht, der immer nur im eigenen Bettchen schläft, sicher durch die Mitte spaziert und nicht links & rechts schaut. Zuviel Struktur und Ritual kann einschläfernd sein. Und Seitenblicke und –tritte erfrischen eingeschlafene Füße und Gemüter zugleich.

Leben heißt nicht nur: atmen, Traditionen und Konventionen. Leben heißt auch mal: Emotionen, Herzschlag, Leidenschaft, Entbehrung, Geduld, Mut, ausbrechen, zurückfinden, sich neu erfinden, zelebrieren, auspowern, entspannen, umdenken.. DramaQueen und SonnenSchein sein.. Als Energiewunder überraschen.
Ja, überraschen! Vor allem sich selbst!

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Schönes Beispiel für einen bunten Weg

Angeblich sind wir getrieben, von Ego, Gier, Bequemlichkeit oder Angst. Mal mehr so – mal mehr so.
Warum sich nicht mal von der Neugier antreiben lassen, die auf neue Reize anspringt, testen, ausprobieren und wissen will?

Immer wieder: Erkenntnisse

Ihr Lieben, sorry, dass ich gestern nicht hier war. PetissaPan war draußen im Leben, um zwei neue Erkenntnisse zu gewinnen.

1.) 2016 werde ich auf Karl stehen! Das habe ich mittlerweile erkannt. Und das nicht nur, weil das Baby meiner Freundin – im Falle eines Jungen – diesen Namen bekommen könnte.. Karl: Augenblicklich verliebt habe ich mich in sein TravelDress, in der für mich kaum zu toppenden FarbKombi: blau-weiß-rot.

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Vogue/Paris/Collections/Printemps/Eté2016

Der AllOverPrint mit den Fliegern macht es nur noch besser. Die Mischung aus kindlichem SchlafanzugMuster und das super-cozy Kuschelmaterial lassen mich sehnen und schwärmen, obwohl ich dem Bett gerade erst entstiegen bin.
Wer trägt sowas, – außer, dass ich es sofort tragen würde?

Auch der neon-pinke Lippenstift, mit dem er in diversen Kampagnen freudiges Aufsehen erregt, oder seine“ 2beinigen Katzen über den Walk schickt: Lolli, Bubblegum, schöne Kinderzeit! Wecke das Kind oder die Lolita in dir, oder wie genau sollen wir das alles verstehen?
Ich kann mich für beides begeistern. Noch dazu für seine katzeninspirierte (4-beinig!) Taschen- und TShirt Kollektion im KarlShop“ an der Kö.

Und was das Verstehen angeht, komme ich gleich zu meiner zweiten Erkenntnis gestern:

2.) Es kann große Freude machen, nicht alles zu verstehen.

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Was habe ich überhaupt gegessen? Was macht wie viel? Unterm Strich war es sooo lecker. Meine reizende Begleitung war auch restlos begeistert. Danke, für dieses kulinarische Highlight in der Immermannstraße. Und merci für zwei neue Lebensweisheiten. 😉

All clear

Etwas sehr schönes an der kalten Jahreszeit ist, dass es so früh dunkel wird. Man braucht somit für einen nächtlichen Spaziergang nicht so lange zu warten, und wach zu bleiben.
Wenn der Himmel klar ist, kann man so in winterlichen Boots und dick in Jacke, Mütze und Schal eingemummelt, die Sterne & Sternbilder am Himmel bewundern.

Gestern war es diesbezüglich leider nicht „all clear“, und die Sicht nach oben, durch viele Wolken bedeckt.
Für diesen Fall hat mir meine reizende Patentocher, ein sehr hübsches Bild mit Sternen gebastelt.

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Manchmal ist das Leben & eine Lösung so wunderschön, unkompliziert & leicht.
Allen einen schönen Tag, – und später eine vielleicht.. hoffentlich.. wie-auch-immer.. :-) sternenklare Nacht.

Kerzen & Katzen

Irgendwo habe ich mal aufgeschnappt, dass man(n) sagt, dass das, was früher Katzen für die Singlefrau waren, heute DuftKerzen seien.

Mei! Sei´s drum. Und doch auch eine wohnliche Bereicherung, wie so ein flauschig-haariger Mitbewohner.. Dessen Leckereien allerdings bisweilen den Kühlschrank ganz nett verstinken können.

Ganze Wohnräume, Schlaf- und Badezimmer der Ladies seien heute voll von, sich in Wachs oder Öl entfaltendem Duft & sinnlichem Feuerschein. Wie lecker & romantisch!

Nicht nur in Single Zeiten: Ich hatte sie alle. Die Kerzen. Nicht die Katzen. Von Kilian (Gibt es leider (fast) nicht mehr), über Aqua di Parma, Voluspa, bis Bond No. 9, und wieder zurück.

Ich habe eben eine echte Schwäche, eine Sucht, einen Fetisch: Gute Düfte! Und die dürfen gerne etwas mehr kosten, und damit (vermeintlich?) besonders luxuriös sein. Frau gönnt sich ja sonst (fast) nichts. 😉

Meine aktuelle Favoritin seht ihr ganz oben. Herrlich cremiges Amber.. Süsser, klebriger Honig.. edles Holz.. Und ganz leicht rauchig riechend.. nach einer sündhaft teuren Zigarre? Verführerisch sexy! Aber auch deren Dasein wird aufgrund dem hochmotivierten abbrennen lassen meinerseits, zeitlich nur noch sehr befristet bei mir sein.

In diesem Sinne: gönnt euch doch auch einen gemütlichen Tag, gespickt mit einem luxuriösen Highlight!

Gutschi“

Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom? Der ModeHimmel schickte diesen Italiener!

Ich besaß bis letzten Sommer lediglich eine klassische, schwarze JackieBag, und habe diesem Label keine große Beachtung geschenkt.

  • Zu glatt, zu angestaubt, einfach überholt. Etwas einfallslos und langweilig, und damit untergehend in der breiten Masse. Zu viel schwarz und anthrazit und kleinkariert. Zu viel labellastiges „grün-rot-grün-Gestreife“ und die übergroßen G´s.
  • Schlicht nicht mutig, keine Eyecatcher & Highlights, die, zumindest ein bisschen, aus der Reihe tanzen hätten können. Einfach keine Ecken & Kanten. Fehlende Farbe & Muster. Nichts das schreit. Da stehe ich nicht drauf!

Alles änderte sich, als vor einem Jahr Alessandro Michele das Heft – besser den Stift – in die Hand nahm. Und seitdem glaube ich wieder an die aktuelle Mode.

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GoldenGloves

Michele zaubert & inspiriert durch:

  • Unendlich farbenfrohen, gewolltGekonnt kitschig anmutenden NerdChic & gross luxuriös aufgemotzten SchulmädchenLook.
  • Die gut angehauchten 70er, mit üppig Schlag & Bordüren.. GlitzerWolle, KnubbelKnöpfe, riesige Schleifen und Applikationen.
  • Frechem HinguckerSchuhwerk.
  • Insgesamt ein Traum! Und alles lebt: Insekten, Reptilien, Blüten, wow!! Wo soll Frau da zuerst hinsehen? Und die Männer erst?
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Shop auf der KÖ am gestrigen SunDay

Meine Augen bleiben unweigerlich an jeder Reklame in Zeitschriften heften, die diese neugeborene ModeRevolution bewirbt. Genauso läufts, wenn ich am Shop auf der KÖ vorbei gehen möchte. Unmöglich! Stehen bleiben – sich flashen, mitreissen & inspirieren lassen!

Ich habe das Label inzwischen via Instagram abonniert. Ich verehre Michele, und seine Art, wie er es versteht Frauenkörper nun so zu verpacken:image (7)

Letzten Sommer gesellte sich bei mir – zur klassischen Jackie – ein ganz schmaler, dabei ellenlanger Seidenschal, mit grünen Vögeln und violetten Disteln bedruckt. Wunderschön! Und dabei soll es bitte nicht bleiben.