Once upon a time ..

Judith schneidet Holofernes den Schädel ab ..

https://www.nzz.ch/amp/feuilleton/sexuelle-gewalt-gegen-frauen-in-der-kunst-ld.1685336

Es war einmal. Und es ist sehr gut so, diesen Satz, in Verbindung mit diesen Bildern, in der Vergangenheit zu wissen .. Heute anders darüber zu denken .. Einst falsche Gepflogenheiten nun mit Fairness & Wunderschönem zu überschreiben, zu „drüber-leben“.

Die Vergewaltigungen an den Sabinerinnen ..

Und trotzdem bin ich keinesfalls dafür, dass solche Werke – so nicht in Privatbesitz – aus öffentlichen Sammlungen verschwinden und nicht mehr gezeigt werden.

Never ever, denn solche Bilder verdienen die Augen der Welt. Eine herausragende Kunst einer Jahrhunderte vergangenen Zeit .. Eine Epoche, künstlerisch größter Könner.

So ein Bild ist ein Zeuge der Zeit: Wahrhaftig, unermesslich wertvoll, und Zeitzeuge eben auch “nur“.

Es stand & steht – einfach & schön – für die Zeit damals .. Nicht etwas, das man heute verbannen, zerreißen oder verbrennen könnte, dürfte, sollte .. Messen, mit unterschiedlichen Massstäben schlicht .. Mit Fingerspitzengefühl mehrere Jahrhunderte abwägend.

Der in einen Schwan verwandelte Zeus, begattet die schöne Leda ..

Stattdessen bin ich maximal für gelungene & charmante Aufklärung diesbezüglich .. „Maximal“, weil wir das Gesetz doch alle kennen?! „Charmant“ und „gelungen“, aus genau dem selben Grund.

.. Einen wegweisenden kleinen (!) Hinweis vielleicht neben das Bild zu setzen, wie wir heute, mit unserer jetzigen strafrechtlichen und moralischen Erziehung – den uns prägenden Werten – damit umgehen, besser verstehen können, was wir da sehen. Obwohl dies doch völlig selbst verständlich sein sollte.

Für die kunst- & gesellschaftslebenden Menschen mit dem erhobenen Zeigefinger, und für einfach „nur“ Kunstliebende, die mit einer gekonnten Gelassenheit und benötigten Distanz auf längst Vergangenes blicken können.

Das sage ich als Frau.

Und:

Auf Rubens! Auf die wundervollen Alten Meister! – die das in der Kunst durften, was heute kaum mehr möglich sein dürfte. Und eine zeitgemäß wegweisende Zeugin der Moderne und Contemporary Art! – die genau das heute darf, was früher unmöglich schien.

Progress, nicht Stillstand. Never ever. Und auf Altes: Hinsehen, Weitergehen. Gerade auch im übertragenen Sinne.

PS: Über Twitter ist der ganze Artikel frei lesbar.
Photoquellen: aus diesem Artikel der NZZ.

He’s a Wild Card

Und?!

Spannender und mehrseitiger Artikel über Elon Musk in der aktuellen Cicero.

Empfehlung!

Genie und Wahnsinn liegen bekanntlich dicht beieinander. Und für kaum eine Person scheint diese Feststellung besser zu passen als bei Elon Musk. In ihm bündeln sich Größenwahn, tollkühner Unternehmergeist und visionärer Weitblick. Gleichzeitig hat der heute 50-jährige seit seiner schwierigen Kindheit erhebliche Probleme damit, zu anderen Menschen eine normale Beziehung aufzubauen. Aber was ist schon normal an jemandem, der bei allem was er tut, über die Grenzen […] hinausblickt und sie zu verschieben versucht?

Alexander Marguier. Chefredakteur der Cicero.

Er nuschelt, stottert und verhaspelt sich während der ganzen Präsentation. Typisch Musk: ungeschickt in allem. Doch seine große Schwäche ist auch seine große Stärke.

Christoph Krachten

Elon Musk ist schon vor seinem Twitter-Vorstoß auf diesem Kanal als Rabauke aufgefallen: Den kanadischen Premierminister Justin Trudeau verglich er mit Hitler, er verbreitete munter Verschwörungstheorien zu Corona und wütet auch sonst gegen jeden, der ihm nicht passt. Autisten neigen eben zu unkontrollierten Wutausbrüchen. Genau das macht jetzt vielen Leuten Angst.

Christoph Krachten
Die aktuelle Cicero. Der visionäre Autist, Seiten 16-27, von Christoph Krachten.

Und im Gegensatz zu Jeff Bezos, Mark Zuckerberg oder Bill Gates, zahlt er bereitwillig Steuern. […] Elon Musk scheint tatsächlich gutes im Schilde zu führen: Er will Social Media besser machen, den Mars besiedeln, den Klimawandel aufhalten und nicht zuletzt Künstliche Intelligenz zähmen, damit sie am Ende nicht alle umbringt. Damit ihm das gelingt, geht er an Grenzen – und überschreitet sie auch, wenn es ihm erlaubt ist. Eine Herkulesaufgabe der sich Musk gewachsen sieht. Aber was wenn er sich irrt? Was, wenn das Experiment schiefläuft und dem Zauberlehrling alles entgleitet? Die Zukunft, so viel steht jedenfalls fest, wird immer weniger von Politikern gestaltet werden. Sondern von Leuten wie Elon Musk.

Christoph Krachten

Möglicherweise – vielleicht-vielleicht – ist die gesellschaftliche Norm & Mitte der Persönlichkeit einfach overrated? Darf großzügig verschoben werden? Darf Andersartigkeit offen begegnet oder respektvolle Distanz gewährt werden? Womöglich hat genau die Kunst diese Offenheit gegenüber Diversity einer Personality anderen Lebensbereichen voraus?

Und dass Deutschland Amerika in all dem Meilen hinterher hängt, braucht an dieser Stelle wohl kaum erwähnt werden. Oder hatten und haben wir hier einen Menschen, der auch nur ansatzweise wie Elon Musk ist, tickt, sich gebärt und damit groß erfolgt?

Kommt noch!

Warum? Siehe Christoph Krachtens letzte zwei Sätze seines 12-seitigen Artikels.

I am a „Fan“. Lieber würde, werde, will ich sagen, dass ich Musk auch, sogar, gerade menschlich mag.

Mood

Lisa Yuskavage *1962 in Philadelphia/US – Scissor Sister – 2020.

I’m interested in this idea of these images defending themselves. Violence and anger – anger in particular – Is still one of the more controversial things in art, and I’m really interested in angry art.

Lisa Yuskavage

Lisa Yuskavage – The Fuck You Painting – 2020.

And calm down:

Lisa Yuskavage – Yellow Studio – 2021. (Ich liebe, liebe, liebe, dieses Werk!)

Yuskavage is representated by David Zwirner Gallery.

Photos: https://www.davidzwirner.com/exhibitions/2021/lisa-yuskavage

Lust for Art

Inspired by Lana del Rey’s (feat. The Weeknd) Lust for Life.

Take off, take off

Auguste Rodin.

Take off

all your clothes

Normunds Brasilins.

Take off

Marcel Duchamp.

Take off

Robin Francesca Williams.

Take off all your clothes

Boris Mikhailov.

Cause boy we’re gold, boy we’re gold

Amedeo Modigliani.

And I was like:

Tom Wesselmann.

Take off, take off, take off all your clothes

Franz Xaver Winterhalter.

Take off, take off

Auguste Renoir.

Take off all your clothes

Leonor Fini.

Take off, take off, take off all your clothes

Sally Mann.

Take off, take off

Take off all your clothes

Wilhelm Lembruck.

Cause we’re the masters

of our own fate

We’re the Captains

of our own souls

Hayv Kahraman.

Take off

Again: Rodin’s L’Éternel Idole.

Take off

John William Waterhouse

Take off all your clothes

Take off, take off, take off all your clothes

John Currin.

And the lust for life

François Boucher.

And the lust for life

Keeps us alive.

Lukas Cranach der Ältere

Fotoquellen Zeitschriften: Weltkunst, Art, Monopol. Bücher: Auguste Rodin / Emil Waldmann / 1945. John Currin / Robert Rosenblum / 2003. John William Waterhouse / Peter Trippi / 2013. Ausst. Kat. Franz Xaver Winterhalter / Augustinermuseum Freiburg. Tom Wesselmann / John Wilmerding / 2008. Ausstellungen: Art Basel 2019 & 2021. François Boucher Staatliche Kunsthalle Karlsruhe. Museum für neue Kunst Freiburg. Boris Mikhailov Kunsthalle Baden-Baden.

You are incredibly sexy

.. but you are way too much work.

Die frieze. Contemporary Art & Culture. No. 227 May 2022.

Nicht die beiden Damen an der Stange oben,

sondern hier, Titel dieses Kunstwerks:

Kayode Ojo *1990 in Cookeville – You are incredibly sexy but you are way too much work – 2021. Searchlight Waterfall 3 Light Golden Chandelier Ceiling Light … 235 x 42 x 42 cm.

In der aktuellen frieze – wo auch monatlich Up & Down gehandelt wird:

Going Up:

Anonymity.

Art for Art’s Sake.

Virgos.

Katharina Fritsch.

Leaving before the Dessert.

BUTT Magazine.

Going down:

NYC Expanded Outdoor Dining -> Rat places.

Zoom -> No more „housekeeping“, no more backgrounds.

Gyms -> Let’s go outside.

Small Talk -> It’s been yearsgive me the full story.

Memoirs -> More fantasy and escapism, please.

*

All this is incredibly sexy – but it is way too much work.

Mentorin!

Wenn Museen zu viele Kunstwerke haben, die nie gezeigt werden, sind sie Friedhöfe!

Amy Cappellazzo

Manchen reicht gehen; ein Leben lang. Andere rennen und galoppieren im Business; jahrzehntelang, energiegeladen, unaufhaltsam und unbelehrbar. Find your way, weil nur der der einzig richtige ist!

Ich bewundere und brenne für die/eine Karriere der DealMakerin Amy Cappellazzo *1967. Ihr Mindset sowieso. Grundvoraussetzung!

Always Be a Sovereign Nation: https://robbreport.com/shelter/art-collectibles/sothebys-amy-cappellazzo-how-to-make-it-2913382/

Heute nicht mehr bei den MegaAuktionshäusern Christie’s und Sotheby’s, sondern selbstständig als Unternehmerin. Und sie war es, die in der vergangenen Woche das von Sotheby’s am teuersten versteigerte Gemälde Picassos Femme nue couchée ersteigert hat (67 541 000 USD).

Kunst muss überhaupt nicht(s) mit Geld zu tun haben. Darf sie aber!

Und Larry-Gagosian-Mega-Dealer hat es diese Woche in eine deutsche Illustrierte geschafft:

Ich empfehle – Kunstmarktinteressierten – das 17-Stunden-(Hör)Buch Boom. Mad Money, Mega Dealers and the Rise of Contemporary Art von Michael Shnayerson. Mit anderen, Cappellazzo, Gagosian und David Zwirner.

Yes!

Yes!

Yes!