Sei rosarot – nicht blind

Was ich ganz sicher weiß, weil ich es vom Leben so gelernt & erfahren habe, ist, dass das Leben die unglaublichsten Überraschungen, Geschenke und großes Glück für uns bereit hält. ❤

Wer nie angefangen hat groß zu träumen und wer damit aufgehört hat in Alltäglichem ein Wunder zu sehen – es stattdessen selbstverständlich nimmt, der wird viele Chancen nicht nutzen können, weil er schon die kleinen Geschenke und ungewöhnliche Möglichkeiten nicht wahrnehmen kann: Er sieht sie nicht, weil er sie nicht erkennt.

Dabei bietet jeder einzelne Tag so viel sich darüber zu freuen: ❤

Dass die Sonne einen morgens weckt, weil sie in unser Schlafzimmer scheint und unser Näschen kitzelt … Das sanfte, oder auch kraftvolle Regnen, das die Natur nun braucht und welches sie so wundervoll saftig grün in wenigen Wochen machen wird: Diese Vorfreude auch, auf diese baldigen Frühlingstage … ❤

Durch den nahe gelegenen Wald oder Stadtpark zu joggen … Seinen Körper zu spüren, der sich gut, gesund und stark anfühlt …
Oder eine (halbe) Stunde Yoga … Meditation.

Der Fussweg zum Bäcker unseres Vertrauens … die Freude über leckeren Geruch und unsere Beute: Täglich Brot. ❤

Den Kussmund von unserer Liebsten am Badezimmerspiegel oder „sein“ Gruß auf einem Zettel, für einen zauberhaft schönen Tag. ❤

Wohlig warmes Wasser unter der Dusche, das entspannt … noch mehr: die Sinne damit zu streicheln, indem wir mit einem Lieblingsduschgel duschen … ❤
Lieblings-Brötchen oder Quark und selbstgekochte Marillenmarmelade … Erfrischender frisch gepresster Saft aus Zitrusfrüchten, welche gerade Saison haben und besonders fein schmecken …

Offene Augen, Ohren und Sinne für alles Schöne, wenn wir aus dem Haus gehen. Das zunehmende Grün und anfangende Blühen der Bäume und Sträucher … Frühling liegt in der Luft. ❤

Den Platz in der Straßenbahn dem älteren Herrn anbieten … Sich darüber freuen, dass die Rolltreppe heute funktioniert und gerade mal keiner damit nach unten fährt, – ich nach oben fahren kann.
Die Freude darüber, seine Arbeitskollegen zu sehen … Gute Zusammenarbeit mit ihnen … Was bewegen … ❤

Ein neues Projekt … Eine Sache hinter der wir stehen … Denken … Tun … Es läuft … wir hängen … wir gehen dadurch hindurch … es läuft.

Die ausstehende Bewerbung für Neues … Headhunter … bunter Arbeitsmarkt … Dankbarkeit für den erschwinglichen Kostenfaktor deutscher und so vieler europäischer Universitäten.
Die Welt ist winzig! ❤
Der Globalisierung sei Dank! ❤

Das Planen des baldigen Umzuges … sanfte Vorfreude … ein Fuß ist noch hier.

Die Freude über den tollen Füller, der einst ein Geschenk war und der uns heute die guten Klausuren und Prüfungen schreiben lässt …
Could it be magic …

Mittagszeit mit der besten Freundin zum gesund-schönen Lunch und einem Teller voll wertvoller, naturbelassener, bunter, zartester Gemüse …
Und blauer Himmel – nicht nur über Bayern. ❤

Das tolle Kleid der Dame am Nebentisch … Der Smalltalk mit dem Servicepersonal … Die Freude über Qualität … Wertschätzung … Fröhlichkeit der anderen: Das glucksende Lachen der jungen Mutter … quirlige Teens … Der Duft der Gentlemen: charmant … weltmännisch … interessant.
Ein Stückchen himmlischer Schokolade vom Chocolatier …
Eine Tasse des weltbesten Tees … Menschen beobachten … verstehen … mögen … lächeln … träumen. ❤
„Danke sehr!“ für ein Kompliment. ❤❤

Ein gutes Buch … Die News in der Zeitung … eine leichte Zeitschrift … ein inspirierendes Bilderbuch …

Die Frisur sitzt … Wellen oder glatt – Zöpfe oder wallend: Die Wahl zu haben, ist niemals Qual.
Probieren … testen … sehen … staunen. Ein neuer Nagellack für den Abend mit dem Liebsten … mit uns selbst. ❤
Düfte schnuppern in der liebsten Parfümerie … ausprobieren … beleben … bereichern lassen – ohne zuzuschlagen … oder doch.

Hobbies und Ausgehen …
Zuhause – Kerzen oder Katzen … und der süßeste Hund der Welt, mit herrlich knuffigem Überbiss und goldigem SilberBlick … ❤
Ich grabe meine Fingerspitzen in sein kurzes Fell.
Nachthimmel sternenklar …
Faszinierend trockene Kälte und ein eisiger Wind … warm eingemummelt.

Jeder einzelne Tag birgt Tausende kleine und große Glücksmomente. ❤

Danke für jetzt! ❤

Big dreams und work für später: Was immer auch es für uns sein soll. ❤ Und wie oft, kommt nicht alles anders und noch besser als gewünscht?

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Ach so, und was meine narzisstische Beziehung vor ein paar Jahren angeht:
Ich habe damals von Anfang an nicht so idealisierend kindlich frei an das Glück geglaubt, wie ich es sonst immer getan hatte und heute auch wieder mit ganzem Herzen und wachem Blick tue: Mit spielerischer Leichtigkeit nämlich, und dem Optimismus daran, dass damit, und mit einem erwachsenen Willen und Plan, machbar und realisierbar ist, welche Ziele wir auch haben mögen.
Das, weil ich damals eher auf der Suche nach einem Rettungsanker war – aufgrund vorausgegangener niederschmetternder Ereignisse. Dann (nur) haben Narzissten leichtes Spiel. Meine Bedürftigkeit wurde erschnüffelt und zu seinen Gunsten genutzt. Der Rest ist Geschichte („Machtaffen“ als Kindle-Edition.)

Ich denke ich verstehe heute ❤, dass wir nicht nur mit unserem Tun und unserer Intension unsere Träume ermöglichen ❤ , oder auch scheitern lassen können, sondern auch damit, wie stark wir selbst an einen Traum glauben und diesen leben möchten. ❤

Go for it! ❤
One life. Yours! ❤

( Text: von mir / Foto: einfach eines meiner hundert Träume … )

Selbstliebe ist der größte Kick

Der größte Kick?
Wahre Freundschaft und vor allem wahre Liebe!

Bei mir geht das eine ohne das andere nicht: Die, mit denen ich tief befreundet bin, liebe ich. Und die, die ich (körperlich) liebe, mit denen muss ich stets befreundet sein. Wer will schon einen Feind in seinem Bett?

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Freundschaft & Liebe: auf die wir uns verlassen können, in der wir uns öffnen, sowie nehmen und geben … Wir dürfen dann kommen & können gehen, wann immer „der Schuh drückt“ oder wir Raum benötigen … werden nicht in Frage gestellt, nicht geneidet, stattdessen mit Herz & Kopf verstanden, frei geliebt, produktiv kritisiert und auch mal gerügt.
Wir lachen und weinen zusammen, wärmen uns bei Kälte, halten den Regenschirm im Regen für den anderen und lassen uns gegenseitig frei ausströmen im Sonnenschein.
Wir begrenzen nicht – sondern beflügeln einander … Wir gönnen und freuen und leiden: mit und füreinander.
Das ist in Tiefe verbunden zu sein, auch wenn uns hunderte Kilometer trennen mögen.

Rebell, Kobold, Wildfang, Energiebündel, Abenteurerin, Kindfrau, fleißiges Bienchen und Luxus-affine-Klasse-statt-Masse-Frau: Wie ich es liebe aus der Reihe zu tanzen, anders zu sein, mein Vollblut-Blut in Wallung zu bringen und meine Energie, die ich für drei habe, in meinem Umfeld großzügig auszuschütten und auf der ganzen Welt zu verteilen! Was ich irre mag, kickt mich vollkommen!

Eine ganz andere Art von Erfüllung aber, ist für mich die echter Freundschaft & Liebe: Sie ist mein wundervoll warmes Zuhause, auch wenn ich an einem festen Wohnort (noch) nicht sesshaft werden konnte.

Und wer meint, der größte Kick wäre der: zu erobern, zu zähmen, in die Knie zu zwingen, sich in bestehende Bindungen, Freundschaften und Lieben zu drängen – ohne es mit der Intention wahrer Liebe zu tun, sondern einfach nur, um zu haben und besitzen zu können, sowie auch mutwillig zerstören zu wollen – dem empfehle ich ein kunterbuntes Leben:

Head over heels!

Power dich aus bei deinem Lieblingssport … Leinen los und feiere ein hohes Tempo … Zieh um, zieh um die Häuser, geh auf Reisen oder verweile in den edelsten Hotelbars und mache dort wöchentlich die interessantesten Kontakte und führe die bereicherndsten Gespräche mit Wildfremden, ohne danach mit aufs Zimmer zu gehen.
Mach‘ Karriere – nimm dir eine Auszeit … Friss‘ Seelenfutter, lebe Spaß und erhöhe die Dosis der Spannung … Fahr‘ den Maserati, mach‘ den Flugschein, schreibe Gedichte, zeig‘ unverblümt wer du bist und scher‘ dich nicht darum, was andere von dir denken könnten und in dir sehen wollen … Gründe ein eigenes Business, geh‘ an deine Grenzen, sprühe, scheine, spinne, und erfinde dich täglich neu!
Liebe und überrasche dich selbst, anstatt anderen wehzutun oder sie auszubremsen, und ohne dich selbst darüber zu definieren, wieviele du verwirrt, gebraucht, benutzt und getäuscht hast. Wie viele du abhängig von dir machst.

Sei selbst dein größter Fan!

Gönne dir einen Festtag in deiner Lieblingsstadt – an deinem Lieblingsort – bei dem du eine Summe im vierstelligen Bereich für dich alleine locker machst. Einfach so! Geh‘ fantastisch Essen, geh‘ Shoppen, residiere – einmal oder immer wieder – im besten Hotel am Platz, weil du gerade einmal pur genießen magst … Weil du es dir wert bist.

Weil du es überhaupt wert bist!

Arbeite viel, komm‘ auf die tollsten und die verrücktesten und durchgeknalltesten Ideen, kreiere & verwerfe, fange an & höre auf … Reise alleine: in Schweden, im Senegal, in Sumatra, und durch’s Tal der Tränen.

Sei lieb zu anderen: und vor allem zu dir selbst!

Schenke jedem neuen Menschen ein echtes Lächeln und begegne ihm völlig unvoreingenommen und offen: Das ist nicht nur herrlich spannend und öffnet dir Tür & Tor.

Und beim Entstehen von echter Freundschaft & Liebe fährst du runter: Du willst nicht – du wünschst es dir von Herzen und hast Geduld …
Du drängst niemanden ins Abseits, sondern läßt Raum für jeden der schon da war und nach dir noch kommt …
Du kontrollierst nicht: du vertraust ganz leicht …
Und du forderst nicht, sondern gibst erstmal ohne zu wollen: Die Bedürfnisse des und der geliebten & wertgeschätzten anderen sind dir nämlich genauso wichtig wie deine eigenen.

Du sagst was du denkst und tust von Herzen.
Du denkst nicht, dass es Freundschaft & Liebe ist & Zukunft hat, sondern du fühlst es.
Du lachst mit den Augen, nicht mit dem Mund.
Du liebst selbstlos und bekommst das so zurück.
Es passt.

Ich wünsche dir von Herzen und das meine ich völlig ernst und überhaupt nicht böse: einen tollen Coach (nicht mich als Pseudo-Coach) … eine Erfahrung, die dich wachrüttelt … eine Erkenntnis, die dein Herz trifft … Zeit … Geduld … die Liebe zu dir selbst … und einen weisen herzenswarmen Menschen an deiner Seite.
Dies alles soll dein Herz berühren, es mit der Zeit öffnen und dir deine tiefsten Gefühle, dein Wollen und deine tatsächlichen Bedürfnisse noch mehr zeigen. – Auch, dass wir Kicks, ohne damit auf Kosten anderer zu leben, haben können: Dass dies gar die besten und wunderschönsten, knallbuntesten Kicks sein werden!

Nie erlebt?
Dann wird es vielleicht Zeit!

Es gibt Freundschaften, da bleibt Platz für drei und mehr Beteiligte.
Es gibt Frauen, die wünschen sich ganz offiziell Affären mit reichen Männern.
Es gibt Menschen für offene Beziehungen.

Wir müssen nicht täuschen und brauchen, um uns zu fühlen, keine Beziehungen zu zerstören, Intrigen zu spinnen, oder Menschen die abhängig von uns sind, weil wir sie uns so gezogen und manipuliert haben.

Wir brauchen uns nicht täglich neu in Menschen zu verlieben: Ich tue das beispielsweise aber bei Dinge so.

Die Art von Treiben auf Kosten anderer brauchen wir nur, wenn wir uns selbst nicht genug sind.

Ein tolles buntes Leben wünsche ich dir und keine Scherbenhaufen mehr, die du hinterlässt, um ein Loch zu füllen, das sich so niemals füllen lassen wird.
Lieben und dich selbst leiden und annehmen kannst du nämlich erst dann, wenn du realisiert hast, dass man mit den Gefühlen von anderen nicht spielt, nicht hetzt und nicht Dinge und Bestehendes zerstört – aus einem reinen Egoismus, seiner inneren Leere und mangelnder Empathie heraus.

Dann erst hast du verstanden und kannst dich selbst feiern.
Vielleicht an einem Dolce-Vita-Frühlingstag in deiner ganz eigenen wunderschönsten Stadt Europas – dich dort selbst zu zelebrieren. Und auch an jedem einzelnen anderen Tag.

Viel Liebe und ein richtig geiles Leben für dich!
Petissa Pan

(Text: von mir / Foto: August 2017)

„Düsseldoof“ … und Land in Sicht

Wie fühlt es sich wohl an in der falschen Stadt zu wohnen?

Also nicht – dramatisch – zur falschen Zeit an einem falschen Ort zu sein, sondern aus rein vernünftigen Gründen erstmal an eine Stadt gebunden zu bleiben, die Tausende andere mögen, die aber niemals richtig für einen selbst sein kann.

Beruflich bedingt bin ich mehr als zehn Mal umgezogen – privat viel gereist – und weiß und fühle darum schnell & bestimmt was ich brauche, um mich in einer Großstadt, einer Kleinstadt, in Deutschland oder auch im Ausland glücklich und verbunden mit einem Platz zu fühlen.
Und diese Stadt hier hat das nicht. Zumindest nicht für mich.

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Beinahe alles zwickt, es klemmt, ich seufze und trotzdem ziehe ich hier seit gefühlten zehn Jahren dauerlächelnd durch Straßen, Geschäfte, Büros. Diese Stadt und deren Menschen können schließlich nichts dafür, dass sie so grottenfalsch für mich ist. Und ein Lächeln ist man da nicht nur schuldig – nein – es auch durchaus schön, Respekt zu zollen und Freude zu zeigen, für mittlerweile vier Hände voll wirklich liebgewonnener Menschen, Umstände und Dinge, die ich hier in den vergangenen 26 Monaten kennenlernen durfte. Monate, die sich wie viel mehr Jahre anfühlen.

Natürlich habe ich die positiven Aspekte hier zu wohnen und mich damit auseinander zu setzen längst erkannt: Ich kann hier beispielsweise seit Jahr und Tag deutlich sehen, was ich nicht will. Das ist wichtig, ein wirkliches Geschenk und das meine ich völlig ehrlich und schreibe es hier gänzlich ohne Ironie.

Es gibt das schlaue Zitat: „I am thankful for all those difficult people in my life. They have shown me exactly who I do not want to be.“ Und so geht’s mir hier. In einer Stadt, die mir mehrmals täglich – und das überdeutlich – zeigt, dass sie es für mich eben so gar nicht ist und dass ich wo ganz anders hingehöre. „That I do not want to be here.“

Ich bin aus Baden und bekanntlich von der Sonne verwöhnt. – Was ein Werbeslogan über den dortigen Wein verkündet. Und ehrlich, ich mochte einst besonders Regen sehr gern. Für mich gab es beispielsweise nicht schöneres als bei Regen zu joggen und danach heiss zu duschen. Und hier kann ich es nicht ertragen Regen in der Wettervorhersage zu sehen, ihn auf meiner Haut zu fühlen und überhaupt zu riechen. Regen riecht so ganz anders in Baden, Paris und an Millionen anderen Plätzen.

Nein, das hier ist wahrlich keine Liebeserklärung für diese wirtschaftsträchtige Stadt im Rheinland. Die überlasse ich anderen und benutze die Stadt, etwas emotional eingefärbt, als Beispiel für das Thema meines Blog-Beitrags.

In der gefühlt richtigen Stadt zu wohnen, ist nämlich wie die Sache mit dem „richtigen“ Mann: Der richtige Mann kann nichts falsch machen und der falsche nichts richtig.

Is it that simple?

Vielleicht noch mehr persönliche Vorliebe: Manche mögen nunmal Erdbeereiscreme lieber als Schokolade, ziehen Pasta Pommes vor, oder bevorzugen Selters anstatt Sekt. Es ist wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

Wir sind verschieden und meine Meinung über diese Stadt ist aus diesem Grund völlig subjektiv und allein mein Empfinden. Für jemand anderen gibt es eine andere Stadt, ein Dorf, über das er vielleicht kaum Positives zu berichten hat. Für jemand anderen mag es auch völlig unverständlich sein, wie sehr ich ein, zwei Städte in Baden richtiggehend liebe. Es geht hier allein um das Gefühl, in einer Stadt oder einem Ort sein zu „müssen“, an dem wir nicht gerne sind und nicht um eine objektive Wertung.

Und das Gefühl am falschen Ort zu sein, kennen sicher einige von uns. Und dieses Gefühl läßt sich auch nicht von anderen ausreden, – diese Stadt sich einem schön reden.
Am falschen Ort zu wohnen ist auch ein bißchen so, wie in einer schlechten Beziehung festzustecken: Wir kennen den anderen, wissen ganz genau, dass es nicht (mehr) passt, aber bleiben dennoch – aus eher nüchternen Gründen. Da hilft auch kein “Aber ihr paßt doch so toll zusammen!” von Bekannten. Wir fühlen was sein soll und was nicht und früher oder später gehen wir.

Immerhin spielen wir bei einem “am falschen Fleck sein und dennoch bleiben” nicht mit irgendwelchen Gefühlen. Dieser Stadt ist es nämlich völlig egal, ob ich da bin oder nicht. Es wird eines Tages ganz einfach ein Neuankömmling oder ein bereits Angekommener mit meiner süßen Wohnung hier bereichert und ich bin weg.

Wer gerne nachvollziehen möchte, wie und für was mein Herz schlägt, macht eine Woche Urlaub in Baden-Baden oder er bucht ein Wochenende in einer romantischen Ecke in Paris. Mehr möchte ich darüber auch gar nicht sagen, denn darum geht es hier nicht. Es geht nicht darum, was ich will, sondern darum, was wir (und ich) nicht wollen, wie sich das anfühlt und was uns in einer solchen Situation dennoch bereichern kann – was wir lernen und mitnehmen können.

Ich wäre nämlich nicht ich, wenn ich nicht mindestens genau so häufig in süsser Phantasie festkleben würde, die mich gewohnt sehr glücklich macht und mental befriedigt. Viel öfter nämlich, als ich der Realität unter grauem Himmel in die Augen sehe. Und ich mag meine Wohnung hier, als mein echt gemütliches Zuhause. Und ich mag auch, dass ich die Stadt nicht mag und mich so voll und ganz auf mich, einige wenige Kontakte und vor allem meine Karriere und Zukunftsplanung konzentrieren kann.

Um glücklich von A nach B zu kommen, schwelge ich also täglich, stündlich, im Minutentakt, in meinen Erinnerungen und den Städtetrips über die Wochenenden. Das, während ich über den Boden hier flaniere. Und ja, genau, ich flaniere. Gerne in hohen Schuhen – seltener in Ballerinas und niemals in Segelschuhen oder Sportschuhe, die so typisch für hier sind. Mein russisch- und tussig-inspiriertes Schuhwerk läuft also auf dem Asphalt einer sportiven westdeutschen Stadt und die Gedanken hängen woanders: Über Paris sage ich, dass ich eine Fernbeziehung mit dieser Stadt führe. London als Stadt ist meine Affäre. Moskau ist im Winter wunderschön. Meine Freundin wohnt in Baden. Und erwachsen sage ich mir, dass ich hier reifen kann und das Gute mitnehmen sowieso.

Mit einem Fuss. Mein anderer Fuss – metaphorisch gesprochen – steht nämlich schon nicht mehr auf diesem Boden hier. Er steht mittlerweile wieder in meiner blumigen Vergangenheit, in Städten meiner Alltagsfluchten, oder auch bereits in meiner rosigen Zukunft, die ganz woanders sein wird.

Mein Lächeln ist trotzdem echt, denn es ist für die Menschen hier, die so gar nichts dafür können, dass ich mich wie ein Englishman in New York fühle. Ein Alien, das die falschen Schuhe trägt. Ein sonnenverwöhntes Geschöpf, das vom warmen Regen in die Traufe kam. Aber mein anderer Fuss, mein Herz, die fehlen eben leider und so quieke ich vergnügt, wenn ich jeden einzelnen Abend eines Tages weiss, dass wieder ein Tag weniger bleibt, den ich hier sein werde.

Die Kündigungsfrist meiner Wohnung beträgt eine einzige Woche und das allein ist für mich ein Grund noch gut bleiben zu können. Allein das Wissen um die Freiheit, dass ich quasi von heute auf morgen gehen könnte, macht mich so zufrieden, dass ich noch nicht gegangen bin. Und vielleicht ist auch das allein die Kunst?

Denkt ihr, dass wir uns mit einem Platz oder Menschen aussöhnen, wenn wir wissen, dass eine Situation bald der Vergangenheit angehört?

Wie können wir uns eine Zeit an einem Ort noch gefühlt verkürzen, indem wir sinnvoll was genau damit anstellen?

Ob ich es doch je bereuen könnte, diese Stadt in einigen Monaten zu verlassen?

Nein.

Ich bin dir dankbar Düsseldorf, für all die Erkenntnisse und Lehren, die du mich in den vergangenen zwei Jahren gelehrt hast und mich diesen Frühling, Sommer und Herbst noch lehren kannst und auch wirst.

Ich bin dir dankbar Düsseldorf, mich in eine Stadt und ein Umfeld gezogen zu haben, in der und in dem ich so viel über mich selbst gelernt habe, wie es keine andere Umgebung bislang geschafft hat.

Ich bin dir dankbar Düsseldorf, für die vielen einsamen Tage, die gefühlte Unverstandenheit, das ungewohnte Umfeld, anhaltende Fremde und die immer größer werdende Sehnsucht nach mehr Raum, Luft, Grün, Ruhe und Natur … und einem ganz anderen Stil, einer ganz anderen Herzenswärme und Herzlichkeit, einer ganz anderen Nähe und Tiefe und einer völlig anderen Mentalität.

Ich bin dir dankbar Düsseldorf, dass du nach Teheran die zweite Stadt für mich sein kannst, der ich bei meinem Abschied keine Träne nachweinen muss. Was du mich gelehrt hast aber Düsseldorf, das wird bleiben, war mir eine großartige Lehre und du bleibst eine so wichtige Erfahrung, auch wenn – oder gerade weil – wir nie Freunde geworden sind und vermutlich auch keine mehr werden können.

In Dankbarkeit, Petissa Pan

(Text & Foto: von mir)

„Begierige Neureicherung“

Es gibt die Weisheit, dass wer nie hart am Boden aufgeschlagen ist, oder sich von dort – ganz unten – hocharbeiten musste, Erfolg und überhaupt die ganzen Sonnenseiten des Lebens nicht zu schätzen weiß, weil er kein Gegengewicht kennengelernt hat.

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Wahrscheinlich war ich bereits so ein buntes Kind und der Klassenclown von der 1. bis zur 10. Klasse, weil ich immer und überall das Schöne gesucht, eine Nische von Freiheit erschnuppert und sie dann frech gelebt habe. ❤
Den ganzen Autoritätspersonen, Lehrern, meinen Trainern, Nachbarn und anderen Erwachsenen tanzte ich ebenfalls zu gerne (und mit großem Erfolg) auf der Nase herum, oder habe ihnen Bären aufgebunden und Märchen, die meiner wilden Phantasie entsprangen, erzählt. ❤

„Nein“ war mein Lieblingswort auf sämtliche derer Forderungen: Immer begleitet von meinem frechem Grinsen.
„Ja“ hingegen sagte ich zu meinen ganzen Aktionen: Ich träumte mich in der Schule zum Fenster ins Leben hinaus, war überhaupt nur an Schulsport, Kunst und Aufsätzen extrem interessiert und sehr gut, schaukelte auf Stühlen, hing an Lampen und rebellierte selbst im Schulbus derart, dass ich mehr als einmal die Kilometer nach Hause laufen mußte.

In meiner Freizeit galoppierte ich mit meinem Pony ohne Sattel & Zaum über die Stoppelfelder im Schwarzwald, streifte durch den Wald, kannte alle Abkürzungen, wenn wir im Leichtathletik-Training zum warmjoggen geschickt worden waren, oder hing kopfüber in den Bäumen, um meine besorgten Großeltern zu triggern, die unten standen und mich eindringlich baten herunterzukommen.

Warum das alles?

Weil es in meinem Elternhaus wenig zu lachen gab und keine Freiheit. Dafür wollte ich es sonst überall wissen, Grenzen testen und ausreizen, mein junges Leben genießen und schön finden. ❤

Das aller-aller Schönste was ich mir über die Kindheit hinaus mitgenommen habe, ist eben diese Neugier, die uns in „Rabbit holes“ und Schlimmeres abstürzen lassen kann. Und: „Ich will alles einmal ausprobieren!“, habe ich vor noch nicht allzu langer Zeit wieder einmal einem gänzlich verwundert Dreinschauenden lachend um die Ohren gewirbelt.

Wie wir uns selbst mit unserer Neugier erfrischen können ❤ … Was uns unbefangene Offenheit und neugieriges Vertrauen an riesigem Glück schenken kann ❤ … Was wir an Erfüllung erfahren, wenn wir mutig sind ❤ … Was wir Reizendes abseits des Weges entdecken werden ❤ … Was wir für ein sagenhaft buntes und wunderschönes Leben haben können, wenn wir wagen, träumen – auch wenn wir nicht immer gewinnen und auch mal richtig tief fallen.

Fallen können wir hunderte Male, wenn wir jedes einzelne Mal wieder aufstehen. Und wir werden daran wachsen, daraus lernen, und so auch Freude und mindestens die positiven Seiten auch am Scheitern entdecken. ❤

Tatsächlich ist es wohl so, dass ich schon immer nach der Devise lebe, dass „jede Chance, die wir ungenutzt verstreichen lassen, jemand anderer bekommt“ … und dass ich jemand bin, der nie jemand sein wollte und nicht sein will, sich zu fragen: „Was wäre gewesen wenn?“.
Lieber Lehrgeld bezahlen, als Dingen hinterherzutrauern die nicht wahr wurden obwohl die Möglichkeit dazu bestanden hätte, weil man zu lange abwarten und abwägen wollte – vielleicht nicht einmal kommunizieren konnte.

Neulich habe ich Kafkas „Der Prozeß“ gelesen und die darin vorkommende Türhüter Parabel analysiert.
Ich wunderte mich über die Passivität desjenigen (und über K.’s Passivität gleichermaßen), der vor der Tür stehen geblieben ist und dort Jahreszeiten lang ausharrte, grau und alt wurde … Warum hat er sich nicht gegen den Mann am Eingang gewehrt, oder diesen schlau überlistet und hat dann das Tor betreten um zu sehen, was dahinter steckt?

Fehlende Neugier verwehrt uns so viel.
Warum sind so viele von uns nicht mehr offen und unnachgiebig drängend wie ein Kind? ❤

Selbst wenn wir unvorsichtig in das größte und tiefste „Rabbit hole“ gefallen wären: Würden wir nicht wissen wollen, was sich hinter dem Toreingang verbirgt?
Wir sind doch souverän und groß und können aus jedem Tief herauskrabbeln, nicht? ❤

Für mich wiegt, was wir mit unserer Neugier gewinnen können, um ein vielfaches auf, was wir verlieren könnten. Und das beruht auf meinen eigenen Erfahrungen: Blutige Nasen, Hasenbauten, Lücken, Schluchten, Stürze, narzisstische Beziehung, Stalking, Jobverlust …
Dies alles konnte das Feuer in meinen Augen nicht erlöschen und so wird es hoffentlich für immer sein.
… Sowie die große Freude daran, mit meiner Neugier so sehr viel mehr Wunderschönes erlebt zu haben und täglich noch neu zu erleben. ❤

Unsere Neugier ist ein so viel größerer Gewinn: Ein Verlust wäre nur sie zu verlieren. Immer, und jeder in seinem ganz eigenen Maß. ❤

La vie est belle. ❤

Und wer Widerstandskraft und Optimismus nicht bereits in der Kindheit lernen musste oder hat, der kann dies jederzeit nachholen. – So wie ich es mit dem gesunden Selbstbewusstsein erst vor einem knappen Jahr geschafft habe.

(Text: von mir / Foto: von mir; Januar 2018)

Herrlich kapriziöses Bewusstsein

Hoffnungslos straight und traumlos erwachsen werden … Festgemauert irgendwo ankommen wollen … Sich vor allem anpassen… fügen … Gemütlich-faule Zufriedenheit … Sesshaft sein und Beine hochlegen … „Mein Haus, mein Mann, unsere zwei Kinder, der Hund“ … Durchstrukturiert konventionell … Whatsoever.
Müssen wir das wirklich und tatsächlich?

Ich hab‘ mich dagegen entschieden. ❤ Schon vor langer Zeit.

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Januar 2018; Wickeltunika aus meiner eigenen PetissaPan-Kollektion

Und wenn ich heute davon schreibe, dass ich endlich das Leben lebe, welches schon mein ganzes Leben lang in mir schlummerte, meine ich: den Mut zu haben der, und die Persönlichkeit zu haben die, ausschließlich durch echtes Selbstbewusstsein entsteht. ❤

Nicht den Mut, den wir in so vielen beruflichen und privaten Ausnahmesituationen beweisen können und über den ich stets verfügte.
Ich meine den Mut, sein Leben nach seinen ganz eigenen Vorstellungen zu leben und sich dabei nicht im Geringsten darin verunsichern oder umstimmen zu lassen.

In meinen 20ern meinte ich nämlich auch eine Zeit lang, dass ich endlich normal werden sollte und mir einen Mann für die klassische Beziehung, klassische Familie und das klassische Leben suchen müsste. Hatte ich auch – diesen Typ Mann – bevor ich mein Innerstes sprechen ließ und ging. Zu seinem & meinem Glück ❤ : denn ich wäre todunglück mit dieser Art zu leben geworden und er mit mir.

Liebe allein reicht eben oft nicht aus. ❤

Manchmal werden wir einen Menschen lieben, ohne mit ihm leben zu können. ❤
Wir sind heute befreundet. ❤

Ein klassisches Leben war niemals meine Intension und wird es niemals sein.
Meine Sehnsucht war irgendwann einfach nur die, normal sein zu wollen. Das, weil ein Leben fern des Mainstream, ohne das nötige Selbstbewusstsein, enorm viel Kraft kosten kann:
Wir pendeln dann zwischen „uns erklären müssen“, weil wir sehnsuchtsvoll verstanden werden wollen … und „Anpassung“, weil wir so gerne dazugehören wollen und haben es zeitweise so satt, dass wir immer und überall aneckten & anecken, angeschaut wurden & werden und sowieso ganz stark polarisieren.

Wir haben Bewunderer, die uns faszinierend und bereichernd finden, sich einlassen und sich begeistert mitreissen lassen ❤ … Es gibt Menschen, die uns nicht & niemals verstehen können und werden … und Neider, weil uns scheinbar alles so einfach von der Hand geht und wir immerzu schillernd strahlen und gut drauf sind. ❤

Einfach von der Hand ging mir nichts und dennoch habe ich immer millionen Gründe zum Lachen gefunden und kann mich an den winzigsten Kleinigkeiten riesig erfreuen. ❤

Exzentriker gelten als Sonderlinge und soziale Außenseiter, aber auch als ganz besonders glückliche und unbeschwerte Menschen: So sie es schaffen, sich selbst zu sein und für sich und ihre Andersartigkeit einzustehen. ❤
Und das ist der springende Punkt dabei, der ein ausschließlich rebellisches Leben, in dem wir noch ziellos wanken, zu unserem ganz eigenen Leben macht, in dem wir in uns selbst ruhen, obwohl wir für andere augenscheinlich in irrer Überschallgeschwindigkeit und total entwurzelt unterwegs sind.

Diesen Mut zu haben, sich selbst anzunehmen wie wir tatsächlich sind, ist echtes Selbstbewusstsein. ❤

Und erst dann! ❤

Meinen Unterhaltungswert, den schrägen Humor, mein quirlig kunterbuntes Wesen, die ungebremste Vollblut-Persönlichkeit, die kindliche Freude und unermessliche Neugier, Begeisterungsfähigkeit und volle Selbstbestimmung bin, liebe und bleibe ich. Auch liebe ich „Charmanz“, – was mein Neogolismus für „charmante Arroganz“, die ich selbst in stark variierenden Anteilen lebe, ist.

Ich war früher nie selbstbewusst, auch wenn ich nach Außen stets so gewirkt habe. Das war nur mein Schutz, der allzu schnell bröckeln konnte – und es in verschiedenen Situationen oder bei manchen Menschen auch ist. ❤
Menschen im allgemeinen interessieren mich viel mehr als Männer: Und häufige Ortswechsel und Sport stellen auch immer schon eine viel größere Bereicherung & Befriedigung für mich dar. ❤ Ich habe mich im Reitsport ein Jahrzehnt lang auf die schwierigsten Pferde gesetzt, bin hundertmal abgestürzt, habe mir böse blaue Flecken geholt, mir was gebrochen und bin trotzdem immer wieder aufgestanden & aufgestiegen. So zäh und kopfstark kannte und kennt man mich auch aus meinem sonstigen Leben.

Ich habe gegen so viele Widerstände gekämpft und Herausforderungen angenommen und trotzdem wurde mir so oft vorgeworfen und an den Kopf geschmissen, ich sei verwöhnt, weltfremd, würde mich immer in den Mittelpunkt spielen wollen, wäre Prinzessin, wunderschön, Partygöre, Schlampe, häßlich, spießig, sterbenslangweilig, schrill, anstrengend, kindisch, unreif, dumm, zu nichts zu gebrauchen…

Is that so? Und selbst wenn! ❤

Früher habe ich still gelitten – unter fehlender Toleranz & Offenheit – und nur für Unterhaltung oder mein gutes Herz gebraucht zu werden und danach als zu anstrengend abgestempelt zu werden. Zuhause habe ich ständig in mein Kissen geweint.
Und heute, ihr Lieben, bin ich wie ich bin! ❤

Exzentriker sind nicht „one in a million“, aber eben nur einer von circa zehntausend Menschen: Wunderbar kunterbunte Einhörner … So wie jeder der den Mut hat, aus der Masse herauszustechen. ❤

Und die Vergangenheit ist heute vorbei. Ich liebe rosarot, also trage ich rosarot. ❤ Ich ecke an, also gieße ich mit Freude noch extra Öl ins Feuer. Ich bin anstrengend – aber eben auch schnell von anderem & anderen gelangweilt. Ich erfinde mich jeden Tag ein bißchen neu, und das wird hoffentlich niemals aufhören. ❤

Als Single bin ich fast immer am allerbesten, liebe es Dinge zu pushen und Menschen aufzuwecken, positiv zu bereichern oder ihnen in den Allerwertesten zu treten. Gerechtigkeit, Kreativität – vor allem aber treibt mich meine Freiheit an. ❤

Und ich liebe selbst Menschen die anders sind.

Und ich liebe England. ❤

Dort gibt es prozentual nämlich die meisten dieser herrlich schräg-skurrilen Menschen. Dort werden sie gefeiert und geliebt. Mein Ex-Freund ist auch einer davon: Engländer & Exzentriker. Leider auch Narzisst. (Mein Buch dazu: „Machtaffen“ als Kindle-Edition bei Amazon).

Nach allem was war, danke ich ihm heute dafür, dass er mir gezeigt hat, dass selbst großer beruflicher Erfolg – und er steht irgendwo ganz an der Spitze eines Unternehmens – nicht im Gegensatz dazu stehen muss, privat völlig und ausgelassen aus der Rolle zu fallen: Dass wir stattdessen einfach nur unserem Gefühl, unseren Wünschen und kindlichen Bedürfnissen folgen können und uns überhaupt nicht darum zu scheren brauchen, was der Mainstream von uns will und welcher Stempel einem davon aufgedrückt wird. ❤

Viel Mut für jeden einzelnen, der noch nicht da ist, wo ich heute bin! ❤
Leb‘ und feiere dich – nicht Mainstream und mache Menschen die dich nicht verstehen können, entweder zu Fans oder distanziere dich.
Thank you Andrew!

Ich stehe heute für mehr Toleranz Menschen gegenüber, die anders – in welcher Art auch immer – sind. Das, weil ich selbst fast immer von Menschen umgeben war, die mich nicht verstanden haben und 37, 38 Jahre lang nicht den Mut hatte, diesbezüglich gegen zu halten ohne dabei selbst aus dem Gleichgewicht zu kommen. ❤ Etwas mehr England würde Deutschland nicht schaden. Oder ich wandere eben doch noch dorthin aus. ❤

Ach so, und wenn ich die Wahl zwischen einer Eigentumswohnung und einem Bentley haben sollte, nehme ich ganz klar immer den Bentley ❤

… und das verträumte pinke Schloss im Jugendstil an der Küste Südenglands ❤, mit dem verwunschenen Märchengarten aus Rosen und einem Labyrinth drumherum ❤. Und dem verschrobenen Schriftsteller darin ❤, mit dem ich mich an jedem einzelnen Nachmittags zum Afternoon Tea zusammensetze, philosophiere und berate, und am Wochenende auf unseren Pferden am Strand mit ihm entlang reite ❤.

Wer weiß schon was kommen mag?! ❤

Let’s see whether karma’s a bitch or not

Für Anne B., Martin M., Tanja D., Hermann R., Werner R., Rainer G. und meine langjährigen Kollegen vom BPOLR Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden.

„I’m a writer. Anything you say or do may be used in a story.“

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D’doof 2016

Ich habe das Sprichwort: „Einst habe ich mich selbst verloren, indem ich ständig für andere da war – heute verliere ich mein ganzes Umfeld, da ich anfing ich selbst zu sein“ früher nicht richtig verstanden. Ich hätte nicht gedacht, dass ich nach einer solchen Aufrüttelungs-Krise, wie ich sie in den vergangenen Jahren erlebt habe, eine andere werden würde: Zumindest nicht im Hinblick darauf, mit wem ich mich früher umgab.

Meine Werte, Einstellungen, Vorlieben, Ansprüche, mein quirlig optimistischer Charakter, meine Gesundheit und auch meine Hobbys sind heute wieder fast vollkommen identisch mit denen, wer und wie ich schon immer war.

Dazwischen war ich nichts mehr davon und eine gänzlich andere auf der verzweifelten Suche nach sich selbst: ihrem alten Leben, ihren so wichtigen hochgehobenen Werten, ihrem vergangenen Glück.

Mich selbst kenne ich heute grenzenlos gut. Ich habe mich vollkommen gefunden und dafür bin ich sehr dankbar, wenn es auch sehr schmerzvoll war, was ich dafür erleben musste: Besonders auch als nach und nach, jeder einzelne meiner engen Bekannten und ein Großteil meiner Freunde und Freundinnen, in meiner größten Krise einfach so weggebrochen ist.

Die beste Sache – so sagt man – an schlechten Zeiten in deinem Leben ist, dass du endlich die wahren Farben von jedermann siehst!

Ich hatte alles und jeden stets Flamingo-Pink gesehen, war eine lebenslustig Liebe, super-tolerant, stets gebend, offen und habe Nachlässigkeiten und selbst Sticheleien, Neid und kleine Gemeinheiten verziehen.
Und dann wurde es schwarz um mich.

Was haben meine ehemaligen Freundinnen & Bekannten wohl am meisten an mir vermisst?

Dass ich nicht mehr immer sehr gut drauf war und nicht mehr andere motiviert und mit meinem Optimismus großzügig ummanteln und pushen konnte?

Dass ich nur noch ein Schatten, der einst so toughen Polizistin gewesen bin, die Aktionen wie „ein Jahr im Iran und dortiges Alleine-Reisen“ genauso gebracht hat, wie „Bull Riding in PolizeiUniform auf einer Kirmes“?
Immer humorvoll, immer unterhaltsam, immer auf der Überholspur: beachtlich aktiv, top-fit, unabhängig und plötzlich so bedürftig, krank, grob gescheitert und schwach.

So böse gefallen war ich. „Prinzesschen am Boden auf den aufgeschürften Knieen.“ Erst beruflich, dann privat, noch ein zweites und drittes Mal privat und dann noch einmal gravierend beruflich … und ein kaputtes Bein habend, hinkend, und aus siebenmal Sport die Woche wurden zwei Jahre lang überhaupt kein Sport mehr, und anschließend zwei Jahre lang schleppender Aufbau. Sport war immer und ist es heute wieder: ein beachtlicher Teil meiner Freizeit.

Ich habe mein Leben zunehmend verflucht, gekämpft, bitterlich geweint und meinen Optimismus verloren.
Vom Job beurlaubt, von der eigene Familie entzaubert abgeschnitten … Ich war fast immer allein in dieser Zeit. Und davor: Baden-Baden, Golfclub, Reitclub, edelste Restaurants, Reisen, Unternehmerfreunde, Polizeiberuf, mittendrin.

Was habe ich auch euch gehasst dafür, wie ihr mich alle habt fallen lassen … Feige … Falsch … Mir teils versprochen, und euch doch nie mehr gemeldet, euch teilweise sogar stattdessen meinem narzisstischen Ex zugewandt habt … – Euer Leben ohne mich weitergelebt, mich verraten und das nach allem was wir hatten und in meiner Heimat-Stadt.

Hass & Wut: Noch niemals zuvor haben Menschen derart negative Gefühle in mir hervorrufen können, wie ihr und noch zwei andere es zur zur selben Zeit geschafft habt.

Igitt, wie ich mich selbst nicht ausstehen konnte in dieser Zeit!

Heute seid auch ihr wieder Flamingo-Pink für mich. So wie fast alles, dem ich in meinem Leben begegne. Ich hoffe es geht euch gut, auch wenn ihr keine Rolle mehr in meinem Leben spielt und nicht mehr spielen werdet.

What ever you do,
never run back to what broke you!
Weil es so ist, dass wir darauf achten sollten, wer uns geschubst hat, wer uns liegen ließ und wer uns aufgeholfen hat. Und daraus die Konsequenzen ziehen.

2018 stellt die Uhren neu:
Ich bin im letzten Jahr bereits wieder aufgestanden und versuche mich gerade daran, das Feld von hinten aufzurollen. Es scheint zu klappen. Noch stehe ich am Anfang.
Schwer war der Weg dahin, aber ich habe nun meine frühere Leichtigkeit & Geschwindigkeit, meinen Mut, die freche Art und auch die schelmische Prise Arroganz und die unabhängige Rühr-mich-nicht-an Prinzessinnen-Attetüde komplett zurück. Ich war immer schon anders, auch exzentrisch, wahre gewisse Distanz, brauche Rückzug und Ruhe, so herzlich, offen und zugänglich ich auch bis zu einem gewissen Punkt sein mag. Und ich werde genau so bleiben und habe – vielleicht gerade nur deswegen – mein so großes Herz dazu. Und heute sogar echte Selbstliebe.

Ich möchte gar keine Femme Fatale sein, und Bescheidenheit ist auch keine meiner Stärken: Ich will das pralle bunte Leben – schon mein ganzes Leben lang – mit meinem kindlichen Gemüt. Und ich habe drei Jahre nachzuholen.

All meinen Ex-Bekannten und ehemaligen Freundinnen bin ich dankbar für die schönen sechs, sieben Jahre in Baden-Baden die wir zusammen hatten. Baden-Baden kommt für mich wieder – ihr bleibt Vergangenheit und eine schöne Erinnerung. Danke auch für mein Wissen darum, ein wenig aufmerksamer darauf zu achten, wen ich aktuell und künftig, tiefer in mein Leben lasse.

Alles hat seine Zeit.
Und lieber verliere ich den ein oder anderen Menschen heute etwas früher, als mich selbst noch einmal derart verlieren zu müssen.

Und Menschen, die mich so einfach loslassen können, werde ich in Zukunft auch ganz einfach loslassen. Auch das ist Leichtigkeit.

(Texte: 100% von mir. Ich bin sich auf Facebook als „PetissaPan“)

Phantasie ist unsere größte Macht

Wissen ist begrenzt. Nur Phantasie ist unendlich.

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(Photo: 2016)

Oder wie Pablo Picasso es sagte: „Alles was du dir vorstellen kannst ist real.“ ❤

* Für alle Kopfmenschen da draußen, die ihr abends und nachts wach in euren Betten liegt, weil ihr mit dem Kopf zu verstehen versucht, was nur euer Herz euch sagen kann: Da ruft noch etwas in eurer linken Brust.

* An alle, die rationale Entscheidungen treffen und diese dann noch auf eine Art und Weise zu begründen oder zu verschweigen versuchen, wie sie damit Herzmenschen vor den Kopf stoßen und den Dolch in deren Herz rammen.

* An alle, die konstruiert realistisch zu denken erlernt und fühlen gänzlich verlernt haben.

* Auch an die, die denken dass Wissen in Büchern oder im World Wide Web steht: Wer nie reist, sieht nur eine Seite vom Leben. Allein wohnen, rausgehen, Komfortzone verlassen, reisen, entdecken, Offenheit: Das sind mögliche Schritte dazu. Dies alles regt unsere Träume an.

* An die, die lieber die sehnsuchtsvollen Gefühle einer verpassten Chance tottrampeln und zu unterdrücken versuchen und es beim nächsten Mal wieder genauso machen, anstatt zu erkennen, dass Erfahrungen und Erlebnisse mehr wert sind, als sich davor bewahrt zu haben.

* Liebe, Lust, Schmerz, Angst, Böses erfahren, Gutes erfühlen: Dies alles bewegt und steht nicht und nirgends festgeschrieben.

* Und an die, die immer und überall ein Sicherheitsnetz, Sicherheitsseil, einen Rahmen brauchen, weil so vieles ungesund, gefährlich oder nicht erlaubt ist.

Mein bevorzugter Platz auf der Autobahn? Schon immer die linke Spur und 200 Km/h aufwärts, und gerne auch Blaulicht-Fahrten bei der Polizei. ❤

Ich bin nie mit angezogener Handbremse gefahren – auch im übertragenen Sinne – und es gab in meinem ganzen Leben nur eine einzige Kennenlern-Phase mit einem einzigen Menschen, in die ich misstrauisch gestartet bin. Das wegen vorangegangenem Stalking. Und wie es sich im Nachhinein herausstellte, war mein Misstrauen absolut angebracht. Eine blutige Nase holte ich mir oft und ganz nah am Wasser gebaut habe ich sowieso.

Warum wollen wir alles verstehen und mit dem Kopf zerdenken und festzurren, wenn wir mit dem Herzen fühlen können?

Ich bin elfengleich leicht, behalte mein zu weiches Herz und gehe auf alle Menschen schon immer erstmal: gleich offen, strahlend, freudig, helfend und kommunikativ zu. Ich liebe es mehr von anderen zu erfahren, mich durch ihre Geschichten bereichern zu lassen, oder mitzufühlen und den Austausch. Ich gönne von Herzen und mehrere – zuletzt eine Mitschülerin von mir – sagten über mich, „dass es unglaublich sei, wie ich mich über den Erfolg und das Glück anderer freuen könnte, selbst wenn ich in derselben Angelegenheit scheitere.“

Ich bin jemand, der tatsächlich immer da ist, bis das Maß voll ist. Dann bin ich weder Frau, noch unterhaltsam leichtes Kind: Dann werde ich zum Kobold und mache mir Luft in meinen Texten und Büchern, oder wappne mich mit der Schere für seinen Kleider- und Krawattenschrank.

Doch so rosarot, optimistisch, verspielt, offen und gönnend, muss man erst mal werden – oder bleiben können – nach dem was ich erlebt habe: Alles fing an, mit einer sehr gewaltgeprägten Kindheit, in den verschiedensten Ausführungen. Und seit ich 16 Jahre alt bin, stehe ich gänzlich und immer auf eigenen Beinen.

Wie drehen wir schwarz & weiß in marineblau & rosenrot?

Ich habe kein tiefes Verständnis für Faulpelze oder welche, die sich durch’s Leben tragen lassen: Nicht aus dem Neid heraus, weil ich das selbst nie hatte, sondern weil wir es so zu nichts bringen werden und uns so nicht finden. Unselbstständigkeit, die buntesten Phantasien und Anlehnung können wir uns selbst schenken und auch ich habe mir mein Kind im Herzen wieder zurückerobert, nachdem ich vor ein paar Jahren ganz auf den Boden geschmettert wurde.

„Kindisch zu sein“ bewertet zu werden, hat mich früher sehr getroffen. Ich habe dies tausendfach gehört und wurde belacht. Heute geht mir eine derartige Aussage endlich nur noch an meinem durchtrainierten Hintern vorbei, der nun wieder so ist, wie er es bis vor fünf Jahren war, bevor mich eine schwere Verletzung und Diagnosen für drei ewig lange Jahre lahm gelegt hatten. Ich habe viel mehr Negatives durchgemacht und mir viel mehr Positives in mein Leben geholt, als mancher es in zehn Leben tun würde.

Was wissen schon Bücher, wenn sie an deiner Seele vorbei schreiben?

Und ich kann mich noch so gut an meine ersten Jahre bei der Polizei erinnern, als die alten Kollegen über meine frische energiegeladene Unbefangenheit gelacht haben und mir einredeten, es würde nur wenige Jahre gehen, dann würde ich gemütlich werden, rauchen und Kaffee trinken. Wissen, welches auf Lebenserfahrung beruhen sollte? Nichts davon ist bis heute eingetreten: Fast 20 Jahre später.

Warum liegt älteren Menschen teils so viel daran, uns Dinge einreden zu wollen? Ist es nicht wunderbar, interessant und interessiert zu sein – aber im positiven Sinne? Zu träumen?

99,9% tolle Kollegen und ein paar, die meinten auf mich eintreten zu müssen – metaphorisch gesprochen – als ich gefallen war.
Trotzdem „liebe“ ich diesen Laden. ❤ Er ist vielleicht ein Stück weit die Familie für mich, die ich nie hatte. Immerhin bin ich mit nur 16 Jahren dort hin und der Beamtenstatus gibt Sicherheit. Ein Fitzelchen. Mehr Stetigkeit brauche ich nicht in meinem Leben.

Warum nicht auch blumige Phantasie lieben und leben, und satt und wohlig sein damit?

Träumen tue ich schon immer ganz oft und ganz bunt und meist sehr schön: Tagsüber wie nachts. ❤
Ich liebe und hole mir Menschen in mein Leben, die Herz haben und Kopf, und mit denen gemeinsame Bereicherung stattfinden kann.
Ich habe weder Angst vor Liebe noch vor Schmerz, denn ich habe Phantasie, welche immer für uns da ist, wenn die Dinge unschön laufen.

Bereits als Kind, konnte ich in meiner Vorstellung meinen Körper verlassen und habe von der Zimmerdecke auf mich selbst herunter gesehen oder war in Gedanken an einem ganz anderen Ort.

Phantasie kann alles! ❤

You can have it all but how much du you want it?

Richard Branson hat nicht einmal einen Schulabschluss, für Oprah Winfrey ist Spiritualität ihr Roter Faden und auch Goethes Faust hat erkannt, dass pures Wissen, Zahlen, Daten und Fakten, nichts im Hinblick darauf sind, eine erfüllte Seele zu haben. Wenn er es auch möglicherweise falsch angegangen ist.

Und in der Schule – aus gegebenem Anlass, weil ich gerade wieder die Schulbank drücke – lernen wir nicht für unser Leben: Sie ist lediglich Türöffner und eine Teilbereicherung, in der wir zielstrebig einen Teil unseres Wissens mitnehmen dürfen: Je mehr desto besser. Das Leben aber, ist ganz anders …

Aber warum nicht eine starke Basis aus Wissen, mit unserer Phantasie kombinieren?

Rausgehen. ❤ Augen auf. ❤ Ohren auf. ❤ Ausprobieren. Kommunikation mit und Komplimente für Wildfremde. ❤ Ruhen und Bewegung. ❤ An unsere Grenzen gehen und ankommen. ❤ Reisen und erkennen, wo wir Zuhause sind. ❤ Lieben und trennen. ❤ Lachen und weinen. ❤ Geschichten. Geschichte. Kultur und Kunst. ❤ Leben im Jetzt. ❤ Den Kopf einfach mal Kopf sein lassen. Und Träumen. Phantasie.

Und Dankbarkeit für unsere Phantasie.
Sie nämlich bringt uns an jeden Ort der Welt und in jeden Zustand, den wir uns immer auch wünschen mögen.
Und wie oft entstehen aus Phantasien große Dinge.

Phantasie jedenfalls braucht Raum. So wie das Herz, damit es stark schlagen kann … die Lunge, damit sie tief atmen kann.

Phantasie ist unbegrenzt.

(Text und Foto: von mir)

Ich bin auch auf Facebook als „PetissaPan“.

Navy und Pink, statt Schwarz & Weiss

Neulich bin ich abgeblitzt, weil ich „ihm“ zu alt war: Zu alt um noch weiß-Gott-wieviele Kinder bekommen zu können.

Ich war durchaus überrascht bezüglich dieser äußerst direkten – auch wenig sanft herübergebrachten Botschaft. Im Zeitalter, in dem Frauen ihre Eizellen einfrieren lassen, sehr spät Kinder bekommen, vielleicht auch lieber ein Pflegekind aus der Dritten Welt hätten, einen Partner der schon Kinder haben soll, oder auch gar kein Kind wollen, werde ich also mit einer derart deutlichen Aus- und Absage konfrontiert.
Und ohne, dass sich der verehrte Herr überhaupt die Mühe gemacht hätte, zuvor in Erfahrung zu bringen, was ich mir vorstelle und wünsche, schmettert er mich auf eine Art & Weise ab, welche so überhaupt nicht in meine, im romantisch-Privaten, rein sanfte Kommunikations-Welt paßt.

Gut, wir sind partnerschaftlich nicht kompatibel. So viel habe ich verstanden.

Kompatibel sind wir ohnehin mit so vielem nicht, wenn wir uns eben nicht der gesellschaftlichen Norm fügen und so nicht in eine Welt und zu Partnern passen, die in ihrem Kopf eine Liste abhaken, wie denn das perfekte Gegenstück nun genau zu sein hat.

Ich entscheide im Privaten (fast) ausschließlich mit meinem Herzen. Das macht mein Leben so bunt, außergewöhnlich, besonders und unkonventionell: So, wie ich es will und wie es damit gänzlich konträr zu meiner Zielstrebigkeit und meinen (fast) reinen Kopfentscheidungen im Business steht.

Nur, wie reagieren wir auf eine derartige Äußerung am besten, damit auch das Gegenüber nicht sein Gesicht verliert?

  • Anfangen zu weinen, weil eine solche Aussage durchaus sehr verletzend für eine Frau sein kann?
  • Fragen, ob man sich vielleicht doch verhört hat?
  • Sagen, dass in einem derartigen Fall „reden ist Mist & schweigen Gold“ gilt und sich dann aus anderen Gründen zu distanzieren, angebracht gewesen wäre?
  • Tapfer lächeln, das Geld für den eigenen Drink auf den Tisch legen, aufstehen, „Alles Gute“ wünschen und gehen?
  • „Danke“ für die Offenheit sagen und erstmal sitzen bleiben und „ihn“ doch noch von sich überzeugen wollen?
  • Oder, wie in meinem Fall:
    Entspannt weiter lächeln und sagen, dass ich Frau, Kind & Kobold in einer Person bin und das auch bleiben werde und wir beide nach seiner Ansage gerne platonische Freunde werden können, wenn er das auch möchte. Das, weil ich ihn wirklich mag, um seine wenig charmante Direktheit und soziale Gehemmtheit weiß und ihm nicht böse sein kann.

Männer sind doch in erster Linie auch Menschen, die uns mit ihrer Andersartigkeit verzücken und bereichern, und die wir neugierig beobachten können: Am liebsten mit einer gewissen Distanz. Monate- und jahrelang. Das machte mich zuletzt wohl auch so interessant für narzisstische Trophäen-Jäger.

Mir ist Freundschaft schon immer mehr wert als „nur“ Liebe. Und Liebe, die auf echter Freundschaft basiert, ist die Königsdisziplin und „one in a million“. ❤
Niemals besitzergreifend und ich war noch niemals auf der Suche nach einem „Versorger“ oder einer Beziehung im klassischen Sinne. Ich lebe Freundschaft und glaube an Liebe in meiner ganz eigenen Vorstellung: ❤ So schwer das auch für viele meiner Bekannten und Ex-Bekannten zu verstehen und sich vorzustellen sein mag.

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Anders. Und vielleicht kann ich deswegen so tiefenentspannt damit umgehen, wenn jemand wenig charmant meine Fruchtbarkeit in Frage stellt: Sie interessiert mich aus dem Grund nicht, weil alles gut ist wie es ist und noch kommen wird was eben kommen soll.

In einer von Selbstzweifeln geplagten und „youth-obsesseden“ oberflächlichen, vom Kopf dirigierten Gesellschaft, scheint Tiefenentspanntheit und Selbstliebe allerdings ein rebellischer, verwundernder Akt zu sein. Sich davon verrückt machen zu lassen, ist nichts für Optimisten.

Nachtblau und Pink, statt Schwarz und Weiss. ❤

Ich plane stattdessen bereits hoffnungsfroh, irgendwann eine elegante alte weise Dame, mit langen seidig weißen Haaren, bodenlangen Kleidern aus Samt und einem Herzen aus Gold zu sein und vielleicht in den Wäldern Sibiriens zu leben … oder – wahrscheinlicher noch – in einem elitären Künstlerviertel in Paris, um meine Lebensweisheit an die Bären oder jungen Garcons zu verschenken. ❤

Was in den Jahrzehnten dazwischen noch passieren wird, ist vollkommen offen. Ich liebe das Leben weil es pure Spannung ist. ❤

Und heute?

Für liebe Menschen, mit denen es passt und die eintreten wollen, steht mein Leben immer offen.
Und „er“ verdient eine andere Frau als Partnerin: Die, die er sich wünscht nämlich und die ihn glücklich machen kann.
So wie jeder von uns doch einen Partner verdient, mit dem gegenseitige Bereicherung stattfinden kann: Sei es aus einem Sicherheitsgedanken heraus, dem Wunsch nach der klassischen Familie, einem Freiheitsgedanken, oder wegen innigster tiefster Liebe, die alles überdauern soll und wird. ❤

Wir haben nur dieses eine Leben und ich finde wir sollten es genau so leben, wie es unserem Traum entspricht: Und nicht dem eines anderen, der uns benutzen mag, seinen Traum mit uns zu verwirklichen. Liebe und selbst auf Zweck basierte Beziehungen voll Wertschätzung, sind niemals Einbahnstraßen.

Und für’s Protokoll: Ich bin 39 Jahre alt und falle künftig noch viel eher „mit der Tür ins Haus“, mein Alter zu nennen. Es hat nämlich niemand etwas davon, wenn ich immer noch auf Anfang 30 geschätzt werde, einer davon ausgeht, das da noch unendlich viel Zeit für alles und jeden ist und ich mir keine Gedanken dazu mache und mich wie blümelnde 20 fühle und verhalte.
Win-win! ❤❤
Und so sieht ein glückliches Leben aus. ❤
(Text: von mir / Foto: Ich in Mashhad/Iran in meinen zerschnittenen Bettbezug gewickelt, da im dortigen Holy Shrine meine sonstige Iran-Garderobe nicht toleriert wurde.)

Ich bin auch auf Facebook als „PetissaPan“

Welten verstehend

Ich mag Dackel so gerne, weil sie so lustig aussehen, mit ihrem viel zu langen Rücken und den kurzen welligen Stummelbeinchen. Ich mag ihr erfrischend arrogantes, wenig folgsames Wesen, den süß abgehobenen Blick und den bodennahen Bauch.
Die lange spitze Schnute und die platten Pfannkuchenohren, die ich ihnen bisweilen sanft aus dem Gesicht nach hinten ziehe, was sie ein wenig wie Seehunde aussehen läßt.

Ich mag Menschen, die auf merkwürdige und fremde Art sehr speziell sind.
Manche erkennen Ironie nicht und sprechen dafür selbst in unergründlichen Rätseln … Andere sind auf besonders liebenswerte Art butterweich und dabei hübsch altklug weise … Wieder andere haben eine hinreißend seltsame Art sich auszudrücken oder sich zu bewegen – auch, sich zu benehmen. Lass sie verschroben, verstockt oder kunterbunt sein: Nur ein gutes Herz, das wäre schön.

Ich bin erwachsen und mag doch rosa in allen Schattierungen, Romantik, Glitzer, Tüll & Tanz, und Männer, die mich ganz als Frau fühlen und die Welt vergessen lassen können.

Wenn wir von Vögeln reden, denke ich nicht an Amsel oder Spatz, sondern an Flamingos, die so zuckersüß im Pulk herumstaksen, unberechenbare Richtungswechsel einlegen und mir mit ihrer zarten Andersartigkeit seit jeher ins Auge fallen. Wie oft hatte ich schon Angst um sie, dass sie ihre zarten Langbeine brechen könnten.

Ich träume von Kängurus, Ponyhöfen, Weltmeeren, einem eigenen Café oder kleinem Hotel und von der großen Karriere als Schriftstellerin sowieso.
Manchmal rede ich tagelang mit keinem einzigen Menschen ein Wort, bin alleine und vergesse die Welt da draußen in meinem ganz eigenen glücklichen Alleine-sein … Und manchmal unterhalte ich eine ganze Bar – ein ganzes Restaurant, mit meinem Schalk, lustigen Anekdoten oder Tun und bringe dort alle zum lachen.

Mein biologisches Alter ist sehr konträr zu dem wie ich wirklich bin und wohl ewig bleiben werde, weil es mein eigener Wunsch ist, das Kind in mir – mit seiner ganzen erfrischenden Unvoreingenommenheit, liebenswerten Neugier und seinem sprühenden Optimismus – niemals sterben zu lassen und ihm eine Hauptrolle einzuräumen.
Tatsächlich fühle ich mich besonders mit Menschen über 55, 60 wohl, höre ihnen interessiert zu, hole mir Rat, geniesse schönes Ambiente, vielleicht einen Gin Tonic oder Kir Royal und mich beseelende reife Abgeklärtheit.
Dies mag ich und hatte ich „tausendfach“.
Danke dafür!

Naja, und wenn ich mich mit Menschen oder Situationen todunglücklich fühle, werde ich langfristig immer mehr zur Prinzessin und königlich arrogant aus Selbstschutz heraus. Ich will dann irgendwann einfach nicht mehr. Das falsche Umfeld macht mich müde und Tiere, Natur und Ruhe sehr oft glücklicher als Menschen: Kopfmenschen tun mir ohnehin meist (unbeabsichtigt) schlecht und weh.

Aber warum werde ich zickig, wenn ich hungrig bin?
Und warum verliebe ich mich in die Falschen?
Und warum verletze ich manchmal auch die, die ich von ganzem Herzen liebe?

So anders und so fremd ich mich oft fühle:
Ich bin eben doch auch nur ein Mensch.

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Text: von mir / Foto: August 2017 in Irland

Knusperhäusliche Kunst

Ich bin so verdammt gut, wenn ich für eine Sache brenne und scheitere so unfassbar grandios, wenn etwas für mich wenig Bedeutung hat und mein Herz und meinen Wissenshunger nicht weckt.
Und wenn ich nicht grob daran scheitere, dann habe ich doch in mühevoller Zwangsarbeit dafür, an dem wilden begeisterten Strahlen in meinen Augen eingebüßt.

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Ich würde alles geben, für einen Menschen, der mir die Welt bedeutet. Meine Hand und Empathie für so viele, denen ich gerade erst begegne. Gönnen kann ich sowieso. Und ein Mensch, den ich von Herzen mag, darf genauso das Beste aus mir heraus holen, mich fordern und erfüllen, wie alles andere, für das ich Energie für Zwei oder auch Zehn habe. Aber ich kann auch gehen und loslassen, ohne jemals wieder ein Wort von mir hören zu lassen, – auch ohne ein „good bye“.

Eine Stadt wie Baden-Baden oder Paris holt das Glücklichste aus mir heraus und mein Leben ist golden.
Ich brauche kaum Schlaf und sprühe vor Energie, wenn ich ein Ziel verfolge, welches ich erreichen will: Herzblut!

Ermüdend für mich hingegen, mich nur drei, vier Stunden auf den Hintern zu setzen und mir ein Thema einzuhämmern, das es nicht für mich ist.
Der Mensch kann wegen mir aus Zellen oder aus Gummibärchen aufgebaut sein und auch viele nüchterne Zahlen und Fakten erreichen nicht mein Herz. Ich bin ein Herz-, ein Gefühlsmensch und eine Philanthropin und möchte keine Controllerin sein … auch keine Informatikerin, Ingenieurin, sonstige Naturwissenschaftlerin und bin alles, bloß keine „Miss Ratio“.
Dafür gibt es jede Menge kompetenter Ärzte, Mathematiker und andere Menschen, die genau für ein solches Thema brennen, sich wundervoll einbringen, es können und die ich dafür bewundere.

Jeder Mensch ist anders und sollte sein Potential leben dürfen.
Jeder darf seine Nische finden, in welcher er das lebt, wovon er träumt und brilliert.

Ich bin ein mitreißender Wirbelwind, ein aufweckendes Energiebündel, eine aktive Macherin, eine sprühende Kreative. Bremst mich bitte nicht mit Dingen aus, die für mich nicht mehrere Stunden meines Lebens wert sind und mir mein Strahlen nehmen. Und was noch mehr schade ist, mir meine enthusiastische Kreativität austreiben, oder sie auch nur zügeln zu wollen. Game over – diese Party ist gelaufen. Ich gehe. Manchmal früher, manchmal spät. Aber nur Erinnerungen die mein Herz berührten, vergesse ich niemals und brenne unendlich. Und wo mein Potential nicht gesehen wird, bin ich fehl am Platz.

Ich mache aus einem gekonnt nüchtern geschriebenen Absatz Kafkas, in Nullkommanichts einen Konfetti-Regen – ein Feuerwerk aus Glitzer und optimistischer Leichtigkeit, mit einer Prise Liebe.
Kreativität bedeutet für mich, mit einem Zauberstab durch das Leben zu gehen und mit diesem zu berühren, was nun sofort wunderschön, bunt, fröhlich, fluffig und strahlend werden soll. ❤️ Einstein sagte: „Kreativität ist Intelligenz die Spaß hat.“
Kreativität ist Kunst und damit eine Sache, die nicht jeder versteht, nicht jeder gut kann und nicht jeder mag … doch für mich ist Kreativität mein Herz und bedeutet die ganze Welt.

I can’t get a life – I don’t want to earn a living – if my heart’s not in it.

Und ich lebe und agiere nicht gern in einer Schublade der Beengung und Ausbremsung, sondern in einem ganzen Schrank oder in einem ganzen Möbelhaus aus Vielseitigkeit und Raum. Dort schwinge ich meinen Zauberstab.

Grenzenlos. The world is not enough.