CV für Kunsthandel & mehr

ab Sommer 2022.

Mein Schwerpunkt ist das 19. Jahrhundert mit Villenarchitektur und Malerei der Victorian Art, sowie Malerei dieser Epoche der noch unbekannteren Engländer, Franzosen und Deutschen. Ein weiterer Schwerpunkt wird amerikanische Contemporary Art darstellen.
Ich bin prinzipiell offen und neugierig darauf überall hin zu gehen. Favorisieren werde ich jedoch vorerst New York, London und Paris.

Ganz spontan werde ich bereits zum 5. Mal in 16 Jahren meine geliebte Wahlheimat Baden-Baden verlassen und frühestens ab 2023 wieder in Town sein. Darauf freue ich mich bereits heute.

Lieblich. Schwülstig. Verdorben.

Sir Peter Lely „Sleeping Nymps by a
Fountain“ um 1650

Schlafen tut hier niemand. Weniger noch ruhen, wie wir es gestern Abend in einem Kolloquium der Universität herausgearbeitet haben.

Erschlafft besinnungslos; ohnmächtige nackte Mädchenkörper im gleißenden Scheinwerferlicht; welches es zur damaligen Zeit so noch überhaupt nicht gab. Doppeltes Kunstlicht deswegen sozusagen.

Wie betäubt, narkotisiert, recken sie kraftlos übersättigte Schönheit und träg schummrigen Geist dem Betrachter entgegen.

Wie hingefallen und unfähig noch in eine bequeme Schlafposition zu kriechen … Schwer gestützt, das Kinn auf die Hand, an das kühle Becken des Brunnens gelehnt … Obszön überstreckt – wie aufgebahrt – als Trophäe beinahe präsentiert: die Junge im Bildhintergrund auf dem scharfen Stein … Und wegweisend einladend, die auf dem Hinterteil platzierte Hand der Schönen in der ersten Reihe.

Zum Zweiten.

Nein, geschlafen wird hier nicht.

Die schmutzigen Füße verraten die Party. Die Positionen der Besinnungslosen den Exzess. Hier wird „nachgeschlafen“!

Nur, was machen wir daraus? Was sollen wir daraus lesen, wenn wir es sehend verstanden haben? Ist es der Zeigefingerzeig des Sir Lely, der feiernde Dekadenz verdammt? Ist es die Droge der Kunst, die hier verführen soll? Ist es Sünde? Und kann denn Kunst Sünde sein?

Was ich weiß ist, dass ich denke zu wissen, dass sich ein Selbststudium der Künste von der universitären Laufbahn der schönen Künste am meisten dadurch unterscheidet, dass wir uns rege austauschen: Meinungen hören, eigene verwerfen, Horizonte öffnen, Brücken niederreißen, Ungesehenes finden und gefunden werden.

Anbei meine übersprudelnde Liebe zu solcher Art Sujets. Anbei meine Erkenntnis, dass ein Abstecher in das 17. Jahrhundert so sehr lohnt. Und die Engländer? Anglophil war & bin ich eh & je.

Zum Dritten.
PS: Mit meiner Bachelorarbeit befinde ich mich auf der drittletzten Seite. Erstmal. Es gibt ja links & rechts des Weges noch so viel anderes Faszinierendes mitzunehmen. Oliver Barker zum Beispiel. Der spitzbubenhaft charmanteste Auktionator der Welt. Auch Engländer. Aber dies ist kein Grund. (Ich empfehle YouTube – Sotheby’s Auction : „The Macklowe Collection“ vom 16.11. / oder meine beiden Lieblingsauktionen 2021: „Richter, Banksy and Twombly“ vom 14.10. / „Monet, Warhol, Basquiat“ vom 13.05.)

PS: Contemporary Art ist vielleicht wie eine Affäre: Neu, aufregend, den Zahn der Zeit treffend. Seelenverwandt – irgendwie! Sie packt dich, lullt dich ein, weckt in dir die Lust, genau jetzt, für einen Wimpernschlag lang ganz genau hinzusehen, hinzufühlen, sich hinzugeben .. und irgendwann wieder .. und vielleicht wieder & erneut .. Die 19. Jahrhundert-Kunst aber ist Liebe. Und dieses Sujet des 17. ist es wohl auch.

Bachelorette

NonFungibleToken bei opensea.io

Meine 3 Instagram-Accounts sind alle abgemeldet & inaktiv. Hier bin ich – nach diesem Post – abgemeldet & inaktiv.

New Age! Meine Bachelorarbeit (Thema: „Die Villa Trianon in Disneyland …“) ist so gut wie fertig. Ende meines Studiums. Ende nach sechs Jahren am Schreibtisch für Abitur & Hochschulabschluss, und auf Social Media. Neue Aufgaben, Jobs. Neue Ziele. Andere mögen geheimnisvoll sein, sich geben; ich erfinde mich lieber ständig neu. Andere mögen sich gut verkaufen (können); ich glaube an Authentizität, süße Frechheit, eine enorme Überdosis Energie und an amerikanisches Mindset sowieso.
Kontakt über Email, Xing vielleicht, oder findet mich irgendwann irgendwo in der Welt. „Wer mein Tempo nicht laufen oder tolerieren kann, muss mich rennen, brennen, galoppieren lassen.“ Love – from a distance – CJ

Lebenskunst zeigt sich (auch) im loslassen – von Dingen die nicht zu ändern sind.

Und jedem das Leben das, und die Menschen die, er sich erträumt, erwünscht, erbaut.

Porsche oder Bentley? Kitsch oder Kunst? Italienisches Windspiel oder deutscher Kurzhaardackel? Luftikus oder Gentleman? Your choice, my choice.

Time to fly

… aber nicht nur vom Merkur.

Ich suche einen Nachmieter ab März/April/Mai 2022 für meine Wohnung am herrschaftlichen Friesenberg: Der Ausblick ist ein Traum. Tatsächlich unbezahlbar wundervoll. Das Haus 1960er Bauweise – und damit leider ziemlich hellhörig. .. Aber wer dies mag, favorisiert, drauf steht ..

Und im Haus lebt ein wenig der Geist der bildschön sittlichen Biedermeier-Mentaliät. Vielleicht nur zu schläfrig für mich? Vielleicht einfach getrieben – in allen Bereichen nach der Crème de la Crème strebend, die dauerhaft Verheißung liefern könnte? Die eierlegende Wollmilchsau? Ein weit überdurchschnittliches Leben?

As always: Was sich für den einen nicht passend anfühlt, kann ein anderer dauerhaft lieben.

Here we go:

  • 6-Parteien-Haus
  • 1. Stock.
  • 55qm.
  • 2 Zimmer + Küche/Bad.
  • Mit großem Wohnzimmer und großem Balkon nach Südost (Morgensonne).
  • Traumlage. Traumblick.
  • Echtes Parkett in Wohn-, Schlafzimmer und Flur
  • 3 Minuten fussläufig in den riesigen Stadtwald
  • 7 Minuten fussläufig zum schönsten Casino der Welt (Baden-Baden)
  • 600€.
  • Kostenfreier Parkplatz am Haus nach dem Glücksprinzip

Wir sind alle verschieden; das macht uns so besonders. Oder, um es mit den Worten von Steve Jobs zu sagen – und here I go:

„Stay hungry. Stay foolish.“ „As with all matters of the heart, you’ll know when you find it,“

(Steve Jobs)

see it, choose it, rent it, love it, buy it … Die Wohnung meine ich.

Get also in touch – und ich gehe so lange der Frage nach, welche deutschen Nachkriegskünstler es sein können, die mich BErühren:

MOTIVIEREN tut man, Frau, Mann sich immer selbst.

Love or leave. No change.

Ver-Staiger-T

David Hockney bleibt der teuerste noch lebende Künstler. Im Jahr 2020 erzielte seine Kunst 132 Millionen Dollar in Auktionen.

Quelle: „This was Yesterday.“ Ausstellungskatalog 2016. Wolfsburg.

Hockney wurde 1937 in Yorkshire geboren. Seine Gemälde erzielen seit Jahrzehnten bereits Höchstpreise bei Auktionen, und bis 2019 war es eines seiner Gemälde, das den höchsten Preis ever erzielte, der jemals auf einer Auktion geboten wurde: 90,3 Mio. Dollar für sein Bild: „Porträt of an Artist“.

Porträt of an artist. Bildquelle: Prometheus. Wissenschaftliche Online-Datenbank.

Viele Jahre lebte Hockney in Amerika, und ist heute wieder zurück in seiner Heimat England. Er wird mit der Pop-Art-Kunst zwar in Verbindung gebracht, hat aber – auch seiner langen Karriere geschuldet – ein ganz eigenständiges künstlerisches Erbe.

Hockney ist homosexuell und stand bereits in den 1950ern offen dazu, obwohl Homosexualität in GB bis 1967 unter Strafe stand. Auffällig war (und ist) Hockney auch durch seinen starken Dialekt und die exzentrische Weise sich zu kleiden.

Hockney hatte sich nach einer Zeit abstrakter Malerei, darauf spezialisiert figurativ zu malen. Also gegenständlich, was das Gegenteil von gegenstandslos ist. Und er beharrte auf seiner persönlichen Handschrift. Pop Art hingegen ist unhandschriftlich, greift Motive aus dem Alltag, der Werbung auf, und demonstriert und lebt von Siebdruck und Geschwindigkeit. Hockney hingegen von Langsamkeit. Seine Beziehung zur Pop Art war eher ein soziologisches als ein ästhetisches Phänomen. Er selbst habe zu seinen ersten Werken ausgerufen: „I am no Pop Artist!“ und bewusst nicht am Film: „Pop goes the easel“ teilgenommen.

Die Generation der Künstler um Hockney war die erste malende Generation die sich selbst als ganz große Stars inszenierte. Sie wurden zu Symbolfiguren des Swinging London in den 60er und 70er Jahren. Dieser Erfolg ist gerade Hockney im besonderen Maße zu verdanken, der es meisterhaft verstand sich selbst zu inszenieren.

Ich weiß aus Erfahrung – oftmals zwischen den Stühlen sitzend – dass sich die Wissenschaft der Kunst, bescheidene, oder sich mindest bescheiden gebende Künstler mit braver oder geheimer Message, und der gierige Schlund des Kunstmarktes nur zu gerne beißen. Können wir diese gegenseitige Beeinflussung und Inspiration nicht erkennen? Sie ist Energie und Großartigkeit.

Größenwahn trifft Bescheidenheit. Warum auch nicht.

So schnelllebig und oberflächlich der Kunstmarkt sein mag, so wenig müssen es die Menschen sein, die dort das Zepter schwingen. So sehr die Wissenschaft über Websites wie Wikipedia schimpft: Umso wundervoller ist der Gedanke (m)einer Professorin hierzu, doch selbst gute Beiträge genau dort zu schreiben. So sehr uns Progress antreiben und streben läßt, so sehr können wir im gleichen Maße verspieltes Kind sein und radschlagend und apfelklauend auf Nachbars Wiese turnen.

Mit meinen Kommilitonen hatte ich ein interessant unwissenschaftliches Rollenspiel erst gestern: Im geschlossenen – für uns geöffneten (Ein wunderbarer Gegensatz!) Museum, sollten wir wechselseitig Kinder spielen und gespielte Kinder lehren, genauso wie unterschiedliche Nationen und homogen identische Erwachsene.

Es ist eine pure – und dabei lehrende – Freude, Rollen zu switchen. Am besten wohl, wenn wir immerzu und allem gegenüber offen bleiben und uns jeweils von dem anziehen und inspirieren lassen, was uns begeistert und von was und dem, der uns gut tut. So groß die Gegensätze auch sein mögen. Hol dir alles! Was du sein willst und was du haben willst. Zumindest was du dir bei Sotheby’s und so leisten kannst und willst.

132 Millionen Dollar? Ver-Staiger-T!

19.-Jahrhundert-Schweizerhaus Villa (Villa Hohenstein / Friesenberg) in Baden-Baden mit 21.-Jahrhundert-Bling-Bling-Beleuchtung:
Sanfte 19. Jahrhundertmaler, avantgardistische Contemporary Art oder Hockney bitte. Und Sotheby’s erstmal sowieso.

(Renoir’s) Return

jeune fille à la corbeille de fleurs läutete bei Sotheby’s am vorgestrigen Tag den Return Pierre-Auguste Renoir’s ein, indem dieses Gemälde für 11 Mio. Dollar nach Hong Kong versteigert wurde.

Ich bin von der Kunst des 19. Jahrhunderts überzeugt. Ich bin davon überzeugt, dass es in den nächsten Jahren eine Zeit geben wird, in der es wieder die Werke der figurativ malenden Künstler – genau dieser Epoche – sein werden, die wiederentdeckt werden und den großen Erfolg und Ansturm innehaben. In der Wissenschaft wie auch im Handel.

Innerhalb der Wissenschaft der Kunstgeschichte ist dieses Jahrhundert noch wenig „beliebt“ – wird kaum gestützt und nur sehr am Rande erforscht. Es müssen sich in der Branche erst ein paar der hohen Bildungselite, gönnende wie gute Schreiber und finanzielle Supporter finden. Und Erfolgserlebnisse und damit aktiv gelenkte Blicke, wie bei Sotheby’s am vergangenen Mittwoch.

So auf Versteigerungen aktuell abstrakte Kunst noch en masse geboten wird, wird sich dies zukünftig mehr und mehr erschöpfen, und der Reiz liegt auf dem was nun noch im Verborgenen liegt: Renoir’s Gemälde machte dazu gestern einen phantastischen Anfang. Wenn es auch „nur“ zu einem Preis verkauft wurde, den Künstler des 20. Jahrhunderts aktuell noch um ein Mehrfaches übersteigen.

Figurative Art kommt wieder! Das 19. Jahrhundert wird mehr als nur ein vorübergehender Trend innerhalb der Kunstwelt sein, da es zahlreiche gute Künstler in diesen Jahrzehnten gab, die Werke rar sind, und wir uns nach dem Schönen, der damaligen Motivik, umso mehr zurücksehnen werden, je rauer die Welt wird, oder je mehr wir Skurriles, Häßliches, Bescheidenes, Ernstes oder Abstraktes gesehen haben.

Worauf ich ebenfalls vollkommen vertraue, ist der Aufstieg der Frauen in der Malerei: Diese werden die nächsten Jahre enorm gepusht werden, bevor sich diese Bewegung auf ein Mittelmaß einpendeln wird. Und der weiße Mann, der nackte Frauen malt ist erstmal raus, so er dies nicht derart überzogen frech, schamlos, noch nie gesehen, – dabei in wunderschön zarter Technik präsentiert, wie beispielsweise John Currin.

Und der große Erfolg gelingt Currin in der aktuellen Zeit nur & gerade deswegen, weil er mit einer bildschönen Frau verheiratet ist, deren Gesicht sogar noch in fast all seinen Gemälden erscheint. Andernfalls wäre er „out“ oder würde verurteilt.

Auch privat bin ich durchaus John Currin Fan. Sein Erfolg leuchtet ein, ist berechenbar und passt auch genau deswegen in die Zeit, weil seine Persönlichkeit ist wie sie ist. Der Kunstmarkt ist überflutet, kritisch und anspruchsvoll.

Die zeitgenössische Kunst geht heute weit weg von dem was Jahrhunderte Bestand hatte. Dies ist nicht neu und bereits seit Jahrzehnten überall so: Amerika zieht jeweils in Dingen voran, die auch auf den Rest der (Kunst-)Welt überschwappen werden. Und die Gesellschaft, genau jetzt – mindestens die die gerade heranwächst – will verspielte Wiedergutmachung, mehr Gleichheit, Fairness, und erstmal in das andere Extrem ziehen, bevor eine Mitte toleriert werden kann. Sie will Künstlerinnen, Menschen mit den unterschiedlichsten ethnischen Hintergründen und noch nie Dagewesenes sowieso.

Erfolg in der (Vermarktung von) Contemporary Art hat außer mit avantgardistisch vorausschauendem Trendgespür, vor allem mit Politik, Moral, Gewissen, Verantwortung und Philosophie zu tun, und ist immer dem jeweiligen Zeitgeist unterworfen. Dies unterscheidet die Ansprüche an die Werke der lebenden Künstler, von denen der schlafenden Epoche um 1850 ganz massiv. Von überhaupt aller Kunst und allen Künstlern, die bereits das Zeitliche gesegnet haben: Für diese gilt und gelten schlicht völlig andere Regeln.

Ich sage, dass Kunst noch nie so progressiv und innovativ war, wie sie sich in den vergangenen wenigen Jahren entwickelt hat. Und ich weiß mein 1.) wissenschaftliches Wissen, 2.) meine rationalen Kunstmarkt-Einschätzungen und 3.) meinen ganz persönlichen emotionalen Geschmack akkurat voneinander zu trennen.

Es wird damit Zeit für die Staaten. Ich will und werde nach Beendung meines Studiums im kommenden Sommer nach New York. Für mindestens sechs, neun Monate. Diese Metropole ist die Kunststadt Nummer Eins, wo ich nicht nur enorm viel lernen kann, sondern dies alles in einer sehr viel kürzeren Zeit. Außerdem ist mir die Tatsache sehr sympathisch, dass die New Yorker stets rennend unterwegs sind. Kunstmarkt bedeutet vielfach einfach Tempo. Deswegen auch wollte ich Kunsthistorikerin werden und nicht Künstlerin.

Art is Art and Everything Else is Everything Else.

D Y N A M I C C C

Schicksal ist nie eine Frage der Chance, sondern der Wahl.

Isaac Newton

Stiefmütterliche Behandlung der Künstler und Kunst des 19. Jahrhunderts treibt mich noch mehr an, als es meine alleinige Begeisterung dafür ohnehin schon getan hatte.

Das 19. ist kein einfaches Jahrhundert. Es war „die Zeit eines weltgeschichtlichen Übergangs, in der sich Altes und Neues schroff und unversöhnlich gegenüber standen“, schreibt Lankheit in Revolution und Restauration. Mehr noch war es das Jahr in dem sich – zu allem Überfluss – zur Malerei auch noch die Neuerfindung der Photographie gesellte, munter konkurrierte.

Romantik, Realismus, Präraffaeliten, Nazarener, Impressionismus bis Jugendstil. Und im folgenden Jahrhundert hatte die einflussreiche Kunstkritik Greenbergs, anderer, und die Geschehnisse der Weltkriege dazu geführt, dass der figurativen Malerei für Jahrzehnte der Sockel unter den Füßen weggezogen wurde. Unfair! Deswegen auch noch umso mehr:

Neunzehn!

Und hier wären wir:

Warum in die Ferne schwelgen, wenn das Gute so nahe liegt? Franz Xaver Winterhalter. Schwarzwaldmaler.

Ausschnitt aus Florinda 1852 (Winterhalter)

Oder Sir Lawrence Alma-Tadema. Auch Marble-Tadema genannt:

Detail aus The Kiss 1891 (Alma-Tadema)

Ganz zu schweigen von den herrlichen Präraffaeliten:

um Millais, Rossetti und Waterhouse.

Das 19. Jahrhundert, in welchem sich naturverliebte Künstler und Bildungselite gegen die Industrialisierung sträubten, und sie sich zugleich zum Nutzen machten, in noch schönere Landschaften vorzudringen. Gegensätze. Ungleichgewicht. Reiz. Erfüllung.

Chancen folgen der Entscheidung, immer. Viel Freude damit – und festhalten!

Sotheby’s please!

1979/1997. Und wenn ich noch einmal die Wahl hätte, ich würde genau gleich entscheiden: 16-jährig zum deutschen Bundesgrenzschutz (Bundesgrenzschutz; was ist das. Am besten einmal den Wikipedia-Atikel dazu lesen.) / zur deutschen Bundespolizei zu gehen. Unendlich dankbar für alles! Meine Werte. Meine Familie.

You had me. You lost me. Und du bist längst nicht die, der, das einzige, und wirst es auch lange nicht bleiben.

And I like it like that, and I like it like that!

Freedom exists in leaving, weil Leben bedeutet lebenslang zu lernen, über sich hinaus zu wachsen, sein Potential leben, Wachstum, Ziele setzen und verfolgen. Zumindest für manche.

Said I like it like that, said I like it like that!

New York.

Bildquelle: Sotheby‘s.com

P.S.: Dankeschön – einem meiner heutigen Mentoren für diese Idee, dieses genannte Etappenziel.
(Text, inspiriert von Grimes‘ Lyrik in „Violence“.)

I was a Rich Man’s plaything

Ich liebe Baden-Baden. Aber Liebe war noch nie genug.

The sky is the limit!

Wenn Liebe nämlich erstens das Kind der Freiheit ist, muss man die Dinge die man liebt niemals besitzen. Und zweitens stellt die viel größere Erfüllung, die Verbindung der jeweiligen Liebe mit großer Leidenschaft dar.

In Sekunden entscheiden wir, wen wir körperlich begehrenswert finden; was sich selbst nach Jahren, lebenslang oft genug, nicht ändern wird: Weder in die eine noch in die andere Richtung. Und nach Wochen oder Monaten zeigt sich, wen wir von seinen Werten her (zusätzlich) besonders mögen. Es passt oder passt nicht (mehr): Mit Menschen, wie mit Orten. Und drittens braucht Baden-Baden, als Stadt mit wunderbar historischem Erbe, – die einst einmal der Nabel Europas war, meiner Meinung nach die Verbindung dessen, mit dem Duft der großen Welt.

Kunststädte. Und, sieht hier irgendwer Baden-Baden?

Für mich bedeutet es nach monatelangem Fühlen, dass ich Baden-Baden über die Kunst auch mit dem Neuen verbinden will. Aktiv. Frech. Amazonenhaft vielleicht. Frischen Wind in eine Stadt bringen, die – nach meinem Geschmack – in so vielen Punkten an ihrer großartig gelebten Tradition und Spießigkeit festhalten darf, sollte, muss! Ich liebe das. Muss es aber tatsächlich nicht haben – um jeden Preis.

Denn wenn mir dies nicht gelingen sollte: Die Weltkugel steht mir offen. Wer nichts waget, der, die, das, darf nichts hoffen! Dies sagte Schiller und so denke ich. Ich glaube (noch?) nicht an Komfortzonen und Work-Life-Balance, sondern daran, eine Tätigkeit zu leben, die uns mehr Energie gibt, als dass sie uns nimmt. Und an stetiges Wachstum.

„It’s a Man’s world“ und Leben ist Kunst & Liebe, und Kunst ist Liebe, leben & Passion.

6 bezaubernde Kunststädte also, in denen man seinen, ich alternativ meinen Berufs-Traum leben will und werde. Ich denke gerne progressiv, amerikanisch auch, und dass ich noch 60 Jahre Karriere machen will und werde, während andere schon mit 40, 50 vom Ruhestand und kürzer treten reden.

Adrenalin bitte, Aktion sowieso, Bewegung, und liebend gern das Arbeiten in Männerdomänen. 20 Jahre gelebt und endlich wieder ellbogenerprobt, offen und heiß darauf. Mein Studium ist in 8, 9 Monaten auch Geschichte… Weswegen es – unterm Strich – innerhalb der Kunst der Kunsthandel werden muss. Baden-Baden in einer Kunst-Liaison mit Übersee schwebt mir (langfristig) vor.

Manche lieben Spiritualität oder Coaching oder suchen Balance. Manche und ich lieben Arbeit, Freiheit und wollen was bewegen. Balance genug! So nämlich naives Äußeres „nur“ Kunst und Selbstinszenierung ist, und authentisches super-höflich sein und herzlich offenes Agieren gegenüber wirklich(!) jedermann(!), schlicht einem reinweißen Wertesystem geschuldet: Sucht Alpha womöglich Alpha. Big Business.

„The art market had never been for the timid.“ (Larry Gagosian) Foto: Gewerkschaftszeitung der Polizei.

Pop Art. Und tout est pop! Video hierzu: Referat als Story bei Instagram: mlle_ceejay „popart“.

Mein Titel: von 1947 (Eduardo Paolozzi) / Meine Fotos: von dieser & letzter Woche