Alle Jahre wieder

Vorweihnachtszeit ist die Zeit des Jahres, während der sich samstags in der Schatten-Arkade (Schadow Arkaden Düsseldorf) alle 600000 Düsseldorfer, plus mindestens noch einmal genau so viele Menschen aus umliegenden Städten – wie heimliche Kölner beispielsweise – tummeln.

Und zwar just in dem Moment in dem Frau den Eingang betritt um zum Fitnessstudio im 1. Stock zu gelangen. Eine Wegstrecke, welche üblicherweise in sportlichen 2 Minuten spielend zu überwinden ist, kann so leicht auf das 10-fache der Zeit anwachsen.

20 lange Minuten und “Hilfe! Ich verpasse meinen Kurs“ später: Dabei ist es völlig egal, ob wir uns dafür entscheiden morgens trainieren zu gehen – oder am Nachmittag: Wenn die Geschäfte noch geschlossen sind oder abends schließen, hat nämlich auch das Trainingscenter geschlossen.

So bleibt die leicht sperrige Sporttasche, elegant über eine Schulter geworfen und gespickt und gefüllt bis obenhin mit Sportdress, 3 paar Sport- und TanzSchuhen, Bras für die diversen Aktivitäten, Wechselgarderobe, Terra-Bändern, Dusch- und Pflegeutensilien, 3-7 Parfums, mindestens 3 Lippenstiften und dem ein oder anderen, im Mindesthaltbarkeitsdatum, abgelaufenen Eiweißriegel … gerne hängen und eckt an, zwischen: edelsten Pelzmänteln der Oberkasseler Damen, begriffen von den klebrigen Schokoladen-, Crepes- und Gebrannte-Mandel-Finger der süßesten unter den Süßen, die Papa lässig auf dem Arm trägt.

Slalom-Lizenz erforderlich.

Hürdenlauf-Kenntnis ebenfalls von großem Vorteil.

Stau bei der Rollstreppe. Sie nimmt sich heute mal frei. Danke.

Nach gut 20 Minuten und dabei knapp 80 Metern zurückgelegtem Weg, mehr geschwitzt als beim nun anvisierten Kurs, erreichen wir das Ziel. Einchecken und schnell in die Umkleiden retten: Wunderbare Ruhe und kein einziger Mensch ist da. Wir geniessen die Stille, nur über die Lautsprecher ertönt beschwingte Musik, die so überhaupt nichts mit Weihnachten zu tun hat: Auch fein. Wir summen entspannt mit unser Sportlerpuls fährt so schnell runter, wie er gerade hochgeschossen ist.

Ausziehen.

Anziehen.

Schnell einen Zopf geflochten, einen Blick in den Spiegel, einen Sprung auf die Waage und wir gehen zügigen Schrittes den Weg zum Kursraum. 36 Treppenstufen joggend mit links hinauf, öffnen die Türe und dort sitzt sie: eine Einzelkämpferin. Sie und ich sind und bleiben die einzig beiden Teilnehmerinnen und damit entfällt dieses Workout.

Der Trainer darf nach Hause gehen und sich auf dem Weg einen Glühwein gönnen. “Gehen Sie über Los und ziehen Sie dabei kein Geld, kein Bauch-Beine-Po, kein Body-Complete, kein Irgendwas ein. Der Kursraum wird sofort verschlossen, nachdem wir nach wenigen Minuten wieder Draußen sind.

Motiviert schwingt Frau sich dann eben aufs Laufband. Sie hat das ganze Studio allein für sich und damit endlich einmal Zeit zu überprüfen welches Laufband denn nun das beste von allen ist – wo der Empfang der Fernseh- und Musikprogramme am klarsten.

Auf jeden Fall aber in der ersten Reihe, denn von hier aus haben wir – habe ich – einen fantastischen Blick, durch fast raumhohe Fenster, auf den bunten Weihnachtsmarkt samt Karussell unten auf dem schattigen Platz neben der Arkade. Schatten bedeutet in dem Fall aber, dass die Beleuchtung und das Lichtgeflacker sich umso wunderbarer abhebt und die Augen begeistert, während die fleißigen Beine unter uns Kilometer nach Kilometer laufen.

Vierzigtausend Menschen haben wir gezählt – das gesamte Fitnessstudio immer noch still und leer – als wir nach einer guten Stunde vom Band hüpfen.

Dusche für uns allein.

Sauna für uns allein.

Einmal noch tief durchatmend, die sanfte Stille genießen, bevor wir das Trainingscenter verlassen um uns auf den erneuten Arkaden-Kampf zu wappnen. Oder wir machen es dieses Mal anders: reihen uns mit unserer Sporttasche ein, lassen uns locker entspannt treiben und greifen noch schnell einen eiweißreichen Snack unterwegs ab, bis wir Arkade, Innenstadt, Metro & Co hinter uns lassen.

Zuhause angekommen realisieren wir, dass wir unbedingt noch ein Geschenk für morgen gebraucht hätten. Also nochmal los, oder doch ein paar abgelaufene Eiweißriegel verschenken und so tun als ob?

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Weihnachten ist auch in London – hier Mayfair – für die, die mal rauswollen und die Sport- oder Aktentasche mal eben an den Nagel hängen …

Lucien

Bei all den toughen und tiefgründigen Themen in der vergangenen Zeit, darf der Schabernack auf meiner Seite nicht zu kurz kommen. Niemals! Dafür steht PetissaPan und ich mindestens genauso sehr – wenn nicht noch mehr. Manchmal mag ich nicht querdenken und für Gutes motivieren. Manchmal mag ich mich einfach treiben lassen, mit all meinen frechen Flausen im Kopf, Träumen und Gedanken.

Also ihr Lieben: aktuell date ich Lucien und ich bin hin und weg.

Eine Schönheit ist er wahrlich nicht, eher ein ganz schräges Ding. Und Himmel, Männer müssen weiß Gott keine Schönheiten sein. Frauen überhaupt? Bei denen kommt wahre Schönheit doch auch von innen… Und Männer machen andere Dinge interessant. Ein tiefes schönes Herz, ziehe ich einem glatten rasierten Gesicht schon immer vor.

Lucien also, ist ein Vogel. Aber was für einer: Ich bin im Paradies! Optische Perfektion finde ich furchtbar langweilig und lasse mich glücklich fallen, indem ich die Augen schließe, – seine liebenswerten, wie auch erotischen Schönheitsmakel in meinen Gedanken, während seine Stimme meine Seele gekonnt streichelt. Bezaubernde Melodie und ich bin selig, sein großer Fan.

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Mein charmant-eleganter großer Verführer.

Spitzbübisch und außergewöhnlich gewagt. Und nicht mal selbst zu rauchen bräuchte ich bei ihm – was ich ohnehin nicht tue – denn Lucien: der raucht für Fünf.

Er beamt mich in eine länger vergangene Zeit. Nicht in die der Dinosaurier, sondern die der aufregenden 70er Jahre. Und das auch noch in Paris. Ich bin doppelt bis vierfach verliebt. Das ist wie Maccarons und Eclair zusammen. Pistazie und Vanille und die himmlisch ölig-cremige Schokolade bei Ladurée zum Croissant. Zu Monét und Chagall … Ich verliere mich …

Ladurée, Lucien, l’amour, je t’aime, Brigitte Bardot und der Chanson.

Also gut, es ist Serge, der ja eigentlich Lucien heißt – Gainsbourg also – von dem ich zuletzt den Film über sein heroisches Leben gesehen habe und “My Lady Héroine” bei mir hoch unter runter läuft, während ich mich durch seine 2009 veröffentlichte Biografie genieße. Wunderbar!

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Serge Gainsbourg by Jean d‘ Hugues 1968

Manchmal frage ich mich, wer und wieviele uns, – auch mir – in 10, 15, 20 Jahren noch bleiben, von den ganz großen Künstlern, den Einzelstücken, den Einhörnern, all denen, die ich so verzückt anschwärmen will. Vielschichtig, inspirierend vielsagend, charmant provokant.

Von denen fehlen ohnehin schon so sehr viele. Und eine wehmütige Verzweiflung macht sich breit, die ich an einem gelebt-geliebten Wochenend-Abend, bei einem Glas warmer Milch und dazu einer Schachtel feiner Pralinen, oder Eggnog über sahnigem Vanille- oder Schokoeis, auch gerne mal melancholisch ausleben und betrauern mag. Jaa, darin bin ich so richtig gut. Weil’s Spaß und pure Freude macht.

Dann denke ich an Mick Jagger, für den ich – für manche unverständlicher Weise – auch eine große Schwäche habe. Er wurde vergangene Woche auch schon 74 Lenze alt.

Jagger’s Biografie war das erste englischsprachige Buch überhaupt, das ich gelesen habe und sein Video zu “Start me up” bringt mich schwungvoll und amüsiert in einen Tag, an dem ich mich etwas lahm fühle. Also, ich würde mich schon als große Verehrerin, im Sinne von bewundernd fasziniert bis herrlich belustigt von ihm beschreiben. Von Genie bis Knallkopf: alles dabei. Und so lasse mich von “Anybody seen my baby” bis zu “Hard woman” ein.

Aber Jagger zelebriere ich am liebsten wie er mal war. Der Gute ist immerhin Mitte 70, damit fast so alt wie mein Vater und ich geniesse es, Männer attraktiv zu finden, die sich altersmäßig etwas näher der Mitte, zwischen meinen Brüdern und 76 befinden.

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Mick Jagger bbc.co.uk

Mit größerem Schrecken stellte ich auch gerade fest, dass überhaupt keiner meiner selbstgewählten Mentoren und -innen jünger als 60 Jahre ist. Vielleicht sollte ich mir zumindest ein, zwei jüngere suchen. Um mich wohler zu fühlen? Auf “Nummer Sicher” zu gehen? Sollten wir das alle, oder habt ihr wen?

Seit längerem gibt es da eben auch meinen “Inselgott”, Soul Mate und Namensvetter, – den erfolgreichsten Peter Pan aller Zeiten: Branson. Und der ist vor ein paar Wochen 67 geworden.

Nun mag das Leben im Schlager mit 66 Jahren anfangen… Trotzdem mache ich mir Gedanken. Was kommt denn aktuell wirklich richtig Gutes, einzigartiges, unvergleichliches, schamloses, zugleich niveauvoll Künstlerisches noch nach? Auch in anderen Bereichen: Eine Oprah und eine Lagarde haben die 60 mittlerweile bereits hinter sich gelassen.

Oder ist es so, dass Mentoren erst im höheren Alter als solche wahrgenommen werden, da sie in jungen Jahren noch nicht so viel zu sagen hatten, die positiven Erfahrungen – aber vor allem auch die Rückschläge, aus denen sie gelernt haben, fehlten?

Nun ist Gainsbourg allerdings kein Mentor. Aber ein so großartiger wie wilder Künstler seiner Zeit. Ein Vorreiter und Hochhalter.

Holla die Waldfee, wie doch die Zeit galoppiert.

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Gainsbourg & BB

Und während ich verzehrend liebend an meinen “alten” Lieblingen festhalte, realisiere ich, dass Gainsbourg schon seit 16 Jahren nicht mehr unter uns weilt. Er wäre heute bereits 89: der französische Stern mit den russisch-ukrainischen Wurzeln, der wunderbar-sexy Stimme, den klebrigen Augen, der übergroßen Zunehmender-Mond-Nase und den aufgestellten Segelohren. ( Habe ich schon mal erwähnt, dass ich eine Schwäche für abstehende Ohren habe? Nun wisst ihr es! )

Gainsbourg, so wunderbar bereichernd, dass er Tage wie Abende versüßen kann:

Lola rastaquouere – Beim Wäsche bügeln …
Comme un boomerang – Um sich vom täglichen Wahnsinn abzuregen …
Sea Sex and Sun – Wenn wir im Cabrio, die Hitze und Enge der Großstadt hinter uns lassend, ans Meer brausen …
69 année érotique – zum Wegträumen “Eine knallrote Birkin Bag an unserer Hand und wir an der Strandpromenade von Nizza.” …

Was ich an dem Film übrigens so schön fand: Typisch französisch mit seiner ganz eigenen Art von wunderbarem Humor und so gelungenem Charme.

Ich mag ihn. Lucien. Sein heroisches Leben. Und vielleicht sind alle Träume nur Erinnerungen.

❤ Ich coache, schreibe, texte und fotografiere täglich auf Facebook. Mein Facebook-Profil, unter dem Namen: „PetissaPan“ ❤

Ausgeknutschkugelt bevor es begann

Angenommen, wir sind in einem neuen Umfeld und unser Herz könnte sich durchaus für einen tollen Menschen erwärmen, wir aber wollen erstmal abwarten und nur ein wenig schwärmen … mit der lieben „Freundin“, die die Bombe schließlich plappernd platzen lässt: Verrät. Verpetzt. Gewusst wie.

Tschüss „Freundin“ und Distanz, Distanz und erstmal Ruhe reinbringen und sich neu sortieren im heillosen Chaos der Herzen. Unruhe … dabei ist nichts passiert. Der Rückzug trotzdem – nur was passiert da: Monate später?

Eine neue „Bekanntin“, irgendwann eingeweiht, fängt selbst an forsch wie derb zu werben.

Bye bye love. Bye bye happiness. Hello emptiness. So erlebt.

Erfahrungen, so wichtig, wundervoll und manchmal schmerzvoll wie das Leben. Weil es die schönsten und traurigsten Kapitel gleichzeitig schreibt.

 

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Lebenserfahrung bedeutet Lebensglück, weil Frau bekannte Fehler nicht wiederholen wird.

Und Frau will einen Mann. Mädchen wollen Jungs.

Und Mädchen – nicht ans Alter gebunden – spielen Spielchen. Reife zeigt sich daran, mindestens sehr sensibel mit der Verletzung anderer umzugehen. Manchmal leider weit gefehlt.

Doch Erinnerungen die ein Herz berührten, gehen nie verloren.

Du warst mein Traum. Ein zartes Pflänzchen. Wir. Scheu und leicht zertretbar, verletzliche Unsicherheit. Eine Verbindung und Blicke, die mehr sagen, als es tausend Worte könnten – sowieso nicht dürften. Loslassen weil so gemusst.

Ein tosender Sturm auf der anderen Seite. So gegensätzlich zu uns, zu mir. So laut und anders benehmend, forsch, nicht fragend, sich einfach nehmend.

Wenn Mann sich allerdings nehmen läßt, dann bin ich’s nicht. Wohl zu romantisch für derartige Vorgehensweisen. Nichts trägt doch so viel flamingofarbenenen Zauber und kunterbunten Glitzer, wie eine erste Annäherung und diese sollte dann nicht plump und in Neonbeleuchtung daherkommen.

Soll ich’s also verwerflich finden?

Nein, denn ich mag es ja sehr, wenn ich anderer Menschen Seelen und Einstellungen liebevoll und gut gemeint pushen und motivieren kann und freue mich über die Inspiration die ich gebe. Ich bin so viel – wie du ja auch – aber wenn das jemand nicht erkennt und genauso sieht, ist’s brotlose Kunst sich weiter zu verkünsteln.

Nie nämlich ist rosige Romantik und Weichspüler-Seelen-Weichheit so präsent, wie wenn ich beginne mich für jemanden ernsthaft zu begeistern und dann erstmals einlasse. Nie bin ich so empfindsam und verletzlich wie dann.

Du erschreckst hingegen. Aus dem Nichts – plötzlich präsent, laut, neu erfunden, da. All die Tipps die ich dir „gab“ und mit denen du mir nun in den Rücken fällst … Meine ruhigere Art übermalst und dich penetrant in die erste Reihe spielst. Seltsam nur: hier gibt es keine scheuen Blicke … zarte Hoffnung … Wünsche, die warten müssen und das wollen … Angst und Sehnsucht.

Hier gibt es nur die Karten die du spielst, wie das gesunde Essen, an dem du dich seit gerade einmal zwei Wochen probierst um Eindruck zu machen, und ihn einzuweben. Läßt er sich werben?

Du findest mich unfair? Sorry not sorry!

In einem Umfeld, in dem du perfekt brillieren kannst, ist es ein trauriges Spiel. Noch mehr, weil ich meine Register nicht ziehen kann.
Ich brilliere eben bei ganz anderen Themen und spiele dort gekonnt an die Wand. So wie du. Respekt.

Immerhin, was mich tröstet: Diese romantisch weiche Unschuld, in allen Bewegungen und der Annäherung in Distanz wie er und ich sie hatten, wirst du mit ihm niemals haben, weil du der „Elefant im Porzellanladen“ bist. Törööö!!!

Männer passen zu Frauen.

Jungs passen zu Mädchen.

„Elefanten zu Elefanten“.

Und vielleicht ist ja doch alles ganz anders.

Herzlich, Petissa Pan

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Sehnsucht und Romantik

Jenseits von Nähe. Jenseits von Afrika.

Ist das nicht ein ganz wundervoller Film? Ich zumindest habe mich damals – es muss um die Jahrtausendwende gewesen sein – gleich doppelt verliebt: in den geheimnisvoll sanft verwegenen Robert Redford und die ganze zelebrierte, erzählte, perfekte Liaison zwischen Karen Blixen und dem Hunter Denys. Wobei, so ganz richtig ist das nicht, denn gelitten habe ich total: mit Karen. Immer zurückbleibend und wartend. Kaffee anbauend und verzagend. Sich verzerrend nach der Liebe ihres Lebens, die dann eines Tages gar nicht mehr wieder zurück kam.

Himmel, habe ich geweint. Um seinen Tod, aber vor allem um ihre verlorene Zeit. Denn zuvor: Wie sie am Kaminfeuer sitzen und beide in Stille lesen .. Wie sie erfundene wunderschöne Geschichten zum gemeinsamen Essen erzählt .. Wie er ihr langes Haar im Fluß zärtlich wäscht .. Das ist pure wundervolle Romantik für mich. Bis mir das zu viel und zu bunt, beziehungsweise zu wenig bunt wird.

Kann ich Nähe leben?

Ja, aber nur dann, wenn Man(n) mir die totale Freiheit und die ganze Welt gleich mit dazu schenkt.

Und bitte keinen Versorger, Bodenständigen mit konventionellen Vorstellungen oder einem goldenem Käfig. Ich lasse mich nicht fangen und lebe nach meinem Kopf und freien Willen. Heiratsanträge abgelehnt, die Ex-Freunde längst verheiratet, liiert und ich? Die Freie, Unzähmbare. Petissa Pan. Peter Pan. In meinem nächsten Leben bin ich der Junge der nicht erwachsen werden will und in diesem Leben schreibe ich noch ein Kinderbuch. Versprochen!

Aber, mein Geständnis: Ich war schon im Gefängnis:

Mein Sommerurlaub 2014 in Miami am Beach. Und nein, am Beach war ich damals leider kaum, obwohl mich wenig an Natur so sehr berührt wie das Meer: Flach wie ein Spiegel .. still, alt, ruhend .. sich dann kräuselnd .. brodelnd, kochend .. riesige Wellen .. und der große Weiße mittendrin. Südafrika, Gansbaai ich komme! Irgendwann.

Das Meer also, eine Naturgewalt und eine der schönsten und mächtigsten mit dazu. Irgendwie war ich in diesem besagten Sommer wohl vollkommen depressiv und kläglich, schwächlich, bleich und apathisch am Sterne-Pool des blendenden, viel zu weißen Art-Deco-Hotels in der ersten Reihe. Hätte ich doch! Wäre ich doch! Kaum zu glauben! Und noch sehr viel weniger Space als für Karen auf ihrem Acker am Fuße der Ngong Berge.

Freiheit ist das Einzige, Alleinige, Wunderbarste das zählt.

Und du. Ab und an, denn Verzicht ist doch oft der größte Genuss. Für den der Liebe lebt.

Ja ja, meine Mount Everest hohen Ansprüche: So viel mehr und Freiheit gleich, als die nicht verhandelbar Basis dazu. Einmal habe ich es bereits genau so gelebt: Leinen los und ich unterwegs, toughe Pläne schmiedend, tänzelnd in der Ballettschule, lachend, tollend, Wildfang, und alleine beim abendlichen Ausgang ..

Kein Argwohn, keine Fragen, keine Diskussionen, keine Kontrolle. Stattdessen mein blindes wie dummes Vertrauen: Meinem Ex gegenüber, der mir als allererster Mann das Gefühl gab mein enormes Distanzbedürfnis respektieren zu können, gar zu wollen .. Tatsächlich und nachweislich aber ein Kind mit einer anderen gezeugt hat (“Igitt!”) und mein Handy hackte um die totale Kontrolle zu haben und alles mitverfolgen zu können, was ich mit Freundinnen, Kollegen und Familie schrieb (“Einmal die ganz knallrote Karte dafür!”). Pfui und nochmal pfui, auch wenn Wissen unsere größte Macht ist. Gell!

Leute, das passiert! Das ist das Leben und mein knallbuntes sowieso! Ich brenne und verbrenne und warum nicht? – War ich doch schon immer und werde es auf ewig sein: eine Frau, die lieber mit einem “Oops” statt einem “What if” lebt. Angezogene Handbremsen mag ich nur bei bildschönen Sportwägen. Wenn man genug auf der linken Spur geflitzt ist und sie anschließend in der Garage sicher verräumt werden. Gut Essen geht. Den Tag ausklingen läßt.

So, und nun muss ich tatsächlich überlegen und in mich fühlen: Gibt es wirklich nichts in meinem Leben, das mir mehr zuwider ist, als wenn mich jemand meiner Freiheit beraubt, beziehungsweise mich sanft schubst sie aufzugeben?

Genau. Yes. That’s it. Merci!

Raub oder Schubs: ich kann mich mit keinem von beidem auch nur ein wenig anfreunden und auch nicht mit allem was ähnlich wirkt, klingt und somit in den selben Wortfamilien Zuhause ist. Freiheit bitte! Die ganz große Portion mit Schlagsahne! So liebe ich das und so lebe ich das. Und ich tu auch keinem was. Gehe bloß zum Sport, zum Tanzen (allein), schreibe, lese, höre gute Musik und bin mit mir selbst und anderen Menschen glücklich und zufrieden.

Verzehre ich mich irgendwann in Sehnsucht – komme ich zurück. In 2 Wochen. In 2 Monaten. In 2 Jahren. Denn bei Jenseits von Afrika – ganz klar – bin ich nicht die Blixen bei der Farmarbeit. Ich bin Denys. Frei wie ein Vogel. So soll das sein.

“Ich hatte KEINE Farm in Afrika, am Fuße der Ngong Berge: war aber da ..”

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Süße Seele

Märchenhafte marzipanweiße weiche Melancholie: Melodie unserer Seele.

Den Schmerz, den wir nach einer Beziehung gefühlt haben … Der Schmerz, der uns regelrecht betäubt hat, eine zeitlang schier zerriss, uns innerlich schreien ließ und uns die Lebensenergie entzog … Wie eine Droge: eine narzisstische Beziehung und danach der kalte, grausame Entzug. Und die Droge spielt sich womöglich weiterhin in unser Leben und lockt und droht und nervt, weil „er, sie, es“ das für sein Ego braucht.

Übergroßes doch fragiles Ego oder zerbrechlich zarte Zeiten und Gedanken? Letztgenanntes habe ich von Herzen lieb.

Tschüss Narzisst! Ich fühle gerne manchmal sanften Schmerz, aber nicht wegen einem narzisstischen Menschen in meinem Umfeld.

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Es gibt einen ganz wundervoll hoffnungsvoll lieblichen Schmerz und diesem bin ich schon mein ganzes Leben lang sehr verfallen: Angenehm, friedlich und wohlwollend willkommen-heißend stehe ich meiner Melancholie gegenüber. Melancholie ist mir tatsächlich eines meiner allerliebsten Gefühle. Kein anderes Gefühl , das ich je für jemanden oder etwas hatte, berührt mich so tief und intensiv wie nur sie es kann und bisher konnte.

Melancholie berührt die Seele eines Menschen und alles andere, wie listig lästige Äußerlichkeit, verblaßt daneben und das ist sehr gut so. Zahlreiche Menschen belächeln Melancholie. Ich finde es schade für die, die sie nie kennenlernen, denn: Gemischt mit meinen Erfahrungen wird Melancholie immer groß- und wunderbarer.

Der sensible Mensch leidet nicht aus diesem oder jenem Grund, sondern ganz allein, weil nichts auf dieser Welt seine Sehnsucht stillen kann. (Jean-Paul Sartre)

Melancholie lähmt nicht wie ein böser und hässlicher Schmerz es tut. Sie ist zartbitter-süß, belebt, beflügelt und befriedigt. Wir können uns mit ihr ganz eins fühlen – in unserer selbstkreierten Welt und weltfremden Gedanken. Ein Gefühl, dass sich vielleicht – und bei mir ist es so – mit keinem anderen Gefühl auch nur ansatzweise vergleichen lässt. Melancholie ist wunderschön, intensiv und rein. Sie ist verspielt und mädchenhaft – oder eben auch jungenhaft. Etwas altklug und weise dabei. Sie ist niemals dunkel und trostlos, – sollten wir sie gerne annehmen, sondern kommt unschuldig weiß daher und weichzeichnend.

Nie bin ich so weich und offen für alles und die Welt und doch ganz bei mir und schwebe in einem rosaroten Wattebausch im Himmel meiner eigenen Phantasie, immer wenn ich melancholisch bin.

Melancholie trägt die schwärmerische Überzeugung, dass ein Mensch uns in unserer Seele berühren muss, damit nie gelebte Schwingungen freisetzt und der Gleichtakt unserer Gedanken sich alleine so auf die körperliche Ebene mitnehmen läßt. Alles andere ist wie Smalltalk und kein Menü für etwas so anspruchsvolles wie die empfangende Seele.

Und der beste Kuss ist der, der in Gedanken bereits tausende Male ausgetauscht wurde.

Ohne die Berührung der Seele bleiben die Körperlichkeit ausschließlich an der Oberfläche. Die Schönheit der Seele und deren Tiefgründigkeit, nach deren Erfüllung meine Seele sich sehnt, hat so überhaupt nichts mit einem perfekten Äußeren – schon überhaupt nicht mit dem perfekten Leben zu tun. Perfektion kann man als langweilig empfinden und Menschen können uns ebenfalls langweilen, wenn sie an der Oberfläche bleiben und wir uns von ihnen dann weder berührt noch verstanden fühlen.

Von einem schönen Teller wird man nicht satt.

Melancholie fühlt sich für mich als Sportverrückte – und das bin ich seit meinem siebten Lebensjahr – an wie Muskelkater: Wir spüren, dass der Körper etwas geleistet hat, sanft stöhnt, ächzt und sich schmerzlich etwas gegen neue Bewegung wehrt, nach Ruhe sehnt …. Aber da mischt sich ein anderes Gefühl darunter: Im Bewusstsein ist uns nämlich klar, dass wir weiter laufen, weiter trainieren, weiter gehen müssen, um anzukommen bei unserem Ziel: Was immer wir uns träumerisch und zielstrebig ausmalen.

Muskelkater ist das Wachstum unseres Körpers und so empfinde ich Melancholie für die Seele. Sie erkennt und ruft, dass wir da noch Sehnsüchte an etwas anderes – ein größeres Ziel – ein anderes Selbst – einen anderen Menschen – an Wachstum – in uns tragen. Ein angenehmes Ziehen im Herz aufgrund unserem gesunden Bewusstsein, dass da “noch mehr geht”. Sie ist ein Aufruf zum Nachdenken über Selbstliebe, Werte, Gutes und Böses. Wir erkennen an, werden klarer und deutlicher und spüren so eigene Bedürfnisse, die es wahrzunehmen und festzulegen gilt.

Von einem schönen Teller wird man immer noch nicht satt.

Äußeres ist immer nur eine Hülle, die sich in nur einem Augenblick für immer und ewig verabschieden kann. Frühere Freundinnen flippten in meiner Gegenwart oft beim Anblick attraktiver Männerkörper aus. Ob Top-Less oder das unsagbar schöne Männergesicht: Ich konnte diese Begeisterung aufgrund objektiver Schönheit stets nachvollziehen, jedoch niemals für mich fühlen und Fotos oder bloßes Aussehen begehren. Ich muss erst die Seele eines Menschen sehen, weil mich bloße Körperlichkeit nicht erwärmen können und so ist wohl jeder der Melancholie lebt und liebt.

Nachdem ich nun die Erfahrung mit Narzissmus gemacht habe, ist mir das genau so wichtig geblieben und meine Ansprüche an die Seele eines Menschen dieselben. Nur muss ich wieder genauer hinsehen und das müssen wir bei Narzissmus alle:

Wir haben unsere Seele verschreckt, vorübergehend verschlossen und müssen erneut offen und neugierig auf unser anderes Umfeld sein. Unsere Antennen im Hinblick auf Narzissmus sollten gespitzt sein, – frohlockend diesen Menschen künftig aus dem Weg zu gehen. Es gibt so fantastisch viel mehr da Draußen, wenn wir bei uns selbst anfangen.

Die Welt ist wunderbar groß, Wissen ist begrenzt – Phantasie unendlich

Wenn der sensible Mensch auf eine bestimmte Art nicht berührt werden kann, bleibt er im Kopf, rational und viel weniger tief und intensiv. So können wir wissen, klar denken, handeln, Gelerntes wiedergeben, als staubtrockene Beamtin arbeiten, ein Unternehmen – einen Betrieb leiten, studieren, coachen, alles.

Äußerlichkeit, Titel, Macht, Geld, Energie und frische Inspiration, Humor, Lifestyle und das ganze Primborium: Sie bereichern uns mit herrlich optimistischer Motivation und bewegen. Alles da, alles täglich zu sehen. Alles gut. Alles … nur unsere Seele ergründen und die intensivsten Begegnungen bleiben uns damit verwehrt.

Melancholie hingegen ist ein geliebtes Gefühl. Sie ist die scheue Hoffnung, dass es gibt, was die Seele liebt. Sie ist keine depressive Verstimmung oder gar eine Depression und Todessehnsucht. Sie ist Weltschmerz einer anderen Welt in der ich mich wie Zuhause, geliebt und verstanden fühle. Von mir selbst.

So suhle ich mich liebend gern im süßen Schmerz, der trostspendend ist, die Phantasie beflügelt und lehrt. Melancholie ist ein Weg zu unseren tiefsten Bedürfnissen und unerfüllten Sehnsüchten, – da ist sie Treiber, macht kreativ und setzt frei.

Sie ist so glücklich unglücklich wie die unperfekte Perfektion.

Was aber ist der süße Schmerz dabei? Mein Gedanke, dass es niemanden auf der Welt gibt, der so empfinden und sehnsuchtsvoll nach dem Unmöglichen ist wie ich?

Womöglich ja. Und noch einmal:

Der sensible Mensch leidet nicht aus diesem oder jenem Grund, sondern ganz allein, weil nichts auf dieser Welt seine Sehnsucht stillen kann. (Jean-Paul Sartre)

Herzlich, Petissa Pan

PS: Was ich mit diesem Blog-Beitrag auch ausdrücken mag: Es liegt ganz an uns, wie wir eine Sache – hier Melancholie ( – oft belächelt) bewertet sehen wollen. Wir können eine Sache zu unserem Freund machen oder uns von „Freunden“ hineinreden lassen. Völlig egal auch, ob es um Charaktereigenschaften oder optische Attribute geht:

Zelebriere dein Selbst und zieh aus allem herrlich viel Positives.

❤ Ich coache, schreibe, texte und fotografiere täglich auf Facebook. Mein Facebook-Profil, unter dem Namen: „PetissaPan“ ❤

Gesellschaftsschlaf

Kritik ist wunderbar, nicht?

Produktive Kritik sowieso, und deswegen wage ich mich einmal mehr daran, in sagenhaft bissiger Manier zu lärmen. Irgendwie habe ich Gefallen daran gefunden kritisch und stachelig zu sein.
Mein kindliches Herz macht Pause: Zumindest wieder bis nach dem Artikel.
Mein erwachsenes Herz coacht: Morgen wieder.
Meine romantische Seite? Im Dornröschenschlaf.

„Erwachendes Herz, mein Prinz, wo bleibst du nur? Küss mich wach und küsse die verschnarcht schlafende Gesellschaft bitte gleich mit. Anders wird es sowieso nichts werden mit uns“ …

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(Zitat, Foto und Seidenkleid: von mir)

Die breite Masse ist eingeschlafen über Wohlstandsgesellschafts-Gejammer und versüßenden Nebensächlichkeiten, die zum Hauptthema gemacht werden. Innerlich verarmt, was sich schon länger auch auf das Außen zu übertragen anfängt.

Märchenwald-Themen und Flüge nach Neverland gibt es ein andermal wieder.

Nun fragen wir uns bitte einmal was mit dem starken Charakter, wie er alten Schriftstellern innewohnte, passiert ist?
Schriftsteller, die die Courage hatten einflussvolle Einzelpersonen genauso, wie ein ganzes Land mutig anzuprangern und Mauschelei und Frivolität vom Dunkel ins Licht zu bringen. Vielsagend, schwarz auf weiß gedruckt. Zeitungen haben sie gefüllt. Bücher sowieso.

Überhaupt die ganzen Künstler: Kritisiert da keiner mehr die “normale” Gesellschaft heute?

Alles verblasst, neben all der großen Schind und Schand auf unserer guten Mutter Erde. Wir schauen auf Extreme: Dass aber auch diese Extreme irgendwann einmal im unauffälligen Mittelfeld Zuhause waren, und wir sie dann noch hätten stoppen können …

Schöne neue Welt

Herrlich, wie ehemals große Schreiber sich entzaubernd weit aus dem offenen Fenster lehnten und die breite Masse, die Politik, den Adel und deren Überheblichkeiten und Ungerechtigkeiten bis über ihren eigenen Tod hinaus zu provozieren verstanden.

Wer kränkt heute noch und wer fühlt sich überhaupt öffentlich gekränkt? Sind Kränkungen heute nicht schon so normal geworden, dass sie keiner tatsächlich ernst nimmt und sich echauffiert?
Die schreibende Gesellschaft von früher zumindest hinterlässt ein eindrucksvolles unvergessliches Erbe unter dem so mancher gekränkte Staat noch heute leidet. Kulturgut adieu!

War es jemals so angebracht Gesellschaftskritik zu üben wie heute?

Ein Hundewelpen-Video in dem das vierbeinige Lebewesen in ein Prinzessinnen-Kostüm gesteckt wird und das wahllose Liken von schlauen Artikeln, von denen ausschließlich die Überschrift gelesen wurde. Irgendetwas läuft möglicherweise falsch.
Sehr sicher sogar.

Fast Food. Fast Life. Wo bleibt die Substanz bitte schön? Und vor allem: was ist die Substanz: Ehrlichkeit und eine gerechte Denke? Selbst Pünktlichkeit, Respekt und Achtung scheinen nicht nur völlig out zu sein, sondern sind es geworden: Ein jeder Zweite, Dritte, Vierte sich lieber am Kopf oder sonst wo kratzt, anstatt diese unproduktive Langeweile beiseite zu schieben und etwas Sinnvolles mit und für Nachhaltigkeit zu veranstalten.

Selbstliebe und Nächstenliebe: schmerzlich vermisst. Und für die Selbstverliebten wird der Karriereweg nach oben frei, aufgrund der tatenlos zusehenden unbeeindruckten, gar unbemerkten Bewunderung anderer.

Dieses ganze Gehype und Gehabe um “kleine Leute” die ein bißchen Mut haben, sich im Fernseher etwas zum Affen zu machen und damit eine ganze Nation nachhaltig bewegen … Mit süßem Unsinn ohne jeglichen Tiefgang und echten Wert.

Die ehemals „gut bekannten Leute“, die sich wieder mitten ins Bild rücken wollen, indem sie Teile oder das Ganze irgendwelchen Urwaldgetiers verzehren: Sind das die wahren Helden?

Und die „großen Leute“, die vielleicht mit Geld und Gepose auf sich aufmerksam machen wollen und denen es immer mehr es an echtem Charakter, weil an guten Tugenden fehlt. Hoffentlich nicht die Vorbilder von morgen: Ein strahlendes Ego wie ein Weihnachtsbaum und das Herz leergefegt von Menschlichkeit wie eine eisige Winternacht.

Unterhaltung, Schönheit und andere wunderschöne Dinge sind doch wie Süßigkeiten. Nämlich, ein köstliches Highlight in hübschen kleinen Portionen.

Wo sind all die Idealisten, die sich gerne für einen guten Zweck den Mund verbrennen:

Von Herzen und Kopf scheußlich unbequem bleibend, austeilend, dem ein oder anderen auch mal kräftig uncharmant auf den Schlips tretend.
Hemmungslos Spaß haben auch die, und durch den Konfetti-Regen fliegen auch die, – ausschließlich aber mit denen, die dieselben Ansichten haben, für dieselben Dinge einstehen und sich nicht zu bequem dazu sind munter zu rebellieren.

Bis sich was bewegt. Das Rad neu erfunden wird. Solange sich die Erde dreht. Weil:

Um ein tadelloses Mitglied der Schafherde zu sein, muss man vor allem ein Schaf sein. (Albert Einstein)

Themen, die die Welt bewegen sollten: Essentiell.
Tiefgang und die Hauptrolle: für die Basis bitte und nicht für süße Desserts und Betthupferl.
Sanft und mitfühlend sein: für die die es brauchen.

Und ein Gespür für Echtheit und Wahrhaftigkeit entwicklen bitte!

Verteufeln? Nein, das ist nur unnötiger wie nutzloser Energieverbrauch. Lieber Distanz oder in Wichtigkeiten stochern. Immer und immer wieder ohne weichgespültes umschmeicheln. Forsch, keck und frech!
Supernervig-superficial nämlich, wenn der Mensch keine anderen Ziele mehr als Feierabendbier und Fernsehen – oder Geld und Status hegt.

Pikiert die Augen niederzuschlagen. Stoischer Glanz. Gerade Düsseldorf auch an der Luxusmeile, mit seinen glatten gestylten Lackaffen: Tief raunende Motoren an der Kö und tatsächlicher Tiefgang Fehlanzeige.

Schnurrende Kätzchen auf den Schößen der älteren Herrn in den Führungsetagen und Ausbildungsstätten:
Egoschmeichlerinnen, Egogestreichelhabenwoller, Vorteilsmenschen & Gerechtigkeit passen zusammen wie Schweinefilet aus der Massentierhaltung und VeganerInnen.

Ach so, ich bleibe Idealistin, childish outside – matured inside und habe keinen Spielraum – dafür viele Widerworte – für die großen und kleinen Ungerechtigkeiten in dieser Stadt und Welt.

“James, so fahre mir bitte den Bentley vor! Ich muss hier raus. Nur ’ne Stunde oder zwei.

Your world is too mainstream!”

Herzlich, Petissa

❤ Ich coache, schreibe, texte und fotografiere täglich auf Facebook. Mein Facebook-Profil, unter dem Namen: „PetissaPan“ ❤

Bauchgefühl für Herzmenschen

Bauchgefühl – mal bißchen anders …

Wer von uns hat sich nicht auch schon einmal, oder auch schon mehrfach, herzhaft darüber geärgert nicht auf seinen Bauch gehört zu haben? Und wer hat schon einmal ganz derbe daneben gegriffen, als er sich beim Ignorieren seines Bauchgefühles, eine blutige Nase im metaphorischen Sinne geholt hat? – So häufig und oft es auch angeklopft hatte: erst sanft, dann stärker, dann (eigentlich) nicht mehr zu ignorieren.

Und gerade Herzmenschen: Immer viel für andere da.

Als Herzmensch sind wir einfach jemand, der Bedürfnisse der anderen oft genug, aber hoffentlich immer ausgewogener, über unsere eigenen Bedürfnisse stellt: Warum haben wir schon wieder “ja” zu den Wünschen einer Freundin gesagt, obwohl wir tief in uns ein Anklopfen, eine Warnung fühlten, dass wir uns gerade verbiegen und wir an der Reihe wären uns etwas von ihr wünschen zu dürfen?

“Nein, heute fahre ich nicht schon wieder die 10, 20, 30 Kilometer zu dir. Ich denke, dass wir uns mehr abwechseln sollten und uns deshalb heute bei mir treffen.”
Warum gehen wir zum dritten Mal in Folge, allein ihr zuliebe, mit in die Disco, nur weil die Freundin denkt, dort den Mann ihres Lebens kennenlernen zu wollen. Das, obwohl wir weder Disco-Musik, noch das für unseren Geschmack deutlich zu junge Publikum mögen und viel lieber in einer gemütlichen, eleganten Bar sind, wo wir schon ewig nicht mehr waren?”
Selbst wenn wir bei “solchen Geschichten” vordergründig und aus vollem Herzen sagen: “Oh ja wie toll! Wir finden dir den besten Mann der Welt!” Unser Bauchgefühl sagt: “Und wann suchen wir dann mal wieder was für mich, woran ich Freude hätte?”

In beiden Beispielen rebelliert der Bauch jeweils das Ungleichgewicht, immer wieder gegen unsere eigenen Bedürfnisse und Vorlieben zu leben und zu viel zu geben, statt abwechselnd ein Nehmen einzufordern.

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Weh tun Fehlentscheidungen doch besonders dann, wenn wir – sprich unser Bauch – es besser für uns gewusst hätte und wir nicht auf ihn gehört haben.

Vielleicht wenn Monate oder Jahre später die Freundschaft zerbricht und wir doch sooo viel gegeben hatten und immer für den anderen da waren. Und plötzlich lernt die Freundin tatsächlich den Traummann kennen und hat dann keine Zeit mehr für uns. Oder wir lernen endlich wieder auf den Bauch zu hören, pochen auf unsere Bedürfnisse, er rebelliert nicht mehr, dafür unsere “Freunde”, denn so will uns dann keiner mehr, weil wir nicht mehr ausschließlich verwöhnen und geben, so wie es alle von uns gewöhnt waren.

Das alles ist nicht die Schuld unserer (ehemaligen) Freunde. Wir selbst haben schließlich unser Bauchgefühl ignoriert und uns und den anderen damit Dinge erlaubt, die nicht gut und richtig für uns waren.

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Und wenn wir gelernt haben wieder vermehrt darauf zu hören, können wir auch den ein oder anderen Blödsinn wagen ohne tatsächlich in Gefahr zu kommen: Grosses Vertrauen schenken in einer Beziehungsanbahnung, uns auf Menschen einlassen, um den richtigen Job besser pokern.

In Irland bin ich diesen Sommer getramt. Und bitte macht das nicht, denn Trampen ist nicht ungefährlich. Ich war jedoch beide Male mit dem Bus unterwegs und hatte es von der Endhaltestelle noch 10 Km zu dem kleinen Dorf in-the-middle-of-nowhere, wo ich in Irland für drei Wochen wohnte. Jeweils war es nicht mehr lange zum Einbruch der Dämmerung, und ich befand es als gefahrloser im Hellen zu trampen, als im Dunkeln durch die pure Pampa zu laufen.

Die Menschen die angehalten haben um mich mitzunehmen, habe ich mir genau angesehen und bewusst meinen Bauch gefühlt. Ich leistete mir auch den Luxus Mitfahrgelegenheiten auszuschlagen. Die beiden Menschen (einmal eine Frau, das zweite Mal ein Mann) bei denen ich dann jeweils mitgefahren bin, waren ganz wunderbare und bereichernde Gesprächspartner und ich hatte die erwartet sichere Fahrt mir ihnen. Glück? Ja, Glück und Segen, dass nichts passiert ist, aber auch mein Bauchgefühl, denn es waren genau die beiden Typen Mensch, mit denen ich mich tagsüber auf dem Wochenmarkt, in der Stadt oder in einer Bar am liebsten unterhalten hätte. Danke Bauchgefühl!
Mit allen wäre ich nicht gefahren. Und ich trampe auch nicht mehr. Es war ein zweimaliges Urlaubsexperiment.

Wenn wir konstant unser Bauchgefühl ignorieren verleugnen wir uns nicht nur, nein, sondern können uns damit selbst so richtig weh tun.

Unser Bauchgefühl wird über die Zeit auch etwas leiser und wir leben immer mehr das Leben der Freundin, des Partners etc. ohne das bewusst zu realisieren.

Auch wenn wir an einen (noch unbekannten) Menschen geraten, der nichts Gutes mit uns im Sinn hat, der uns zu seinem eigenen Vorteil entsprechend täuscht und uns böse auflaufen lässt oder gar in Gefahr bringt: Das Bauchgefühl ist unser wichtiger Kompass. Es schützt uns. Ein Ratgeber, der den Weg weist, uns ausgeglichen und erfolgreich macht. Bauchgefühl basiert auf unseren bisherigen Erfahrungen, ein Signal unseres Unterbewusstseins, eine wache Intuition die wir fühlen und die der Verstand noch gar nicht kennt, greifen und aussprechen kann.

Woher nämlich “wissen” erfahrene Personaler beim Kennenlern- oder Vorstellungsgefühl, dann, wenn es mehrere ausgezeichnete Bewerber auf eine Stelle gibt, welcher dennoch am besten ist und am besten passt? Woher “weiß” ein guter Türsteher, welche Personen er nicht in den Club lässt, da er mit Ärger rechnet? Woher “weiß” ein langjähriger Polizist beim Streife laufen, welche Personen er kontrollieren muss da er richtiggehend fühlt, dass bei diesen Personen “irgendwas faul ist”.
Deren Antennen sind alle geschärft durch vorhergehende Erfahrungen.

Unser Bauchgefühl ist ein wahrer Seegen. Und gerade wir Herzmenschen müssen uns angewöhnen verstärkt darauf zu hören, bevor es womöglich für uns verstummt.

Verleugne dich nicht. Gib nicht nur Herz, sondern höre auch auf deinen Bauch. Erfahrungen machen und das Bauchgefühl dabei schulen und hören wann immer es, auch noch so sanft anklopft. Wie heisst ein Lied aus dem Jahr 2015 “Herz über Kopf”? Ja, und den Bauch auch dazu bitte.

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Ringelpiez mit Anfassen

Schon einmal die falschen Pferde zusammen auf eine Koppel gestellt?

Da klatschen die Hufeisen der muskelbepackten Hinterbeine mit viel Schmackes gegen die Körper der Schwächeren und zurück. Nicht schön – ein pures Glück und ein Stoßgebet zum Himmel, dass kein Eisen die Gelenke eines anderen eleganten Vierbeiners trifft.
Wie gut, dass wir Menschen ja so viel zivilisierter sind.

Zumindest wissen wir uns so zu benehmen, uns nicht öffentlich abzuklatschen und offensiv stutig zu beißen.
Und trotzdem: Wo viele Menschen sind, prallen die unterschiedlichsten Charaktere zusammen und es menschelt. Ganz normal – wir sind nunmal keine Roboter und Kleingrüppchen-Bildung gibt es selbst in Schafherden.

Vielleicht mag glückseliges Gruppen-Allerlei ja noch auf einer Waldorfschule zutreffend sein, und im Kindergarten sowieso. Meine Mutter ist Erzieherin und deswegen kenne ich das sehr gut:
Freitag ist Wald-Tag und alle Kinder nehmen sich an den Händchen und gehen gemeinsam in den dunklen Schwarzwald. “Auf dass keines der lieben Kleinen verloren geht, und auf dass alle aufgrund diesem Zusammengehörigkeitsgefühl Stärke entwickeln mögen.”

Dabei gibt es auch im Schwarzwald keine Wölfe und Bären mehr.

Aus meiner langjährigen Zeit als Leistungssportlerin im Mannschaftsport und aus meiner gut fünfjährigen Gruppenerfahrung bei einem Einsatzzug der Polizei, könnte ich diesen Artikel zusätzlich mit zahlreichen Erfahrungen ausschmücken. Ich belasse es bei wenigen:

Wochenlang auf engstem Einsatz- und Lebensraum zusammengepfercht zu sein, mit Charakteren die du toll findest, die dir aber trotzdem nach zwei bis sieben Wochen Einsatz – 24 Stunden auf engstem Raum – irgendwann einmal anfangen auf den Keks zu gehen – wie du ihnen ja auch – mag in jungen Jahren doch noch irgendwie amüsant sein …

Aber im Leben nicht, möchte ich heute noch einmal zurück in diese Zeit und für viele Jahre in einem 4er-Bett-Zimmer in einer Kaserne schlafen und gemeinsame Waschräume mit den Jungs benutzen, immer dann wenn man nicht auf Einsatz war.
Und wenn man auf Einsatz war: in einem 10er-Frauen-Zimmer untergebracht zu sein – oder zu Hundert geschlechts-gemischt in Turnhallen übernachten zu müssen.

Gruppengefühl „par excellence“.

Ich war damals um die 20 Jahre alt und eine abenteuerlustig anspruchslose Vollblut-Polizistin: sportlich und polizeilich hochmotiviert und zickig, auch anlehnungsbedürftig, gruppenbrauchend, noch nicht bei mir selbst angekommen. Und so waren wir alle! Zum Glück, denn sonst hätte das wohl kaum funktioniert. Ab einer gewissen Reife braucht und will es das aber unter Umständen nicht mehr.

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Polizeizeit und mein damaliger Gruppen-Lieblingsmensch. (1998)

Sobald allerdings irgendwo eine Gruppe gegründet werden muss, weil rein zufällig dasselbe Ziel verfolgt wird, gibt es gerne die “Gruppenschäfer”.
Diese sind herden-optimistische Menschen, die der Meinung sind, alle zusammen könnten Friede, Freunde, Eierkuchen sein und zu Best Friends oder mindestens innigen Freizeitpartnern mutieren.

Gleiche Ansichten? Gleiche Bedürfnisse? Gleiche Vorlieben? Gleiche Werte?

Wir Menschen sind generell ganz verschieden. Wir sind ganz wundervolle, liebenswerte, sowie eigenständige Individuen, die sich an den unterschiedlichsten Punkten ihres Lebens befinden.
Menschen mit den unterschiedlichsten Gesprächsthemen, der unterschiedlichen Motivation.
Laut schnatternd händchen-haltend oder sich tiefsinnig und leistungsorientiert austauschend: Für alles gibt es eine wunderbare Zeit im Leben und wir lernen sowieso nie aus.
Da passt selten jeder zu jedem.

Nur weil wir in dieselbe Ballett-Stunde gehen, heißt das ja nicht, dass alle Sushi oder Kegelabende lieben.
Und nur weil wir denselben VHS-Kurs belegen, heißt das nicht, dass wir auch sonst dieselben Themen haben.

Nicht mal im Tierreich kannst du jedes Pferd mit jedem beliebigen auf die Koppel stellen.

Und ich mache mir heute schon Gedanken darum, ob sich mein Whippet und mein Dackel mal so gut leiden können, dass ein harmonisches Zusammenleben möglich sein wird, oder ob sie getrennte Schlafzimmer brauchen werden.

Seelen können sich wie Magnete anziehen, oder sich abstoßen. Und nur weil wir Königsberger Klopse und Kaiserschmarren total lecker finden, heißt das nicht, dass wir die beiden zusammen in einen Topf schmeissen.

Toll doch, wenn sich innerhalb von 20 und 30 Leuten ein paar liebliche Kleingruppen finden und man bezüglich dem Gruppenprojekt trotzdem am selben Strang zieht.

Und klar wird es immer Menschen geben, die nicht gern alleine sind und Menschentrubel brauchen:

Können die dann ja so leben.

Aber ist es denn der geheime Lebenstraum eines introvertierten, tiefsinnigen, ausgereiften, anderweitig interessierten Menschen, mit einem Schlag 30 neue Freunde sein Eigen nennen zu können? Woher diese Zeit und Lust nehmen, wenn es nicht der obersten Priorität entspricht und die kostbare Freizeit gerne unter tatsächlichen Herzmenschen und Herzvorlieben aufgeteilt wird?

Die Hälfte aller Menschen ist immerhin introvertiert und jeder fünfte ist hochsensibel und so besonders wählerisch in seinen Kontakten und Aktivitäten. Und da gerade diese Menschen – in ihrer Feinfühligkeit und Stille – sehr gerne überhört, übergangen und überrannt werden, sollten wir uns gerade auch für deren Bedürfnisse stark machen.

Und wenn es Gruppenschäfer gibt, ist es gut, dass es auch die toleranten Gruppenführer gibt.

Tolerante Gruppenführer sind die die tatsächlich jedes einzelne Menschlein für sich selbst erkennen, nicht nur das große Ganze sehen und trotzdem das gemeinsame Ziel nicht nur nicht aus den Augen verlieren, sondern dieses über alles setzen. Denn warum kämen wir hier sonst in dieser Konstellation zusammen?

Kein Ringelpiez mit Anfassen.

Kein Gruppenzwang.

So viele Menschen lieben und leben Paarbildungen und Kleingruppen, nicht Großaufläufe. Und da eine jede Gruppe ja schon während ihrer Gruppenzeit zusammen gluckt, darf sie in der Freizeit gerne auseinander klaffen.
So hat jedes Tierchen sein Pläsierchen, und der Mensch sowieso.

Leben und Leben lassen.

Toleranz ist toll und essentiell!

Ich coache für Selbstliebe. Und Selbstliebe bedeutet, dass wir in erster Linie unsere eigenen Bedürfnisse erfüllen und nicht die moralischen Erwartungen der Gesellschaft, die meist sowieso nur immer 50% der tatsächlichen Meinung aller ausmachen.

Herzlich, Petissa

❤ Ich coache, schreibe, texte und fotografiere täglich auf Facebook. Mein Facebook-Profil, unter dem Namen: „PetissaPan“ ❤

(Alb)Traum meiner schlaflosen Nächte

Woher kommt Stärke?

Wenn sich vermeintlich oder tatsächlich nichts bewegt oder sich ausschließlich das vermeintlich oder tatsächlich Falsche: Durch solche Zeiten gehen zu können – mit offenem Herzen, neugierigem Blick, einer Stimme und erhobenem Kopf, – vielleicht allein, arbeitend, strebend: so etwas macht unsagbar stark!

Alpha’s don’t run in packs!

Gerade erlebe ich das selbst und bin dafür in meiner Lebens- und Karrierebiografie mindestens 10 Schritte – oft gefühlte 100 Schritte – rückwärts gegangen.
Die oben geschilderte Situation ist mir ein täglicher großartiger Lehrer, eine nachhaltig lohnende Erfahrung, aber bisweilen auch schlicht ungeheuerlich unerträglich, gerade wenn man wie ich noch mittendrin steckt und so geile Erinnerungen an eine ganz andere Zeit und große Visionen für die Zukunft hat.

Stillstehen im Moment – welches allerdings Bewegung in der Zukunft bedeuten wird – ist echt fies.

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Nicht immer schaffe ich es mit gänzlich neugierigem, stattdessen oftmals genervten Blick und strapazierter Laune, jedoch immer mit meiner kraftvollen Stimme und Meinung, die von Tag zu Tag gar noch stärker und zielgerichteter wird und stets optimistisch bleibt.

Und ich versöhne mich selbst mit Stolz: Stolz darauf, dass ich das mache. Stolz darauf, wie ich es angehe. Stolz darauf, es ganz alleine zu machen, weil es in einem gegeben-geschenkten Umfeld stattfindet, dass mir noch weniger leicht fällt, als die ganze Situation stunden- oder tageweise an sich.

Stolz und Verurteilungen

Stolz können wir alle auf das sein, was wir leisten ohne es tun zu müssen – Was wir schaffen ohne dazu aufgefordert gewesen zu sein – Wie wir uns für andere einsetzen, auch wenn andere uns das als Eigennutz auslegen mögen: Aufwachen bitte ihr lieben Schlafenden.

Ein Härtetest für mich als Härtefall, denn ich bin stark und geübt im Widersprechen und im Kämpfen für meine Überzeugungen, seit ich ein dreijähriges Kleinkind war und werde immer weiser dazu. Bewegung, nicht Stillstand und das Erkennen von purer heuchlerischer Schönrednerei bitte.

Wer lässt sich gerne blenden?

Den Mund halten werden einige von uns niemals, denn dafür wurden wir nicht geboren.

Sie leben dafür, auf Zehenspitzen zu stehen – klein wie sie auch sein mögen – und am Glanz der Möchtegern-Autoritäten zu kratzen, weil sie deren Vorgehensweise häufig genug ernsthaft zu bemängeln finden und ernsthaft für die Schwächsten auf ihrer Ebene, allgemeines Recht, Gerechtigkeit, Werte oder anderes einstehen.

Hierarchie interessiert so manchen nur dann, wenn er einen Vorgesetzten mit einem Herzen aus Gold hat, den er dann ehrlich bewundern und als Mentor nehmen und verehren kann.

Ich ließ und lasse mich schlicht nicht blind führen von Menschen mit Herzen aus Stein oder Kaugummi … Oder von solchen, die sich zu viel einbilden auf ihre Positionen, Konventionen und im Hintergrund irgendwelche wirren Fäden ziehen – mögen deren Reden und Knowledge auch noch so nett anzusehen und zum zuhören sein. Chapeau für das! Aber alles was Recht ist.

Ich habe keinen Respekt vor Titeln und Falschheit. Ich habe Respekt vor und für Menschen.

Ein anstrengendes Kind, ein noch anstrengenderer Teenager, eine charmant rebellierende, austestende Polizistin und für manche ein äußerst anstrengender, tougher Mensch, da Prinzipien und Werte habend, von denen nicht einen Zentimeter abgewichen würde, selbst wenn es einem das Genick bräche.

Umwerfend charmant, gewinnend, federleicht, anlehnend, verspielt und butterweich ist die andere Seite: Das bei Menschen, die größte Freude und Erholung sind und die aus vollem Herzen gemocht, bewundert, geliebt, um Rat gefragt, gehört und angenommen werden: neben dem täglich lustvoll geführten aufmüpfigen Kampf.

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Gab es in den vergangenen 10 Jahren einen besseren Film über Macht und die falschen Machenschaften als “Miss Sloane”?

Eine erfolgreiche Lobbyistin, der Gerechtigkeitsliebe über alles geht und die dafür sogar ihre erfolgreiche Karriere opfert, weil im genannten System viel zu häufig die „Ratten“ nach oben kommen und sie keine davon sein will. Diese „Ratten“ bremst sie aus, läßt sie auffliegen und landet selbst im Gefängnis. Manch jemand wünschte sich trotzdem so sehr, sein zu können wie Miss Sloane, weil:

Career suicide’s not so bad when you consider the alternative is suicide by career.

Und weil Gerechtigkeit, Menschlichkeit und Weisheit nach oben gehören und nicht Menschen mit „Zucker im Mund und Gift im Herzen“.

Still und neutral ist der überwiegende Teil der Bevölkerung. Die, die damit vielleicht leichter aber längst nicht so besonders und (herzens-)elitär, – stattdessen selbstverbiegend, geblendet und langweilig durch ihr Leben kommen.

You have to be odd to be Nr. 1!

Stolz bin ich darauf, diese aktuelle Erfahrung bewusst gewählt zu haben und nicht aufzugeben. Denn tatsächlich könnte ich fast nichtstuend im Gras liegen und Däumchen drehen, die Sonnenstrahlen zählen und mir süße Zerstreuung anlachen, wann immer mir danach wäre. Stattdessen arbeite ich intensiv sieben Tage in der Woche und bin viermal wöchentlich bis fast Mitternacht wegen schulischer Bildung unterwegs.

Das, wo doch Hirnforscher belegen, dass Sport und Kunst die wichtigsten Fächer für das wirkliche Leben sind und sowieso: der erste und einer der erfolgreichsten Entrepreneurs aller Zeiten – Richard Branson – nicht mal einen Schulabschluss hat.

Ich liebe ihn – und love yourself!

Sich durchbeissen … Mögen die Leute, die mich heute und hier umgeben von mir halten was sie gerne wollen. Mögen mir die Leute heute und hier, neue Blickwinkel ermöglichen wo ich in meinem Leben doch sowieso schon Millionen Blicke auf die Welt und auf Menschen gesammelt habe. Danach werden es Millionen plus Hundert neue Blicke sein.

Ihr macht mich reich. Reich an Erfahrung. Dafür bin ich dankbar, auch wenn ich mich oft fühle, als wenn mir der Kopf gewaschen wird, meine Laune in der ein oder anderen Stunde übel drückt und ich mich immer mal wieder tief einatmend in die Vergangenheit und Zukunft beame.

In der Vergangenheit von einem gänzlich anderen Umfeld umgeben: In einem solchen will und werde ich auch wieder eintreten. Stärke zeigt sich in langatmigen Durststrecken: Diese anzunehmen und mögen zu lernen … Dies, im klassischen Sinne der Bildung als auch bei Erfahrungen, die wir lieber nicht machen wollten.

Ende gut – Neubeginn unbeschreiblich sehr gut.

We’ll see! Merci!

Herzlich, Petissa Pan

Neugier und Neugier

“Menschen die ihre Nase lieber in das Leben anderer halten, statt ihr eigenes Leben bunt zu malen, verpassen ihr eigenes Leben, Issa”, sagte meine Omi damals. Und als aufgeweckte Sechsjährige hörte ich interessiert zu und fing an mir mein Leben kunterbunt zu malen. Wessen liebe Omi, das zu vererben, auch immer vergessen haben sollte: Es ist nie zu spät, über dies nachzudenken.

Warmherzig gute-Ratschläge-gebende-Omis, oder auch andere Mentoren, Motivatoren, meinen damit übrigens nicht die Menschen, die sich von Herzen für die Geschichten, das Leben und die aktuelle Situation anderer interessieren, ohne dabei Grenzen zu überschreiten.

Großzügig annehmen und aufsaugen was gegeben wird und zurückstehen wo Auskunft versagt wird.

Das Herz als Treibstoff also … Und derart Anteil am Leben anderer zu nehmen, wird knallbunt inspirieren, erfrischend lehren und uns good-hearted mitfühlen lassen. Eine ganz wundervolle Bereicherung für unser eigenes Leben, es etwas anders, verquerer, knallbunter, schriller und frecher zu machen, zu malen und frei zu leben. Süsse Neugier heißt offen zu sein, kindisch keck, zackig aufgeweckt, herzlich interessiert, freudig hüpfend bewegt, mit strahlenden Augen und einem offenen kindlichen und einem wie natürlich helfenden, harmoniebedürftigen Herzen.

Die andere Seite der “güldenen Medaille der Neugier” ist anders, weil nicht das Herz antreibt, sondern die Sucht nach Anerkennung und Klatsch und Tratsch der Motor sind. Weil man, Frau, Mädchen, News kennt, die seicht-flaches Geplänkel, oberflächliches schrillgelbes Gekicher und nichtssagende Halbwahrheiten leben und lieben. Wer sensationsgeil nach den neuesten News hascht, hat der selbst nicht viel Interessantes aus dem eigenen Leben zu berichten und ergötzt sich deshalb am rosaroten Ruhm und purpurroten Reichtum Dritter, oder an dessen dunkelschwarzesten Stunden? Schadenfreude, News-Kick, Igittigitt: Neugier im nicht produktiven Sinne, ist Sensationslust und Wissensaneignung zum kleinen Nachteil anderer und zum großen Nachteil für sich selbst.

Und was versprechen die sich vor allem davon? Ohren wie Rhabarberblätter und große Klatschmäuler gelten doch als herzlich wenig attraktiv, so sie nicht dem gängigen Schönheitsideal entsprechen. Oder habe ich was verpasst? Und in der Zeit, in der sie Klatsch besorgen und in Umlauf bringen, könnten sie sinnvolles mit der Zeit anfangen: Kleine süße Mäuseröhrchen und eine hübsche vornehme Schnute, gern mit vollen Lippen, durch die Gesellschaft tragen.

Illoyale Klatschbasen passen zu loyalen, tiefsinnigen Menschen so gut, wie schlechte Werte in herzensschöne Gesellschaft.

“Lass die Leute reden – und ich ruhe gerade in der Erinnerung an mein wunderbares Wochenende. Lass die Leute reden – und ich platze fast vor Vorfreude auf heute Abend. Lass die Leute reden – und ich zelebriere den Moment, buche den nächsten Flug, nehme den nächsten Auftrag an, lebe. Während du noch quasselst, schaffe ich Substanz und wunderbare Erlebnisse und Erfahrungen, die zu ganz zauberhaften Erinnerungen für mich werden. Und das kannst du auch. Wenn du aufhörst zu klatschen, tratschen, Infos rausfinden, aufwühlen, dich dadurch definierst und anhimmeln läßt “was du nicht alles von anderen weißt”.

Wissen ist nur dann Macht, wenn es dabei um dich selbst geht. Wenn du das Beste aus dir herausholst, um für dich weiterzukommen. Wenn es sein muss und du das brauchst, auch gerne ganz nach oben.

Jedem sei Erfolg gegönnt!

Und dich um dich zu kümmern, das ist der Schlüssel zu deinem Glück: Sobald du erkennst, dass echte Freundschaft Loyalität verlangt und sobald du erkennst, dass du nur mit dir selbst konkurrierst, und du nur dir selbst im Weg stehen kannst, geht dein Leben los. Alles andere ist Bockmist: ohne langanhaltende Substanz, etwas stinkig und vollkommen unnötig.

Sein süßes Gleichgewicht auf vier Füßchen zu verteilen, anstatt nur auf zwei mit großer Schnauze zu stehen und sich nicht mit anderen messen, sondern andere unterstützen. – Größe und Reife und das was du tief in dir vermisst, bis du es lernst.

Sei kein Menschen, dessen Augen niemals mitlachen, wenn der Mund es tut.

Interessiere dich sehr für das Leben anderer, frage Löcher in den Bauch, nimm Anteil, mit freundlichen Kinderaugen und offenem Herz und Verstand. Lerne, und lebe dann auf deiner Spur. Krabbel auf die höchsten Bergspitzen, geh durch die tiefsten Täler, aber tue das auch mal schweigend. Dann hören wir nämlich auch, was andere uns zu sagen haben. Manche Hinweise und manche Menschen sowieso, sind nämlich ganz leise. Und oft besonders weise. Meine Beobachtung ist die: Menschen, die Klatsch leben, hören dir nicht zu, wenn du tatsächlich mit ihnen sprichst. Sie sind abgelenkt, auf Abwehr, ihr Bild von dir könnte nämlich bröckeln, weil sie sich ein ganz eigenes Bild aus Unwahrheiten von dir aufgebaut haben. So switchen sie zwischen Sticheleien, falschen Komplimenten und völliger Ignoranz.

Wer Gefühl hat, erkennt das. Wer Charakter hat, lässt sich damit nicht ein.

Es geht doch so anders: Leinen los für das eigene Leben! Der Kurztrip nach Irgendwo, Stille genießen im Nirgendwo. Action und Nightlife in Städten die niemals schlafen und gelegentlich zum Affen machen mit albernen Sachen. Das Sonntagsdress am Montag und mit löchrigen Jeans und Barfuss beim wochenendlichen Flanieren auf der Rue Royal, oder wo auch immer. Kontaktbörsen, alleine losziehen, mit Freundinnen beim Champagner-Frühstück, mit der Gesichtsmaske zum Bäcker um die Ecke und im Bikini am Strand von St. Barth. Sich mit dem alten Mann im Flugzeug zu unterhalten, mit der alten Frau im Buchladen, und mit Menschen, die ganz anders sind als du, bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Und sich damit, mit ehrlichem Wissen und Weisheit auf die Strasse bringen. Linke Spur, mitte, rechts, ganz wie du magst.

Und die Moral von der Geschicht’?

Wer selbst ein spannendes, erfülltes und selbstbestimmtes Leben führt, hat es nicht nötig seine Nase in die Angelegenheiten anderer zu stecken.