Blue moon

If life’s unjust, I’m struggling, feeling tweaked or bored, grab my dog & car and go out into the blue. Into the night blue to be exact.

In my pink cashmere jacket dressed and the hand brake from my light blue Bentley released. Twenty years, high-class & captivatingly beautiful. Classy elegant as I like and want it.

On orange leather on the passenger seat next to me, Randy Andy, my silver-coloured greyhound sits full of charm & grace. She’s a lady and a diva, at the same time fragile small & exquisite fine, too. Randy Andy is wearing a velvet necklace with blue sapphires – more worth than the dearly loved pooch. The noble pointed nose arrogantly sticked up in the air. Randy Andy! I have to grin. Divine! Her slender lop ears – as if joyfully anticipating – swaying in the barely perceptible breeze as I open the windows halfway, taken the hot ride in the noble car. Our last trip is weeks ago.

Leading this luxurious sophisticated Briton, deeply & majestically humming through the sleepy streets of our city now – slowly, carefully, can hardly hold it back. We want to get out. Give us a ride! The 400 hp nervously twitching under our butts at every red light. Pure anticipation. Randy Andy yelps spontaneously when we leave behind the last houses. Highway: here we are!

I close the windows and step on the gas. Supersonic and beyond us navy blue sky: blue moon – blue mood. And the scent of noble leather and the freshly perfumed dog-girl fill my nose. My lovely girl smells of roses: sultry, deep red and full. The crazy sound of the sporty Mister B. takes me out of my thoughts and inspires my spoiled ears. That’s the way we three fly through the night and the streets belong to us. I feel hot and the smile won´t disappear from my face. My dog in trance.

Two hours later the delicate Beauty dozes on my pink wool jacket which bites the rich orange colour of the leather seats. Shhh, be quiet don’t fight and let the little One sleep! Throttled the powerful engine and driving the exquisite Briton carefully the last meters. Anybody seen my baby? No-Nobody’s aware of us! Parking at my home – until the next night – the next ride – in weeks – months. Take my softly snoring girl gently into my arms.

Wonderful night! Troubles forgotten. Who needs trouble when (s)he’s got such an amazing Englishman? Randy Andy nods in her sleep.

Wenn das Leben ungerecht zu mir ist, mich stresst, es zwickt oder zu langweilen versucht, schnappe ich mir Hund und Auto und fahre raus ins Blaue. Ins Nachtblaue, um genau zu sein. Sternenklar am liebsten – nicht sternhagelvoll.

Mein rosafarbenes Strickjäckchen angezogen – die Handbremse von meinem hellblauen Bentley gelöst. Er ist 20, luxusklassig und bestechend wunderschön. Klassisch-elegant, wie ich es mag.

Auf orangefarbenem Leder, auf dem Beifahrersitz neben mir thront voller Anmut „Randy Andy“, mein silberfarbener Windhund. Sie ist eine Dame und ganz Diva, dabei zerbrechlich zierlich, klein und fein. Randy Andy trägt ein schmales Samthalsband mit tiefblauen Saphiren. – Mehr wert als der ganze lieb verehrte Edel-Köter. Die vornehme spitze Nase reckt sie arrogant in die Höh. Ich muss grinsen. Göttlich!

Ihre schlanken langen Schlappohren schlackern wie freudig erwartend im kaum vernehmbaren Fahrtwind, als ich, die Fenster zur Hälfte geöffnet, die heisse Fahrt im noblen Wagen aufnehme. Unser letzter Ausflug ist Wochen her.

Luxuriös, mondän und gebremst zurückgehalten grummelt mein bestes Stück tief und majestätisch durch die schlafenden Straßen der Stadt. Langsam. Achtsam. Ich kann ihn kaum halten. Wir wollen raus. Uns austoben. Und die rund 400 PS zucken an jeder roten Ampel nervös unter unseren Hintern. Pure Vorfreude. Und Randy Andy juchzt und jault vor Freude spontan auf, als wir die letzten Häuser der Stadt hinter uns lassen. Autobahn, linke Spur: hier sind wir!

Ich schliesse die Fenster und gebe Gas. SupersonicStatus, über uns das marineblaue Firmament. Blue moon – blue mood. Und der Geruch von edlem Leder und frisch gebadetem Hundemädchen erfüllen meine Nase. Sie riecht nach Rosen. Schwülstig, tiefrot und satt. Der irre Sound des sportiven Engländers reißt mich aus meinen Gedanken und begeistert meine verwöhnten Ohren. Wir brettern durch die Nacht. Die Straßen gehören uns. Einmal Flensburg – Weil am Rhein? Einmal Düsseldorf und schnell zurück? Mir ist warm. Und das Dauerlächeln verschwindet nicht von meinem wachen Gesicht. Der Hund im Trance.

Zwei Stunden später döst die zarte Schönheit auf meinem rosé Strickjäckchen, welches sich mit dem satten Orange des Leders streitwillig beißt. Gebt Ruhe ihr beiden! Laßt die Kleine schlafen! Ich habe den starken Motor gedrosselt und fahre den erlesenen Briten vorsichtig durch die letzten Kilometer. Sieht uns wer? Wir sind anonym! Gekonnt parke ich ihn ein – bis zur nächsten Nacht – in Wochen – Monaten – und nehme mein leise schnarchendes Mädchen sanft auf den Arm.

Zauberhafte Nacht! Vergessen ist der Ärger. Wer braucht den schon, wenn er einen solch geschmeidigen Engländer hat? Randy Andy nickt im Schlaf.

Texte: PetissaPan / Foto: PetissaPan

Veröffentlicht von

PetissaPan

PetissaPan studiert interessiert & neugierig das Leben, und schafft nebenher, leidenschaftlich und fleissig Kreativität, Text & Mode. Sie geht mit offenen Augen & Sinnen durch die Welt, und saugt Inspirierendes & Bereicherndes auf. PetissaPan ist und kreiert leicht, weich, romantisch, verspielt und wunderbar verträumt. Is your world little to mainstream? PetissaPan created an own.

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