My call is to serve

Ich bin jetzt 42 Jahre alt und habe privat meinen eigenen Kopf. Im Business bin ich jedoch hochprofessionell und mein Lebenslauf spricht für sich. (CV siehe XING; und bei Interesse: Nachweise/Zeugnisse bitte anfragen.)

Dass ich unscheinbar & brav aussehen würde, höre ich immer wieder … Die Photos sind unbearbeitete Selfies von gestern. Großer Biss, Energie und vielseitig absolviertes Wissen sind es aber, die mich beruflich ausmachen. Dieses bringe ich gelernt gekonnt, spielend charmant & herzlich echt an den Mann, an die Frau. (Foto: Februar 2021)

Zuletzt hörte ich das zehnstündige Hörbuch „Warren Buffett – Der Jahrhundertkapitalist“. Ich empfinde Buffett menschlich als interessant amüsant & liebenswürdig, und beruflich als wunderbar inspirierend.

So wie ich mit ihm sympathisiere, sympathisiere ich allgemein mit der intensiven Beschäftigung mit einzelnen, maximal zwei Personen. Diese werde ich bestens persönlich intensiv & individuell betreuen. Dafür kann ich für die reichen Villengebiete & Villenarchitektur begeistern, wie auch für die Museen; oder Stadtgeschichte auf einer Golfrunde erzählen, oder Sport im Fitnessstudio und in der Natur anbieten.

Ich zeige gerne große Schönheit, Reichtum und Klasse – unaufgeregt, genießend, in ruhigem Ambiente – und gebe mein Brennen dafür weiter.

Pokerface kann & muss ich auch. (Foto: Februar 2021)

Mein Wissen, meine Scheine, meine Nachweise, meine Passionen:

Villenarchitektur & Villengebiete: 4. Semester Kunstgeschichte Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Museen: 4. Semester Kunstgeschichte Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Golf: Handicap: 34,5. Letzter Golfclub: Golf Club Baden-Baden. Davor: The National Golf Brussels (als ich 2009 für die NATO arbeitete).

Fitness: Fitnesstrainer-A-Lizenz (SAFS & BETA 2013/14)

Sprachen: Deutsch, Englisch, Niederländisch, Französisch. Aktuell optimiere ich Französisch (Stand gerade B1/B2) & lerne Spanisch als neue Sprache.

Literatur & Schreiben: Nebenfach der Germanistik/Deutsche Literatur im 4. Semester an der Universität in Freiburg.

SERVING – Gehobener Umgang: Im 5-Sterne-Hotel „Capella Breidenbacher Hof“ an der Kö in Düsseldorf (2016/17); aktuell als Deutschlands sechstbestes Hotel gerankt.

RESPONSIBILITY – Repräsentation & Personenschutz: Deutsche Botschaften in Moskau (2010/11) und im Iran (2012/13), für das Auswärtige Amt Berlin. Und Bundespolizistin von 1998 – 2018.

Und wenn professionell gefragt ist, kann & tue ich so. (Foto: Dezember 2020)

Freelancer. Email & Phone unter Impressum.

Humor könnte der Schlüssel sein

Mehr Transparenz? Hose: Boss. Gürtel: Céline Paris (Second Hand). Body: Falke. Kurz-Top: Ted Baker. Nagellack: Yves Saint Laurent. 2018 in Düsseldorf.

Ich habe ein sehr waches Auge auf die Politik und auf die Gesellschaft.

Als ich vor ein paar Jahren mein Abitur in Düsseldorf und Freiburg nachholte, war ich Mitte bis Ende 30 und sah mich als langjährige und ehemals glückliche Bundespolizistin, häufig dem Hass und respektlosem Gebärden meiner Mitschüler gegenüber der deutschen Polizei konfrontiert.

Vor mir selbst hatte man Achtung und ging stets respektvoll mit mir um, aber es wurde häufig die Diskussion in den Pausen mit mir gesucht, wo es von 10, 12 Jahren jüngeren Mitschülern, die sich vorwiegend als dunkelrot, aber auch grün einstuften, hieß, was die böse Polizei in Deutschland alles falsch machen würde. Und solche Aussagen wurden nicht in Watte gepackt, oder in zuckrige Zungen gehüllt: Sie trieften vor Abscheu und Hass.

Im Unterricht selbst, wurde die ganze Gruppe von gängigen Pauschalaussagen eines einzigen Lehrers eingelullt, der ebenfalls kein einziges gutes Haar an der Polizei ließ. So konnte man genauso die Massen aufstacheln, wie in der vom BVG ab 2020 linksextrem eingestuften Stadt Freiburg, in der es lautstark bei Hausräumungen in den 80ern & 90ern hieß: „Werft die Stullen auf die Bullen!“, was bedeutete, dass man Backsteine auf die Polizisten werfen sollte.

An mir ging diese Zeit des aggressiven Backsteinswerfens in Freiburg glücklicherweise vollkommen vorbei: ich bin – ein paar Jahre später auch erst – polizeilich auf der Autobahn und entlang der Grenze zu Frankreich einer zufriedenen und schönen Arbeit nachgegangen: In Uniform und in Zivil, und denke gerne an die Zeit zurück, als ich mit den französischen Kollegen in Müllheim/Neuenburg eine gute Zeit hatte.

Was mir als Neu-Studentin 2019 hingegen nicht entgangen ist, sind die Demonstrationen in der Stadt Freiburg, die bevorzugt jeden Freitag am Platz der Synagoge lautstark starteten; während andere Studenten noch in der Uni sitzen und pauken. Dort wurde über Megaphon stark und motivierend gegen Rechts, gegen die politische Mitte und für die Umwelt demonstriert. Und der selbe Platz sah am Samstagmorgen aus wie eine Müllhalde. Prima Doppelmoral! Klasse! „Toll“ auch die ganzen Schmierereien an den schönen alten Gebäuden.

Mich hat meine Schulzeit gestreßt. Nicht nur deswegen, da mir die Schule nicht liegt, ich so richtig was tun musste, für meinen Einserabschluß, und weil ich kein großer Freund des Schulsystems bin; sondern weil ich rund zwei Jahrzehnte lang tolle, fröhliche und gute Gespräche mit meinen Polizeikollegen gewohnt gewesen war, und dann in eine so düster negative Umgebung hinein kam, wo alles schlecht geredet wurde, was andere nie erlebt hatten und nicht objektiv beurteilen wollten.

Was mich beruhigte war, dass viele die so dachten, schlechte Noten hatten, regelmäßig dem Unterricht fernblieben, wiederholen mussten oder wollten, und sich dabei ein Leben wünschten, in dem sie 20 Stunden die Woche arbeiten wollen, zeitgleich von einem satten Mindestlohn träumen. 

Und zeitgleich beunruhigt mich diese Mentalität auch wieder sehr!

Nun gibt es schon Aufruhr in der Gesellschaft, wenn jemand sich zu Karneval als Inderin verkleidet. Was ist Bitteschön aus uns geworden? Ich bestehe darauf, stolz darauf sein zu dürfen, dass ich Deutsche – mit kleinem moldawischen und schwedischen Einfluss – bin, und darauf, was Deutschland an fantastischer Kultur, Kunst, Literatur ( – Einst Land der Dichter & Denker! ), reicher bildschöner Architektur und erfolgreicher Wirtschaft ausmacht und bietet. Ich bestehe darauf, anderen Völkern herzlich offen begegnen zu wollen und Kleider von überall her aus der Welt zu tragen: Besonders gerne meine Tuniken aus meiner geliebten Zeit im Iran.

Auch wenn nicht Fasching ist. Gehen wir seit Neustem zum lachen in den Keller?

Wie wäre es damit, mehr Biss für sein eigenes Lebensglück aufzuwenden?


Die ganze Gesellschaft schwappt großspurig nach links: In den Medien wird alles und jeder zerrissen, was und der nicht links der Mitte ist. Und die Mitte, die einst die CDU ausmachte, wird nun von der FDP besetzt. 

Ich wünsche mir Menschen, die selbstständig denken, und sich nicht von Medien und irgendwelchen Dampfplauderern pushen lassen. Ich wünsche mir differenzierte Meinungen und eine große Portion Humor. Ich wünsche mir, dass jeder bei sich selbst bleibt, dort anfängt ein guter Mensch zu sein, und dann ergibt sich nicht dieser ständige Fingerzeig nach Außen.

Ich wünsche mir mehr Menschen die mehr lesen, statt nur fernzusehen. Ich wünsche mir ein freieres Bildungssystem. Ich wünsche mir Menschen, die Interesse an Bildung haben. Ich wünsche mir Stärke, Rückgrat, eine gesunde Demokratie. Ich setze mich ein, für ein offenes Denken – konträr zum Mainstream bleibend, und werde sicher noch über die Bundespolizei ein Buch schreiben, die ich genauso gerne verteidige, und für die ich genauso gerne einstehe, wie für Reiche und Reichtum. Zur Zeit, vielleicht für immer – denn ich bin und war immer gern da und mache mich gern für das stark, was die Mehrheit kritisiert.

Ich wünsche mir ..

Genug geträumt! Haben wir alle zu viel Zeit? Ich ganz bestimmt! Ich mache und möchte nämlich nur eins: Seit fünf Jahren den Weg bereiten, zurück in ein Business, in eine Karriere, die mich so erfreuen und begeistern wird, wie mein früheres Leben bei der Bundespolizei. Und inzwischen hab‘ ich dann doch genug am Schreibtisch gesessen … Wenn‘s halt noch mal fünf Jahre dauert, ist es so.

Wir ernten was wir säen.

Probier‘ es vielleicht mal mit starker Liebe und liebender Stärke.

Groß träumen und dafür mehr tun als reden und träumen!

Und weniger Negativität allgemein bitte. Mehr Mitte vielleicht.

Men at work

Du bist zu schön und viel zu schade, um fast leer zu stehen. In dir kann man so richtig was aufziehen – mit Kunst und allerlei Trallala. Dabei so edel luxuriös U N D verrucht frech, wie das Costes in Paris. J’adore!

Surround me with your love, denn ich will! Ich will! Will!

Zeit dir Leben einzuhauchen. Den Zahn der Zeit zu treffen, zwischen elegantem Luxus und hippem Reichtum:

klein,

teuer,

unerwartet frech,

frisch.

Villa Kunterbunt, du! Dich!

Ich träume von Arbeit. Nichtstun war noch nie was für mich und wird es nie sein. Nach 1/2 Tag fange ich bereits an mich zu langweilen. Ich liebe die Aktion. Unternehmergeist! Runter vom Boot, von der Côte d’Azur!!

Und Luxus? Liebe und genieße ich sehr!

Den deutlichen Linksruck der Gesellschaft? Mache ich nicht mit.

Was ich merkwürdig finde? Menschen die Grün wählen, dabei jeden Meter mit dem Auto fahren und regelmäßig Plastikflaschen kaufen.

Was ich behaupten kann? Noch nie in meinem ganzen Leben irgendeinen Müll auf den Boden geworfen – oder von mir liegen gelassen zu haben. Und ich trinke Leitungswasser. Dies obwohl ich Mitte wähle: Früher CDU, inzwischen FDP.

Was ich von Demonstrationen und Querdenkern halte? Die Energie vielleicht besser in ein Ehrenamt stecken?

Ob ich schon mal ehrenamtlich tätig war? Ja. „Arche“ Düsseldorf, 2016/17.

Von was ich hier schreibe? Von dem was mich bewegt.

Ob ich Feedback, Kritik oder Zuspruch vertrag‘ & möchte? Im Real Life gern! Hier drück‘ ich mich nur aus. Künstlerseele!

Der Unternehmer ist dem Künstler näher als der Manager.

Zitat eines Professors an einer Universität in Berlin, von dem mir gerade der Name nicht einfällt.

Unternehmergeist? – Ich liebe offene Gespräche über Politik und Geld – am liebsten natürlich mit Gleichgesinnten!

Schöngeistig – schreibverliebt

The beauty you see, is a reflection of yourself.

St. Raphaël

Schnell zurück an die Bücher! Mit der ersten Hausarbeit bin ich seitenzahlmäßig bereits im letzten Viertel angekommen.

Kunst ist eine süße Alltagsflucht. Eine wunderbare Blase – gerade im vergangenen Jahr. Aber Schönheit kann man überall sehen, erkennen, und finden.

Der wahre Künstler stellt sich die Frage gar nicht, ob sein Werk verstanden werden wird oder nicht.

Adalbert Stifter

Und der Künstler ist dem Unternehmer näher als der Manager.

Populärwissenschaftlich

Für eine „allein“ strebsame Wissenschaftlerin, die schön brav in der Spur bleiben kann und mag – was ich bei manchen Kommiliton*innen und Dozent*innen aufrichtig anerkenne und auch bewundere – war ich entweder zu lange Bundespolizistin, bin ich zu enthusiastisch für alles wofür ich jeweils brenne, oder einfach zu gerne unter den unterschiedlichsten Menschen mit den verschiedensten Interessen.

Daran kann auch die neue Brille nichts ändern, mit der ich die Welt noch schärfer finde und schön Geahntes noch wunderschöner. Allein bei der Suche nach mehr Objektivität, vermag sie mir hier nun auch nicht zu helfen.

In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst.

Augustinus Aurelius

Mission possible

Latein ist keine tote Sprache, sondern unsterblich und gerade ansteigender Trend. Ich mag sie! Auch wenn ich zwischendurch immer mal wieder kurz dachte, dass es eine Mission Impossible sei. Das Tempo an der Uni war mit zwei Semestern dafür ziemlich hoch.

Finally: bestanden und Haken dran!

Und was mach‘ ich nun? Spanisch, Portugiesisch, doch gleich meine Sehnsuchtssprache Russisch, oder nach dem Bachelor in Kunstgeschichte in einem Jahr – ein Fernstudium in BWL? Oder Italienisch, als die Sprache der Kunstgeschichte, und weil ich schon ein, zwei Jahre lang die feine Vision in mir trage, mich in vielen Jahren einmal in einen Mann aus dem schönen Tessin zu verlieben?

Die Zeit verweilt lange genug für denjenigen, der sie nutzen will.

Leonardo da Vinci

Und während wir alle so unsere Pläne machen – schlägt das Leben ganz andere bunte Kapriolen …

Ich zumindest beginne ab nun bei Null mit Spanisch und freue mich sehr über diese Wahl. Nebenher lese ich schnell Zitelmanns neuestes Buch, und über Francois Boucher, Charles Le Brun & E.T.A. Hoffmann sowieso, koche später Mashed Potatoes, trinke dazu Chocolat Chaud, gehe gleich laufen und mag Corona auch weiterhin sinnvoll, bunt & lustreich nutzen. Für Spanisch auf jeden Fall war Latein ein prima Türöffner. Ach, und mit Zitelmann würde ich auch mal einen Kaffee trinken; lieber noch einen ungesüßten Kakao. Nach Corona dann … Einer meiner zahlreichen wie vielseitigen Mentoren, die ich (dazu) nicht persönlich kenne(n muss).

I’ve never had more energy, and this isn’t about retiring.

Jeff Bezos

Action! Und die Hausarbeiten stehen konkret jetzt an. Dieses Semester ist nächste Woche vorbei.

TIPPS:

Französisch begann ich erst 36-jährig zu lernen, und hatte es damals im nachgeholten Abitur als Leistungskurs gewählt, um mich selbst stark zu fordern und motivieren zu müssen. Viel dabei geholfen haben mir neben den schulischen Unterlagen: Das Online-Programm „Babbel“ und das Hörbuch von Hueber, welches ich – heute noch – als Audible nutze. Mit Spanisch möchte ich es nun ganz genauso machen.

Es ist nie zu spät für irgendetwas. – Zu lernen, sich etwas selbst beizubringen, sich inspirieren zu lassen, umzuschwenken, durchzustarten. Ich will und werde.

bei Antib♥s 2018

Und für Französisch hatte ich noch einen 3-wöchigen Sprachkurs in einer Sprachschule in Antibes an der Cotê d’Azur absolviert. Antibes und das Institut kann ich ebenfalls sehr empfehlen. Bei Rückfragen dazu bitte per Email oder über Instagram. Hier lese ich die Nachrichten nicht.

in Antib♥s 2018

PS: Ich bin nun auch auf Twitter, aber twittere bisher noch nicht. Beobachte nur, und dort sind es für mich Weltgeschehen und die Politik. Auf Instagram bleiben es für mich schöne Fotos – mit mal mehr & mal weniger (tiefgründigem) Text.

(Werbung aus Überzeugung. Unbezahlt.)

Crème de la Crème

„Straight to heaven“, so hieß der Duft den er trug. Einen Hauch süß und wohlfühlend, fast vertraut, sich anlehnend, dann wohlig wärmend. Aber auch dunkel wie Zedernholz, unberechenbar, merkwürdig schweigsam irgendwie. Und dabei scharf wie Wodka. 

Er war tief, männlich, dominant, und zum Greifen hier und nah. Letzten Endes aber blieb er fern. Er war wie in Flakons abgefüllte Melancholie.

Du schließt die Augen und siehst dich in dieser Bar von damals. Einer Bar in einem großen Saal, mit einem opulenten, mit farblosem Kristallglas behangenen Kronleuchter, der ein schummriges Licht nur über alles und jeden wirft.

Crème de la Crème.

Du siehst die antiken Möbel im Jugendstil. Die naturbelassenen Ledersessel, weich, fast flauschig, in einem warmen Braunton, und die lange Couch, welche sich an der Wand gegenüber der Fenster, über die gesamte Länge des mondänen Raumes erstreckt. Wenige luxuriöse Stühle aus geschwungenem Holz mit goldfarbigen Bezügen. Kleinere hochelegante Tische im strengeren Art déco davor, die kontrastreich in Form und Farbgebung sind und zwei Jahrzehnte weniger alt. Beeindruckende Vorhänge rahmen die raumhohen bodentiefen Fenster. Sie fallen schwer in einem satten dunklen Grün aus Samt und seidigem Brokat auf den warmen Kirschbaumboden, den sie bisweilen sanft streicheln. 

Eine Spur Tabak liegt in der Luft, und Musik, die genau hier in diesen Raum gehört, die du nicht kennst und nie mehr wieder hören wirst. Und da steht er. Mittig im Saal. Man nimmt ihn einfach wahr, beachtet ihn gewollt wie bewusst. Er trägt einen klassischen Anzug, der wie angegossen an seinen schlanken jung trainierten Körper passt. Besonders edler Stoff, das erkennt man sehr gut. Vermutlich nachtblau von der Farbe her; vielleicht aber auch schwarz. Ein Frack würde genauso gut passen: In diesen Saal – für ihn. Er mag an die 55 Jahre alt sein. Trägt beinahe gänzlich ergrautes längeres dichtes Haar, welches er akkurat aus dem Gesicht gekämmt hat und das ihm, attraktiv gewellt, im Nacken bis fast an den Hemdkragen reicht. Er steht erhaben, ist knapp 1,80 Meter groß, und seine ganze Haltung und Gestik: aristokratisch, selbstsicher, Mann von Welt.

Sein Gesicht zeigt, dass er gelebt hat. Reif, intensiv, so reich an Erfahrung.

Seine Augen signalisieren, dass sie beinahe alles gesehen haben. Der Blick, was erlebt.

Seine Hände erzählen die Geschichte, viel berührt zu haben.

Er bläst den Rauch seiner Zigarre, die er in der linken Hand hält, aus. Dabei hebt er den Kopf und seine Augen sind genießerisch geschlossen. In der anderen Hand hält er ein schweres Glas mit honigfarbenem Rum, der sich darin, weich und ölig, nur langsam bewegt. Seine Aura fasziniert, erreicht, berührt auf seltsam nahe Art und läßt dich nicht los. Du verweilst ihn anzusehen. Man spürt seine Leidenschaft und Erotik, und du meinst du riechst dabei, ganz leicht bereits seinen Duft. Sein Blick hat dich noch nicht erfasst. Sein Kopf, weit weg, in eigenen Gedanken ruhend. Er kostet es aus hier zu sein. Inmitten der anderen Gäste, dabei aber allein für sich. Und er weiß sehr wohl darum, interessiert beobachtet zu werden.

Du siehst. Mit Freude. Neugier. Verlangend. Du riechst.

Das ist der Mann, das ist der Duft.

Wie oft hatte sie ihre Nase später an seinen Hals gedrückt, tief einatmend, seinen Geruch aussaugend, ihn aufnehmend. So verweilte sie dann Sekunden nur, oder auch minutenlang. Sie war tatsächlich vollkommen die Seine gewesen.

(Dieser Text ist die Eröffnung in meine 2015 veröffentlichte Novelle, die ich in Zukunft noch einmal überarbeiten möchte, bevor ich sie erneut publishe.)

Beltracchi Beltrugi

Die Welt will betrogen sein, und wenige können ihr dabei offensichtlich besser helfen als Beltracchi, der 1951 als Wolfgang Fischer geboren wurde und heute siebzig wird.

Frankfurter Allgemeine am 04.02.2021
Foto: FAZ

Wie Beltracchi das geschafft hat, was er geschafft hat, hat mich nicht nur im Rahmen meiner Wissenschaft sehr fasziniert. Die Lösung erscheint mir dennoch ganz einfach: Die Nachfrage bestimmt das Geschäft. Und Kunst ist ein so riesiges Geschäft mit so verlockend, verführerischen hohen Geldbeträgen.

Im Übrigen glaube ich daran, dass nicht immer der alte weiße Mann für sich allein gewinnen muss. Ich glaube auch nicht an Ignoranz, nicht an kaltschnäuzige Arroganz, und auch nicht an zu viel Tradition, Steifheit und Spießigkeit. Ich glaube stattdessen an neuzeitigen Teamgeist und offene erfolgreiche Menschen und Männer. Gerne auch alt und weiß.

Und zu Beltracchi habe ich mir in den vergangenen Wochen einiges angesehen. Wie gesagt : Schon im besonderen Maße faszinierend und spannend die ganze Geschichte & Kunst um ihn.

Beltracchi Beltrugi – vertrackt schöner Betrug.

Getting rich?

Ich liebe das Mindset der Superreichen!

Ich liebe Selfmademen, Selfmadewomen und Workaholics und Getriebene. Scheitern und daraus lernen. Wege finden. Ellbogen. Gewinnen. Alles auf null. Durststrecken. Durchhalten. Aus nichts (wieder) alles machen.

Energie.

24/7. Weil es sich ja auch nie so anfühlt.

Ich liebe pushen und gepusht werden. Inspirieren und inspiriert werden. Antrieb, Rücken- und Gegenwind. Ich liebe Emotionen, riesige Begeisterung, Wut. Ich liebe es, erneut zu scheitern. Unangepasstheit, anecken und Progress. Das Spiel darum und Spaß. Risiko. Abenteuer. Platzende Knoten. Händeschütteln. Teamgeist mit Menschen mit denselben Werten. Groß denken. Korken knallen. Win!

Lasst uns alle resourceful und inspirierend – füreinander, untereinander, für irgendjemanden – sein! ❤