Pétronille

Der unwiderstehliche Charme, die weltmännische Eloquenz, Gentlemen, und der Geruch von Macht, getrüffelten French Fries und bestem süditalienischen Parmesan, liegen zart doch wiegen schwer, in der schwülstig warmen Luft des späten Abends, der gekonnt die Farbe reifer Mirabellen zwischen Himmel und Erde zeichnet.

(PP)

Text & Foto: PetissaPan

Carnival

Stilbruch, kess ausbalanciert in wohliger Freiheit. Exklusives, das Ordinäres so unvergesslich machen kann und wird. Und du trägst Baccarat Rouge 450 aus Paris. Und ich spaziere mit meinem pinken Flamingo an der Leine, im britischen Trench, im französischen Regen, an der Seine.

Zalig!

Die Suite mit Blick aufs Meer.

Der Blick auf Paris.

Das niedliche Niederländisch.

Himbeereis zum Frühstück und Unbeschwertheit gibt es gratis dazu.

Jeder gibt sein Bestes, und alles andere entwickelt sich dabei. Zu nehmen schließt geben nicht aus. Und ich löse das Halsband und lasse den zauberhaften Vogel frei.

Flamingos always fascinated me ..

Text & Foto: PetissaPan

Echt

Pulsierend belebt, malerisch schön, fast surreal.

Du bist zu gut um wahr zu sein. Denn deine Verletzlichkeit macht dich menschlich. Und mit dieser du noch mehr punkten kannst, als ausschließlich deiner – perfekt in Szene gesetzten – Männlichkeit.

(PP)
Genève

Text & Foto: PetissaPan

Wildfang

„Ein unnachahmliches Strahlen in den Augen. Du Tochter der Sonne! Ungestüm wild und frei.

Erfrischende Neugier, gebadet in einem Meer aus überschäumender Lebenslust, das mutig, frech und ungezügelt, über die Ufer schwappt.

Und Schabernack spriesst in einem Wald voller Wunder, Wünsche und Ideen.

Mittendrin – und du.

Doch, wenn ich meine Freiheit für dich aufgäbe, mit dir zöge, Wurzeln schlüge, wärst du früh entzaubert, und du dann derjenige der geht. Ob der Sache, dass ich gefangen nicht mehr dieselbe für dich wär‘.

Lass‘ mich die Welt entdecken, Karriere machen, mein Potential leben, mich fordern, und die – an zwei Händen nicht abzuzählenden – Hobbys, Träume, süßen Süchte, leben.

Bitte.

Und erden wird mich irgendwann einmal die Zeit.

Vielleicht? Bestimmt!

Nach Millionen bunt gesammelter Erfahrungen. Frei. Dann frei zu bleiben.“

Genève

Text & Foto: PetissaPan

Metropolitan

Du hast keinen Tunnelblick und märchenhaften hundertjährigen Schönheitsschlaf, dich so lange in nur einer einzigen Sache zu verbeissen, verfahren. Sobald du eine Sache ins Laufen gebracht hast nämlich, pflegst du eifrig bereits schon ein anderes Lieblingskind. – Passion has its own logic. Und du wirst dein ganzes Leben lang mehrgleisig, schnell, fahren.


(PP)

Text & Foto: PetissaPan

Nothing burns like the cold

Besänftigt und wie schwer gegossen. Ruhend. Viel zu oft vergangene Muse aus Kindheitstagen. Erstrebenswerte Unbefangenheit und entrückter Zauber in deinem Blick. Dir nah, vertraut, dein größter Schatz. Arglos und dein Zauberstab für Glitzer überall.

Die rosarote Brille, jede Stunde, jeden Tag.

Fruchtige Süße.

Geliebte.

Liebe ist immer genau das, was dein Herz zu öffnen versteht. Alles andere sind peanuts, sweet escape und Zeitvertreib.


(PP)
Heimatlust, Heimatliebe. Baden-Baden.

Text & Foto: PetissaPan

Mut

Lieber die Taube auf dem Dach, als den Spatz in der Hand?

Wer sich dafür entschieden hat, die eigene Authentizität und seine Sehnsüchte zu leben, anstatt dazugehören zu wollen, findet früher oder später auch (s)ein Korn. Nämlich Menschen, jemanden und etwas, das wie Topf auf Deckel passt.


(PP)

Text & Foto: PetissaPan

Provocatrice

Und eine Stunde verging gefühlt, wie nur ein Bruchteil der Zeit davon. Sie unterhielten sich gut, und das Gespräch war zugleich ein vorsichtiges Herantasten und ein sanfter Flirt.

X hatte häufig mit seinen Fingerspitzen ihren nackten Unterarm oder Ellbogen berührt. Und Y stellte an diesem Abend fest, dass nicht nur die Art und Weise wie er sprach etwas merkwürdig war. In allem, wie X sich Y gegenüber gab, war er es.

Er schien einerseits so selbstbewusst, und dennoch scheu. Gerade diese Gegensätzlichkeit fand sie besonders reizvoll und liebenswert an ihm. X hob sich in dem wie er war und was er ausstrahlte, von der breiten Masse ab. Das gefiel Y sehr.

Du wirst noch immer schwach, bei blauen Augen und hellblauen Männerhemden. Wann wirst du endlich erwachsen Fräulein?


Im Porsche gibt’s auch Gänsehaut

Text & Foto: PetissaPan

Blue moon

Wenn das Leben ungerecht zu dir ist, dich stresst, es zwickt oder zu langweilen versucht, schnappst du dir Hund und Auto und fährst raus ins Blaue. Ins Nachtblaue, um genau zu sein. Sternenklar am liebsten – nicht sternhagelvoll.

Dein rosafarbenes Strickjäckchen angezogen – die Handbremse von deinem hellblauen Bentley gelöst. Er ist 30, luxusklassig und bestechend wunderschön. Klassisch-elegant, wie du es magst.

Auf orangefarbenem Leder, auf dem Beifahrersitz neben dir thront voller Anmut „Randy Andy“, dein silberfarbener Windhund. Sie ist eine Dame und ganz Diva, dabei zerbrechlich zierlich, klein und fein. Randy Andy trägt ein schmales Samthalsband mit tiefblauen Saphiren. – Mehr wert als der ganze lieb verehrte Edel-Köter. Die vornehme spitze Nase reckt sie arrogant in die Höh. Du musst grinsen. Göttlich!

Ihre schlanken langen Schlappohren schlackern wie freudig erwartend im kaum vernehmbaren Fahrtwind, als du, die Fenster zur Hälfte geöffnet, die heisse Fahrt im noblen Wagen aufnimmst. Euer letzter Ausflug ist Wochen her.

Luxuriös, mondän und gebremst zurückgehalten grummelt dein bestes Stück tief und majestätisch durch die schlafenden Straßen der Stadt. Langsam. Achtsam. Du kannst ihn kaum halten. Ihr wollt raus. Euch austoben. Und die rund 400 PS zucken an jeder roten Ampel nervös unter euren Hintern. Pure Vorfreude. Und Randy Andy juchzt und jault vor Freude spontan auf, als ihr die letzten Häuser der Stadt hinter euch lasst. Autobahn, linke Spur: hier seid ihr!

Du schliesst die Fenster und gibst Gas. Supersonic-Status. Über euch das marineblaue Firmament. Blue moon – blue mood. Und der Geruch von edlem Leder und frisch gebadetem Hundemädchen erfüllt deine Nase. Sie riecht nach Rosen. Schwülstig, tiefrot und satt. Der irre Sound des sportiven Engländers reißt dich aus deinen Gedanken und begeistert deine verwöhnten Ohren. Ihr brettert durch die Nacht. Die Straßen gehören zu euch. Einmal Flensburg – Konstanz? Einmal Passau und zurück? 

Dir ist warm. Und das Dauerlächeln verschwindet nicht von deinem wachen Gesicht. Der Hund im Trance.

Zwei Stunden später döst die zarte Schönheit auf deinem rosé Strickjäckchen, welches sich mit dem satten Orange des Leders streitwillig beißt. „Gebt Ruhe ihr beiden! Laßt die Kleine schlafen!“ Du hast den starken Motor gedrosselt und fährst den erlesenen Briten vorsichtig durch die letzten Kilometer. Sieht euch wer? Ihr seid anonym! Gekonnt parkst du ihn ein – bis zur nächsten Nacht – in Wochen – Monaten – und nimmst dein leise schnarchendes Mädchen sanft auf den Arm.

Zauberhafte Nacht! Vergessen ist der Ärger. Wer braucht den schon, wenn er einen solch geschmeidigen Engländer hat? Randy Andy nickt im Schlaf.

Text & Foto: PetissaPan